weiße TaubeChrist sucht Christ Logo ohne Taube

Andacht vom 21. Februar 2026

Andacht vom 21. Februar 2026
Und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch gefangen weggeführt habe, und betet für sie zum HERRN!
Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben.

Jeremia 29,7 (Elberfelder Bibel)


Diese Aufforderung ist Teil eines Briefes, den der Prophet an seine Landsleute im fernen Babylon sandte.
Die Empfänger dieses Schreibens waren von Nebukadnezars Armee ins babylonische Exil verschleppt worden.
Doch die prophetische Weisung enthält eine herbe Zumutung: Die Kriegsgefangenen sollen das Land der Feinde als ihre neue Heimat annehmen, sich neue Existenzen aufbauen und in der Fremde häuslich niederlassen.
Das Exil würde nicht nur kurze Übergangszeit sein!
Es galt, die heidnischen Babylonier, deren Soldaten die Werkzeuge der göttlichen Heimsuchung waren, als Mitmenschen zu akzeptieren.
Anstatt sich in gehässige Erbitterung hineinzusteigern, sollten die Verbannten das Wohl Babylons fördern – nicht nur durch nützliche Arbeit für das Gemeinwohl, sondern auch durch ihre Fürbitte.

Gottes Auftrag für die Juden im babylonischen Exil lässt sich auch auf die Gemeinde Jesu in der heutigen Zeit übertragen.
Alle Versuche, so etwas wie eine "Insel der Seligen" inmitten der "bösen Welt" zu schaffen, stehen im Widerspruch zum Plan Gottes.
Die Gemeinde existiert nicht um ihrer selbst Willen!
Ihre Daseinsberechtigung liegt im Auftrag für die Menschen in ihrem Umfeld.

Wenn Menschen gut miteinander auskommen, ist schon viel gewonnen.
Eine friedliche "Koexistenz" ist wertvoll.
Doch Jesu Aufgabe an seine Jünger geht weit darüber hinaus.
Sein Leben und Dienst waren von Anfang an mehr "Proexistenz", Dasein für andere.
Dieser Auftrag ist immer wieder eine große Herausforderung, manchmal eine Zumutung.
Aber er ist getragen von der Fürbitte Jesu.
Weltflucht, der Rückzug in die selbst gewählte Isolation, würde uns untauglich machen.
Die Weltsucht aber auch.
Salopp ausgedrückt: Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
Es gibt trotz mancher "Holzwege" eine Alternative.
Das ist der Weg der Nachfolge Jesu.

Der Text aus dem Buch Jeremia ist ein Impuls, auf Menschen in unserer Umgebung zuzugehen und ihr "Bestes" zu suchen.
Was ist das Beste für eine Stadt, ein Land?
Das Beste ist der Frieden.
Schalom ist der Inbegriff eines guten, gelingenden Lebens unter Gottes Segen.
Darum dürfen und sollen wir bitten.

(Klaus Kästner)

Kommentare

Schreib auch du einen Kommentar
 
pieter49 21.02.2026 19:04
Das Beste ist der Frieden !

...und : Eine friedliche ,,Koexistenz'' ist wertvoll.

Guter Andacht !!

Vielen Dank liebe @einSMILEkommtwieder.
 
einSMILEkommtwieder 22.02.2026 07:22
... ja, lieber Pieter,
und dazu passt auch - wie ich finde - das folgende Zitat aus "König Heinrich VI." von William Shakespeare:

"Gesegnet, die auf Erden Frieden stiften."
weiße TaubeJetzt kostenlos registrieren