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📃 Der Glaube und das Wort

📃 Der Glaube und das Wort
Das Wissen darüber, was die Schrift meint, wenn sie uns die Notwendigkeit einschärft, den Glauben zu pflegen, ist wichtiger als jedes andere Wissen, das [jemals] erworben werden kann.

Ein [römischer] Hauptmann wünschte, dass der HERR etwas Bestimmtes für ihn tue. Der HERR sagte: "Ich will kommen" [MATTH. 8,7] und es tun. Der Hauptmann [aber] antwortete: "Sprich nur ein Wort" [MATTH. 8,8], so wird es geschehen.

Der Hauptmann erwartete also, dass "nur ein Wort" das bewirken würde, was er wünschte. Er verließ sich hinsichtlich der Erfüllung seines Wunsches auf "nur ein Wort." Und der HERR sagte, das sei "Glaube“ - sogar "großer Glaube“ [MATTH. 8,10] [SLT]

Und durch all das wird vollkommen klar, dass Glaube der Erwartung entspricht, dass das Wort Gottes das - was es aussagt - vollbringen wird, ja dass der [gläubige] Mensch auf dieses Wort vertraut, das zu vollbringen, was es aussagt.

Der Hauptmann erwartete nicht, dass er selbst tun würde, was der HERR sagte. Das wäre kein Glaube gewesen, denn es hätte bedeutet, sich völlig auf sich selbst zu verlassen und der Kraft - oder dem Leben - im Wort jegliche Macht abzusprechen. 

Und doch hast Du viele, viele Male gesagt, tun zu wollen, was das Wort Gottes sagt. Oft hast Du Dich auf Dich selbst verlassen, um zu tun, was das Wort aussagt, statt Dich auf das Wort zu verlassen, dass es das bewirkt, was es beinhaltet. Und dann hast Du Dich gewundert, warum Du im christlichen Leben keine größeren Fortschritte gemacht hast. [Nun], es gibt keinen Grund zum Wundern. Du hast keinen [wahren] Glauben geübt, alles geschah aus Dir selbst und nicht von GOTT.

Weiter, Der Hauptmann erwartete nicht einmal, dass der HERR Selbst tun würde, was das Wort besagte, das heißt, er erwartete nicht, dass der HERR das Wort sprechen und dann - getrennt von diesem Wort durch irgendein anderes Mittel - Selbst tun würde, was das Wort beinhaltete. [Denn] auch das wäre kein [großer] Glaube gewesen, denn es hätte bedeutet, das Wort als das lebendige und mächtige Werkzeug, das es ist, zu ignorieren und zu leugnen, dass GOTT fähig ist, einfach durch Sein Wort zu tun, was ER möchte.

Und doch hast Du viele, viele Male, während Du das Wort Gottes vor Augen hattest und Selbst ernsthaft wünschtest, was das Wort besagt, Dich von diesem Wort abgewandt und den HERRN gebeten, für Dich und in Dir zu tun, was das Wort besagt. Statt zu erwarten, dass das Wort - weil es das Wort Gottes ist - selbst verwirklicht, was es beinhaltet, hast Du erwartet, dass der HERR getrennt von diesem Wort durch irgendein anderes Mittel tut, was das Wort aussagt.

Und dann hast Du Dich gewundert und warst ratlos, weil das, worum Du gebeten hattest, nicht geschah. Aber [tatsächlich] gab es keinen Grund für Verwunderung oder Ratlosigkeit. Deine Erwartung war vergeblich. Dein Bitten geschah nicht aus Glauben, es ignorierte das Wort Gottes.

In beiden Fällen gab es für Dich keine Entschuldigung, denn die ganze Zeit gab es die klare Darlegung Deines Herrn, was Glaube ist und Du hattest sie viele Male gelesen. Du hattest gelesen, dass der Hauptmann zum HERRN sagte: "Sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund." Es wurde Dir gezeigt, dass der Hauptmann erwartete, dass "nur ein Wort“ tun würde, was er wünschte, und dass er sich auf "nur ein Wort" verließ, dass sein Wunsch in Erfüllung ginge. Du hast das Wort des HERRN gelesen, dass dies "großem Glauben" entsprach und dass ER deshalb "nur ein Wort" sprach und "der Knecht gesund ward zu derselben Stunde." [MATTH. 8,13] [Und] Du kennst [sicher] auch eine Reihe anderer Beispiele, die zeigen, dass der HERR Dinge tat, indem ER "nur ein Wort" sprach.

Möchtest Du [auch] großen Glauben üben? Dann nimm das Wort Gottes so an, wie es in Wahrheit ist - als das Wort Gottes - und erwarte, dass nur dieses Wort bewirkt, was es besagt, verlasse Dich darauf, dass nur dieses Wort für Dich und in Dir tut, was es beinhaltet.

Dann wirst Du, wenn Du im Glauben bittest, empfangen, was Du erbittest und [für Dich wird das Folgende zutreffen] "Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus." [RÖ. 5,1] [SLT]

( Alonzo T. Jones, Mai 1899 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 16.02.2026 18:58
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor mehr als 125 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.

Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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