Greife den Blog nochmal auf...ist immer aktuell..die Schrift warnt uns vor dem Antichristen....aber wer oder was ist der Antichrist...eine Person, ein Reich oder eine Idee...
Dazu einige Stimmen aus der Vergangenheit...sie zeigen einige Gemeinsamkeiten ....wie erscheint er ?
Als offener Feind oder als überzeugende Alternative zu Christus...
Martin Luther (1483–1546):
"Ihr könnt verstehen, dass der Antichrist im Tempel – d.h. in der christlichen Kirche – als Herrscher und König, als Prediger, bleiben wird. Dort wird er sitzen und sich gegen Gott erheben und ihm widerstehen, nicht mit der Absicht, sich über Gott in seiner Majestät zu erheben, sondern über den gepredigten und verehrten Gott. Das heißt, er wird sich höher stellen als Gott, nicht in seiner Majestät, sondern in seinen Worten – nämlich, dass, wo der Heilige Geist spricht, es für ihn nicht das Wort Gottes ist"
Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817):
Text hab ich etwas an aktuellen Sprache angepasst..
"Dem zufolge wird also der Mensch der Sünden ein König, ein großer Regent sein, welcher unumschränkt regiert; denn er wird tun, was er will. Die Religion seiner Väter, also die christliche, wird er verlassen. Sich öffentlich gegen die Verehrung Gottes und Christi wird er giftige und feindselige Verordnungen ergehen lassen, die christlichen Gottesverehrungen verbieten und die wahren Christen grimmig verfolgen. Um dies alles ungehindert ausüben zu können, wird er auch die höchste geistliche Gewalt an sich ziehen und mit seiner weltlichen Macht verbinden; denn er wird sich in den Tempel Gottes setzen und die allgemeine Herrschaft über die gesamte Menschheit, teils durch Gewalt, teils durch Politik zu erringen suchen.
Er wird den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht meiden, vielleicht aber in unnatürlichen Lastern leben. Er wird gar keine Religion haben, sondern ein vollkommener Naturalist, Atheist und Freigeist sein. Die Vernunft wird er für das höchste Wesen erklären, und seine eigene Vernunft wird sein Gott sein, den auch alle in ihm anbeten und verehren sollen. Er wird aber auch eine Art von äußerem Kultus oder Gottesdienst einführen, der aber militärisch sein muss; denn der Gott der Festungen (Mäusim) wird der Götze sein, den er anbetet. Denn er wird ein Krieger von Profession sein, weil er sich durch Gewalt schützen und durch Gewalt sich alles unterwerfen will.
Darum wird in seinen Augen auch nichts einigen Wert haben als ein guter Soldat, und diesen wird er bereichern. Überhaupt wird er überall allein Recht haben wollen und ein Mensch sein, der Gott und Menschen widerwärtig ist.
Auf eine Hauptsache müssen wir aber ganz vorzüglich aufmerksam sein, nämlich auf die drei unverkennbaren Merkmale, welche diesen Menschen der Sünden oder das Tier aus dem Abgrund vollkommen kenntlich machen. Und solange diese Zeichen noch fehlen, solange ist es gewiss noch nicht aufgestiegen oder offenbar geworden.....
der die durch den Abfall vorbereiteten, armen, betrogenen Menschen dem Menschen der Sünden zu huldigen beredet und wegen seiner großen Talente und durch seine glänzenden und verführerischen Taten und seine Politik einen unbeschreiblich großen Beifall findet, sodass ganze Scharen dem Teufelsmenschen huldigen werden.....
Dahin werden die beiden Lammshörner Aufklärung und Philosophie führen.
Dass dieses Tier aus der Erde auch ein Regent, und zwar ein geistlicher sein werde, ist wahrscheinlich, weil er als ein Prophet auftritt...."
Johann Albrecht Bengel (1687–1752) :
"Es wird die vorgetäuschte Tugend und Weisheit annehmen, die von vielen Menschen – sowohl privat als auch gesellschaftlich – ohne Gottes Wort, ohne Erlöser und Tröster praktiziert wird; es fürchtet sich weder vor dem Deismus, noch vor dem Sozinianismus, noch vor dem Pelagianismus“ – wir würden heute von Liberalismus, Unitarismus, Humanismus sprechen – „es missbraucht die Lehre vom inneren Wort und vermischt leicht das Christentum mit dem Islam"
Kornelis Heiko Miskotte (1894–1976):
"Aber ist es letztlich so schwer zu begreifen, was die Bibel mit dem Antichrist meint? Ich glaube nicht. Der Antichrist ist ein "Anti", eine Gegenfigur – aber auch ein Christus, ein Messias, ein Heiland, ein Erlöser. Er ist der Gegenkandidat für denselben Thron, er gibt ähnliche Verheißungen, legt ähnliche Glaubensbriefe vor. Auch er gründet ein Reich, in dem er allein das Wissen, das Tun und das Sein verkörpert, sodass es keine Berufungsinstanz über ihn hinaus gibt – wie es auch über Jesus Christus keinen Beruf gibt. Wie Jesus sagte: "Ich und der Vater sind eins", so sagt der Antichrist: "Ich und die Natur sind eins", "Ich und die Notwendigkei".
Aber dabei muss er nicht der bestialische Gewaltherrscher sein. Im Gegenteil – der moderne Dichter sah tiefer, als er ihn so beschrieb:
"Er ging in Pracht von purpurnen Gewändern.
Seine Augen waren mild und schön und weich,
Und vor ihm her lief durch das ganze Land
ein Ruf von seiner Güte und Gnade.
Er heilte Kranke und verborgene Nöte
Derer, die nach entbehrtem Genuss sich sehnten.
Er war der lang ersehnte Gott der Erde,
Und jeder beugte sich seinem Gebot."
(Gedicht ist von Willem de Mérode)
Wladimir Solowjow (1853–1900) "Kurze Erzählung vom Antichristen“::
Mal gelesen? Wenn nicht..kurze Inhaltsangabe..
Solowjows "Kurze Erzählung vom Antichristen" berichtet von einem charismatischen Weltkherrscher...bringt der Menschheit Frieden, Wohlstand, Sicherheit und Einheit..gebildet, humanitär und fortschrittlich … er wird von der Masse bejubelt..
Doch hinter dieser scheinbar so perfekten Welt steht der Antichrist … er will nicht einfach das Christentum zerstören, sondern Christus ersetzen...er versucht christlichen Kirchen in die schöne neue Welt einzubinden...
Katholizismus, Orthodoxie und Protestantismus... schließlich wird erkannt wer hinter dieser Fassade steht....ein paar Treue halten an Christus fest...
Zunächst scheint der Antichrist gewonnen zu haben … zunächst...mit der Wiederkunft Christi endet seine Herrschaft und Christus errichtet sein Reich.
Pointe:
Der Antichrist verspricht den Menschen eine heile Welt...
Ist das, was angeboten wird, gut?
Was müssen wir dafür aufgeben?
Der Antichrist verspricht eine perfekte Welt … aber ohne Christus..
Heinrich Heine (1797–1856):
"Ich rief den Teufel, und er kam,
Und ich sah ihn mit Verwund’rung an.
Er ist nicht häßlich und ist nicht lahm,
Er ist ein lieber, scharmanter Mann,
Ein Mann in seinen besten Jahren,
Verbindlich und höflich und welterfahren.
Er ist ein gescheuter Diplomat,
Und spricht recht schön über Kirch’ und Staat
Blaß ist er etwas, doch ist es kein Wunder,
Sanskrit und Hegel studiert er jetzunder.
Sein Lieblingspoet ist noch immer Fouqué.
Doch will er nicht mehr mit Kritik sich befassen,
Die hat er jetzt gänzlich überlassen
Der teuren Großmutter Hekate.
Er lobte mein juristisches Streben,
Hat früher sich auch damit abgegeben.
Er sagte, meine Freundschaft sei
Ihm nicht zu teuer, und nickte dabei,
Und frug: ob wir uns früher nicht
Schon einmal geseh’n beim span’schen Gesandten?
Und als ich recht besah sein Gesicht,
Fand ich in ihm einen alten Bekannten"
Bei Heine geht es zwar um den Teufel...finde dennoch, dass es passt...
"Alle Christen und Kirchen haben Anlaß, das Inerscheinungtreten des Antichristen bei sich selbst zu fürchten und um Bewahrung davor zu beten...."
Und nun?
Eine höchst unbequeme Frage...eben nicht nur, ob wir den Antichristen erkennen würden... sondern ob wir erkennen würden, wenn wir selbst anfangen, ihm Raum zu geben....
Erkennt man den Antichristen , wenn er nicht als Feind Christi käme, sondern als sein Gegenentwurf?
Nicht einfach die Frage...wer ist der Antichrist..
Sondern auch...woran würden wir ihn erkennen...
Wie Jung-Stilling..
"Wer und wo dieser Adjutant des Satans sein werde, das wird uns die Zukunft lehren; bis dahin wollen wir nichts erraten ...genug, wir wissen, woran wir ihn erkennen können."
Oder
Passt der Gedanke von Albert Schmid besser...
Wenn Salz dumm wird...
Paulus, Thessalonicher, Antichrist und weitere Gedanken
13.02.2026 12:54
Paulus, Thessalonicher, Antichrist und weitere Gedanken
13.02.2026 12:54
Paulus, Thessalonicher, Antichrist und weitere Gedanken
Kommentare
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Sherezade 30.08.2026 21:00
Passend und ergänzend zum Thema...
If you can’t stand the heat, get out of the kitchen. Die Tür von innen zu verbarrikadieren und andere auszusperren, ist natürlich auch eine Möglichkeit...wird dann halt richtig hot...
Viele Wege führen nach Rom …tatsächlich?
Gilt das auch für den Weg zu Gott?
Dass Religionen Gemeinsamkeiten haben … unbestritten..Sinnsuche, Erlösung, Gebote, Gebet … Bedeutet noch lange nicht, dass sie deshalb denselben Weg zu Gott beschreibe..... Gemeinsamkeiten sind noch kein gemeinsamer Wahrheitsanspruch....
Was sagt Jesus selbst?
Mk 1,15
Tut Buße und glaubt an das Evangelium!
Joh 14,6
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben …
Paulus Röm1,16
Das Evangelium ist eine Kraft Gottes zur Rettung für jeden, der glaubt …
Was ist mit Menschen, die Jesus nie kennengelernt haben? Berechtigte Frage..
Röm 2 ,14
Paulus spricht auch von Menschen, deren Gewissen Zeugnis gibt...
Das letzte Urteil hat Gott...er ist barmherzig und gerecht..
Hat Jesus eine neue Religion gegründet?
Nein!
Mt 5,17
Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Jesus war Jude … die ersten Nachfolger waren Juden...das Evangelium steht in der Geschichte Israels....Jesus hat keine neue Religion begründet..das Jesus nicht...auch nicht Paulus..
Paulus und der Ölbaum …
Röm 11,18
Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.
Paulus fragt:
Röm 11,1
Hat etwa Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs!
Also nicht...Israel weg, Christentum da...
Die Völker werden hineingenommen … nicht als Ersatz für Israel, sondern in Gottes Geschichte mit Israel...
Und dann Röm 11,32
Denn Gott hat in den Ungehorsam eingeschlossen, um sich aller zu erbarmen...
Alle Wege führen zu Gott? Das ist nicht die Botschaft des Auferweckten.
Um es nochmal zu betonen..
Ebenso kann man nicht sagen "Wer Jesus nicht kennt, ist automatisch verloren." ...so sicher auch nicht … das letzte Urteil gehört Gott....er ist gerecht, barmherzig und liebevoll..er hat zuerst geliebt..
Und noch etwas … Jesus und Israel standen nicht im luftleeren Raum. Zur Zeit Jesu waren auch andere Religionen bekannt...
If you can’t stand the heat, get out of the kitchen. Die Tür von innen zu verbarrikadieren und andere auszusperren, ist natürlich auch eine Möglichkeit...wird dann halt richtig hot...
Viele Wege führen nach Rom …tatsächlich?
Gilt das auch für den Weg zu Gott?
Dass Religionen Gemeinsamkeiten haben … unbestritten..Sinnsuche, Erlösung, Gebote, Gebet … Bedeutet noch lange nicht, dass sie deshalb denselben Weg zu Gott beschreibe..... Gemeinsamkeiten sind noch kein gemeinsamer Wahrheitsanspruch....
Was sagt Jesus selbst?
Mk 1,15
Tut Buße und glaubt an das Evangelium!
Joh 14,6
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben …
Paulus Röm1,16
Das Evangelium ist eine Kraft Gottes zur Rettung für jeden, der glaubt …
Was ist mit Menschen, die Jesus nie kennengelernt haben? Berechtigte Frage..
Röm 2 ,14
Paulus spricht auch von Menschen, deren Gewissen Zeugnis gibt...
Das letzte Urteil hat Gott...er ist barmherzig und gerecht..
Hat Jesus eine neue Religion gegründet?
Nein!
Mt 5,17
Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Jesus war Jude … die ersten Nachfolger waren Juden...das Evangelium steht in der Geschichte Israels....Jesus hat keine neue Religion begründet..das Jesus nicht...auch nicht Paulus..
Paulus und der Ölbaum …
Röm 11,18
Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.
Paulus fragt:
Röm 11,1
Hat etwa Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs!
Also nicht...Israel weg, Christentum da...
Die Völker werden hineingenommen … nicht als Ersatz für Israel, sondern in Gottes Geschichte mit Israel...
Und dann Röm 11,32
Denn Gott hat in den Ungehorsam eingeschlossen, um sich aller zu erbarmen...
Alle Wege führen zu Gott? Das ist nicht die Botschaft des Auferweckten.
Um es nochmal zu betonen..
Ebenso kann man nicht sagen "Wer Jesus nicht kennt, ist automatisch verloren." ...so sicher auch nicht … das letzte Urteil gehört Gott....er ist gerecht, barmherzig und liebevoll..er hat zuerst geliebt..
Und noch etwas … Jesus und Israel standen nicht im luftleeren Raum. Zur Zeit Jesu waren auch andere Religionen bekannt...

Jetzt
„Die Bibel warnt uns vor dem sogenannten Antichristen. Aber wer oder was ist der Antichrist? Eine Person, ein Reich oder eine Idee? Armin Baum, Professor für Neues Testament an der FTH Gießen, erklärt, was Paulus dazu gesagt hat. Und warum die Warnung vor dem Antichristen seit 2000 Jahren relevant ist und bleibt.“
Noch eine kleine Ergänzung für einen Überblick:
https://www.die-bibel.de/ressourcen/wibilex/neues-testament/antichrist-2