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📃 Die Gemeinde - "das Haus Gottes"

📃 Die Gemeinde - "das Haus Gottes"
Eine der Bezeichnungen der Heiligen Schrift bezüglich der Gemeinde Christi ist "Haus Gottes". So schrieb Paulus an Timotheus: "Dies schreibe ich dir in der Hoffnung, recht bald zu dir zu kommen, damit du aber, falls sich mein Kommen verzögern sollte, weißt, wie man wandeln soll im Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit." [1. TIM. 3,14-15] [SLT] Weiter lesen wir im Hebräerbrief: "Mose zwar war treu in Gottes ganzem Hause als Diener, zum Zeugnis für das, was später gesagt werden sollte, Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir den Freimut und den Ruhm der Hoffnung festhalten." [HEBR. 3,5-6] [LUT2017] Auch Petrus benutzt dasselbe Bild und schreibt bezüglich des Herrn: "Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus." [1. PETR. 2,4-5] [SLT]

CHRISTUS ist der "lebendige Stein" und die, die an IHN glauben, werden "lebendige Steine" weil sie durch IHN - DER das Leben ist - leben, denn es steht geschrieben: "Siehe da, ich lege einen auserwählten, köstlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zu Schanden werden." [1. PETR. 2,6] Solche Menschen also, die durch den Glauben an den "lebendigen Stein" lebendig oder "lebendige Steine" werden, werden zu einem geistlichen Haus aufgebaut, und dieses Haus ist die "Gemeinde des lebendigen Gottes." Paulus spricht von der Gemeinde auch als "Gottes Bauwerk". So sagt er von sich und Apollos als Diener, durch welche die Brüder zum Glauben an CHRISTUS gelangten: "Wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Bau." [1. KOR. 3,9] Das heißt: Durch das Predigtwerk des Evangeliums Christi wurden diese Brüder dazu gebracht, an CHRISTUS - den "lebendigen Stein" - zu glauben und durch den Glauben an IHN wurden sie von IHM mit Leben erfüllt und so wie bildlich beschrieben zu "lebendigen Steinen". Mit diesen wurde dann jenes geistliche Haus - Gottes Bauwerk - errichtet. Paulus führt den Gedanken [wie folgt] weiter: "Gemäß der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf. Jeder aber gebe acht, wie er darauf aufbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus." [1. KOR. 3,10-11] [SLT]

CHRISTUS ist als "köstlicher Eckstein" die eigentliche Grundlage des Fundaments [dieses Bauwerks] und im Brief an die Epheser führt Paulus den Gedanken noch weiter und vervollständigt diese Vorstellung von der Gemeinde als Haus oder Bauwerk Gottes. Von CHRISTUS sagt er: "Durch ihn haben wir beide durch einen Geist den Zugang zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. ⟨Ihr seid⟩ aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist. In ihm zusammengefügt, wächst der ganze Bau zu einem heiligen Tempel im Herrn, und in ihm werdet auch ihr mit aufgebaut zu einer Behausung Gottes im Geist." [EPH. 2,18-22] [ELB]

Das ist also die Sicht des Herrn auf die Gemeinde als Haus oder Bauwerk Gottes. CHRISTUS sowie die Apostel und Propheten bilden die Grundlage und die Gläubigen insgesamt sind der Aufbau. CHRISTUS Selbst ist der Eckstein, die Grundlage der gesamten Struktur, die Basis des Fundamentes selbst. Denn nur in IHM waren sowohl die Apostel als auch Propheten je das, was sie waren, oder ist irgendein Gläubiger das, was er ist. CHRISTUS ist "der lebendige Stein", zu dem die Apostel und Propheten und alle anderen kommen mussten oder müssen, um zu lebendigen Steinen - geeignet für den Bau Gottes - zubereitet zu werden. In CHRISTUS und auf CHRISTUS wird die Gemeinde Christi - "die Gemeinde des lebendigen Gottes" - gebaut. Und der Zweck dieses Bauwerks ist "eine Behausung (Wohnstätte) Gottes im Geist". [Paulus schreibt diesbezüglich:] "Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein." [RÖ. 8,9] [SLT] Und CHRISTUS sagte: "Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen." [JOH. 14,23] So ist es, und von solchen Menschen sagt GOTT: "Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«." [2. KOR. 6,16] [SLT] Wie ER auch an anderer Stelle sagte: "Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?" [1. KOR. 3,16] "Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes." [2. KOR. 6,16] Wenn diese, denen der Geist Gottes innewohnt, "zusammengefügt" und auf dem Grund der Apostel und Propheten und CHRISTUS aufgebaut werden, "wachsen sie zu einem heiligen Tempel im Herrn" und werden zur "Wohnung Gottes im Geist". Und [genau] das ist das Haus Gottes, die "Gemeinde des lebendigen Gottes."

Petrus sagte, wie zuvor zitiert: "Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, ... so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ..." Nun ist es eine Eigenschaft eines lebendigen Steins, dass er so poliert werden kann, dass er das Bild dessen widerspiegelt, der darauf schaut. So ist CHRISTUS der lebendige Stein, zu DEM wir kommen und auf den wir schauen, und indem wir [auf IHN] schauen, sehen wir uns selbst. Und schauen so "mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden ⟨so⟩ verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie ⟨es⟩ vom Herrn, dem Geist ⟨geschieht)." [2. KOR. 3,18] [ELB] Und indem wir so "in dasselbe Bild verwandelt" werden, werden auch wir "lebendigen Steine", die wiederum das Bild Christi widerspiegeln, wenn ER auf uns schaut, "denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi." [2. KOR. 4,6] [SLT] Dann ist die Gemeinde tatsächlich "das Licht der Welt ... eine Stadt, die auf einem Berg liegt" und so "nicht verborgen bleiben" kann. [MATTH. 5,14] [SLT] Von der Stadt Gottes, dem Neuen Jerusalem, steht geschrieben, dass sie "zwölf Grundsteine" - "mit allerlei Edelsteinen geschmückt" [OFFB. 21,10.19] - besitzt. "Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst." [OFFB. 21,19-20] [LUT2017] Die Stadt ist umgeben von einer großen und hohen Mauer, "der Baustoff ihrer Mauer war Jaspis, und die Stadt war aus reinem Gold, wie reines Glas." [OFFB. 21,18] [SLT] "Die Herrlichkeit Gottes erleuchtet die Stadt, ... das Lamm ist ihr Licht" [OFFB. 21,23] [SLT] und "ihr Lichtglanz gleicht dem köstlichsten Edelstein, wie ein kristallheller Jaspis." [OFFB. 21,11] [SLT] Das [menschliche] Auge hat - außer in heiliger Vision - nie eine solche Szene von Herrlichkeit und Schönheit gesehen, wie sie hier bezüglich der Stadt des lebendigen Gottes und der Heimat der Erlösten beschrieben wird.

Nun ist das Neue Jerusalem nicht die Gemeinde. Es ist nicht das Haus, das Bauwerk, die Wohnung, die Gemeinde Gottes, auf die in den Texten die in diesem Artikel zitiert wurden - hingewiesen wird. Aber anhand der Beschreibung der herrlichen Stadt Gottes können wir - in Verbindung mit dem Bild der Gemeinde als Haus, Gebäude und Wohnstätte Gottes, eine Vorstellung davon gewinnen - welche Art von Herrlichkeit sich der HERR für die Gemeinde Gottes wünscht. CHRISTUS ist der "lebendige, überaus kostbare Eckstein." ER ist die erste, die Hauptgrundlage der Gemeinde. Auf IHM - als wichtigster Teil der Grundlage - ruhen die Apostel und Propheten, die ER zu "lebendigen Steinen" machte. Dann sind auf dieser Grundlage alle Heiligen "gebaut", als "Gold, Silber, kostbare Steine." [1. KOR. 3,12] Und so macht das "Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes, wie es im Angesicht Jesu Christi leuchtet", - durch alle hindurchscheinend und von allen widergespiegelt - die Gemeinde tatsächlich zum Licht der Welt, indem es den Menschen die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes vermittelt, wie ER Sich in CHRISTUS offenbarte. O, dass jeder, der sich als Glied der Gemeinde Christi bekennt, wirklich so wäre! O, dass jeder, der sich der Gemeinde angeschlossen hat, wirklich [auch] CHRISTUS angeschlossen wäre! [O,] dass jeder tatsächlich ein "lebendiger Stein" wäre, der das kostbare Bild des lieben Erlösers widerspiegelt und so denen, die in der Finsternis sind, das "Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes" vermitteln würde, wie sie in CHRISTUS, unserem HERRN, offenbar ist. Dann würde die Welt wirklich glauben, dass GOTT CHRISTUS gesandt hat.

( Alonzo T. Jones, September 1891 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 12.02.2026 18:46
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor mehr als 130 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.

Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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