"Antisemitismus in Deutschland": eine notwendige Ergänzung

"Antisemitismus in Deutschland": eine notwendige Ergänzung
Es gibt nicht DEN Antisemitismus. Antisemitismus war seit 1933 nie weg und hat sich mit den Jahrzehnten verändert. Diesmal leben wir aber in einer starken Demokratie. Daher muss er immer im Zusammenhang aller drei Formen (links, rechts und muslimisch) genannt werden, um glaubwürdig zu sein. Ansonsten darf man annehmen, das hinter jeder selektiven Meinung eine Ideologie bzw. Agenda zur Verteidigung der eigenen Haltung steckt. Der Beitrag im Parallelblog "Antisemitismus in Deutschland" nennt zu Recht die Historie seit den 50-er Jahren, verschweigt aber die schlimmen Anschläge und Morde in den 90-ern und 2000-er durch Rechtsextreme. 

Folgender Absatz im Cicero-Artikel:
"In den 90er Jahren holte Deutschland gezielt jüdische Auswanderer aus der früheren Sowjetunion ins Land. Diese können sich heute nicht mehr sicher fühlen. Hauptgrund ist der verstärkt seit 2015 eingewanderte muslimische Judenhass." 

In dem Absatz bzw. der Überschrift "Das doppelte migrationspolitische Versagen" wird suggeriert, es gebe Judenhass bei allen Muslimen und die Überschrift des Artikels suggeriert, Deutschland hätte in den 90-ern durch die gezielte Aufnahme von Juden migrationspolitisch versagt. So weit geht man nicht mal im heiligen Land. Sonst gäbe es keine Freundschaften zwischen z.b. messianischen Juden und Muslimen. Und es gab auch bei der Aufnahme jüdischer Bürger nach Deutschland in den 90-ern kein "migrationspolitisches Versagen", da Deutschland aus humanitärer Verantwortung (Schutz jüdischer Menschen vor Antisemitismus, Diskriminierung und wirtschaftlicher Not in den Nachfolgestaaten der UdSSR), um jüdisches Leben wiederaufzubauen und aus historisch-moralischer Verantwortung Deutschlands gehandelt hat. 

Zu den schlimmen Jahren der 90-er und 2000-er Jahre, wenn wir vom rechtsextremen Antisemitismus reden, immer im Bewusstsein, dass der linke und muslimische Antisemitismus erst nach 9/11 erstarkt worden ist.

1990-er Jahre
⚠️ Zahl antisemitischer Straftaten steigt
Statistiken zeigen, dass rechtsextrem motivierte, antisemitische sowie fremdenfeindliche Straftaten im bundesweiten PKS-Monitoring stark anstiegen, besonders nach der deutschen Wiedervereinigung. 


🎯 1994 und 1995 – Lübeck (Schleswig-Holstein)
Die Lübecker Synagoge wurde in den 1990er-Jahren mehrfach Ziel von Brandanschlägen; Täter waren rechtsextremistische Brandstifter. 

📌 Jahr 2000 – Anschlag mit antisemitischer Dimension
🎯 27. Juli 2000 – Düsseldorf-Wehrhahn (Nordrhein-Westfalen)
Am S-Bahn-Bahnhof wurde ein Sprengstoffanschlag auf Zuwanderer mit überwiegend jüdischem Hintergrund verübt. Eine schwangere Frau verlor ihr ungeborenes Kind. Die Tat wurde lange nicht aufgeklärt; DNA-Spuren führten erst Jahre später zu einem Verdächtigen: 
Ein deutscher Rechtsextremist.

📌 2001 bis 2015 – Kontinuierliche antisemitische Gewalt. Umd man darf von einem großen Anteil deutscher Rechrsextremer ausgehen.

📊 Antisemitische Straftaten (2001 – 2013)
Zwischen 2001 und 2013 wurden rund 19.874 antisemitische Straftaten erfasst, mit über 500 verletzten Personen infolge solcher Taten.

Btw. laufen auch viele Rechtsextreme mit "Free Palestine" Bannern auf Demos. Was ist da jetzt anders zu den Linken und Muslimen???? NICHTS. Es ist der gleiche dämonische Geist!

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