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Welch eine Freiheit 2

Welch eine Freiheit 2
Oswald Chambers interpretiert Judas 21: "Erhaltet euch in der Liebe Gottes!"
(Der Blog ist leider geschlossen, deshalb schreibe ich es hier.)

https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/161863/


Lieber Andreas, du schreibst:

"Göttliche Natur ist gleichbedeutend damit, nicht mehr zum Bösen versucht zu werden, denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen."

Jesus aber hatte göttliche Natur und wurde trotzdem versucht. Er ist der Versuchung nicht nachgegangen, nicht weil er konditioniert war wie ein Sportler, sondern weil er in der Liebe Gottes geblieben ist. Er hatte die Freiheit, zu sündigen, und hat sich freiwillig für die Liebe zu seinem Vater entschieden.

Wir haben diese Freiheit ebenfalls - jederzeit, und die Liebe Gottes ruft uns, immer wieder das Richtige zu wählen.

Kommentare

 
AndreasSchneider 28.01.2026 02:19
"Jesus aber hatte göttliche Natur und wurde trotzdem versucht."


Nein, Jesus hatte keine göttliche Natur, denn es steht geschrieben, dass er in allem versucht war, gleichwie wir, doch ohne Sünde.

"Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde." (Hebr.4,15)

Es steht zudem in Phil.2:

"Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war:
welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden; er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz." (Phil.2,5-8)

Jesus hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden.

In Verbindung mit Hebr.4,15 bedeutet das, dass Jesus es verliess, Gott gleich zu sein, als er auf die Erde kam, er bekam Fleisch und Blut, gleich wie wir und wurde in allem versucht, gleichwie wir.

"Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch, auf daß die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist." (Röm.8,3+4)

Hier wird eindeutig belegt, dass Jesus KEINE göttliche Natur hatte, als er zur Erde kam, sondern Gott sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch.

Gott konnte die Sünde in Jesu Fleisch nur verdammen, da sie dort vorhanden war.

Hätte Jesus in den Tagen seines Fleisches von Anfang an göttliche Natur gehabt, hätte Gott dort gar keine Sünde verdammen können.

Das ist eben das grosse, dass Jesus die Herrlichkeit beim Vater verlassen hatte, um uns als Menschen, einen Dienst zu erweisen, eine Hilfestellung zu geben, dass wir, genauso wie er, lernen die Sünde zu überwinden.

Entsprechend musste Jesus die sündige Natur des Menschen auf sich nehmen und hier auf Erden erst geistlich wachsen und zunehmen.

Jesus musste regelrecht Gehorsam lernen.

"Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt Gehorsam gelernt." (Hebr.5,8)

"Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen." (Luk.2,52)

Erst in den letzten drei Jahren seines Lebens, als Jesus öffentlich wirksam war, war er zu einer solchen Fülle an göttlichem Leben und geistlicher Autorität gekommen, dass er nahezu vollendet war.
Mit seinem Tod auf Golgatha war dann das Werk Gottes, der die Sünde in Jesu Fleisch verdammte (Röm.8,3+4), vollendet, sprich vollbracht.

Andreas
 
AndreasSchneider 28.01.2026 02:35
Jesus ist für uns, als Pionier, den Weg durch das Fleisch gegangen.

Dadurch dass er in allem versucht war, gleichwie wie wir, doch ohne Sünde (Hebr.4,15), hat er ein Beispiel gegeben, wie wir als Menschen hier auf dieser Erde leben können, ohne zu sündigen.

Es war eben dem Gesetz unmöglich (Röm.8,3), den Menschen zu völligem Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes zu bewegen, abgesehen von einigen Ausnahmen, so dass die Menschen diese Hilfe brauchten, dass ein Vorbild, ein Vorläufer auf die Erde kommt und ihnen zeigt, wie es geht.

Jesus hat dieses Beispiel gegeben, so sollen wir ihm nun folgen, indem wir glauben, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist.

"So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln." (Röm.6,4)


Andreas
 
pieter49 28.01.2026 07:49
Vielen Dank liebe @Shira, du hast es im Eingangstext richtig formuliert !!

Möchte es gerne doppelt und dreifach Unterstreichen !!

  .  .  .

Vielen Dank für dein Blog !!
 
(Nutzer gelöscht) 28.01.2026 09:07
Guten Morgen .

Also, Jesus als der Sohn hat sich seiner Gottheit entäußert; sonst hätte niemand seine Gegenwart ertragen können; aber natürlich hatte er als der Sohn Gottes noch die göttliche Natur...
 
(Nutzer gelöscht) 28.01.2026 09:22
KI bringt es auf den Punkt ...

"Nach der christlichen Lehre besitzt Jesus Christus zwei Naturen: eine menschliche und eine göttliche.
Diese Zwei-Naturen-Lehre wurde auf dem Konzil von Chalcedon (451) dogmatisch festgelegt. Die Kernpunkte dieser Lehre sind:
Wahrer Mensch und wahrer Gott: Jesus ist in einer Person vollständig menschlich und vollständig göttlich vereint.
Vier Merkmale: Die Naturen sind laut dem Katechismus der Katholischen Kirche „unvermischt und unverwandelt“, aber auch „ungetrennt und unzerteilt“.
Historische Abweichungen: Während die meisten christlichen Kirchen (katholisch, evangelisch, orthodox) dieser Lehre folgen, lehnen die orientalisch-orthodoxen Kirchen (z. B. Kopten, Armenier) die Chalcedon-Formel ab und betonen eher die Einheit der Naturen (Miaphysitismus)."
 
(Nutzer gelöscht) 28.01.2026 09:58
Theologische Festlegungen sind nun einmal trügerisch, wie man an den unterschiedlichen Festlegungen erkennt. 

Aber ist es nicht viel wichtiger, zu erkennen, dass wir selbst durch die Wiedergeburt  und der daraus erwachsenden Gaben, Anteil am göttlichen Wesen haben, immer mehr in sein Bild verwandelt werden.

Das findet natürlich nur statt, wenn man dem Ruf Jesu:“folget mir nach“ Folge leistet und sich wirklich danach ausstreckt, den Lauf zu vollenden, ihm treu zu bleiben, Seine Liebe lebt und die Liebe weitergibt.
 
(Nutzer gelöscht) 28.01.2026 10:15
Maßgeblich für die Einschätzung ist letztlich die Erkenntnis aus 2.Korinther 5, 16-17.
So kennen wir denn von nun an niemand mehr nach dem Fleisch; wenn wir auch Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch nicht mehr so.
Darum: ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden.
 
Shira 28.01.2026 13:34
Lieber Andreas,

Ein Dialog wird schwierig denn wir gehen von unterschiedlichen Christologien aus.

Du argumentierst von einer Christologie her, in der Jesus während seines irdischen Lebens keine göttliche Natur gehabt habe, sondern eine sündige menschliche Natur, in der Gott die Sünde verdammte.
Diese Sicht teile ich nicht, und ich halte sie auch nicht für biblisch.

Die Schrift bezeugt beides zugleich:
die wirkliche Menschheit Jesu und seine wirkliche göttliche Natur.

"Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig."
(Kol 2,9)

Philipper 2 lehrt keine Aufgabe der göttlichen Natur, sondern die Selbsterniedrigung in der Gestalt:

"Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,
sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an."
(Phil 2,6–7)

Die Entäußerung betrifft Rang, Herrlichkeit und Macht, nicht das Wesen Gottes selbst.
Gott hört nicht auf, Gott zu sein.

Zu Hebräer 4,15:
"… versucht in allem gleichwie wir, doch ohne Sünde."

Versuchung bedeutet Anfechtung, nicht das Vorhandensein einer sündige Natur.
Auch Adam wurde versucht vor dem Sündenfall.

Dass Gott "die Sünde im Fleisch verurteilte" (Röm 8,3), heißt nicht,
dass Jesus eine sündige Natur hatte, sondern dass die Macht der Sünde im menschlichen Fleisch gebrochen wurde,  durch einen sündlosen Menschen.

Darum sagt Petrus:
"Er tat keine Sünde, und in seinem Mund fand sich kein Trug."(1 Petr 2,22)

Und Paulus:
"Den, der keine Sünde kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht."(2 Kor 5,21)

Jesus ist nicht ein Mensch, in dem Sünde vorhanden war, sondern der Ort des Gerichts, an dem die Sünde gerichtet wurde.
Er trägt unsere Sünde, ohne selbst Sünder zu sein.

"Er selbst hat unsere Sünden an seinem Leib getragen ans Holz." (1 Petr 2,24)

Jesus ist wahrer Mensch und wahrer Gott - nicht nacheinander, sondern gleichzeitig.

Hier gehen unsere Christologien auseinander.
 
pieter49 28.01.2026 13:43
13:34 Uhr

   👍
 
Shira 28.01.2026 13:57
So wie du es schreibst, Andreas, läuft es letztlich darauf hinaus, dass der Mensch sich selbst erlösen müsste -  durch Übung, Wachstum und geistliche Leistung.

Die Schrift sagt jedoch:
"Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns zuerst geliebt." (1 Joh 4,10)

Die Lösung ist nicht Training, sondern Liebe.
"Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott."(1 Joh 4,16)

Darum ist das erste und größte Gebot entscheidend: Gott lieben.
Wer Gott liebt, sündigt nicht -  nicht aus eigener Kraft, sondern weil die Liebe zu Gott stärker ist als sündigen.
 
AndreasSchneider 28.01.2026 17:39
"Du argumentierst von einer Christologie her, in der Jesus während seines irdischen Lebens keine göttliche Natur gehabt habe, sondern eine sündige menschliche Natur, in der Gott die Sünde verdammte.
Diese Sicht teile ich nicht, und ich halte sie auch nicht für biblisch."


Es ist uninteressant, welche Sicht Du teilst, oder nicht, denn es zählt alleine die biblische Sicht.

Insofern ist die von mir dargestellte Sicht richtig, da Röm.8,3+4 klar Auskunft gibt, dass der Vater den Sohn in Gestalt des sündlichen Fleisches auf die Erde sandte.

Dem kannst Du nicht widersprechen!

Wenn Jesus in Gestalt des sündlichen Fleisches zur Erde kam, hatte er folglich KEINE göttliche Natur.

Beides gleichzeitig geht nicht!

Denn göttliche Natur KANN NICHT versucht werden zum Bösen.

Wir lesen klar in Jakobusbrief, dass Gott nicht zum Bösen versucht werden kann.

"Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand." (Jak.1,13)

Gott kann nicht versucht werden zum Bösen.

Wenn Jesus also in den Tagen seines Fleisches versucht wurde, gleich wie wir,  (Hebr.4,15), kann er KEINE göttliche Natur gehabt haben.

Das lehrt die Aufrichtigkeit!


""Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,
sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an."
(Phil 2,6–7)

Die Entäußerung betrifft Rang, Herrlichkeit und Macht, nicht das Wesen Gottes selbst.
Gott hört nicht auf, Gott zu sein."

Doch, Jesus hörte auf eine Weise auf, Gott zu sein, denn er nahm Knechtsgestalt an, war an Gebärden erfunden, wie ein Mensch.

Das gilt so für den Vater im Himmel nicht.

Jesus war sogar eine kleine Zeit niedriger, als die Engel,  als er hier auf Erden war, obwohl er eigentlich als Sohn Gottes über den Engeln steht.

"Es bezeugt aber einer an einem Ort und spricht: "Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du auf ihn achtest? Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen denn die Engel; mit Preis und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände;  alles hast du unter seine Füße getan." In dem, daß er ihm alles hat untergetan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aber, der eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die Engel, Jesum, sehen wir durchs Leiden des Todes gekrönt mit Preis und Ehre, auf daß er von Gottes Gnaden für alle den Tod schmeckte." (Hebr.2,6-9)

Jesus war eine kleine Zeit niedriger, als die Engel, nämlich genau dann, als er Menschen Sohn war.

"Was ist der Mensch, dass du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, dass du auf ihn achtest?
Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen, denn die Engel; mit Preis und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße getan."

Die Erniedrigung, die Jesus auf sich genommen hat (Phil.2) hatte eben diesen Sinn, uns, als Menschen, gleich zu werden, um uns eine Hilfe zur Überwindung der Sünde zu schaffen.

Uns ist kein Gott eine Hilfe, der weit über uns steht und kein Verständnis für die Sorgen und Nöte hat, die wir haben, der nicht weiss, was es bedeutet, ein Fleisch zu haben, in dem nichts Gutes wohnt.

Jesus hat sich selbst erniedrigt, um uns genau da zu begegnen, wo wir stehen.


"Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde." (Hebr.4,15)

Jesus kann uns nur verstehen und auch nur die Sünden vergeben, weil er Mitleiden mit unseren Schwachheiten hat, weil er versucht war, in allem, gleich wie wir.

Das bedeutet aber, dass er zunächst auf dieser Erde, KEINE göttliche Natur hatte, sonst wäre er nicht zum Bösen versucht worden, hätte aber KEIN Verständnis für unsere Schwachheiten gehabt.

Jesus hat sich so sehr erniedrigt, ist uns so sehr gleich geworden, dass er sich sogar nicht einmal schämt, uns Brüder zu heissen, soweit wir ihm folgen.

Denn es steht weiter geschrieben in Hebr.2:

"Denn es ziemte dem, um deswillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführt, daß er den Herzog der Seligkeit durch Leiden vollkommen machte.
Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden. Darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu heißen, und spricht: "Ich will verkündigen deinen Namen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen." (Hebr.2,10-12)

Jesus schämt sich nicht, uns Brüder zu heissen, da er uns in allem gleich geworden war, als Menschensohn, sowohl an Gebärden, wie auch in Versuchungen.

Er war dennoch treu, so dass er nicht sündigte.

Diejenigen, die ihm nachfolgen in Treue, derer schämt er sich nicht, sie Brüder zu heissen.


"Versuchung bedeutet Anfechtung, nicht das Vorhandensein einer sündige Natur.
Auch Adam wurde versucht vor dem Sündenfall."

Versuchung bedeutet Anfechtung, nicht das Vorhandensein euner sündigen Natur.

Auch diese Aussage ist falsch!

Denn Versuchung ist immer an das Vorhandensein einer sündigen Natur gekoppelt.

Deshalb wird Gott nicht versucht.

Er hat KEIN Fleisch.

Dass wir versucht werden, liegt ausschließlich daran, dass wir ein Fleisch haben.

Das sehen wir daran, dass wenn wir die Sünde, das Fleisch überwinden, dass wir dann innerlich zur Ruhe kommen.

Die Verheissung, teilhaftig zu werden der göttlichen Natur (2 Petr.1,3+4), ist nur möglich, da anhaltende Treue in der Versuchung dazu führt, irgendwann nicht mehr versucht zu werden und damit eben teilhaftig der göttlichen Natur zu werden, die nicht mehr zum Bösen versucht wird.

Versuchung ist immer an Fleisch gekoppelt.

Gott sandte seinen Sohn in Gestalt des sündlichen Fleisches (Röm.8,3+4), enrsprechend wurde Jesus zum Bösen versucht (Hebr.4,15).

Nicht die Versuchung zum Bösen ist das Problem, sondern die Reaktion auf die Versuchung.

Erst die Einwilligung in die Versuchung gebiert die Sünde.

So gesehen, blieb Jesus ein unbeflecktes Lamm, der sich ohne allen Fehl, durch den ewigen Geist geopfert hat (Hebr.9,14), aber dennoch für uns einen Weg bahnte, aus der Sünde heraus.

"Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel, und erlöste die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten. Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an.  
Daher mußte er in allen Dingen seinen Brüdern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu versöhnen die Sünden des Volks.
Denn worin er gelitten hat und versucht ist, kann er helfen denen, die versucht werden." (Hebr.2,14-18)


Satan versucht die wahre Erkenntnis Jesu zu verschleiern, da dessen Erkenntnis den Menschen helfen würde, die Sünde zu überwinden.

Genau das will Satan nicht, er ist daran interessiert, dass die Menschen in der Sünde verbleiben und weiter sündigen.

Die überhöhte Darstellung Jesu, der angeblich kein Fleisch gehabt haben soll, obwohl klar geschrieben steht, dass Gott seinen Sohn in Gestalt des sündlichen Fleisches sandte (Röm.8,3+4), führt zu einem Jesus, der vordergründig zwar heilig, in Wahrheit aber abgehoben von den Menschen ist, so dass sie gar keine Hilfe zur Überwindung der Sünde durch ihn bekommen können.

Genau das will Gott aber nicht, sondern es steht klar, dass wir nicht einen Hohenpriester haben, der nicht Mitleiden mit unseren Schwachheiten haben könnte, sondern der versucht ist, allenthalben, gleich wie wir, doch ohne Sünde (Hebr.4,15).

Dieses Geheimnis können nur die Gottesfürchtigen verstehen, denn nur sie haben ein Verlangen, die Sünde zu überwinden.

Diejenigen, die reich und satt sind, in sich selbst, die nicht mit der Sünde brechen wollen, die ein religiöses, ungestörtes Christenleben bevorzugen, die werden das nie verstehen, sondern im schlimmsten Fall die Wshrheit bekämpfen bis aufs Blut, da sie etwas zu verlieren haben, wenn sich Gottes Wort als wahr herausstellen sollte.

Sie werden zu Feinden des Kreuzes Christi.

Andreas
 
AndreasSchneider 28.01.2026 18:04
Jesus sollte regelrecht in Versuchung kommen (Hebr.4,15), da sich die Sünde gerade in den Versuchungen zeigt.

Gott verdammte die Sünde in Jesu Fleisch (Röm.8,3+4), was gerade dadurch, dass Jesus in Versuchung kam und sich so sein Fleisch zeigte, möglich war.

Jesus fürchtete die Versuchung nicht, genausowenig der Vater.

Da in den Versuchungen die Sünde im Fleisch, also bevor es zur Sünde kam, verdammt werden konnte.

Das war das Werk, das Vater und Sohn, in Jesus vollführten, als Jesus auf Erden war.

"Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch, auf daß die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist." (Röm.8,3+4)


Andreas
 
Shira 28.01.2026 18:53
Es ist uninteressant, welche Sicht Du teilst, oder nicht, denn es zählt alleine die biblische Sicht.

Insofern ist die von mir dargestellte Sicht richtig, da Röm.8,3+4 klar Auskunft gibt, dass der Vater den Sohn in Gestalt des sündlichen Fleisches auf die Erde sandte.

Dem kannst Du nicht widersprechen!

Lieber Andreas,
hier wird deutlich, warum der Dialog schwierig wird: Wir gehen von unterschiedlichen Christologien aus.

Röm 8,3 sagt, dass Christus "in der Gestalt des sündlichen Fleisches" kam - nicht, dass er eine sündige Natur hatte. Das Neue Testament ist hier sehr präzise.

Die Schrift bezeugt:

"In ihm ist keine Sünde." (1 Joh 3,5)

" Er kannte keine Sünde." (2 Kor 5,21)

"Der Heilige Gottes." (Joh 6,69)

Hebr 4,15 sagt nicht, dass Jesus sündige Natur hatte, sondern dass er versucht wurde, ohne zu sündigen. Versuchung setzt Menschsein, nicht Sündhaftigkeit voraus.

Phil 2 lehrt die Selbsterniedrigung (Kenosis), nicht das Ablegen der göttlichen Natur. Jesus blieb, wer er war, nahm aber unsere menschliche Existenz an (Joh 1,14).

Wenn man Röm 8 so liest, dass Jesus eine sündige Natur gehabt habe, widerspricht das der einmütigen neutestamentlichen Zeugenschaft.

Vielleicht liegt unser Unterschied im Verständnis der Kenosis (Selbstentäußerung).
Kenosis bedeutet nicht, dass Christus seine göttliche Natur abgelegt hat, sondern dass er sich aus Liebe und Demut erniedrigt hat (Phil 2,6–8).

Er machte sich klein, indem er auf Macht, Herrlichkeit und Durchsetzung verzichtete - nicht auf sein Wesen.
"Das Wort wurde Fleisch" (Joh 1,14), nicht: Es hörte auf, Gott zu sein.

Im christlichen Leben meint Kenosis entsprechend die Selbstentäußerung des eigenen Willens, um für Gottes Willen offen zu sein (Lk 22,42).
Der Mensch bleibt dabei Mensch,  aber er lebt aus der Beziehung, nicht aus Leistung.

Darum ist Kenosis ein Akt der Liebe, nicht ein Verlust der Identität.
 
Shira 28.01.2026 19:00
Wenn Jesus in Gestalt des sündlichen Fleisches zur Erde kam, hatte er folglich KEINE göttliche Natur.

Beides gleichzeitig geht nicht!

Hier liegt der Kern unseres Dissenses:
Du setzt "Gestalt des sündlichen Fleisches" gleich mit Ausschluss göttlicher Natur. Diese Gleichsetzung ist biblisch nicht haltbar.

Die Schrift bezeugt beides gleichzeitig:

Wahre Menschheit
"Das Wort wurde Fleisch." (Joh 1,14)
"Er wurde den Menschen gleich." (Phil 2,7)

Wahre Gottheit
"In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig." (Kol 2,9)
"Gott war in Christus." (2 Kor 5,19)

"Gestalt des sündlichen Fleisches" (Röm 8,3) bedeutet: volle Solidarität mit unserer gefallenen Menschlichkeit, nicht Teilnahme an der Sünde.
Darum sagt die Schrift eindeutig:
"In ihm ist keine Sünde." (1 Joh 3,5)

Das Neue Testament kennt keinen Christus, der entweder Gott oder Mensch ist, sondern bekennt den einen Christus, der beides ist.
Das ist keine spätere Philosophie, sondern neutestamentliches Zeugnis.
 
Shira 28.01.2026 19:13
Denn göttliche Natur KANN NICHT versucht werden zum Bösen.
Wir lesen klar in Jakobusbrief, dass Gott nicht zum Bösen versucht werden kann.
"Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand." (Jak.1,13)
Gott kann nicht versucht werden zum Bösen.
Wenn Jesus also in den Tagen seines Fleisches versucht wurde, gleich wie wir,  (Hebr.4,15), kann er KEINE göttliche Natur gehabt haben.
Das lehrt die Aufrichtigkeit!


Hier vermischst du zwei Ebenen, die das Neue Testament unterscheidet:

Jak 1,13 sagt: Gott kann nicht zum Bösen versucht werden - das bezieht sich auf Gottes Wesen an sich.
Hebr 4,15 sagt: Christus wurde versucht - das bezieht sich auf Christus in seiner Menschheit.

Das Neue Testament sagt nicht: Die göttliche Natur wurde versucht,
sondern: der menschgewordene Sohn wurde versucht.

Genau das ist das Geheimnis der Inkarnation:
"Das Wort wurde Fleisch" (Joh 1,14),
nicht: Das Wort hörte auf, Gott zu sein.

Darum kann die Schrift gleichzeitig sagen:

"In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig." (Kol 2,9)

und: "Er wurde versucht wie wir, doch ohne Sünde." (Hebr 4,15)

Versuchung setzt Menschsein voraus, nicht sündige Natur.
Adam wurde versucht vor dem Sündenfall.
Jesus wurde versucht ohne Sünde.

Die Aufrichtigkeit der Schrift besteht gerade darin, beides festzuhalten, nicht eines gegen das andere auszuspielen.
 
Shira 28.01.2026 19:24
Doch, Jesus hörte auf eine Weise auf, Gott zu sein, denn er nahm Knechtsgestalt an, war an Gebärden erfunden, wie ein Mensch.

Das gilt so für den Vater im Himmel nicht.

Jesus war sogar eine kleine Zeit niedriger, als die Engel,  als er hier auf Erden war, obwohl er eigentlich als Sohn Gottes über den Engeln steht.

"Es bezeugt aber einer an einem Ort und spricht: "Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du auf ihn achtest? Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen denn die Engel; mit Preis und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände;  alles hast du unter seine Füße getan." In dem, daß er ihm alles hat untergetan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aber, der eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die Engel, Jesum, sehen wir durchs Leiden des Todes gekrönt mit Preis und Ehre, auf daß er von Gottes Gnaden für alle den Tod schmeckte." (Hebr.2,6-9)

Jesus war eine kleine Zeit niedriger, als die Engel, nämlich genau dann, als er Menschen Sohn war.

"Was ist der Mensch, dass du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, dass du auf ihn achtest?
Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen, denn die Engel; mit Preis und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße getan."

Die Erniedrigung, die Jesus auf sich genommen hat (Phil.2) hatte eben diesen Sinn, uns, als Menschen, gleich zu werden, um uns eine Hilfe zur Überwindung der Sünde zu schaffen.

Uns ist kein Gott eine Hilfe, der weit über uns steht und kein Verständnis für die Sorgen und Nöte hat, die wir haben, der nicht weiss, was es bedeutet, ein Fleisch zu haben, in dem nichts Gutes wohnt.

Jesus hat sich selbst erniedrigt, um uns genau da zu begegnen, wo wir stehen.


"Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde." (Hebr.4,15)

Jesus kann uns nur verstehen und auch nur die Sünden vergeben, weil er Mitleiden mit unseren Schwachheiten hat, weil er versucht war, in allem, gleich wie wir.

Das bedeutet aber, dass er zunächst auf dieser Erde, KEINE göttliche Natur hatte, sonst wäre er nicht zum Bösen versucht worden, hätte aber KEIN Verständnis für unsere Schwachheiten gehabt.

Jesus hat sich so sehr erniedrigt, ist uns so sehr gleich geworden, dass er sich sogar nicht einmal schämt, uns Brüder zu heissen, soweit wir ihm folgen.

Denn es steht weiter geschrieben in Hebr.2:

"Denn es ziemte dem, um deswillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführt, daß er den Herzog der Seligkeit durch Leiden vollkommen machte.
Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden. Darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu heißen, und spricht: "Ich will verkündigen deinen Namen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen." (Hebr.2,10-12)

Jesus schämt sich nicht, uns Brüder zu heissen, da er uns in allem gleich geworden war, als Menschensohn, sowohl an Gebärden, wie auch in Versuchungen.

Er war dennoch treu, so dass er nicht sündigte.

Diejenigen, die ihm nachfolgen in Treue, derer schämt er sich nicht, sie Brüder zu heissen.

Hier machst du einen entscheidenden Schritt zu weit:
Erniedrigung ist nicht gleich Aufhören, Gott zu sein.

Hebr 2 sagt, dass Jesus eine Zeit lang niedriger als die Engel war - in seiner Stellung, nicht in seinem Wesen.
"Niedriger sein" beschreibt Rolle, Sendung und Leiden, nicht den Verlust göttlicher Natur.

Darum kann die Schrift gleichzeitig sagen:

Er wurde Mensch unter Menschen (Hebr 2)

und doch: "Durch ihn sind alle Dinge" (Hebr 1,2-3)

Dass Jesus uns versteht, liegt nicht daran, dass er aufgehört hätte, Gott zu sein,
sondern daran, dass Gott wirklich Mensch wurde.

Wenn Gott aufhören müsste, Gott zu sein, um mitzufühlen,
wäre Inkarnation nicht Liebe, sondern Identitätsverlust.

Die Schrift bezeugt etwas Tieferes:
Gott bleibt Gott und geht ganz in unsere Menschlichkeit hinein.
Gerade das macht seine Liebe glaubwürdig.
 
Shira 28.01.2026 20:01
Auch diese Aussage ist falsch!

Denn Versuchung ist immer an das Vorhandensein einer sündigen Natur gekoppelt.

Deshalb wird Gott nicht versucht.

Er hat KEIN Fleisch.

Dass wir versucht werden, liegt ausschließlich daran, dass wir ein Fleisch haben.

Das sehen wir daran, dass wenn wir die Sünde, das Fleisch überwinden, dass wir dann innerlich zur Ruhe kommen.

Die Verheissung, teilhaftig zu werden der göttlichen Natur (2 Petr.1,3+4), ist nur möglich, da anhaltende Treue in der Versuchung dazu führt, irgendwann nicht mehr versucht zu werden und damit eben teilhaftig der göttlichen Natur zu werden, die nicht mehr zum Bösen versucht wird.

Versuchung ist immer an Fleisch gekoppelt.

Gott sandte seinen Sohn in Gestalt des sündlichen Fleisches (Röm.8,3+4), enrsprechend wurde Jesus zum Bösen versucht (Hebr.4,15).

Nicht die Versuchung zum Bösen ist das Problem, sondern die Reaktion auf die Versuchung.

Erst die Einwilligung in die Versuchung gebiert die Sünde.

So gesehen, blieb Jesus ein unbeflecktes Lamm, der sich ohne allen Fehl, durch den ewigen Geist geopfert hat (Hebr.9,14), aber dennoch für uns einen Weg bahnte, aus der Sünde heraus.

"Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel, und erlöste die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten. Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an. 
Daher mußte er in allen Dingen seinen Brüdern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu versöhnen die Sünden des Volks.
Denn worin er gelitten hat und versucht ist, kann er helfen denen, die versucht werden." (Hebr.2,14-18)


Satan versucht die wahre Erkenntnis Jesu zu verschleiern, da dessen Erkenntnis den Menschen helfen würde, die Sünde zu überwinden.

Genau das will Satan nicht, er ist daran interessiert, dass die Menschen in der Sünde verbleiben und weiter sündigen.

Die überhöhte Darstellung Jesu, der angeblich kein Fleisch gehabt haben soll, obwohl klar geschrieben steht, dass Gott seinen Sohn in Gestalt des sündlichen Fleisches sandte (Röm.8,3+4), führt zu einem Jesus, der vordergründig zwar heilig, in Wahrheit aber abgehoben von den Menschen ist, so dass sie gar keine Hilfe zur Überwindung der Sünde durch ihn bekommen können.

Genau das will Gott aber nicht, sondern es steht klar, dass wir nicht einen Hohenpriester haben, der nicht Mitleiden mit unseren Schwachheiten haben könnte, sondern der versucht ist, allenthalben, gleich wie wir, doch ohne Sünde (Hebr.4,15).

Dieses Geheimnis können nur die Gottesfürchtigen verstehen, denn nur sie haben ein Verlangen, die Sünde zu überwinden.

Diejenigen, die reich und satt sind, in sich selbst, die nicht mit der Sünde brechen wollen, die ein religiöses, ungestörtes Christenleben bevorzugen, die werden das nie verstehen, sondern im schlimmsten Fall die Wshrheit bekämpfen bis aufs Blut, da sie etwas zu verlieren haben, wenn sich Gottes Wort als wahr herausstellen sollte.

Sie werden zu Feinden des Kreuzes Christi.

Hier liegt ein grundlegender Irrtum:
Versuchung setzt keine sündige Natur voraus.

Die Bibel selbst widerlegt diese Annahme:

Adam wurde versucht, bevor er sündigte (Gen 3).
Er hatte Fleisch, aber noch keine sündige Natur.

Jesus wurde versucht, ohne Sünde (Hebr 4,15).
"Versuchung" ist nicht gleich mit "innere Sündhaftigkeit."

Jak 1,14 sagt nicht, dass Versuchung aus sündiger Natur stammt,
sondern aus Begierde und Begierde ist zunächst wertneutral.
Erst die Einwilligung gebiert die Sünde (Jak 1,15).

Dass Gott nicht versucht wird, liegt nicht daran, dass er "kein Fleisch" hat,
sondern daran, dass in Gott keine Begierde zum Bösen ist.

Röm 8,3 sagt "Gestalt des sündigen Fleisches", nicht "sündige Natur".
Darum sagt die Schrift zugleich eindeutig:
"In ihm ist keine Sünde." (1 Joh 3,5)

Wenn Versuchung zwingend sündige Natur voraussetzte,
dann hätte Christus entweder sündig sein müssen oder Hebr 4,15 wäre unverständlich.

Die Schrift hält beides fest:

wahre Versuchung
völlige Sündlosigkeit

Nicht durch Training werden wir frei,
sondern durch Bleiben in der Liebe (Jud 21; 1 Joh 4,16).
 
Shira 28.01.2026 20:16
Jesus sollte regelrecht in Versuchung kommen (Hebr.4,15), da sich die Sünde gerade in den Versuchungen zeigt.

Gott verdammte die Sünde in Jesu Fleisch (Röm.8,3+4), was gerade dadurch, dass Jesus in Versuchung kam und sich so sein Fleisch zeigte, möglich war.

Jesus fürchtete die Versuchung nicht, genausowenig der Vater.

Da in den Versuchungen die Sünde im Fleisch, also bevor es zur Sünde kam, verdammt werden konnte.

Das war das Werk, das Vater und Sohn, in Jesus vollführten, als Jesus auf Erden war.

"Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch, auf daß die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist." (Röm.8,3+4)


Hier verschiebst du den biblischen Sinn von Röm 8,3.

"Die Sünde im Fleisch verdammen" bedeutet nicht, dass Sünde oder sündige Natur in Jesus vorhanden war, sondern dass Gott die Macht der Sünde über das menschliche Fleisch im Leib Christi gerichtet und entmachtet hat.

Darum sagt die Schrift:

"Er kannte keine Sünde." (2 Kor 5,21)
"In ihm ist keine Sünde." (1 Joh 3,5)

Die Versuchung offenbart nicht eine vorhandene Sünde,
sondern zeigt, dass keine Einwilligung da ist.

Wenn Versuchung bereits Sünde im Fleisch wäre,
dann wäre Christus nicht das unbefleckte Lamm (Hebr 9,14).

Röm 8 spricht vom Heilsgeschehen, nicht von einer inneren Sündhaftigkeit Jesu:
Im Fleisch Christi wurde das Herrschaftsrecht der Sünde gebrochen,
damit wir nach dem Geist wandeln können, nicht durch Nachahmung,
sondern durch Teilhabe an seinem Leben.

Nicht das Durchstehen von Versuchungen erlöst uns,
sondern das Bleiben in der Liebe (Jud 21; 1 Joh 4,16).

Deine Christologie ist folgerichtig gedacht, deckt sich aber nicht mit den genannten Bibelstellen.

Bist du Zeugen Jehovas?
 
Shira 28.01.2026 22:49
Lieber Andreas,

Da wir in der Frage, ob Jesus göttliche Natur hatte, von unterschiedlichen Christologien ausgehen, sehe ich keinen Sinn darin, tagelang weiter zu diskutieren. 
Wenn du möchtest, kannst du gern einen Blog zu dem Thema eröffnen, aber für meinen Teil sehe ich nicht, was ich noch vorbringen könnte, deshalb schließe ich den Blog.
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