đ Die Natur des Gesetzes [Gottes] (Fortsetzung)
14.01.2026 16:56
đ Die Natur des Gesetzes [Gottes] (Fortsetzung)
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đ Die Natur des Gesetzes [Gottes] (Fortsetzung)
Ein kurzes Nachdenken zeigt jedem die Torheit der Annahme, man könne dem Gesetz im Geist Folge leisten, ohne es dem Buchstaben nach zu halten. Kann ein Mensch Götter aus Gold, Stein oder Messing anbeten und dennoch die rechte Ehrfurcht vor dem Gott haben, der Himmel und Erde gemacht hat? Kann ein Mensch den Namen Gottes lĂ€stern und zugleich vollkommene Liebe und Ehrfurcht im Herzen haben? Ist es möglich, dem Buchstaben des sechsten Gebots mutwillig zuwider zu handeln, indem man Menschen tötet und doch keine Spur von Feindschaft, sondern nur vollkommene Liebe im Herzen zu haben? Wird ein Mensch absichtlich und beharrlich fremdes Gut nehmen, wenn er keine habgierigen Begierden im Herzen hegt? Und weiĂ nicht jeder, dass Ehebruch nur die Ă€uĂere Offenbarung der Lust ist, die innerlich brennt? Auf diese Fragen gibt es nur eine Antwort. Es kann keinen geistlichen Gehorsam ohne Gehorsam gegenĂŒber dem Buchstaben geben.
Die Aussage des weisen Salomo, dass das Halten der Gebote "die ganze Pflicht des Menschen" [PRED. 12,13] [KJV] sei und die Worte Christi, dass, wer die Gebote "tut und lehrt, der wird groĂ genannt werden im Reich der Himmel" [MATTH. 5,19] [SLT], bereitet uns auf die Wahrheit vor, die der Apostel [Paulus] in Römer Kapitel 2 ausspricht: "Es sind nĂ€mlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die TĂ€ter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden." [RĂ. 2,13] [ELB]
Da das Halten der Gebote Gottes "fĂŒr alle Menschen gilt" [PRED.12,13] [LUT2017], wird natĂŒrlich derjenige, der das Gesetz hĂ€lt, gerechtfertigt werden. Ein Mensch kann nie zu Recht verurteilt werden, wenn er [genau] das tut, was fĂŒr ihn gilt [oder seine Pflicht ist]. Wir möchten jetzt nicht untersuchen, wie umfassend der Begriff "die TĂ€ter des Gesetzesâ ist oder ob es solche ĂŒberhaupt gibt. VorlĂ€ufig begnĂŒgen wir uns mit der absoluten Wahrheit, dass "die TĂ€ter des Gesetzes gerechtfertigt werden".
Im Römerbrief Kapitel 6 steht geschrieben: "Der Lohn der SĂŒnde ist der Tod." [RĂ. 6,23] Wer aber nie sĂŒndigt, wird diesen Lohn nie empfangen und folglich wird der TĂ€ter des Gesetzes leben. Und das ist nichts anderes, als was in Kapitel 10 [wie folgt] klar ausgesagt wird: "Mose beschreibt nĂ€mlich die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, so: »Der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben«" [RĂ. 10,5] [SLT]. Der Mensch, den das Gesetz rechtfertigt â weil er wirklich alle seine Forderungen erfĂŒllt â wird gewiss leben. Nun es ist eine selbstverstĂ€ndliche Tatsache, dass GOTT, als ER ein vollkommenes, heiliges und gerechtes Gesetz gab, wollte, dass alle Seine Geschöpfe IHM gehorchen. Und da das Gesetz, wenn es gehalten wird, Leben gibt, verstehen wir die Kraft der Aussage des Apostels, dass das Gesetz "zum Leben gegeben war." [RĂ. 7,10][SLT] Wie wir spĂ€ter noch genauer sehen werden, wurde das Gesetz gegeben, damit der Mensch immer in Ăbereinstimmung mit Gottes Willen bliebe â in diesem Zustand muss er notwendigerweise Leben besitzen.
Es gibt noch einen letzten Punkt, den wir zur Natur des Gesetzes hervorheben möchten. Der Leser merke ihn sich genau, denn bei der weiteren Betrachtung dieses Themas wird - da er wirklich grundlegend ist und alles andere von ihm abhĂ€ngt - immer wieder auf ihn Bezug genommen werden. David sagt in Psalm 119: "Meine Zunge soll dein Wort besingen. Denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit." [PS. 119,172] [ELB] Das ist im Grunde nichts anderes, als was in Psalm 19,7 und weiteren Stellen bezeugt wird, aber es fĂŒhrt zu einer weiteren Stelle, die unseren Blick auf das Gesetz Gottes erheblich erweitert. In Jesaja lesen wir: "Hebet eure Augen auf gen Himmel und schauet unten auf die Erde. Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid veralten, und die darauf wohnen, werden im Nu dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben." [JES. 51,6]
"Die Gerechtigkeit Gottes wird kein Ende haben"? NatĂŒrlich nicht, aber was ist die Gerechtigkeit Gottes? Der nĂ€chste Vers sagt uns genau, wovon der HERR durch Seinen Propheten hier spricht. Wir lesen weiter:  "Höret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist!" [JES.51,7] Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand. Das Menschen, die Gerechtigkeit kennen, sind jene, in deren Herzen Gottes Gesetz verankert ist, die Gerechtigkeit kennen, weil das Gesetz selbst [diese] Gerechtigkeit ist - nicht nur Gerechtigkeit im abstrakten Sinn, sondern die Gerechtigkeit Gottes. (Siehe dazu auch wie vorstehend zitiert Psalm 119,172) Das ist ein Ausdruck, den der Apostel Paulus oft gebraucht, wenn er vom Gesetz spricht.
Welch eine erhabene Vorstellung vom Gesetz Gottes gibt uns das! Zu sagen, es sei vollkommen, kann bei verschiedenen Menschen zu verschiedenen Vorstellungen fĂŒhren, denn viele wĂŒrden das Gesetz an ihrem eigenen MaĂstab der Vollkommenheit messen. Wenn wir aber erfahren, dass es der "Gerechtigkeit Gottesâ entspricht, erkennen wir, dass es in seiner Weite unendlich sein muss. Das Gesetz ist ein Abbild des Charakters Gottes, ein Foto eines Charakters, der in seiner Vollkommenheit unendlich ist. Es entspricht Gottes Natur in Worten dargestellt, zum Nutzen Seiner Geschöpfe, damit sie wissen, was von ihnen gefordert wird, wenn sie der göttlichen Natur teilhaftig werden wollen. GOTT sagt den Menschen: "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!" [1. PETR. 1,16] [SLT] Ohne eine Beschreibung der Heiligkeit Gottes wĂ€re es aber dem Menschen unmöglich zu wissen, wie er sein Leben einrichten sollte, denn es ist so, dass "der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht und dass es keinem, der geht, âšgegeben ist,â© seinen Schritt zu lenken." [JER. 10,23] [ELB]
Da das Gesetz der "Gerechtigkeit Gottes" â einer kurzen, aber umfassenden Beschreibung des Charakters Gottes â entspricht, kann es mit Recht der Weg des Herrn genannt werden. Und so finden wir in Jesaja Kapitel 55 einen weiteren Beweis fĂŒr die ĂŒberragende GröĂe dieses Gesetzes. [Denn dort steht geschrieben:] "Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel ĂŒber der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken." [JES. 55,8-9] [SLT] Die Heiligkeit des Gesetzes Gottes ĂŒbertrifft jede GĂŒte, die der Mensch besitzt, genau so, wie GOTT gröĂer als der Mensch ist. Das Gesetz Gottes wird also mit vollem Recht [auch] "Gottes Weg" genannt und da diejenigen, die GOTT kennenlernen, indem sie mit IHM auf diesem Weg wandeln, Frieden haben - siehe dazu Hiob 22,21 - folgt daraus dass ein treffender Name fĂŒr das Gesetz "der Weg des Friedens" ist. Und darauf bezieht sich Paulus, wenn er von der allgemeinen Gottlosigkeit der Menschheit spricht und sagt: "auf ihren Wegen ist lauter Zerstörung und Elend, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen.«" [RĂ. 3,16-18] [LUT2017] [wie aus Vers 19 hervorgeht] auf die 10 Gebote. Dieser Gedanke wird noch weiter bestĂ€tigt durch Jesaja [indem er schreibt:] "O dass du doch auf meine Gebote geachtet hĂ€ttest! Dann wĂ€re dein Friede wie ein Wasserstrom gewesen und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen." [JES. 48,18] [SLT]
Das Gesetz Gottes wird mit Wahrheit gleichgesetzt. [So schreibt der Psalmist:] "Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit." [PS. 119,142] Das Gesetz entspricht vollkommener Wahrheit, weil es der Ausdruck des Charakters Gottes ist. Dieser Punkt wird in Römer Kapitel 2 herausgearbeitet. Paulus sagt dort: "Siehe, du nennst dich einen Juden und verlĂ€sst dich auf das Gesetz und rĂŒhmst dich Gottes, und kennst [seinen] Willen und verstehst zu prĂŒfen, worauf es ankommt, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist; und du traust dir zu, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in der Finsternis sind, ein Erzieher der UnverstĂ€ndigen, ein Lehrer der UnmĂŒndigen, der den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat." [RĂ. 2,17-20]
In dem mit Recht berĂŒhmten Werk "Das Leben und die Briefe des Heiligen Paulus" von Conybeare und Howson wird der letzte Abschnitt des obigen Textes so ĂŒbersetzt: "weil du im Gesetz das vollkommene Muster der Erkenntnis und der Wahrheit besitzt." Diese Wiedergabe beschreibt das Gesetz als ein so vollkommenes Muster der Wahrheit, dass jeder, der ihm folgt, ein Leben in vollkommener Wahrheit fĂŒhren wird. Gerade weil das Gesetz vollkommen ist, befĂ€higt es den, der darin unterwiesen ist, "dem VorzĂŒglicheren zuzustimmen" (siehe Kommentar der King James zu Römer 2,18) oder, wie Conybeare und Howson es ĂŒbersetzen, "ĂŒber Gut und Böse zu urteilen."Â
So wie es fĂŒr eine sterbliche Zunge unmöglich ist, jemals die Weite, die Schönheit und die Vollkommenheit von Gottes Gesetz auszudrĂŒcken, genauso vermag auch kein sterblicher Verstand, sie jemals völlig zu begreifen. DiesbezĂŒglich gibt es reichlich Stoff zur Betrachtung bei Tag und Nacht und je mehr man davon lernt, desto mehr vermag man die glĂŒhenden Schilderungen des Psalmisten und seine Aufforderungen schĂ€tzen, es bestĂ€ndig zu studieren. Aber wie der Mensch durch Forschen GOTT niemals so ergrĂŒnden kann, so dass er alle Seine Eigenschaften vollstĂ€ndig versteht, so kann auch kein Mensch â selbst wenn er verherrlicht und unsterblich gemacht ist â das Gesetz Gottes je erschöpfen. Auf Erden können wir, wĂ€hrend wir im Gesetz meditieren, nur ausrufen: "O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind sein Gerichte und unerforschlich seine Wege!" [RĂ. 11,33] Und im Himmel - durch alle zahllosen Zeitalter der Ewigkeit hindurch - wo es uns in der Herrlichkeit der Gegenwart Gottes erlaubt sein wird mit unverhĂŒllten Augen DEN schauen dĂŒrfen, Dessen Charakter in den zehn Geboten abgebildet ist, wird unser Staunen nicht aufhören, und wir können nur den Engeln, die seinen Thron stĂŒtzen zustimmen und sagen:  "Heilig, heilig, heilig ist Gott der HERR, der AllmĂ€chtige." [OFFB. 4,8]
( Ellet J. Waggoner, August 1891 )
Die Aussage des weisen Salomo, dass das Halten der Gebote "die ganze Pflicht des Menschen" [PRED. 12,13] [KJV] sei und die Worte Christi, dass, wer die Gebote "tut und lehrt, der wird groĂ genannt werden im Reich der Himmel" [MATTH. 5,19] [SLT], bereitet uns auf die Wahrheit vor, die der Apostel [Paulus] in Römer Kapitel 2 ausspricht: "Es sind nĂ€mlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die TĂ€ter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden." [RĂ. 2,13] [ELB]
Da das Halten der Gebote Gottes "fĂŒr alle Menschen gilt" [PRED.12,13] [LUT2017], wird natĂŒrlich derjenige, der das Gesetz hĂ€lt, gerechtfertigt werden. Ein Mensch kann nie zu Recht verurteilt werden, wenn er [genau] das tut, was fĂŒr ihn gilt [oder seine Pflicht ist]. Wir möchten jetzt nicht untersuchen, wie umfassend der Begriff "die TĂ€ter des Gesetzesâ ist oder ob es solche ĂŒberhaupt gibt. VorlĂ€ufig begnĂŒgen wir uns mit der absoluten Wahrheit, dass "die TĂ€ter des Gesetzes gerechtfertigt werden".
Im Römerbrief Kapitel 6 steht geschrieben: "Der Lohn der SĂŒnde ist der Tod." [RĂ. 6,23] Wer aber nie sĂŒndigt, wird diesen Lohn nie empfangen und folglich wird der TĂ€ter des Gesetzes leben. Und das ist nichts anderes, als was in Kapitel 10 [wie folgt] klar ausgesagt wird: "Mose beschreibt nĂ€mlich die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, so: »Der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben«" [RĂ. 10,5] [SLT]. Der Mensch, den das Gesetz rechtfertigt â weil er wirklich alle seine Forderungen erfĂŒllt â wird gewiss leben. Nun es ist eine selbstverstĂ€ndliche Tatsache, dass GOTT, als ER ein vollkommenes, heiliges und gerechtes Gesetz gab, wollte, dass alle Seine Geschöpfe IHM gehorchen. Und da das Gesetz, wenn es gehalten wird, Leben gibt, verstehen wir die Kraft der Aussage des Apostels, dass das Gesetz "zum Leben gegeben war." [RĂ. 7,10][SLT] Wie wir spĂ€ter noch genauer sehen werden, wurde das Gesetz gegeben, damit der Mensch immer in Ăbereinstimmung mit Gottes Willen bliebe â in diesem Zustand muss er notwendigerweise Leben besitzen.
Es gibt noch einen letzten Punkt, den wir zur Natur des Gesetzes hervorheben möchten. Der Leser merke ihn sich genau, denn bei der weiteren Betrachtung dieses Themas wird - da er wirklich grundlegend ist und alles andere von ihm abhĂ€ngt - immer wieder auf ihn Bezug genommen werden. David sagt in Psalm 119: "Meine Zunge soll dein Wort besingen. Denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit." [PS. 119,172] [ELB] Das ist im Grunde nichts anderes, als was in Psalm 19,7 und weiteren Stellen bezeugt wird, aber es fĂŒhrt zu einer weiteren Stelle, die unseren Blick auf das Gesetz Gottes erheblich erweitert. In Jesaja lesen wir: "Hebet eure Augen auf gen Himmel und schauet unten auf die Erde. Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid veralten, und die darauf wohnen, werden im Nu dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben." [JES. 51,6]
"Die Gerechtigkeit Gottes wird kein Ende haben"? NatĂŒrlich nicht, aber was ist die Gerechtigkeit Gottes? Der nĂ€chste Vers sagt uns genau, wovon der HERR durch Seinen Propheten hier spricht. Wir lesen weiter:  "Höret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist!" [JES.51,7] Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand. Das Menschen, die Gerechtigkeit kennen, sind jene, in deren Herzen Gottes Gesetz verankert ist, die Gerechtigkeit kennen, weil das Gesetz selbst [diese] Gerechtigkeit ist - nicht nur Gerechtigkeit im abstrakten Sinn, sondern die Gerechtigkeit Gottes. (Siehe dazu auch wie vorstehend zitiert Psalm 119,172) Das ist ein Ausdruck, den der Apostel Paulus oft gebraucht, wenn er vom Gesetz spricht.
Welch eine erhabene Vorstellung vom Gesetz Gottes gibt uns das! Zu sagen, es sei vollkommen, kann bei verschiedenen Menschen zu verschiedenen Vorstellungen fĂŒhren, denn viele wĂŒrden das Gesetz an ihrem eigenen MaĂstab der Vollkommenheit messen. Wenn wir aber erfahren, dass es der "Gerechtigkeit Gottesâ entspricht, erkennen wir, dass es in seiner Weite unendlich sein muss. Das Gesetz ist ein Abbild des Charakters Gottes, ein Foto eines Charakters, der in seiner Vollkommenheit unendlich ist. Es entspricht Gottes Natur in Worten dargestellt, zum Nutzen Seiner Geschöpfe, damit sie wissen, was von ihnen gefordert wird, wenn sie der göttlichen Natur teilhaftig werden wollen. GOTT sagt den Menschen: "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!" [1. PETR. 1,16] [SLT] Ohne eine Beschreibung der Heiligkeit Gottes wĂ€re es aber dem Menschen unmöglich zu wissen, wie er sein Leben einrichten sollte, denn es ist so, dass "der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht und dass es keinem, der geht, âšgegeben ist,â© seinen Schritt zu lenken." [JER. 10,23] [ELB]
Da das Gesetz der "Gerechtigkeit Gottes" â einer kurzen, aber umfassenden Beschreibung des Charakters Gottes â entspricht, kann es mit Recht der Weg des Herrn genannt werden. Und so finden wir in Jesaja Kapitel 55 einen weiteren Beweis fĂŒr die ĂŒberragende GröĂe dieses Gesetzes. [Denn dort steht geschrieben:] "Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel ĂŒber der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken." [JES. 55,8-9] [SLT] Die Heiligkeit des Gesetzes Gottes ĂŒbertrifft jede GĂŒte, die der Mensch besitzt, genau so, wie GOTT gröĂer als der Mensch ist. Das Gesetz Gottes wird also mit vollem Recht [auch] "Gottes Weg" genannt und da diejenigen, die GOTT kennenlernen, indem sie mit IHM auf diesem Weg wandeln, Frieden haben - siehe dazu Hiob 22,21 - folgt daraus dass ein treffender Name fĂŒr das Gesetz "der Weg des Friedens" ist. Und darauf bezieht sich Paulus, wenn er von der allgemeinen Gottlosigkeit der Menschheit spricht und sagt: "auf ihren Wegen ist lauter Zerstörung und Elend, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen.«" [RĂ. 3,16-18] [LUT2017] [wie aus Vers 19 hervorgeht] auf die 10 Gebote. Dieser Gedanke wird noch weiter bestĂ€tigt durch Jesaja [indem er schreibt:] "O dass du doch auf meine Gebote geachtet hĂ€ttest! Dann wĂ€re dein Friede wie ein Wasserstrom gewesen und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen." [JES. 48,18] [SLT]
Das Gesetz Gottes wird mit Wahrheit gleichgesetzt. [So schreibt der Psalmist:] "Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit." [PS. 119,142] Das Gesetz entspricht vollkommener Wahrheit, weil es der Ausdruck des Charakters Gottes ist. Dieser Punkt wird in Römer Kapitel 2 herausgearbeitet. Paulus sagt dort: "Siehe, du nennst dich einen Juden und verlĂ€sst dich auf das Gesetz und rĂŒhmst dich Gottes, und kennst [seinen] Willen und verstehst zu prĂŒfen, worauf es ankommt, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist; und du traust dir zu, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in der Finsternis sind, ein Erzieher der UnverstĂ€ndigen, ein Lehrer der UnmĂŒndigen, der den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat." [RĂ. 2,17-20]
In dem mit Recht berĂŒhmten Werk "Das Leben und die Briefe des Heiligen Paulus" von Conybeare und Howson wird der letzte Abschnitt des obigen Textes so ĂŒbersetzt: "weil du im Gesetz das vollkommene Muster der Erkenntnis und der Wahrheit besitzt." Diese Wiedergabe beschreibt das Gesetz als ein so vollkommenes Muster der Wahrheit, dass jeder, der ihm folgt, ein Leben in vollkommener Wahrheit fĂŒhren wird. Gerade weil das Gesetz vollkommen ist, befĂ€higt es den, der darin unterwiesen ist, "dem VorzĂŒglicheren zuzustimmen" (siehe Kommentar der King James zu Römer 2,18) oder, wie Conybeare und Howson es ĂŒbersetzen, "ĂŒber Gut und Böse zu urteilen."Â
So wie es fĂŒr eine sterbliche Zunge unmöglich ist, jemals die Weite, die Schönheit und die Vollkommenheit von Gottes Gesetz auszudrĂŒcken, genauso vermag auch kein sterblicher Verstand, sie jemals völlig zu begreifen. DiesbezĂŒglich gibt es reichlich Stoff zur Betrachtung bei Tag und Nacht und je mehr man davon lernt, desto mehr vermag man die glĂŒhenden Schilderungen des Psalmisten und seine Aufforderungen schĂ€tzen, es bestĂ€ndig zu studieren. Aber wie der Mensch durch Forschen GOTT niemals so ergrĂŒnden kann, so dass er alle Seine Eigenschaften vollstĂ€ndig versteht, so kann auch kein Mensch â selbst wenn er verherrlicht und unsterblich gemacht ist â das Gesetz Gottes je erschöpfen. Auf Erden können wir, wĂ€hrend wir im Gesetz meditieren, nur ausrufen: "O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind sein Gerichte und unerforschlich seine Wege!" [RĂ. 11,33] Und im Himmel - durch alle zahllosen Zeitalter der Ewigkeit hindurch - wo es uns in der Herrlichkeit der Gegenwart Gottes erlaubt sein wird mit unverhĂŒllten Augen DEN schauen dĂŒrfen, Dessen Charakter in den zehn Geboten abgebildet ist, wird unser Staunen nicht aufhören, und wir können nur den Engeln, die seinen Thron stĂŒtzen zustimmen und sagen:  "Heilig, heilig, heilig ist Gott der HERR, der AllmĂ€chtige." [OFFB. 4,8]
( Ellet J. Waggoner, August 1891 )

Jetzt
FĂŒr diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:
https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/
Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.
Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die AbkĂŒrzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden fĂŒr King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten EinfĂŒgungen von mir, die einer besseren VerstĂ€ndlichkeit nach Ăbertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.