📃 Die Natur des Gesetzes [Gottes] (Fortsetzung)
14.01.2026 16:56
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📃 Die Natur des Gesetzes [Gottes] (Fortsetzung)
Ein kurzes Nachdenken zeigt jedem die Torheit der Annahme, man könne dem Gesetz im Geist Folge leisten, ohne es dem Buchstaben nach zu halten. Kann ein Mensch Götter aus Gold, Stein oder Messing anbeten und dennoch die rechte Ehrfurcht vor dem Gott haben, der Himmel und Erde gemacht hat? Kann ein Mensch den Namen Gottes lästern und zugleich vollkommene Liebe und Ehrfurcht im Herzen haben? Ist es möglich, dem Buchstaben des sechsten Gebots mutwillig zuwider zu handeln, indem man Menschen tötet und doch keine Spur von Feindschaft, sondern nur vollkommene Liebe im Herzen zu haben? Wird ein Mensch absichtlich und beharrlich fremdes Gut nehmen, wenn er keine habgierigen Begierden im Herzen hegt? Und weiß nicht jeder, dass Ehebruch nur die äußere Offenbarung der Lust ist, die innerlich brennt? Auf diese Fragen gibt es nur eine Antwort. Es kann keinen geistlichen Gehorsam ohne Gehorsam gegenüber dem Buchstaben geben.
Die Aussage des weisen Salomo, dass das Halten der Gebote "die ganze Pflicht des Menschen" [PRED. 12,13] [KJV] sei und die Worte Christi, dass, wer die Gebote "tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel" [MATTH. 5,19] [SLT], bereitet uns auf die Wahrheit vor, die der Apostel [Paulus] in Römer Kapitel 2 ausspricht: "Es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden." [RÖ. 2,13] [ELB]
Da das Halten der Gebote Gottes "für alle Menschen gilt" [PRED.12,13] [LUT2017], wird natürlich derjenige, der das Gesetz hält, gerechtfertigt werden. Ein Mensch kann nie zu Recht verurteilt werden, wenn er [genau] das tut, was für ihn gilt [oder seine Pflicht ist]. Wir möchten jetzt nicht untersuchen, wie umfassend der Begriff "die Täter des Gesetzes“ ist oder ob es solche überhaupt gibt. Vorläufig begnügen wir uns mit der absoluten Wahrheit, dass "die Täter des Gesetzes gerechtfertigt werden".
Im Römerbrief Kapitel 6 steht geschrieben: "Der Lohn der Sünde ist der Tod." [RÖ. 6,23] Wer aber nie sündigt, wird diesen Lohn nie empfangen und folglich wird der Täter des Gesetzes leben. Und das ist nichts anderes, als was in Kapitel 10 [wie folgt] klar ausgesagt wird: "Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, so: »Der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben«" [RÖ. 10,5] [SLT]. Der Mensch, den das Gesetz rechtfertigt – weil er wirklich alle seine Forderungen erfüllt – wird gewiss leben. Nun es ist eine selbstverständliche Tatsache, dass GOTT, als ER ein vollkommenes, heiliges und gerechtes Gesetz gab, wollte, dass alle Seine Geschöpfe IHM gehorchen. Und da das Gesetz, wenn es gehalten wird, Leben gibt, verstehen wir die Kraft der Aussage des Apostels, dass das Gesetz "zum Leben gegeben war." [RÖ. 7,10][SLT] Wie wir später noch genauer sehen werden, wurde das Gesetz gegeben, damit der Mensch immer in Übereinstimmung mit Gottes Willen bliebe – in diesem Zustand muss er notwendigerweise Leben besitzen.
Es gibt noch einen letzten Punkt, den wir zur Natur des Gesetzes hervorheben möchten. Der Leser merke ihn sich genau, denn bei der weiteren Betrachtung dieses Themas wird - da er wirklich grundlegend ist und alles andere von ihm abhängt - immer wieder auf ihn Bezug genommen werden. David sagt in Psalm 119: "Meine Zunge soll dein Wort besingen. Denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit." [PS. 119,172] [ELB] Das ist im Grunde nichts anderes, als was in Psalm 19,7 und weiteren Stellen bezeugt wird, aber es führt zu einer weiteren Stelle, die unseren Blick auf das Gesetz Gottes erheblich erweitert. In Jesaja lesen wir: "Hebet eure Augen auf gen Himmel und schauet unten auf die Erde. Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid veralten, und die darauf wohnen, werden im Nu dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben." [JES. 51,6]
"Die Gerechtigkeit Gottes wird kein Ende haben"? Natürlich nicht, aber was ist die Gerechtigkeit Gottes? Der nächste Vers sagt uns genau, wovon der HERR durch Seinen Propheten hier spricht. Wir lesen weiter: "Höret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist!" [JES.51,7] Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand. Das Menschen, die Gerechtigkeit kennen, sind jene, in deren Herzen Gottes Gesetz verankert ist, die Gerechtigkeit kennen, weil das Gesetz selbst [diese] Gerechtigkeit ist - nicht nur Gerechtigkeit im abstrakten Sinn, sondern die Gerechtigkeit Gottes. (Siehe dazu auch wie vorstehend zitiert Psalm 119,172) Das ist ein Ausdruck, den der Apostel Paulus oft gebraucht, wenn er vom Gesetz spricht.
Welch eine erhabene Vorstellung vom Gesetz Gottes gibt uns das! Zu sagen, es sei vollkommen, kann bei verschiedenen Menschen zu verschiedenen Vorstellungen führen, denn viele würden das Gesetz an ihrem eigenen Maßstab der Vollkommenheit messen. Wenn wir aber erfahren, dass es der "Gerechtigkeit Gottes“ entspricht, erkennen wir, dass es in seiner Weite unendlich sein muss. Das Gesetz ist ein Abbild des Charakters Gottes, ein Foto eines Charakters, der in seiner Vollkommenheit unendlich ist. Es entspricht Gottes Natur in Worten dargestellt, zum Nutzen Seiner Geschöpfe, damit sie wissen, was von ihnen gefordert wird, wenn sie der göttlichen Natur teilhaftig werden wollen. GOTT sagt den Menschen: "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!" [1. PETR. 1,16] [SLT] Ohne eine Beschreibung der Heiligkeit Gottes wäre es aber dem Menschen unmöglich zu wissen, wie er sein Leben einrichten sollte, denn es ist so, dass "der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht und dass es keinem, der geht, ⟨gegeben ist,⟩ seinen Schritt zu lenken." [JER. 10,23] [ELB]
Da das Gesetz der "Gerechtigkeit Gottes" – einer kurzen, aber umfassenden Beschreibung des Charakters Gottes – entspricht, kann es mit Recht der Weg des Herrn genannt werden. Und so finden wir in Jesaja Kapitel 55 einen weiteren Beweis für die überragende Größe dieses Gesetzes. [Denn dort steht geschrieben:] "Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken." [JES. 55,8-9] [SLT] Die Heiligkeit des Gesetzes Gottes übertrifft jede Güte, die der Mensch besitzt, genau so, wie GOTT größer als der Mensch ist. Das Gesetz Gottes wird also mit vollem Recht [auch] "Gottes Weg" genannt und da diejenigen, die GOTT kennenlernen, indem sie mit IHM auf diesem Weg wandeln, Frieden haben - siehe dazu Hiob 22,21 - folgt daraus dass ein treffender Name für das Gesetz "der Weg des Friedens" ist. Und darauf bezieht sich Paulus, wenn er von der allgemeinen Gottlosigkeit der Menschheit spricht und sagt: "auf ihren Wegen ist lauter Zerstörung und Elend, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen.«" [RÖ. 3,16-18] [LUT2017] [wie aus Vers 19 hervorgeht] auf die 10 Gebote. Dieser Gedanke wird noch weiter bestätigt durch Jesaja [indem er schreibt:] "O dass du doch auf meine Gebote geachtet hättest! Dann wäre dein Friede wie ein Wasserstrom gewesen und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen." [JES. 48,18] [SLT]
Das Gesetz Gottes wird mit Wahrheit gleichgesetzt. [So schreibt der Psalmist:] "Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit." [PS. 119,142] Das Gesetz entspricht vollkommener Wahrheit, weil es der Ausdruck des Charakters Gottes ist. Dieser Punkt wird in Römer Kapitel 2 herausgearbeitet. Paulus sagt dort: "Siehe, du nennst dich einen Juden und verlässt dich auf das Gesetz und rühmst dich Gottes, und kennst [seinen] Willen und verstehst zu prüfen, worauf es ankommt, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist; und du traust dir zu, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in der Finsternis sind, ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, der den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat." [RÖ. 2,17-20]
In dem mit Recht berühmten Werk "Das Leben und die Briefe des Heiligen Paulus" von Conybeare und Howson wird der letzte Abschnitt des obigen Textes so übersetzt: "weil du im Gesetz das vollkommene Muster der Erkenntnis und der Wahrheit besitzt." Diese Wiedergabe beschreibt das Gesetz als ein so vollkommenes Muster der Wahrheit, dass jeder, der ihm folgt, ein Leben in vollkommener Wahrheit führen wird. Gerade weil das Gesetz vollkommen ist, befähigt es den, der darin unterwiesen ist, "dem Vorzüglicheren zuzustimmen" (siehe Kommentar der King James zu Römer 2,18) oder, wie Conybeare und Howson es übersetzen, "über Gut und Böse zu urteilen."
So wie es für eine sterbliche Zunge unmöglich ist, jemals die Weite, die Schönheit und die Vollkommenheit von Gottes Gesetz auszudrücken, genauso vermag auch kein sterblicher Verstand, sie jemals völlig zu begreifen. Diesbezüglich gibt es reichlich Stoff zur Betrachtung bei Tag und Nacht und je mehr man davon lernt, desto mehr vermag man die glühenden Schilderungen des Psalmisten und seine Aufforderungen schätzen, es beständig zu studieren. Aber wie der Mensch durch Forschen GOTT niemals so ergründen kann, so dass er alle Seine Eigenschaften vollständig versteht, so kann auch kein Mensch – selbst wenn er verherrlicht und unsterblich gemacht ist – das Gesetz Gottes je erschöpfen. Auf Erden können wir, während wir im Gesetz meditieren, nur ausrufen: "O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind sein Gerichte und unerforschlich seine Wege!" [RÖ. 11,33] Und im Himmel - durch alle zahllosen Zeitalter der Ewigkeit hindurch - wo es uns in der Herrlichkeit der Gegenwart Gottes erlaubt sein wird mit unverhüllten Augen DEN schauen dürfen, Dessen Charakter in den zehn Geboten abgebildet ist, wird unser Staunen nicht aufhören, und wir können nur den Engeln, die seinen Thron stützen zustimmen und sagen: "Heilig, heilig, heilig ist Gott der HERR, der Allmächtige." [OFFB. 4,8]
( Ellet J. Waggoner, August 1891 )
Die Aussage des weisen Salomo, dass das Halten der Gebote "die ganze Pflicht des Menschen" [PRED. 12,13] [KJV] sei und die Worte Christi, dass, wer die Gebote "tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel" [MATTH. 5,19] [SLT], bereitet uns auf die Wahrheit vor, die der Apostel [Paulus] in Römer Kapitel 2 ausspricht: "Es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden." [RÖ. 2,13] [ELB]
Da das Halten der Gebote Gottes "für alle Menschen gilt" [PRED.12,13] [LUT2017], wird natürlich derjenige, der das Gesetz hält, gerechtfertigt werden. Ein Mensch kann nie zu Recht verurteilt werden, wenn er [genau] das tut, was für ihn gilt [oder seine Pflicht ist]. Wir möchten jetzt nicht untersuchen, wie umfassend der Begriff "die Täter des Gesetzes“ ist oder ob es solche überhaupt gibt. Vorläufig begnügen wir uns mit der absoluten Wahrheit, dass "die Täter des Gesetzes gerechtfertigt werden".
Im Römerbrief Kapitel 6 steht geschrieben: "Der Lohn der Sünde ist der Tod." [RÖ. 6,23] Wer aber nie sündigt, wird diesen Lohn nie empfangen und folglich wird der Täter des Gesetzes leben. Und das ist nichts anderes, als was in Kapitel 10 [wie folgt] klar ausgesagt wird: "Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, so: »Der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben«" [RÖ. 10,5] [SLT]. Der Mensch, den das Gesetz rechtfertigt – weil er wirklich alle seine Forderungen erfüllt – wird gewiss leben. Nun es ist eine selbstverständliche Tatsache, dass GOTT, als ER ein vollkommenes, heiliges und gerechtes Gesetz gab, wollte, dass alle Seine Geschöpfe IHM gehorchen. Und da das Gesetz, wenn es gehalten wird, Leben gibt, verstehen wir die Kraft der Aussage des Apostels, dass das Gesetz "zum Leben gegeben war." [RÖ. 7,10][SLT] Wie wir später noch genauer sehen werden, wurde das Gesetz gegeben, damit der Mensch immer in Übereinstimmung mit Gottes Willen bliebe – in diesem Zustand muss er notwendigerweise Leben besitzen.
Es gibt noch einen letzten Punkt, den wir zur Natur des Gesetzes hervorheben möchten. Der Leser merke ihn sich genau, denn bei der weiteren Betrachtung dieses Themas wird - da er wirklich grundlegend ist und alles andere von ihm abhängt - immer wieder auf ihn Bezug genommen werden. David sagt in Psalm 119: "Meine Zunge soll dein Wort besingen. Denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit." [PS. 119,172] [ELB] Das ist im Grunde nichts anderes, als was in Psalm 19,7 und weiteren Stellen bezeugt wird, aber es führt zu einer weiteren Stelle, die unseren Blick auf das Gesetz Gottes erheblich erweitert. In Jesaja lesen wir: "Hebet eure Augen auf gen Himmel und schauet unten auf die Erde. Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid veralten, und die darauf wohnen, werden im Nu dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben." [JES. 51,6]
"Die Gerechtigkeit Gottes wird kein Ende haben"? Natürlich nicht, aber was ist die Gerechtigkeit Gottes? Der nächste Vers sagt uns genau, wovon der HERR durch Seinen Propheten hier spricht. Wir lesen weiter: "Höret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist!" [JES.51,7] Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand. Das Menschen, die Gerechtigkeit kennen, sind jene, in deren Herzen Gottes Gesetz verankert ist, die Gerechtigkeit kennen, weil das Gesetz selbst [diese] Gerechtigkeit ist - nicht nur Gerechtigkeit im abstrakten Sinn, sondern die Gerechtigkeit Gottes. (Siehe dazu auch wie vorstehend zitiert Psalm 119,172) Das ist ein Ausdruck, den der Apostel Paulus oft gebraucht, wenn er vom Gesetz spricht.
Welch eine erhabene Vorstellung vom Gesetz Gottes gibt uns das! Zu sagen, es sei vollkommen, kann bei verschiedenen Menschen zu verschiedenen Vorstellungen führen, denn viele würden das Gesetz an ihrem eigenen Maßstab der Vollkommenheit messen. Wenn wir aber erfahren, dass es der "Gerechtigkeit Gottes“ entspricht, erkennen wir, dass es in seiner Weite unendlich sein muss. Das Gesetz ist ein Abbild des Charakters Gottes, ein Foto eines Charakters, der in seiner Vollkommenheit unendlich ist. Es entspricht Gottes Natur in Worten dargestellt, zum Nutzen Seiner Geschöpfe, damit sie wissen, was von ihnen gefordert wird, wenn sie der göttlichen Natur teilhaftig werden wollen. GOTT sagt den Menschen: "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!" [1. PETR. 1,16] [SLT] Ohne eine Beschreibung der Heiligkeit Gottes wäre es aber dem Menschen unmöglich zu wissen, wie er sein Leben einrichten sollte, denn es ist so, dass "der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht und dass es keinem, der geht, ⟨gegeben ist,⟩ seinen Schritt zu lenken." [JER. 10,23] [ELB]
Da das Gesetz der "Gerechtigkeit Gottes" – einer kurzen, aber umfassenden Beschreibung des Charakters Gottes – entspricht, kann es mit Recht der Weg des Herrn genannt werden. Und so finden wir in Jesaja Kapitel 55 einen weiteren Beweis für die überragende Größe dieses Gesetzes. [Denn dort steht geschrieben:] "Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken." [JES. 55,8-9] [SLT] Die Heiligkeit des Gesetzes Gottes übertrifft jede Güte, die der Mensch besitzt, genau so, wie GOTT größer als der Mensch ist. Das Gesetz Gottes wird also mit vollem Recht [auch] "Gottes Weg" genannt und da diejenigen, die GOTT kennenlernen, indem sie mit IHM auf diesem Weg wandeln, Frieden haben - siehe dazu Hiob 22,21 - folgt daraus dass ein treffender Name für das Gesetz "der Weg des Friedens" ist. Und darauf bezieht sich Paulus, wenn er von der allgemeinen Gottlosigkeit der Menschheit spricht und sagt: "auf ihren Wegen ist lauter Zerstörung und Elend, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen.«" [RÖ. 3,16-18] [LUT2017] [wie aus Vers 19 hervorgeht] auf die 10 Gebote. Dieser Gedanke wird noch weiter bestätigt durch Jesaja [indem er schreibt:] "O dass du doch auf meine Gebote geachtet hättest! Dann wäre dein Friede wie ein Wasserstrom gewesen und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen." [JES. 48,18] [SLT]
Das Gesetz Gottes wird mit Wahrheit gleichgesetzt. [So schreibt der Psalmist:] "Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit." [PS. 119,142] Das Gesetz entspricht vollkommener Wahrheit, weil es der Ausdruck des Charakters Gottes ist. Dieser Punkt wird in Römer Kapitel 2 herausgearbeitet. Paulus sagt dort: "Siehe, du nennst dich einen Juden und verlässt dich auf das Gesetz und rühmst dich Gottes, und kennst [seinen] Willen und verstehst zu prüfen, worauf es ankommt, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist; und du traust dir zu, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in der Finsternis sind, ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, der den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat." [RÖ. 2,17-20]
In dem mit Recht berühmten Werk "Das Leben und die Briefe des Heiligen Paulus" von Conybeare und Howson wird der letzte Abschnitt des obigen Textes so übersetzt: "weil du im Gesetz das vollkommene Muster der Erkenntnis und der Wahrheit besitzt." Diese Wiedergabe beschreibt das Gesetz als ein so vollkommenes Muster der Wahrheit, dass jeder, der ihm folgt, ein Leben in vollkommener Wahrheit führen wird. Gerade weil das Gesetz vollkommen ist, befähigt es den, der darin unterwiesen ist, "dem Vorzüglicheren zuzustimmen" (siehe Kommentar der King James zu Römer 2,18) oder, wie Conybeare und Howson es übersetzen, "über Gut und Böse zu urteilen."
So wie es für eine sterbliche Zunge unmöglich ist, jemals die Weite, die Schönheit und die Vollkommenheit von Gottes Gesetz auszudrücken, genauso vermag auch kein sterblicher Verstand, sie jemals völlig zu begreifen. Diesbezüglich gibt es reichlich Stoff zur Betrachtung bei Tag und Nacht und je mehr man davon lernt, desto mehr vermag man die glühenden Schilderungen des Psalmisten und seine Aufforderungen schätzen, es beständig zu studieren. Aber wie der Mensch durch Forschen GOTT niemals so ergründen kann, so dass er alle Seine Eigenschaften vollständig versteht, so kann auch kein Mensch – selbst wenn er verherrlicht und unsterblich gemacht ist – das Gesetz Gottes je erschöpfen. Auf Erden können wir, während wir im Gesetz meditieren, nur ausrufen: "O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind sein Gerichte und unerforschlich seine Wege!" [RÖ. 11,33] Und im Himmel - durch alle zahllosen Zeitalter der Ewigkeit hindurch - wo es uns in der Herrlichkeit der Gegenwart Gottes erlaubt sein wird mit unverhüllten Augen DEN schauen dürfen, Dessen Charakter in den zehn Geboten abgebildet ist, wird unser Staunen nicht aufhören, und wir können nur den Engeln, die seinen Thron stützen zustimmen und sagen: "Heilig, heilig, heilig ist Gott der HERR, der Allmächtige." [OFFB. 4,8]
( Ellet J. Waggoner, August 1891 )

Jetzt
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Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.
Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.