Ellet Waggoner ist aber als Vorbild, auf den man sich ständig beziehen könnte, nicht geeignet.
Denn er ließ sich in seiner letzten Lebensphase von seiner Frau scheiden und heiratete noch im selben Jahr eine andere.
Ihm wurde sogar die Predigterlaubnis entzogen.
Das ist vor diesem Hintergrund verständlich, soweit das nach seiner Scheidung und Wiederheirat geschehen ist.
Waggoner ist bereits über 100 Jahre tot.
"Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach." (Hebr.13,7)
Waggoner hatte kein gutes Ende, insofern gehört er nicht zu jenen aus Hebr.13,7.
Andreas
📃 Das innewohnende Wort
01.01.2026 17:54
📃 Das innewohnende Wort
01.01.2026 17:54
📃 Das innewohnende Wort
Im dritten Kapitels des Kolosserbriefs steht diese Ermahnung: "Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit." [KOL. 3,16] [SLT] Dieser Text löst, richtig verstanden, das Problem des christlichen Lebens. Nehmen wir uns deshalb etwas Zeit, um zu sehen, wie viel darin enthalten ist.
Dass im Wort Gottes eine Kraft ist, die weit über der jedes anderen Buches steht, kann nicht bezweifelt werden. Durch den Propheten Jeremia tadelt der HERR die falschen Propheten - die statt der Worte Gottes, ihre eigenen Worte sprechen - und sagt: "Wer aber mein Wort hat, der verkündige mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Weizen gemeinsam?, spricht der HERR. Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?" [JER. 23,28-29] [SLT] Und derselbe Prophet schildert seine Erfahrung, als er wegen des Wortes des HERRN geschmäht wurde wie folgt: "Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht." [JER. 20,9] [LUT2017]
Das im Herzen geborgene Wort schützt vor Sünde. [So bezeugt der Psalmist:] "Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige." [PS. 119,11] [SLT] [David sagt] bezüglich der Standhaftigkeit eines Gerechten: "Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen, und seine Schritte wanken nicht." [PS. 37,31] [SLT] Weiter sagt David: "Beim Treiben der Menschen habe ich mich nach dem Wort deiner Lippen gehütet vor den Wegen des Gewalttätigen." [PS. 17,4] [SLT] Und CHRISTUS sagte in seinem denkwürdigen Gebet für seine Jünger: "Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit." [JOH. 17,17]
Das Wort des HERRN ist der Same, durch den der Sünder wiedergeboren wird. So lesen wir vom "Vater der Lichter" [das Folgende:] "Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien." [JAK. 1,17.18] [SLT] Und der Apostel Petrus schreibt: "Da ihr eure Seelen im Gehorsam gegen die Wahrheit gereinigt habt durch den Geist zu ungeheuchelter Bruderliebe, so liebt einander beharrlich und aus reinem Herzen; denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt." [1. PETR. 1,22-23] So lernen wir, dass diejenigen, die zu Christus gehören, zwar aus dem Geist geboren sind, das Wort Gottes aber der Same ist, aus dem sie zu neuen Geschöpfen in Christus heranwachsen. Das Wort selbst ist "lebendig und kräftig" [HEBR. 4,12] und der Psalmist bittet GOTT, "belebe mich nach deinem Wort!" [PS. 119,25] [SLT] und sagt dann [weiter]: "Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich belebt." [PS. 119,50] [SLT]
CHRISTUS Selbst bezeugt mit folgenden Worten [klar] dass die Kraft des Geistes Gottes im Wort Gottes wohnt: "Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben." [JOH. 6,63] [SLT]
Mit dem Wissen, dass das Wort Gottes der Same ist, durch den Menschen zu einem neuen Leben gezeugt werden, und dass das Behalten des Wortes im Herzen vor Sünde bewahrt, können wir leicht das verstehen was Johannes wie folgt schreibt: "Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist." [1. JOH. 3,9] [SLT] Wie einfach! Das Wort beinhaltet jene göttliche Kraft, die den Sinn verwandeln und einen neuen Menschen schaffen kann, "der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit." [EPH. 4,24] [SLT] Natürlich kann das Wort das nur bei denen tun, die es in einfachem Glauben aufnehmen. Und das Wort verliert nichts von seiner Kraft. Wenn die so wiedergeborene Seele jenes heilige, kraftvolle Wort bewahrt, durch das sie gezeugt wurde, wird dieses sie [auch] weiter als neues Geschöpf erhalten. Das Wort ist ebenso mächtig zum Bewahren wie zum Erschaffen.
CHRISTUS - unser großes Vorbild - gab uns eine Veranschaulichung davon. Als ER vom Teufel auf jede Weise versucht wurde, war Seine einzige Antwort: "Es steht geschrieben" [LUK. 4,8.10] - gefolgt von einer Schriftstelle, passend für den Fall. Der Christ, der bestehen möchte, muss dasselbe tun. Es gibt keinen anderen Weg. Das ist eine Veranschaulichung der [vorstehend zitierten] Worte Davids: "Beim Treiben der Menschen habe ich mich nach dem Wort deiner Lippen gehütet vor den Wegen des Gewalttätigen."
Das ist auch das, wovon wir in Offenbarung Kap. 12 lesen, wo die himmlische Stimme bezüglich des Sturzes des "Verklägers unserer Brüder" sagt: "Sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses." [OFFB. 12,10.11] Das bedeutet nicht – wie manche leichtfertig annehmen – das Wort ihres Zeugnisses in der Versammlung, sondern das Wort des Zeugnisses, an dem der Psalmist so große Freude hatte. Sie überwanden Satan durch das Blut des Lammes und durch das Wort Gottes.
Das kann aber nur jenen möglich, die das Wort Gottes in sich wohnen haben. Der Geist wird gegeben, um Wahrheit in der Zeit der Prüfung ins Gedächtnis zu rufen, aber an das was man nicht gelernt hat, kann man nicht erinnert werden. Hat man aber das Wort im Herzen verborgen, wird der Geist in der Stunde der Versuchung genau den Teil ins Gedächtnis rufen, der die Absichten des Versuchers durchkreuzt.
Jeder Christ kann von der Kraft des Wortes in solchen Zeiten zeugen. [Und] sollte man geneigt sein, sich zu einer tatsächlichen oder eingebildeten großen Leistung zu beglückwünschen, sind die folgenden Worte eine ein mächtiges Gegenmittel: "Wer gibt dir den Vorzug? Und was besitzt du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?" [1. KOR. 4,7] [SLT] Oder wenn harte und bittere Gedanken um die Herrschaft kämpfen, welche Kraft liegt da in den Worten, die diese stürmischen Gefühle stillen: "Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu." [1. KOR. 13,4-5] [SLT] [Und] wenn man fast über die Grenze der Geduld gereizt ist, wie hilft da die sanfte Mahnung: "Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, gedul-dig im Ertragen von Bosheiten." [2. TIM. 2,24] [SLT] Hinzu kommen die vielen "überaus großen und kostbaren Verheißungen" [2. PETR. 1,4] [SLT], die jeder Seele, die sie im Glauben ergreift, den Sieg bringen. Tausende betagter Christen können die wunderbare Kraft bezeugen, die in wenigen einfachen Worten der Schrift ruht.
Nun, woher kommt diese Kraft? Die Antwort findet sich in den Worten Christi: "Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben." Welcher Geist ist hier gemeint? Der Apostel Petrus sagt von den Propheten, dass "der Geist Christi ... in ihnen war." [1. PETR. 1,11] [ELB] Wie wir bereits sagten: Die Kraft des Geistes wohnt dem Wort inne. Ja, CHRISTUS Selbst "wohnt im Wort", denn ER ist das Wort.
Wer kann das Geheimnis der Inspiration verstehen? – [Nun,] derjenige, der [auch] das Geheimnis der Menschwerdung verstehen kann, denn beides ist dasselbe. "Das Wort wurde Fleisch" [JOH. 1,14] [SLT] und wir können nicht verstehen, wie in CHRISTUS "die ganze Fülle der Gottheit" [KOL. 2,9] sein konnte und ER zugleich in "Gestalt eines Knechtes" [PHIL. 2,7] [SLT] allen Schwächen des sterblichen Fleisches unterworfen war. Ebenso wenig können wir verstehen, wie die Bibel - geschrieben von fehlbaren Sterblichen mit den Eigenheiten jedes einzelnen Menschen - dennoch das reine, unverfälschte Wort Gottes sein kann. Aber es ist gewisslich wahr, dass die Kraft, die im Wort war, das Fleisch wurde, die Kraft ist, die in dem Wort ist, das die Apostel und Propheten für uns schrieben.
Damit ist die Grundlage gelegt, die dem Wort innewohnende Kraft, noch mehr zu schätzen. "Die Himmel sind durch das Wort des HERRN gemacht, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes." [PS. 33,6] [SLT] CHRISTUS, DER die Welten schuf, erhält sie [auch] "durch das Wort seiner Kraft." [HEBR. 1,3] [SLT] Die Kraft, die den Worten der Offenbarung innewohnt, ist [ebenso] die Kraft, die Welten ins Dasein rufen konnte und diese an ihren bestimmten Plätzen bewahren kann. Somit lohnt es sich mit Sicherheit, sich Zeit zu nehmen, um das Wort zu studieren und darüber nachzudenken.
Genau dadurch bringen wir CHRISTUS Selbst in unsere Herzen. Im Johannesevangeliums mahnt uns der HERR: "Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch!" [JOH. 15,4] [SLT] [- ersteres bedingt das zweite - und einige Verse später betont ER bezüglich Gebetserhörung: "Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben." [JOH. 15,7] [SLT] Durch Sein Wort bleibt CHRISTUS im Herzen, denn [der Apostel] Paulus schreibt, dass "Christus durch den Glauben im Herzen wohnt" [EPH. 3,17] [ELB] und "der Glaube aus der Predigt kommt, das Predigen aber aus dem Wort Gottes." [RÖ. 10,17]
Viele Menschen sehnen sich ernsthaft danach, dass Christus käme und in ihren Herzen wohne, und meinen, der Grund, warum ER es nicht tut, sei, dass sie nicht gut genug sind, und versuchen so vergeblich, so gut zu werden, dass ER kommen und einkehren kann. Sie vergessen, dass CHRISTUS ins Herz kommt, nicht weil es frei von Sünde ist, sondern um es von Sünde zu befreien und sie haben vielleicht nie erkannt, dass CHRISTUS im Wort ist und dass der, der es zu seinem ständigen Begleiter macht und sich seinem Einfluss hingibt, CHRISTUS in sich wohnen haben wird. Wer das Wort in seinem Herzen geborgen hat - wer Tag und Nacht darin nachdenkt und es mit dem einfachen Glauben eines Kindes glaubt – ein solcher hat CHRISTUS durch den Glauben in seinem Herzen wohnen und wird Seine mächtige, schöpferische Kraft erfahren.
Ist nicht etwas Begeisterndes in diesem Gedanken? Wenn wir im persönlichen Gebet zu GOTT kommen und der Geist uns eine kostbare Verheißung oder einen nötigen Tadel ins Gedächtnis ruft, ist es dann nicht ermutigend zu wissen, dass CHRISTUS, wenn wir beides annehmen, mit derselben Kraft -die die Welten aus dem Nichts hervorbrachte - ins Herz kommt? Verleiht das dem Wort nicht neue Würde? Kein Wunder, dass David nie müde wurde, es zu lobpreisen. Möge der Gedanke, dass GOTT im Wort ist, für alle ein neuer Ansporn sein, Zeit und Kraft für ihre Arbeit zu gewinnen, indem sie sich mehr Zeit nehmen, um aus der Quelle göttlicher Kraft zu trinken.
( Ellet J. Waggoner, Juli 1890 )
Dass im Wort Gottes eine Kraft ist, die weit über der jedes anderen Buches steht, kann nicht bezweifelt werden. Durch den Propheten Jeremia tadelt der HERR die falschen Propheten - die statt der Worte Gottes, ihre eigenen Worte sprechen - und sagt: "Wer aber mein Wort hat, der verkündige mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Weizen gemeinsam?, spricht der HERR. Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?" [JER. 23,28-29] [SLT] Und derselbe Prophet schildert seine Erfahrung, als er wegen des Wortes des HERRN geschmäht wurde wie folgt: "Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht." [JER. 20,9] [LUT2017]
Das im Herzen geborgene Wort schützt vor Sünde. [So bezeugt der Psalmist:] "Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige." [PS. 119,11] [SLT] [David sagt] bezüglich der Standhaftigkeit eines Gerechten: "Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen, und seine Schritte wanken nicht." [PS. 37,31] [SLT] Weiter sagt David: "Beim Treiben der Menschen habe ich mich nach dem Wort deiner Lippen gehütet vor den Wegen des Gewalttätigen." [PS. 17,4] [SLT] Und CHRISTUS sagte in seinem denkwürdigen Gebet für seine Jünger: "Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit." [JOH. 17,17]
Das Wort des HERRN ist der Same, durch den der Sünder wiedergeboren wird. So lesen wir vom "Vater der Lichter" [das Folgende:] "Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien." [JAK. 1,17.18] [SLT] Und der Apostel Petrus schreibt: "Da ihr eure Seelen im Gehorsam gegen die Wahrheit gereinigt habt durch den Geist zu ungeheuchelter Bruderliebe, so liebt einander beharrlich und aus reinem Herzen; denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt." [1. PETR. 1,22-23] So lernen wir, dass diejenigen, die zu Christus gehören, zwar aus dem Geist geboren sind, das Wort Gottes aber der Same ist, aus dem sie zu neuen Geschöpfen in Christus heranwachsen. Das Wort selbst ist "lebendig und kräftig" [HEBR. 4,12] und der Psalmist bittet GOTT, "belebe mich nach deinem Wort!" [PS. 119,25] [SLT] und sagt dann [weiter]: "Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich belebt." [PS. 119,50] [SLT]
CHRISTUS Selbst bezeugt mit folgenden Worten [klar] dass die Kraft des Geistes Gottes im Wort Gottes wohnt: "Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben." [JOH. 6,63] [SLT]
Mit dem Wissen, dass das Wort Gottes der Same ist, durch den Menschen zu einem neuen Leben gezeugt werden, und dass das Behalten des Wortes im Herzen vor Sünde bewahrt, können wir leicht das verstehen was Johannes wie folgt schreibt: "Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist." [1. JOH. 3,9] [SLT] Wie einfach! Das Wort beinhaltet jene göttliche Kraft, die den Sinn verwandeln und einen neuen Menschen schaffen kann, "der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit." [EPH. 4,24] [SLT] Natürlich kann das Wort das nur bei denen tun, die es in einfachem Glauben aufnehmen. Und das Wort verliert nichts von seiner Kraft. Wenn die so wiedergeborene Seele jenes heilige, kraftvolle Wort bewahrt, durch das sie gezeugt wurde, wird dieses sie [auch] weiter als neues Geschöpf erhalten. Das Wort ist ebenso mächtig zum Bewahren wie zum Erschaffen.
CHRISTUS - unser großes Vorbild - gab uns eine Veranschaulichung davon. Als ER vom Teufel auf jede Weise versucht wurde, war Seine einzige Antwort: "Es steht geschrieben" [LUK. 4,8.10] - gefolgt von einer Schriftstelle, passend für den Fall. Der Christ, der bestehen möchte, muss dasselbe tun. Es gibt keinen anderen Weg. Das ist eine Veranschaulichung der [vorstehend zitierten] Worte Davids: "Beim Treiben der Menschen habe ich mich nach dem Wort deiner Lippen gehütet vor den Wegen des Gewalttätigen."
Das ist auch das, wovon wir in Offenbarung Kap. 12 lesen, wo die himmlische Stimme bezüglich des Sturzes des "Verklägers unserer Brüder" sagt: "Sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses." [OFFB. 12,10.11] Das bedeutet nicht – wie manche leichtfertig annehmen – das Wort ihres Zeugnisses in der Versammlung, sondern das Wort des Zeugnisses, an dem der Psalmist so große Freude hatte. Sie überwanden Satan durch das Blut des Lammes und durch das Wort Gottes.
Das kann aber nur jenen möglich, die das Wort Gottes in sich wohnen haben. Der Geist wird gegeben, um Wahrheit in der Zeit der Prüfung ins Gedächtnis zu rufen, aber an das was man nicht gelernt hat, kann man nicht erinnert werden. Hat man aber das Wort im Herzen verborgen, wird der Geist in der Stunde der Versuchung genau den Teil ins Gedächtnis rufen, der die Absichten des Versuchers durchkreuzt.
Jeder Christ kann von der Kraft des Wortes in solchen Zeiten zeugen. [Und] sollte man geneigt sein, sich zu einer tatsächlichen oder eingebildeten großen Leistung zu beglückwünschen, sind die folgenden Worte eine ein mächtiges Gegenmittel: "Wer gibt dir den Vorzug? Und was besitzt du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?" [1. KOR. 4,7] [SLT] Oder wenn harte und bittere Gedanken um die Herrschaft kämpfen, welche Kraft liegt da in den Worten, die diese stürmischen Gefühle stillen: "Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu." [1. KOR. 13,4-5] [SLT] [Und] wenn man fast über die Grenze der Geduld gereizt ist, wie hilft da die sanfte Mahnung: "Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, gedul-dig im Ertragen von Bosheiten." [2. TIM. 2,24] [SLT] Hinzu kommen die vielen "überaus großen und kostbaren Verheißungen" [2. PETR. 1,4] [SLT], die jeder Seele, die sie im Glauben ergreift, den Sieg bringen. Tausende betagter Christen können die wunderbare Kraft bezeugen, die in wenigen einfachen Worten der Schrift ruht.
Nun, woher kommt diese Kraft? Die Antwort findet sich in den Worten Christi: "Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben." Welcher Geist ist hier gemeint? Der Apostel Petrus sagt von den Propheten, dass "der Geist Christi ... in ihnen war." [1. PETR. 1,11] [ELB] Wie wir bereits sagten: Die Kraft des Geistes wohnt dem Wort inne. Ja, CHRISTUS Selbst "wohnt im Wort", denn ER ist das Wort.
Wer kann das Geheimnis der Inspiration verstehen? – [Nun,] derjenige, der [auch] das Geheimnis der Menschwerdung verstehen kann, denn beides ist dasselbe. "Das Wort wurde Fleisch" [JOH. 1,14] [SLT] und wir können nicht verstehen, wie in CHRISTUS "die ganze Fülle der Gottheit" [KOL. 2,9] sein konnte und ER zugleich in "Gestalt eines Knechtes" [PHIL. 2,7] [SLT] allen Schwächen des sterblichen Fleisches unterworfen war. Ebenso wenig können wir verstehen, wie die Bibel - geschrieben von fehlbaren Sterblichen mit den Eigenheiten jedes einzelnen Menschen - dennoch das reine, unverfälschte Wort Gottes sein kann. Aber es ist gewisslich wahr, dass die Kraft, die im Wort war, das Fleisch wurde, die Kraft ist, die in dem Wort ist, das die Apostel und Propheten für uns schrieben.
Damit ist die Grundlage gelegt, die dem Wort innewohnende Kraft, noch mehr zu schätzen. "Die Himmel sind durch das Wort des HERRN gemacht, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes." [PS. 33,6] [SLT] CHRISTUS, DER die Welten schuf, erhält sie [auch] "durch das Wort seiner Kraft." [HEBR. 1,3] [SLT] Die Kraft, die den Worten der Offenbarung innewohnt, ist [ebenso] die Kraft, die Welten ins Dasein rufen konnte und diese an ihren bestimmten Plätzen bewahren kann. Somit lohnt es sich mit Sicherheit, sich Zeit zu nehmen, um das Wort zu studieren und darüber nachzudenken.
Genau dadurch bringen wir CHRISTUS Selbst in unsere Herzen. Im Johannesevangeliums mahnt uns der HERR: "Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch!" [JOH. 15,4] [SLT] [- ersteres bedingt das zweite - und einige Verse später betont ER bezüglich Gebetserhörung: "Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben." [JOH. 15,7] [SLT] Durch Sein Wort bleibt CHRISTUS im Herzen, denn [der Apostel] Paulus schreibt, dass "Christus durch den Glauben im Herzen wohnt" [EPH. 3,17] [ELB] und "der Glaube aus der Predigt kommt, das Predigen aber aus dem Wort Gottes." [RÖ. 10,17]
Viele Menschen sehnen sich ernsthaft danach, dass Christus käme und in ihren Herzen wohne, und meinen, der Grund, warum ER es nicht tut, sei, dass sie nicht gut genug sind, und versuchen so vergeblich, so gut zu werden, dass ER kommen und einkehren kann. Sie vergessen, dass CHRISTUS ins Herz kommt, nicht weil es frei von Sünde ist, sondern um es von Sünde zu befreien und sie haben vielleicht nie erkannt, dass CHRISTUS im Wort ist und dass der, der es zu seinem ständigen Begleiter macht und sich seinem Einfluss hingibt, CHRISTUS in sich wohnen haben wird. Wer das Wort in seinem Herzen geborgen hat - wer Tag und Nacht darin nachdenkt und es mit dem einfachen Glauben eines Kindes glaubt – ein solcher hat CHRISTUS durch den Glauben in seinem Herzen wohnen und wird Seine mächtige, schöpferische Kraft erfahren.
Ist nicht etwas Begeisterndes in diesem Gedanken? Wenn wir im persönlichen Gebet zu GOTT kommen und der Geist uns eine kostbare Verheißung oder einen nötigen Tadel ins Gedächtnis ruft, ist es dann nicht ermutigend zu wissen, dass CHRISTUS, wenn wir beides annehmen, mit derselben Kraft -die die Welten aus dem Nichts hervorbrachte - ins Herz kommt? Verleiht das dem Wort nicht neue Würde? Kein Wunder, dass David nie müde wurde, es zu lobpreisen. Möge der Gedanke, dass GOTT im Wort ist, für alle ein neuer Ansporn sein, Zeit und Kraft für ihre Arbeit zu gewinnen, indem sie sich mehr Zeit nehmen, um aus der Quelle göttlicher Kraft zu trinken.
( Ellet J. Waggoner, Juli 1890 )
Kommentare
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AndreasSchneider 01.01.2026 20:35
Ich verstehe nicht, JCBS, wieso Du Dich an solch unvollkommenen Personen als geistliche Wegleiter, orientierst.
Andreas
Andreas
AndreasSchneider 01.01.2026 20:53
Waggoner wurde bereits im Vorjahr aus dem Predigtamt entlassen (1904), während seine Scheidung und Wiederheirat im Folgejahr (1905) stattfanden.
Im Jahr 1905 wurde ihm auch die Mitgliedschaft entzogen.
Predigtamt und Mitgliedschaft bei den Adventisten, JCBS, oder?
Andreas
Im Jahr 1905 wurde ihm auch die Mitgliedschaft entzogen.
Predigtamt und Mitgliedschaft bei den Adventisten, JCBS, oder?
Andreas
JesusComesBackSoon 01.01.2026 22:23
Entscheidend ist ob Dinge der Wahrheit entsprechen oder nicht. Der Artikel stammt aus dem Jahr 1890 - die Dinge die Du ins Feld führst geschahen Jahre später. Sie ändern nichts an dem was von Waggoner (sicherlich unter Leitung des Geistes Gottes) geschrieben wurde.
AndreasSchneider 02.01.2026 14:12
Es gibt bessere, JCBS.
Es gibt Diener des Geistes, die ihr ganzes Leben treu waren, nicht nur teilweise oder phasenweise.
Gerade die Stelle in Hebr.13,7 legt Wert darauf, auch das Ende, sprich den Lebensausgang zu betrachten und erst, wenn das gut war, kann und soll man dem Glauben derer, die wahre, geistliche Wegleiter oder Lehrern waren, nachfolgen.
Klar, vielleicht war nicht alles falsch, was Waggoner geschrieben oder gesagt hat, aber wir sind gehalten das Vollkommene zu suchen (Math.5,48/Röm.12,2).
Das ist vielleicht der Schwachpunkt der Adventisten, dass es nicht so viele gibt, die da als Lehrer und Vorbilder fungieren können.
In der Norwegergemeinde sind die vier Top-Brüder der ersten 100 Jahre der Gemeindegeschichte (J.O.Smith, E.Aslaksen, S.Bratlie und A.Smith) absolut astrein und 100 % vorbildlich.
Sie haben als Vorbilder gelebt, waren treu bis zum Ende und durch sie ist ein Leib nach biblischem Vorbild entstanden, nicht nur eine weitere, religiöse Denomination.
Zumindest so zu ihren Lebzeiten.
J.O.Smith baute die Gemeinde auf und führte sie bis 1943.
Er starb während der deutschen Besatzung in Norwegen im Zweiten Weltkrieg.
Elias Aslaksen führte dann die Gemeinde bis 1976, ggf. mit anderen Brüdern zusammen.
Nach dem Krieg dehnte sich die Norwegergemeinde nach Deutschland aus.
Nach Aslaksens Tod 1976, übernahm Sigurd Bratlie, ggf. mit Aksel Smith.
Bratlie war um des Evangeliums willen, wenn man das so sagen kann, im Irak im Gefängnis, auch ggf. im sozialistischen Rumänien.
Beides war sicherlich kein Zuckerschlecken, zumal die Gefängnisse und Haftbedingungen dort, sicherlich anders waren, als in Norwegen oder in Deutschland.
Wobei das, was ich von Deutschland mittlerweile mitbekommen habe, auch schrecklich ist.
Sigurd Bratlie konnte ich sogar in einem persönlichen Vieraugen-Gespräch kennenlernen.
Er war einer der wenigen Brüder unter denen, die ich erlebt habe, der mich im Anschluss, nachdem er mit mir gesprochen hatte, fragte, ob mir das eine HIlfe gewesen sei, was er gesagt hatte. Die meisten fühlen sich geschmeichelt, wenn sie um Rat gefragt werden und belehren gerne andere. Bratlie war daran interessiert, mir zu helfen, unabhängig von Stolz oder Ehre. Das ist ganz aussergewönlich.
Zumal er 61 Jahre älter war, als ich, beide Weltkriege miterlebt hatte und über eine riesige Erfahrung und Menschenkenntnis verfügte, die ich damals, als junger Bruder im Glauben, definitiv nicht hatte. Dennoch beschäftigte er sich mit mir, hörte mir zu und versuchte, mir zu helfen. Aussergewöhnlich.
Die genannten Brüder kann ich bedenkenlos empfehlen.
Sie sind alle Vorbilder im Sinne von Hebr.13,7.
Andreas
Es gibt Diener des Geistes, die ihr ganzes Leben treu waren, nicht nur teilweise oder phasenweise.
Gerade die Stelle in Hebr.13,7 legt Wert darauf, auch das Ende, sprich den Lebensausgang zu betrachten und erst, wenn das gut war, kann und soll man dem Glauben derer, die wahre, geistliche Wegleiter oder Lehrern waren, nachfolgen.
Klar, vielleicht war nicht alles falsch, was Waggoner geschrieben oder gesagt hat, aber wir sind gehalten das Vollkommene zu suchen (Math.5,48/Röm.12,2).
Das ist vielleicht der Schwachpunkt der Adventisten, dass es nicht so viele gibt, die da als Lehrer und Vorbilder fungieren können.
In der Norwegergemeinde sind die vier Top-Brüder der ersten 100 Jahre der Gemeindegeschichte (J.O.Smith, E.Aslaksen, S.Bratlie und A.Smith) absolut astrein und 100 % vorbildlich.
Sie haben als Vorbilder gelebt, waren treu bis zum Ende und durch sie ist ein Leib nach biblischem Vorbild entstanden, nicht nur eine weitere, religiöse Denomination.
Zumindest so zu ihren Lebzeiten.
J.O.Smith baute die Gemeinde auf und führte sie bis 1943.
Er starb während der deutschen Besatzung in Norwegen im Zweiten Weltkrieg.
Elias Aslaksen führte dann die Gemeinde bis 1976, ggf. mit anderen Brüdern zusammen.
Nach dem Krieg dehnte sich die Norwegergemeinde nach Deutschland aus.
Nach Aslaksens Tod 1976, übernahm Sigurd Bratlie, ggf. mit Aksel Smith.
Bratlie war um des Evangeliums willen, wenn man das so sagen kann, im Irak im Gefängnis, auch ggf. im sozialistischen Rumänien.
Beides war sicherlich kein Zuckerschlecken, zumal die Gefängnisse und Haftbedingungen dort, sicherlich anders waren, als in Norwegen oder in Deutschland.
Wobei das, was ich von Deutschland mittlerweile mitbekommen habe, auch schrecklich ist.
Sigurd Bratlie konnte ich sogar in einem persönlichen Vieraugen-Gespräch kennenlernen.
Er war einer der wenigen Brüder unter denen, die ich erlebt habe, der mich im Anschluss, nachdem er mit mir gesprochen hatte, fragte, ob mir das eine HIlfe gewesen sei, was er gesagt hatte. Die meisten fühlen sich geschmeichelt, wenn sie um Rat gefragt werden und belehren gerne andere. Bratlie war daran interessiert, mir zu helfen, unabhängig von Stolz oder Ehre. Das ist ganz aussergewönlich.
Zumal er 61 Jahre älter war, als ich, beide Weltkriege miterlebt hatte und über eine riesige Erfahrung und Menschenkenntnis verfügte, die ich damals, als junger Bruder im Glauben, definitiv nicht hatte. Dennoch beschäftigte er sich mit mir, hörte mir zu und versuchte, mir zu helfen. Aussergewöhnlich.
Die genannten Brüder kann ich bedenkenlos empfehlen.
Sie sind alle Vorbilder im Sinne von Hebr.13,7.
Andreas
JesusComesBackSoon 02.01.2026 14:36
Wie ich bereits schrieb, ich schaue auf den Inhalt der Dinge die verkündigt werden, nicht auf Menschen und deren Fehler und Unzulänglichkeiten.

Jetzt
Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend zwei entsprechende Links:
Übersicht Artikel Dr. Ellet J. Waggoner
https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/artikel-ellet-j-waggoner-2/
Übersicht Artikel Alonzo T. Jones
https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/artikel-alonzo-t-jones-2/
Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.
Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.