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Andacht vom 30. Dezember 2025

Andacht vom 30. Dezember 2025
Ein Tag sagt´s dem anderen, und eine Nacht tut´s kund der anderen, ohne Sprache und Worte; unhörbar ist ihre Stimme.

Psalm 19,3-4


Der erste Tag der Woche bricht an, nimmt seinen Lauf, verabschiedet sich in die Nacht, dann folgt ein zweiter, ein dritter und bald ist es eine Woche.
Wir spüren kaum den Schritt der Zeit.
Was Tag und Nacht miteinander sprechen würden, lautet: "Wir können nicht bleiben, wir entstehen und müssen gehen."
So vergeht ein Monat und schließlich ist ein ganzes Jahr vorbei.

Die Zeit versinkt in die Vergangenheit, von dort können wir sie nicht zurückholen, nichts Geschehene ungeschehen machen.
Aber was ist überhaupt Zeit?
Eine umfassende, alles erklärende Antwort kennen wir nicht.
Wir können nur wahrnehmen, dass sie wie ein gewaltiger, majestätischer Strom durch die Geschichte fließt – und wir müssen mit.
Woher kommt die Zeit?
Und wohin fließt sie?
Wer an Gott glaubt, weiß, sie kommt von ihm.
Er hat sie geschaffen und ist die Quelle der Zeit.
Mit unserem Leben hat er uns auch ein bestimmtes Maß an Zeit mitgegeben.
Wie viel es ist, wissen wir nicht.
Aber je älter wir werden, desto kürzer wird die Zahl der Jahre, die noch vor uns liegen.
Schließlich ruhen wir in unseren Gräbern und haben keinen Anteil mehr an allem, was unter der Sonne geschieht.

Doch der Tod ist keine Endstation, sondern lediglich eine Zwischenstation.
Dann kommt der große und schöne Tag der Auferstehung, wenn alle Zeit in Gottes Ewigkeit mündet.
Sie ist nicht einfach nur endlos, sondern von unendlich höherer Qualität: Gott wird unter den Menschen wohnen, und sie werden sein Volk sein.
Ja, von nun an wird Gott selbst, als der Herr, in ihrer Mitte sein.
Er wird alle Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben.
Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei (vgl. Offb 21, 3-4).

Einmal kommt der letzte Tag unseres Lebens.
Wer an den gestorbenen und auferstandenen Jesus glaubt, wer ihm nachfolgt, wird dann in das Vaterhaus einziehen dürfen, um ewig bei Gott daheim zu sein.


(Reinhold Paul)

Kommentare

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einSMILEkommtwieder 30.12.2025 12:12
Ein Tag, der sagt dem andern,
mein Leben sei ein Wandern
zur großen Ewigkeit.
O Ewigkeit, so schöne,
mein Herz an dich gewöhne,
mein Heim ist nicht in dieser Zeit.


… diese 4. Strophe aus dem Lied "Nun sich der Tag geendet" von Gerhard Tersteegen steht noch unter der heutigen Andacht
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