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📃 Wahrer Glaube

📃 Wahrer Glaube
Eines Tages kam ein Hauptmann zu CHRISTUS und sagte zu ihm: "Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält. Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. ... Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden." [MATTH. 6,6-8.10] [ELB]

Hier wird von etwas berichtet, das der HERR als Glauben bezeichnet. Wenn wir herausfinden, was das ist, haben wir [wahren] Glauben gefunden. Zu wissen, was das ist, bedeutet zu wissen, was Glaube ist. Daran kann kein Zweifel bestehen, denn CHRISTUS ist der "Anfänger ... des Glaubens" [HEBR. 12,2] und ER sagt, dass das, was der Hauptmann zeigte "Glaube", ja sogar "großer Glaube" war.

Was macht in diesem Bericht den Glauben aus? – Der Hauptmann wollte, dass etwas Bestimmtes getan würde. Er wollte, dass der HERR es tat. Aber als der HERR sagte: "Ich will kommen" und es tun, hielt IHN der Hauptmann zurück und sagte: "Sprich nur ein Wort" und es wird geschehen.

Nun, was würde - wie von dem Hauptmann erwartet - das Werk vollbringen?"Nur ein Wort." Worauf verließ er sich hinsichtlich der Heilung seines Dieners? – Auf "nur ein Wort."

Und der HERR sagte, dass dies Glaube sei.

Hier war ein Römer - von Israel als Heide verachtet, gemieden und als von GOTT gehasst angesehen - der sein Leben unter heidnischem Einfluss, ohne den Vorteil des Wortes Gottes zu genießen, verbracht und dennoch entdeckt hatte, dass, wenn der HERR spricht, Sein Wort selbst die Kraft innehat, zu verwirklichen, was das Wort sagt und der diesem Wort vertraute, das es vollbringen würde, was es besagte.

Und dort war das Volk Israel, das sein ganzes Leben lang tagtäglich mit dem Wort des Herrn in Verbindung gestanden hatte, das sich rühmte, "das Volk des Wortes" zu sein, das mit seiner Kenntnis des Wortes Gottes prahlte und doch nicht verstanden hatte, dass in dem Wort [selbst] die Kraft liegt, das zu vollbringen, was das Wort sagt.

All dieser Mangel seitens der Israeliten herrschte vor, obwohl genau dieses Wort, dessen sie sich rühmten, klar sagte und immer wieder zeigte, was allein der Charakter des Wortes Gottes ist und dieses Wort jeden Sabbat in ihren Synagogen gelesen wurde.

Dieses Wort hatte ihnen ihr ganzes Leben lang klar gesagt: "Gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst — genau so soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!" [JES. 55,10-11]

Die Natur selbst hielt ihnen beständig die Lehre vor Augen, dass die Erde aus sich selbst heraus nichts hervorbringen konnte - dass es die Feuchtigkeit des Regens und des Schnees vom Himmel war, die Keimen und Blühen bewirkte und Früchte hervorbrachte.

Und der HERR sprach: "So soll mein Wort sein." So wie die Erde aus sich selbst nichts vermag, so kannst auch Du aus Dir selbst heraus nichts tun. Und so wie die Feuchtigkeit des Regens und des Schnees vom Himmel die Erde dazu bringt, fruchtbar zu sein, so soll mein Wort Dich dazu bringen, die Frucht der Gerechtigkeit zur Ehre Gottes hervorzubringen. "Mein Wort, ...  ES wird ausrichten was mir gefällt."

 Viele Male - über lange Zeit - hatten die Israeliten diese Schriftstelle gelesen. Jahr für Jahr hatten sie das Wort Gottes gelesen und [im Widerspruch zu diesem] gesagt: "Ich werde tun, was das Wort sagt, ich werde vollbringen, was GOTT gefällt."

Und um noch sicherer sein zu können, genau das tun, was das Wort besagte, zerlegten sie dieses Wort in Teile und jeden Teil wiederum in viele feine Nuancen. Dann machten sie sich daran, jede einzelne Nuance des Wortes, wie sie ausgelegt worden war, fleißig, sorgfältig und genau zu befolgen.

Aber in Wahrheit, fanden sie in all dem nirgendwo Frieden, geschweige denn Freude. Trotz all ihrem Tun empfanden sie nie, dass die Dinge [vollständig] getan waren. Immer fanden sie sich weit entfernt davon, dem gerecht geworden zu sein, was das Wort sagte – so weit entfernt, dass der verzweifelte Schrei Israels dem Folgenden entsprach: "Wenn nur ein einziger Mensch nur einen einzigen Tag lang das ganze Gesetz halten und nicht in einem einzigen Punkt sündigen würde – nein, wenn nur ein einziger Mensch nur diesen einen Punkt des Gesetzes halten könnte, der die ordnungsgemäße Einhaltung des Sabbats betraf –, dann wären die Probleme Israels beendet und der Messias würde endlich kommen.Und so schufteten sie weiter im Hamsterrad eigener fruchtloser Taten. Das Resultat waren Werke ohne Glauben, Dinge aus eigener Kraft ohne GOTT, Dinge aus eigenem - keinem wahren - Tun, Dinge die nicht durch das Wort Selbst geschahen, wie dies dem wahren Charakter des Wortes Gottes entspricht.

Wie ermutigend war es aufgrund dessen für den Geist Christi, inmitten der [geistigen] Einöde Israels einen Mann zu treffen - wer auch immer er sein mochte - der das Wort Gottes tatsächlich verstanden hatte, der wusste, dass, wenn dieses Wort gesprochen wurde, dieses Wort selbst das Gesprochene hervorbrächte und der sich auf "das Wort allein" verlassen würde. Das war Glaube. Das öffnete das Leben für die Kraft Gottes. Und als Folge davon wurde in diesem Leben das vollbracht, was GOTT gefiel.

"Mein Wort, ... ES - nicht Du - wird das vollbringen, was mir gefällt." Das "Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid." [1. THESS. 2,13] [SLT] Sich darauf zu verlassen, dass Gottes Wort in Dir das bewirkt, was in Gottes Augen wohlgefällig ist – das ist Glaube. Diese Abhängigkeit vom Wort zu praktizieren bedeutet, [wahren] Glauben zu praktizieren.

( Alonzo T.  Jones, Januar 1899 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 24.12.2025 18:02
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor über 125 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend zwei entsprechende Links:

Übersicht Artikel Dr. Ellet J. Waggoner 

Übersicht Artikel Alonzo T. Jones 

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.

Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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