Die bekannte südafrikanische Künstlerin und jüdische Aktivistin Candice Breitz, deren Ausstellung im Saarlandmuseum Ende 2023 ebenfalls aufgrund von Vorwürfen des „Israelhasses“ abgesetzt wurde, schrieb auf Instagram:
"Meine vollste Solidarität. Es macht einen wütend, zu sehen, wie die gleichen Taktiken immer wieder gegen Künstler (und so viele andere) angewendet werden, die erkennen, dass ein Eintreten gegen Völkermord die grundlegendste Geste menschlichen Anstands ist.
Ich habe noch keinen denkenden Menschen getroffen, der Volker Beck ernst nimmt. Er ist ein zionistischer Lobbyist und keine Autorität zum Thema Antisemitismus – und wird es auch nie sein. Die Geschichte wird sich an ihn und seinesgleichen als Personen erinnern, die ihre Karrieren darauf aufgebaut haben, die gewaltsame Besetzung, Apartheid und ethnische Säuberung aktiv zu leugnen und/oder zu beschönigen."
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„Comune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“
23.12.2025 16:29
„Comune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“
23.12.2025 16:29
„Comune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“
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https://www.instagram.com/p/DSe5lm9jDmR/?utm_source=ig_web_copy_link

Ein Porträt in Postdam des Holocaust-Opfers Anne Frank, dargestellt mit einer Kufiya um die Schultern, sorgt derzeit für Aufregung.
Das Werk des italienischen Künstlers Costantino Ciervo im privaten Museum Fluxus+ ist Teil der Ausstellung „Comune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“ und zeigt das jüdische Mädchen auf einem Tablet schreibend.
Pro-israelische Organisationen und Politiker sowie die israelische Botschaft kritisieren das Kunstwerk scharf. Vorgeworfen werden Holocaust-Verharmlosung und Antisemitismus. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, hat Strafanzeige gegen die Ausstellungsmacher gestellt. Er behauptet, das Werk ignoriere die historischen Verfolgungsbedingungen der Shoah und verletze die Würde der Opfer. Der Antisemitismusbeauftragte Brandenburgs sowie die Jüdische Gemeinde Potsdam forderten ebenfalls, das Bild abzuhängen.
Besonders problematisch sei, so die Kritiker, dass Anne Frank durch das Palästinensertuch politisch umgedeutet werde. Dadurch entstehe der Eindruck, Palästinenser würden mit den Opfern des Holocaust gleichgesetzt und Israelis implizit mit den Tätern – eine Grenze, die nach Ansicht pro-israelischer Stimmen klar „antisemitisch“ sei. Die israelische Botschaft sprach von einer „Delegitimierung Israels“ und einer „Relativierung des Holocausts“.
Das Museum Fluxus+ weist die Vorwürfe jedoch zurück und lehnt es ab, das Bild abzuhängen. Geschäftsführer Tamás Blénessy betonte die Kunstfreiheit und sieht das Werk als „Symbol der Verurteilung von Gewalt“. Auch der Künstler Ciervo verteidigte sein Bild als universellen Appell für Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Er erklärte, das Werk solle sowohl auf das Leid der Palästinenser als auch auf das Leid der Juden aufmerksam machen.
Als Reaktion auf die Debatte brachte das Museum erklärende Texte neben dem Bild an und bot der Jüdischen Gemeinde an, einen eigenen kritischen Kommentar zu veröffentlichen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft inzwischen die eingereichte Strafanzeige, während die Potsdamer Oberbürgermeisterin eine vermittelnde Rolle einnehmen möchte.
Die Ausstellung läuft noch bis Anfang Februar.
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Ein Porträt in Postdam des Holocaust-Opfers Anne Frank, dargestellt mit einer Kufiya um die Schultern, sorgt derzeit für Aufregung.
Das Werk des italienischen Künstlers Costantino Ciervo im privaten Museum Fluxus+ ist Teil der Ausstellung „Comune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“ und zeigt das jüdische Mädchen auf einem Tablet schreibend.
Pro-israelische Organisationen und Politiker sowie die israelische Botschaft kritisieren das Kunstwerk scharf. Vorgeworfen werden Holocaust-Verharmlosung und Antisemitismus. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, hat Strafanzeige gegen die Ausstellungsmacher gestellt. Er behauptet, das Werk ignoriere die historischen Verfolgungsbedingungen der Shoah und verletze die Würde der Opfer. Der Antisemitismusbeauftragte Brandenburgs sowie die Jüdische Gemeinde Potsdam forderten ebenfalls, das Bild abzuhängen.
Besonders problematisch sei, so die Kritiker, dass Anne Frank durch das Palästinensertuch politisch umgedeutet werde. Dadurch entstehe der Eindruck, Palästinenser würden mit den Opfern des Holocaust gleichgesetzt und Israelis implizit mit den Tätern – eine Grenze, die nach Ansicht pro-israelischer Stimmen klar „antisemitisch“ sei. Die israelische Botschaft sprach von einer „Delegitimierung Israels“ und einer „Relativierung des Holocausts“.
Das Museum Fluxus+ weist die Vorwürfe jedoch zurück und lehnt es ab, das Bild abzuhängen. Geschäftsführer Tamás Blénessy betonte die Kunstfreiheit und sieht das Werk als „Symbol der Verurteilung von Gewalt“. Auch der Künstler Ciervo verteidigte sein Bild als universellen Appell für Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Er erklärte, das Werk solle sowohl auf das Leid der Palästinenser als auch auf das Leid der Juden aufmerksam machen.
Als Reaktion auf die Debatte brachte das Museum erklärende Texte neben dem Bild an und bot der Jüdischen Gemeinde an, einen eigenen kritischen Kommentar zu veröffentlichen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft inzwischen die eingereichte Strafanzeige, während die Potsdamer Oberbürgermeisterin eine vermittelnde Rolle einnehmen möchte.
Die Ausstellung läuft noch bis Anfang Februar.
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Kommentare
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Autumn 23.12.2025 16:41
In einem anderen Kommentar auf Instagram heißt es:
"Lieber Herr Ciervo, als jüdischer Künstler mit deutschen Wurzeln möchte ich meine Solidarität mit Ihrem Projekt erklären.
Vor allem in der heutigen Zeit, in der dieses Thema von großer Bedeutung ist, ist es umso wertvoller, dass Sie es durch Ihre Kunst sichtbar machen.
Ich unterstütze und teile die Vision, die Sie in Ihrem Werk vermitteln, von ganzem Herzen.
Beste Grüße aus München."
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"Lieber Herr Ciervo, als jüdischer Künstler mit deutschen Wurzeln möchte ich meine Solidarität mit Ihrem Projekt erklären.
Vor allem in der heutigen Zeit, in der dieses Thema von großer Bedeutung ist, ist es umso wertvoller, dass Sie es durch Ihre Kunst sichtbar machen.
Ich unterstütze und teile die Vision, die Sie in Ihrem Werk vermitteln, von ganzem Herzen.
Beste Grüße aus München."
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Autumn 23.12.2025 16:43
Ein anderer schrieb:
"Bleiben Sie stark.
Ihre Kritik an der Politik Israels ist nicht automatisch Antisemitismus.
So viele Juden sind gegen die Politik Israels und werden dafür als „selbsthassende Juden“ bezeichnet – ein absurder Versuch, jede Form von Kritik an Israel auszulöschen.
Viel Glück und bleiben Sie stark. Es tut mir leid, dass Sie jetzt herausgegriffen wurden."
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"Bleiben Sie stark.
Ihre Kritik an der Politik Israels ist nicht automatisch Antisemitismus.
So viele Juden sind gegen die Politik Israels und werden dafür als „selbsthassende Juden“ bezeichnet – ein absurder Versuch, jede Form von Kritik an Israel auszulöschen.
Viel Glück und bleiben Sie stark. Es tut mir leid, dass Sie jetzt herausgegriffen wurden."
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Autumn 23.12.2025 16:46
Auch Leser der WSWS äußerten in Zuschriften an das Potsdamer Museum ihre Solidarität mit Costantino Ciervo und seiner Ausstellung.
Felix Kreisel schreibt:
"Ich unterstütze die Kunstausstellung „Commune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“ voll und ganz und möchte gegen ihre Versuche protestieren, sie zu schließen und Antizionismus mit Antisemitismus gleichzusetzen. Sowohl Araber als auch Juden sind Semiten, und die Gräueltaten in Gaza und Palästina schaden Juden genauso wie Arabern."
George Gonzalez schreibt:
"Bitte zensieren Sie die aktuelle Ausstellung „Commune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“ nicht.
Ich habe die Ausstellung zwar selbst noch nicht gesehen, doch (wie ich sie verstehe) ist sie ein tiefgründiger Versuch, die ethischen und politischen Strömungen zu untersuchen, die dem Israel-Gaza-Krieg zugrunde liegen. Kritisches (künstlerisches) Denken zu zensieren, vor allem im Kontext eines Krieges, wäre ein klarer Verstoß gegen die Demokratie."
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Felix Kreisel schreibt:
"Ich unterstütze die Kunstausstellung „Commune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“ voll und ganz und möchte gegen ihre Versuche protestieren, sie zu schließen und Antizionismus mit Antisemitismus gleichzusetzen. Sowohl Araber als auch Juden sind Semiten, und die Gräueltaten in Gaza und Palästina schaden Juden genauso wie Arabern."
George Gonzalez schreibt:
"Bitte zensieren Sie die aktuelle Ausstellung „Commune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“ nicht.
Ich habe die Ausstellung zwar selbst noch nicht gesehen, doch (wie ich sie verstehe) ist sie ein tiefgründiger Versuch, die ethischen und politischen Strömungen zu untersuchen, die dem Israel-Gaza-Krieg zugrunde liegen. Kritisches (künstlerisches) Denken zu zensieren, vor allem im Kontext eines Krieges, wäre ein klarer Verstoß gegen die Demokratie."
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Jetzt
https://www.wsws.org/de/articles/2025/12/20/ea3d-d20.html -- 20.12.2025
Italienischer Künstler Costantino Ciervo weist Kritik zionistischer Lobbygruppen und Politiker zurück, die seine Ausstellung schließen wollen
Als Antwort darauf erklärte Ciervo in seinem Video:
Ich weise den Vorwurf, ein Antisemit zu sein, entschieden zurück. Mein ganzes Leben lang war ich dem Kampf gegen Rassismus und jede Form von Unterdrückung verpflichtet. Ich bin für Frieden und Koexistenz zwischen den Völkern eingetreten. Bei der Ausstellung geht es nicht darum, eine Ethnie einer anderen entgegenzustellen, sondern um die Vision, dass in Palästina Juden und Palästinenser friedlich und mit gleichen Rechten zusammenleben können.
Ciervos Video ist auf ➡ Deutsch und Italienisch verfügbar und wurde bereits hunderte Male angesehen. Die Reaktionen waren überwiegend positiv.
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