Darum ist Thanksgiving das schlimmste Fest der US-Geschichte
-------------------
Gestern feierten die US-Amerikaner wieder ihr traditionelles Thanksgiving
Ein Kommentar von Alexandra Beste
Veröffentlicht am 25.11.2021 --- Lesedauer: 6 Minuten
Darum ist Thanksgiving das schlimmste Fest der US-Geschichte
Für viele US-Amerikaner ist Thanksgiving wichtiger als Weihnachten. Sie feiern die Gastfreundschaft der indigenen Völker, die ihr Essen mit den ersten Pilgern teilten. Doch in Wahrheit steckt hinter dem Fest alles andere als Friede, Freude, Eierkuchen.
● Die bekömmliche Version des ersten Thanksgiving
● Kolumbus und der Anfang des europäischen Kolonialismus in Nordamerika
● „Manifest Destiny“ und der amerikanische Imperialismus
● Die USA expandieren – und vertreiben dabei zahlreiche indigene Völker
● Die Idee des friedlichen Zusammenlebens ist nur eine Illusion
● Ein Land, in dem alle gleich sind – oder nicht?
● Die Geschichte der USA muss grundlegend anders erzählt werden
ganzen Artikel 👉 hier lesen 👈
So wie das Thanksgiving-Fest heute zelebriert wird, kann und sollte es nicht in Zukunft zelebriert werden. US-Bürger müssen sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen – und zwar nicht die ausgedachte, beschönigte Version ihrer Vergangenheit. Sie müssen sich die Frage stellen, welche Thanksgiving-Traditionen und Gedankenkonstrukte noch zeitgemäß sind.
Hierbei geht es nicht darum, Thanksgiving als Feiertag abzuschaffen. Es geht darum, ehrlich zu sein, Fehler einzuräumen und daraus zu lernen. Auch in Europa, wo Kinder heute noch gerne „Cowboy und Indianer“ spielen, täte eine kritische Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus in Nordamerika gut.
Der beste Startpunkt dafür ist Bildung. Wie in einer Studie des National Congress of American Indians („Nationaler Kongress für amerikanische Ureinwohner“) 2019 herausgestellt wurde, gehört die Geschichte indigener Völker nur in elf aus 27 untersuchten US-Bundesstaaten zum Kurrikulum an öffentlichen Schulen.
Es fehlt also eine Erinnerungskultur, mit der die nächsten Generationen über die Ausrottung und Verdrängung der indigenen Bevölkerung aufgeklärt werden.
Pilger-Märchen und Festtagsessen reichen da nicht aus.
--------------------
https://www.instagram.com/reel/DRkeUyUidie/?utm_source=ig_web_copy_link
This video shows the iconic Thanksgiving play scene from Addams Family Values (1993), where Wednesday Addams steps onto the stage with quiet confidence and completely transforms the performance. What begins as a cheerful, overly sanitized school play about the first Thanksgiving quickly turns into a powerful, rebellious moment.
Instead of reciting the scripted, sugar-coated lines about harmony between settlers and Native Americans, Wednesday delivers a striking and honest speech that exposes the cruelty, betrayal, and injustice hidden beneath the traditional story. Her calm but fierce presence commands the stage as she rejects the false narrative and speaks on behalf of those whose voices were erased.
The scene then shifts from innocent theater to symbolic revolution, as Wednesday leads her fellow “Native” performers in taking a stand against the staged version of history. The moment is darkly funny, bold, and unforgettable—capturing the spirit of the Addams Family: truth wrapped in clever rebellion.
--------------