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Abraham und die Problematik im interreligiösen Dialog

Abraham und die Problematik im interreligiösen Dialog
Damit es klar ist:
Dies ist nicht als Gegenblog gemeint! Nur der Tatsache geschuldet, dass der andere Blog geschlossen ist...sonst hätte ich selbstverständlich dort gepostet.
Halte einen interreligiösen Dialog für wichtig und sinnvoll.
Hier ein paar Artikel die sich mit der Problematik und Abraham befassen:

https://www.elk-wue.de/fileadmin/Downloads/Leben/Interreligioeser_Dialog/GuL_Eissler__Gott__Gottesbilder__AbrahamischeOEkumene.pdf

https://www.researchgate.net/publication/304607786_Abrahamitische_Religionen_Monotheismus_und_Trinitat_im_Dialog_von_Judentum_Christentum_und_Islam

https://duepublico2.uni-due.de/servlets/MCRFileNodeServlet/duepublico_derivate_00012558/gott_abraham_rell.pdf

https://rel-omnis.de/ulrike-bechmann-trialogische-anfragen-im-blick-auf-den-gemeinsamen-urvater-abraham/

Dieser Blog bleibt offen und es wäre nett, wenn es friedlich bleibt🙂

Kommentare

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Annres 19.11.2025 13:13
Mal zu Frau Bechmanns Arbeit, zum Überblick:

Ulrike Bechmanns Werk „Abraham und die Anderen: Kritische Untersuchung zur Abraham-Chiffre im interreligiösen Dialog“ untersucht die facettenreiche Rolle Abrahams im Dialog zwischen Judentum, Christentum und Islam. Bechmann argumentiert, dass Abraham zwar oft als vereinheitlichende Figur gesehen wird, er aber auch dazu dient, individuelle Identitäten durch Abgrenzungen zwischen verschiedenen Gruppen zu definieren... Bechmann betont, dass für einen erfolgreichen interreligiösen Dialog in Zeiten von Konflikten eine solidere Grundlage erforderlich ist als die legendäre Figur Abrahams. (*) Sie schlägt vor, dass „Abraham“ das Verlangen nach Brüderlichkeit und die Absicht, Einheit zu entwickeln, symbolisieren kann, jedoch keine ausreichende Basis für ein friedliches Zusammenleben darstellt.
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*: M.E. unterschlägt Frau Bachmann hier, dass "die Grundlage der Gemeinsamkeit" zwischen Juden, Moslems und Christen nicht Abraham ist, sondern der Glaube an den einen Gott und erst infolge davon der Glaube an Abraham als dessen Propheten.

So gesehen ist der Islam nämlich älter als das Judentum, das erst mit den Völkern Israels entstanden ist, der Islam bezieht sich aber schon auf Abraham, ist also wie Ismail "der ältere Bruder" unter den abrahamitischen Religionen, aber eben insofern "ungesegnet", dass er nicht das von Gott auserwählte Volk ist, in dem Jesus Christus geboren wurde.

Aber was sollen solche theologischen Schattengefechte eigentlich, wenn es doch bei der "Basis für ein friedliches Zusammenleben in Zeiten von Konflikten"  nur darum gehen sollte, Gemeinsamkeiten zu betonen?

Und wenn man beim Islam lieber theologische Differenzen sucht, warum macht man das nicht auch beim Vergleich von Judentum und Christentum, wo die Unterschiede fundamental sind?
 
Sherezade 19.11.2025 13:58
Es sind 4 Positionen .
Der ewige Bund bezieht sich auf Isaak und seine Nachkommen.
Für den christlich -jüdischen Dialog ist es nützlich, wenn man Flusser, Levine , Dunn etc.kennt...
 
FlorianM 19.11.2025 14:12
Der Islam ist keinesfalls älter als das Judentum. Mohammed hat sich auf alle möglichen Quellen berufen, die ihm bekannt waren. Mohammed war ein Götzenanbeter und ein beduinischer Raubmörder (vor seiner Religionsgründung) und Analphabet. Ohne jüdische Quellen wüsste er nicht mal, dass ein Mann namens Abraham gelebt hat. 

Im übrigen erklärt Mohammed die Schriften der Christen und der Juden als verfälscht, wobei der Islam bis heute keine Belege dafür vorlegen kann. 

Die Sachlage ist für den Islam allerdings erdrückend. Die Schriftrollenfunde von Kumran sind für den Islam ein Problem, da sie die korrekte Abschrift unserer heiligen Schriften über einen Zeitraum von fast 2000 Jahren belegen. Das stört natürlich deren Gelehrte nicht, wo der Inhalt der Suren mehr bedeutet, als Logik oder Wissenschaftliche Erkenntnisse (Die Sonne geht in einem Schlammloch unter..).

Es gibt zig verschiedene Koranversionen, keine einzige davon stammt von Mohammed, sondern sie wurden von verschiedenen Gelehrten später zusammengetragen. Schon zu Lebzeiten Mohammeds gab es Unklarheiten über die richtige Rezitation der Suren.

Zur Rezitation: Im Gegensatz zum Hebräischen sind im Arabischen Niederschriften ohne Selbstlaute verschiedene Aussagen möglich, wodurch inhaltlich (sofern die richtige gemerkte Rezitation verloren geht) zig verschiedene Lesarten möglich sind, und Wörter und Sätze Sinn Inhalt und Bedeutung ändern oder auch sinnlos werden. Somit gibt es tausende mögliche Versionen von Suren über deren Inhalt Gelehrte bis heute streiten. Das Thema wurde bereits zu Lebzeiten Mohammeds ein Problem. Nur die Korrekte Vortragung ermöglicht die korrekte Interpretation der Niederschrift, und das obwohl im Islam gerne behauptet wird, der Koran sei nicht verfälscht und auf Punkt und Beistrich bewahrt.


Im übrigen habe ich festgestellt, dass es nur Atheisten wichtig ist, dass unsere Götter die selben wären (sind sie nicht) - dank der Berufung auf Abraham.

Der Koran verleugnet jedoch in mehr oder weniger allen Fällen die Aussagen der Bibel und verkehrt sie ins Gegenteil (z.B. Steinigung der Ehebrecherin, Vergebung der Sünden). In Summe verleugnet er alle Aussagen der Bibel und löst obendrein das Sündenproblem nicht.

Mich interessiert die Abraham-Thematik daher nicht im Geringsten. Sagte doch schon Jesus, Gott könne selbst aus diesen Steinen Nachkommen Abrahams machen. 

Matthäus 3,9: "und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen."
 
Autumn 19.11.2025 15:21
Allen drei Religionen ist gemein, dass Abraham die Stimme Gottes hörte mit der Aufforderung, seinen eigenen Sohn zu töten, ... zu opfern.

Alle Drei sind sich einig, dass es Abrahams großes Vertrauen war, sein Glaube, dass er dem Befehl gehorchen wollte.
Aber der Engel schritt ein und es wurde ein Tier, ein männliches Schaf geschlachtet, mit Vorausblick auf Gottes Sohn Jesus als letztes Opferlamm.

Die Botschaft ist:
Gott will keine Menschenopfer, sondern Glaube und Vertrauen.

Das feiern wir an Pesach, Ostern und am Opferfest.
 
Komfortzone 19.11.2025 15:24
Der erste Bund, der heute auch noch besteht, hat Gott mit Abraham geschlossen. 

Er ist einseitig, bedingungslos, ewig. 1. Mose 12
 
Komfortzone 19.11.2025 15:24
@ Sherezade
 
Sherezade 19.11.2025 15:32
Bezog mich in den Fall auf Genesis 17, 19🙂
"Gott entgegnete: Nein, deine Frau Sara wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihn Isaak nennen. Ich werde meinen Bund mit ihm schließen als einen ewigen Bund für seine Nachkommen."
 
Annres 19.11.2025 15:45
In diesem Blog hatte ich die Bünde Gottes mal zusammengefasst:
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/128497/

der 1. war mit Noah und betraf alle Menschen,
der 2. war mit Abraham und betrifft die Araber,
der 3. war mit Jakob/Israel und betrifft die Juden,
der 4. war durch Jesus Christus, der Neue Bund, der die Christenheit betrifft.
 
Annres 19.11.2025 15:49
Übrigens... zum Blog-Titel: Mit geht es gar nicht um "interreligiösen Dialog", sondern nur darum, dass Christen nicht den Irrtum begehen, den muslimischen Glauben als Gefahr anzusehen.

Die Gefahr liegt m.E. nicht im Koran oder bei Moslems, sondern bei Islamisten und Söldnern, die von reichen Interessengruppen auf Christen und Moslems gleichermaßen losgelassen werden.
 
Komfortzone 19.11.2025 16:14
Achso Sherezade. Danke nochmal für den Hinweis. Die Sache mit Sara finde ich tatsächlich spannend.  Hier schafft Gott eine scharfe Trennung zwischen Isaak und Ismael: Als Bestätigung des ersten Bundes, bzw. dass Gott, Abrahams Nachkommen so reich segnet, dass von Sarah Völker entstehen, aus denen Könige geboren werden. Doch Ismael wird vefllucht. 

Gott schenkt Sarai (Bedeutung = Meine Fürstin, Prinzessin) 
1. Mose 16:11-12 SCH2000
[11] Weiter sprach der Engel des Herrn zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Ismael geben, weil der Herr dein Jammern erhört hat. [12] Er wird ein wilder Mensch sein, seine Hand gegen jedermann und jedermanns Hand gegen ihn; und er wird allen seinen Brüdern trotzig gegenüberstehen.

https://bible.com/bible/157/gen.16.11-12.SCH2000

Im Gegensatz dazu liegt der Friede Gottes auf Sarah und nicht auf der Linie Ismael.

1. Mose 17:6 SCH2000
[6] Und ich will dich sehr, sehr fruchtbar machen und will dich zu Völkern machen; auch Könige sollen von dir herkommen.

https://bible.com/bible/157/gen.17.6.SCH2000


Hier ändert Abraham auf Geheiß Gottes Sarai in Sarah (Herrin, Fürstin). 
1. Mose 17:19-21 SCH2000
[19] Da sprach Gott: Nein, sondern Sarah, deine Frau, soll dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen; denn ich will mit ihm einen Bund aufrichten als einen ewigen Bund für seinen Samen nach ihm. [20] Wegen Ismael aber habe ich dich auch erhört. Siehe, ich habe ihn reichlich gesegnet und will ihn fruchtbar machen und sehr mehren. Er wird zwölf Fürsten zeugen, und ich will ihn zu einem großen Volk machen. [21] Meinen Bund aber will ich mit Isaak aufrichten, den dir Sarah um diese bestimmte Zeit im nächsten Jahr gebären soll!

https://bible.com/bible/157/gen.17.19-21.SCH2000
 
Komfortzone 19.11.2025 16:19
Ich hab mal eine Predigt gehört, dass diese Trennung eine Folge von Kain und Abel war. Ismael im Charakter von Kain und Abel in dem von Isaak.
 
Sherezade 19.11.2025 16:26
Wenn es um  Ismael geht ..
Der ewige Bund wurde mit Isaak und seinen Nachfahren geschlossen. Ismael und seine Nachkommen  wurden  gesegnet..ein Unterschied und da wäre man bei Segen und der Bedeutung..
 
Komfortzone 19.11.2025 16:31
Spannende Frage. 

Ismael wurde mit reichlich Nachkommen gesegnet, das stimmt. Einen Friedensbund richtet er mit Isaak auf.
 
Komfortzone 19.11.2025 16:41
Paulus beschreibt den Gegensatz der Isaak- und der Ismaellinie sehr schön. 
Galaterbrief 4:22-31 SCH2000
[22] Es steht doch geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der [leibeigenen] Magd, den anderen von der Freien. [23] Der von der Magd war gemäß dem Fleisch geboren, der von der Freien aber kraft der Verheißung. [24] Das hat einen bildlichen Sinn: Dies sind nämlich die zwei Bündnisse; das eine vom Berg Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, das ist Hagar. [25] Denn »Hagar« bedeutet den Berg Sinai in Arabien und entspricht dem jetzigen Jerusalem, und es ist in Knechtschaft samt seinen Kindern. [26] Das obere Jerusalem aber ist frei, und dieses ist die Mutter von uns allen. [27] Denn es steht geschrieben: »Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich in Jubel aus und jauchze, die du nicht in Wehen liegst, denn die Vereinsamte hat mehr Kinder als die, welche den Mann hat«. [28] Wir aber, Brüder, sind nach der Weise des Isaak Kinder der Verheißung. [29] Doch gleichwie damals der gemäß dem Fleisch Geborene den gemäß dem Geist [Geborenen] verfolgte, so auch jetzt. [30] Was aber sagt die Schrift? »Treibe die Magd hinaus und ihren Sohn! Denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohn der Freien«. [31] So sind wir also, Brüder, nicht Kinder der [leibeigenen] Magd, sondern der Freien.

https://bible.com/bible/157/gal.4.22-31.SCH2000

Der Gott Abrahams, Jakobs und Israel (Kinder der Verheißung, wie Christen es sind) kann daher gar nicht der Gott der Muslime (die aus dem Fleisch Geborenen) sein.
 
Komfortzone 19.11.2025 16:49
Das ist eben der Vorteil der Religionsfreiheit, in der jeder frei seine Religiön ausüben darf, solange er keine anderen Grundrechte verletzt.
 
Sherezade 19.11.2025 16:55
Finde, dass man bei Auslegungen den " Sitz im Leben" beachten sollte... also Kontext und sich dann fragen soll, was es uns sagt.. der Galaterbrief ist erst mal eine Auseinandersetzung mit der Tora und ihren Verständnis...deshalb der Vergleich von Paulus..  auch der Blick auf den Römerbrief und die dortige Argumentation kann sinnvoll sein...
 
schaloemchen 19.11.2025 18:21
Traurig ist, dass Mohammad abgekupfert hat 

leider nur hat er nur ein paar Geschichten behalten und übernommen den Rest haben ihm Dämonen zitiert
Koran ist ein Buch aus der Hölle

seine Gefährten schrieben, wie er die Botschaften bekam ...
er schwitzte stark, sein Blick war abwesend, die Stimme "diktierte" und dann klappte er zusammen und war wie tot

er sagte ja auch zu seiner Frau, dass er dabei ist, verrückt zu werden
aber sie hat ihn überzeugt, dass er "berufen" ist und Gott angeblich zu ihm sprich

auch wenn sie "Abraham übernommen haben" , ist Allah ein Götze und nicht unser Gott
 
schaloemchen 19.11.2025 18:28
das Gemeinsame suchen - sind humanistische Gedanken

Moslems haben keine Heilsgewissheit
(darum Dschichad und Selbsmord, ihre einzige "Sicherheit"zwinkerndes Smiley
viele sagen, sie beten und beten, aber Allah antwortet nicht
da hilft auch Abraham nicht

am besten sollen ExMoslems mit Moslems über Glauben reden

Islamophob ist im Forum niemand
es ist eine Unterstellung
 
Komfortzone 19.11.2025 18:29
Unvergessen das hebräische Gebot "Leben um Leben, Auge um Auge...", das Regelungen zum Schadenersatz im israelitischen Volk betrifft und umgelabelt wurde zu einem Vers der Vergeltung.
 
Sherezade 19.11.2025 19:23
Da das Thema eigentlich nun in eine andere Richtung geht... ging ja um interreligiösen Dialog... aber ok...
schaloemchen hat eine anderen Punkt aufgegriffen... 
Mohammed hatte Kontakt zu Juden und Christen... dies spiegelt sich sicher im Koran wieder...
Interessant ist da die Opferung bzw. Nichtopferung des Sohnes... im AT ist es Isaak..im Koran wird der Name nicht genannt, aber die gängige Auslegung ist, dass es sich um Ismael handelt..


Auch die Geschichten von Isa sind interessant...im Koran kann er schon als Baby sprechen und man findet Kindheitsgeschichten...also Vögel lebendig gemacht...da ist man dann bei Apokryphen zum NT... Protoevangelium des Jakobus und Kindheitsevangelium nach Thomas...
 
Sherezade 19.11.2025 19:27
mit Vögel sind Tonvögel gemeint...
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