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Was sind "abrahamitische Religionen"?

Was sind "abrahamitische Religionen"?
Es fällt leider auf, wie gespalten manche Menschen denken.

Da wird einerseits gerne behauptet, dass im Koran ein anderer Gott verehrt wird als im Christentum, aber wenn es um den Gott Israels geht, wäre das plötzlich unser christlicher Gott?

Die Bibel ist sehr klar darüber, an wen der Segen Abrahams erging, nämlich über den Erstgeborenen Ismail an die Araber und über Isaak/Jakob an die Stämme Israels.

Deswegen anerkennen ja die Moslems die Propheten des Alten Testaments und Mose, Noah usw.

Der Koran ist übrigens dem Judentum näher in dem Gedanken, dass man sich kein Abbild von Gott machen soll, aber gleichzeitig ist er dem Christentum nahe, weil dort zumindest Jesus, der Sohn der Maria, als Gesandter Gottes ( = Messias) anerkannt wird, der in der Endzeit wiederkommen und das Böse besiegen wird.

Wenn man nun noch bedenkt, dass "unser christlicher Gott" in arabischen Bibeln mit Allah übersetzt wird, kann man sich eigentlich nur noch wundern, wie manche meinen können, der jüdische Gott wäre der gleiche wie der christliche, aber der arabische Gott wäre ganz ein anderer. 


Durch die Erlösungstat Jesu kann nun jeder Mensch ins himmlische Jerusalem einkehren, aber genauso kann natürlich jeder Mensch sich seinen Gott und dessen Gebote in jeder der drei abrahamitischen Religionen so zurechtlegen, wie es seinem Inneren entspricht: Der Islamist und der israelische Jude darf und "soll" sogar für seinen Gott töten und der Christ kann sich aussuchen, ob er Sabbatianer oder lieber Katholik oder Evangelikaler wird und ob er Israel verdammt oder segnet.

Aber es ist schon auffallend, dass die meisten Israelunterstützer hier so kräftig Stimmung gegen den Islam machen, so als wäre jeder Moslem schlecht und jeder Israeli gut.

Kommentare

 
Annres 19.11.2025 10:31
Falls unsere theologischen Forumsexperten nun behaupten wollen, dass der Begriff "abrahamitische Religionen" überholt ist und in der "Fachliteratur" nicht mehr verwendet wird, empfehle ich, sich darüber selber einen Überblick zu verschaffen, das geht über Wikipedia recht gut:

https://de.wikipedia.org/wiki/Abrahamitische_Religionen

Die Bezeichnung dient als „theologische Klammer“ in den Gesprächen zwischen den Religionsgemeinschaften. Sie will die gemeinsame Herkunft und die Zusammengehörigkeit von Juden, Christen und Muslimen ausdrücken. Abraham ist für diese drei Weltreligionen eine Vaterfigur und ein bedeutsamer Ausgangspunkt, wenn auch je auf eigene Weise:

Das Judentum: Alle Juden sind „Kinder Abrahams“, also eine Abstammungseinheit.

Das Christentum: Für das Neue Testament hat Jesus Christus an denen, die an ihn glauben, Verheißungen Abrahams erfüllt und sie in die Gotteskindschaft einbezogen, so dass sie Anteil an den Verheißungen für das Volk Israel erhalten. Abrahams Glaube und Gehorsam sind ein großes Vorbild.

Der Islam: Ibrahim gilt als Stammvater der Ismaeliten, die noch vor dem Erben Isaak in der Bibel die Zusage Gottes auf Nachkommenschaft und Segen erhalten. Er gilt als bedeutender Prophet, der allen Menschen den einzigen wahren Gott verkündete und zugleich Vorbild für Glaubenstreue und Gerechtigkeit ist.
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Kritik an diesem Begriff gibt es z.B. von der Judistin Edna Brocke, sie lehnt diesen "von Christen gebildeten Begriff als Konstrukt ab, weil er eine Gemeinsamkeit mit dem Judentum vortäusche, die man zumindest in Bezug auf das Christentum nicht behaupten könne." !!
 
(Nutzer gelöscht) 19.11.2025 10:59
EineWahlgrinsendes Smileyas lese ich anders. Annres führt ebenso aus, dass sich so manche Christen schwer tun damit, er schreibt nicht nur von der Kritik einer Judistin. 

Wenn fehlt, dass es sicherlich auch Islamisten gibt, die sich dagegen stellen würden.
Auch diese scheinen ihren eigenen Koran nicht zu kennen. Darin steht, zusammengefasst KI:

"Sure 5 (Al-Ma'idah) des Korans anerkennt die Tora und das Evangelium. Insbesondere in den Versen 5:46-47 wird die Tora als göttliche Schrift anerkannt, die von Gott gegeben wurde, und in 5:48 wird der Koran als die Schrift bezeichnet, die die vorherigen Schriften bestätigt und bewahrt. In Sure 3 wird ebenfalls erwähnt, dass der Prophet an alle Schriften, einschließlich der Tora und des Evangeliums, glaubt, was als eine Form der Anerkennung gesehen werden kann.
Sure 5:46-47: Anerkennt die Tora als von Gott gegebenes göttliches Buch.
Sure 5:48: Erklärt, dass der Koran der Wahrheit enthüllt ist, die vorhergehenden Schriften bestätigt und sie gleichzeitig bekräftigt.
Sure 3: Erwähnt, dass der Prophet an alle Schriften glaubt, auch an die Tora und das Evangelium.
Sure 5:68: Ruft das Volk der Schrift auf, die Tora, das Evangelium und das, was von Gott offenbart wurde, zu befolgen.
Sure 21:7, 12:109, 17:101, 26:197: Erwähnen die Schrift und die «Leute der Schrift» (Ahl al-Kitab), was sich auf Juden und Christen bezieht, die die Tora und das Evangelium befolgen."

Also auch was von so manchen Muslimen kommt, von wegen die Bibel wäre gefälscht, stimmt mit dem Koran nicht überein.

Sich auf die gemeinsame Wurzel zu besinnen halte ich für ungemein wertvoll. Würde dies doch jeglichen religiösen Krieg entmachten. Das scheint aber ein sehr weiter Weg zu sein, hat jede Religion doch schon den Krieg in den eigenen Reihen.
 
(Nutzer gelöscht) 19.11.2025 11:01
* 😀= Buchstabe d
 
Annres 19.11.2025 11:01
Mir geht es um die überbordene Islamophobie hier im Forum. Auch wenn sie nur von Einzelnen kommt, möchte ich ein Gegengewicht setzen und die Gemeinsamkeiten/Unterschiede zwischen den abrahamitischen Religionen aufzeigen.
 
schaloemchen 19.11.2025 11:05
Wenn man nun noch bedenkt, dass "unser christlicher Gott" in arabischen Bibeln mit Allah übersetzt wird, kann man sich eigentlich nur noch wundern, wie manche meinen können, der jüdische Gott wäre der gleiche wie der christliche, aber der arabische Gott wäre ganz ein anderer.

Annres
bete zu Jesus und bitte IHN Dich mit dem Heiligen Geist zu füllen
dann geschieht ein Wunder und Du kannst alles unterschieden

Du wirfst immer alles durcheinander 
immer wieder Verwirrung
 
johnny67 19.11.2025 11:07
Und vollkommen berichtigte "Islamophobie"!

Den Gott Allah gibt es nicht. Er ist schlicht eine Erfindung Mohammeds aus dem 6. Jhd. Ein selbstgemachter Gott, also ein Götze.

Was man davon halten sollte, regelt schon das erst Gebot: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben". Also nichts. Punkt. Aus.
 
Annres 19.11.2025 11:07
Wir sollten uns m.E. nicht nur in der Christenheit auf die gemeinsame Wurzel konzentrieren, statt in sektiererischen Spaltereien zu schwelgen, sondern genauso sollten wir uns in den "verschiedenen" Religionen auf die gemeinsame Wurzel konzentrieren, denn die ist immer Gott, zumindest bei den Menschen, die eines guten Willens sind!
 
Annres 19.11.2025 11:10
Vor ein paar Jahren war es noch "Allgemeinwissen", dass die drei abrahamitischen Religionen den gleichen Gott anbeten, aber dieses Wissen wurde offensichtlich erfolgreich unterdrückt.

 
Annres 19.11.2025 11:12
Die Wurzel des Koran ist übrigens nicht Mohammed, sondern Abraham. Mohammed ist in der Meinung der Moslems nur der letzte Prophet des Gottes Abrahams. Hat @Yonah oben schön erklärt.
 
(Nutzer gelöscht) 19.11.2025 11:13
Annres: Ja, weil es der Macht dient. Sämtliche Religionen wurden und werden dafür missbraucht.
 
schaloemchen 19.11.2025 11:14
sondern genauso sollten wir uns in den "verschiedenen" Religionen auf die gemeinsame Wurzel konzentrieren, denn die ist immer Gott, zumindest bei den Menschen, die eines guten Willens sind!


nicht alles, was Gott genannt wird,  ist Gott der Schöpfer und Vater von Jesus Christus

es gibt viele Götter, die Menschen gemacht haben ...
keine gemeinsame Wurzel
siehe 11:07
 
(Nutzer gelöscht) 19.11.2025 11:15
...mein Kommentar bezieht sich auf deinen von 11:10
 
schaloemchen 19.11.2025 11:16
Die Wurzel des Koran ist übrigens nicht Mohammed, sondern Abraham.

warum werden denn Christen getötet?
 
(Nutzer gelöscht) 19.11.2025 11:17
schaloemchen: da wir uns ja auf die Bibel beziehen, haben wir eindeutig eine gemeinsame Wurzel, ist nachzulesen. Diese hat wiederum annres sehr gut erklärt 😉
 
(Nutzer gelöscht) 19.11.2025 11:18
schaloemchen 11:16: warum gab es die Kreuzzüge?
 
Annres 19.11.2025 11:23
Hier ein m.E. "ökumenisches Friedens-Lied" eines jungen Moslems aus Kasachstan:



Dimash ist eigentlich gar nicht so religiös, aber offensichtlich kann er das Gesetz lesen, das Gott ihm ins Herz geschrieben hat.


Damit schließe ich den Blog bis Abends, bevor hier etwas unnötig zerredet wird oder jemand weiter seine islamophoben Ansichten äussern kann.
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