Wie seht ihr das Thema Buße wie oft vergibt Gott
02.11.2025 13:12
Wie seht ihr das Thema Buße wie oft vergibt Gott
02.11.2025 13:12
Kommentare
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Chris86P 02.11.2025 15:49
Das ist ein komplexes Thema! Gott ist Liebe und vergibt natürlich Sünden; man sollte das Thema Sünde aber auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Es hängt auch ein wenig von der Schwere der Sünde ab: Sind es Sünden, die zum Tod führen, oder eher "Ausrutscher" bzw. kleine Sünden? Prinzipiell gilt: Solange man nicht aktiv in der Sünde verharrt und bewusst mit erhobenem Finger sündigt, ist Raum für Buße da. Letztendlich ist es natürlich Gott selbst, der das beurteilt
israelgreece2019 02.11.2025 16:09
Die Grenze seiner Gnade
Menschliche Geduld, Liebe, Vergebungsbereitschaft – all das ist recht begrenzt. Doch wie ist das eigentlich bei Gott? Hat seine Gnade Grenzen?
Gottes Liebe ist unendlich groß. Schließlich opferte er seinen einzigen Sohn aus Liebe zu mir, damit ich von Schuld frei werden kann. Und dennoch scheint seine Liebe Grenzen zu haben. Jedenfalls bekommt man den Eindruck beim Lesen mancher Bibelstellen, die selbst langjährige Christen verunsichern: Was ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, die nicht vergeben wird? Wenn ich jemandem nicht vergeben kann, wird Gott mir auch nicht vergeben? Kann ich verloren gehen, weil ich einmal mutwillig gesündigt habe?
Der folgende Artikel geht auf diese Fragen näher ein. Zudem möchte der Artikel Hilfestellung geben, falsche von echten Schuldgefühlen zu unterscheiden und aufzeigen, welchen Umgang mit eigener und fremder Schuld Gott sich für mich wünscht.
Sünde ist nicht gleich Sünde
Die Bibel macht eine Unterscheidung zwischen einer Sünde, die „zum Tod führt“ und anderen Sünden, die „nicht zum Tod“ führen (1. Johannes 5,13-17). Anders ausgedrückt: Gott vergibt dem Menschen jede erdenkliche Sünde, außer eine: Diese führt unweigerlich dazu, dass ein Mensch verloren geht. Es gibt also Grenzen der Vergebung. Doch was hat es damit auf sich: Wie schlimm muss eine Sünde sein, die Gott nicht vergibt?
„Wer aber lästert gegen den Heiligen Geist …“
Eine Stelle, in der so eine Grenze beschrieben wird, ist Matthäus 12,22-32 (vgl. Markus 3,22-30 und Lukas 12,10). Die Bibelstelle schildert eine Auseinandersetzung zwischen Jesus und den Pharisäern, nachdem Jesus einen Mann geheilt und von einem Dämon befreit hatte. Die Pharisäer behaupten, Jesus treibe die bösen Geister im Namen des Satans aus. Sprich: Jesus stehe mit dem Teufel in einem Bund. Eine harte Anklage.
Jesus antwortet daraufhin mit den besagten Worten: „Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.“ (Matthäus 12,31-32)
Jesus macht hier erst einmal eine total positive Aussage, über die ich mich freuen darf: Er vergibt dem Menschen jede erdenklich Sünde. Sogar, wenn jemand „gegen den Menschensohn“ redet, also über Jesus selbst lästert. Es gibt lediglich eine Ausnahme: Demjenigen, der „redet gegen den Heiligen Geist“, wird nicht vergeben werden. Was bedeutet das?
Die Pharisäer hatten das Wirken des Heiligen Geistes mit eigenen Augen gesehen und erlebt. Sie wussten, dass dieses Wunder nur durch Gottes Kraft geschehen sein konnte. Und doch leugneten sie es öffentlich, willentlich und entgegen jeder Logik. Wer das Wirken des Heiligen Geistes so offensichtlich erlebt wie die Pharisäer und es dennoch als das Werk Satans bezeichnet, der begeht die „Sünde gegen den Heiligen Geist“.
Habe ich die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen?
Wer sich ängstlich fragt, ob er die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen hat, kann sich entspannen. Er hat sie mit ziemlicher Sicherheit nicht begangen. Sein Herz ist offensichtlich noch empfindsam für die eigene Sünde. Denn: Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist keine einzelne Tatsünde, die jemand sogar unbewusst begeht. Es handelt sich vielmehr um eine boshafte Herzenseinstellung eines Menschen, der Gott ablehnt und sein Handeln dem Satan zuschreibt. Wer sein Herz so verhärtet hat, interessiert sich gar nicht dafür, ob er die Sünde begangen hat.
Wer mutwillig sündigt …
Ähnlich verhält es sich mit der Stelle aus Hebräer 10. Um den Zusammenhang zu wahren, ist es sinnvoll, das ganze Kapitel, vor allem die Verse 26-31, nachzulesen. Zentral geht es um Hebräer 10,26: „Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden […].“
Das griechische Wort, das mit mutwillig übersetzt wurde, lautet hekousios und bedeutet vorsätzlich, willentlich oder freiwillig. Zudem steht das Wort im Präsens, was bedeutet, dass es sich um eine andauernde Handlung handelt. Diese Übersetzung stellt mich vor ein Problem: Denn wenn ich sündige, ist mir das sehr wohl bewusst. Außerdem sündige ich immer wieder. Demnach könnte niemand gerettet werden. Mutwillig muss hier also noch etwas anderes beinhalten.
Die darauffolgenden Verse bringen Licht ins Dunkel (vgl. Hebräer 10,29). Sie machen klar, dass es sich um eine Person handelt, die die Botschaft Jesu verstanden und als Wahrheit erkannt hat, aber sie dennoch ablehnt, sogar verachtet.1 Es handelt sich nicht um eine einzelne Tat, sondern um einen Zustand.
Diese Person unterscheidet sich in zwei Punkten von einem Nachfolger Jesu: Zum einen kämpft sie nicht mehr gegen die Sünde. Zum anderen hat die Person Gefallen an der eigenen Boshaftigkeit (vgl. Römer 1,18-32). Ein Nachfolger Jesu leidet jedoch an der eigenen Schuld und hat den Wunsch sie loszuwerden. Die Person, die im Hebräerbrief beschrieben ist, hat sich also bewusst von Gott abgewendet. Die Bibelstelle steht also in direktem Zusammenhang mit der „Sünde gegen den Heiligen Geist“.
Wehrt den Anfängen
Auch für diese Stelle gilt: Wer Reue über seine Schuld empfindet, hat diese Sünde sicher nicht getan. Er darf Hebräer 10,26 dennoch ernst nehmen. Denn es ist eine Warnung an alle Christen, nicht leichtfertig mit der Sünde umzugehen. Niemand kehrt von heute auf morgen seinem Glauben den Rücken. Es ist meist ein schleichender Prozess, der ganz unauffällig damit beginnt, dass jemand nachlässig wird und über Sünde hinwegsieht.
Wenn Vergebung eine Einbahnstraße ist
Die letzte Grenze, die beispielhaft aufgegriffen werden soll, betrifft nicht die eigene, sondern fremde Schuld. In Matthäus 6,14-15 sagt Jesus: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben“ (vgl. auch: Matthäus 18,23-35; Lukas 6,36-38).
Diese Worte spricht Jesus direkt nach dem Vaterunser. Er bekräftigt damit noch einmal, wie wichtig es ihm ist, dass auch die Menschen untereinander – und nicht nur der Vater – vergeben (vgl. Matthäus 6,12). Dieses „Wie du mir, so ich dir“-Prinzip finden wir an vielen Stellen. Besonders eindrücklich ist es in Matthäus 18,23-35 geschildert, im Gleichnis vom hartherzigen Schuldner. Das Gleichnis macht anschaulich, was Jesus in Matthäus 6 meint.
Wie du mir, so ich dir?
Der König in diesem Gleichnis steht für Gott, der gerne reichlich vergibt. Der hartherzige Mann spiegelt den Menschen wider, der gerne die Sündenvergebung von Gott in Anspruch nimmt, aber selbst kleinlich und geizig ist. Jesus möchte mit dem Gleichnis zeigen: Wenn du Vergebung und damit die Errettung in Anspruch nimmst, hast du eine Verantwortung, dementsprechend zu leben.
Es wäre heuchlerisch, die Errettung anzunehmen und so bleiben zu wollen, wie man ist. Rechtfertigung und Heiligung sind zwei untrennbare Bestandteile der Nachfolge. Dietrich Bonhoeffer bezeichnet diese Art von Vergebung als „billige Gnade“. Eine Gnade, die verschleudert wird wie Ramschware, als hätte sie Jesus nichts gekostet. Eine Gnade, die jeder haben möchte, aber ohne einen Preis dafür zu bezahlen: ohne eigene Anstrengung, ohne Nachfolge, ohne Jesus.2 Diese billige Gnade rettet nicht – sie gaukelt es mir nur vor (1. Johannes 2,4-11).
Wenn ich Jesus von Herzen nachfolge, habe ich die „teure Gnade“ in Anspruch genommen. Teuer, weil sie Jesus das Leben gekostet hat. Und sie kostet auch mich etwas: mein altes Leben (Markus 8,35).
Diesen Prozess, in dem ich mein altes Leben verlasse und so werde, wie Gott mich ursprünglich gedacht hat, nennt die Bibel Heiligung (1. Thessalonicher 4,1-12). Er führt mich dahin, nicht nur die Beziehung zu Gott zu pflegen, sondern auch mit meinen Mitmenschen in Frieden leben zu wollen und das weiterzugeben, was ich von Gott bekommen habe: Vergebung. Wer daran kein Interesse hat, gleicht dem Mann aus dem Gleichnis, der nur die „billige Gnade“ suchte.
Was, wenn ich nicht vergeben kann?
Doch was ist eigentlich, wenn ich tief verletzt wurde, wenn ich vergeben möchte, aber es einfach nicht kann? Ein Grund dafür, warum mir das Vergeben schwerfällt, kann ein falsches Bild von Vergebung sein. Dann kann es mir helfen, wenn ich mir klarmache, was Vergebung bedeutet – und was nicht.
Mit Irrtümern aufräumen
Ein Irrtum über Vergebung ist, dass vergeben auch vergessen bedeutet. Das ist menschlich gar nicht möglich und es wäre auch nicht sinnvoll. Vielmehr ist es gut, aus der Vergangenheit zu lernen – auch aus den Fehlern anderer. Ein weiteres Missverständnis ist, dass Vergebung von der Reue oder dem Geständnis des anderen abhängig ist. Wenn der andere seine Schuld nicht einsieht, bleibt sie dennoch vor Gott bestehen. Ich kann trotzdem meinen Teil erfüllen und vergeben.3
Auch Gefühle sind kein Maßstab für Vergebung.4 Ich kann vergeben lernen, auch wenn sich mein Innerstes dagegen sträubt. Letztlich ist Vergebung ein Gebot, das ich halten kann, indem ich dem Anderen und Gott das Versprechen gebe, meinem Nächsten die Schuld nicht mehr vorzuhalten und mich von meiner Opferrolle zu verabschieden. Jesus fühlte sich auch nicht danach, für meine Schuld zu sterben. Deshalb bat er seinen Vater, dass „der Kelch“ an ihm vorübergehe. Doch Jesus ist letztlich nicht seinen menschlichen Gefühlen gefolgt, sondern dem Willen seines Vaters.
Wenn ich Schwierigkeiten damit habe, dem anderen zu vergeben, ist es zudem sinnvoll, mir eine Vertrauensperson zu suchen, z.B. einen Seelsorger, der mir hilft zu erkennen, wo es bei mir hakt. Was es auch ist: Vergeben lernen kann jeder. Und es ist die Mühe wert, weil es mir Lebensqualität und Freude zurückgibt.
Ein Zwischenfazit
Matthäus 6,14f zeigt mir zwei Dinge auf:
Vergebung ist ein zentraler Bestandteil der Nachfolge. Wer selbst Vergebung in Anspruch nimmt, aber anderen nicht vergeben möchte, ist ein Heuchler. Demjenigen wird nicht vergeben werden, weil er Errettung ohne Nachfolge, ohne Jesus möchte.
Jesus weiß, was mir guttut. Denn ich gehe letztlich selbst daran kaputt, wenn ich nicht vergebe: Ich verbittere und bleibe mit meinem Frust, meinem Ärger und meiner Enttäuschung alleine. Wenn ich aber vergebe, nimmt Gott eine große Last von mir und schenkt mir inneren Frieden.
Keine Angstmache – aber Warnung
Alle drei Bibelstellen gehen durch Mark und Bein. Sie hinterfragen mich und meine Beziehung zu Gott bis aufs Letzte. Doch ich brauche keine Angst zu haben: Solange ich Jesus nachfolge, kann ich diese unsichtbare Grenze nicht überschreiten.
Dennoch sollen mir die Aussagen als Warnung dienen. Davor, leichtfertig mit Sünde umzugehen, weil sie mich ganz unbemerkt von Jesus wegzieht. Und davor, mich auf der Gnade auszuruhen und träge zu werden. Jesus möchte keinen lauwarmen Christen, er möchte einen Nachfolger, dessen Herz für ihn brennt.
Schuldgefühle: Stolpersteine auf dem Weg der Nachfolge
Etwas, das mich auf dem Weg der Nachfolge immer wieder behindert und demotiviert, sind Schuldgefühle. Doch woher weiß ich eigentlich, wann ich wirklich schuldig geworden bin und wann es sich um falsche Schuldgefühle handelt?
Schuld an sich hat erst einmal gar nichts mit meinen Gefühlen zu tun. Jemand kann schuldig sein und keine Einsicht dafür haben. Ein anderer fühlt sich für Dinge schuldig, die weder für seinen Nächsten noch für Gott ein Problem sind. Er bekommt beispielsweise ein schlechtes Gewissen, wenn er eine Party besucht oder einem Freund eine Bitte ausschlägt.
Gründe für falsche Schuldgefühle
Falsche Schuldgefühle können unterschiedlichen Ursprungs sein. Einen negativen Einfluss auf mein Gewissen haben beispielsweise eine gesetzliche elterliche Erziehung oder eine gesetzliche Lehre in der Gemeinde. Gesetzlich ist eine Erziehung oder eine Lehre dann, wenn Traditionen und menschliche Regeln über die biblischen Gebote gestellt werden, bzw. wenn der Bibel menschliche Vorschriften hinzugefügt werden.
Ein Beispiel: Der Genuss von Alkohol ist unter manchen Christen verpönt. Die Bibel sagt jedoch an keiner Stelle, dass beispielsweise ein Glas Wein Sünde ist. Im Gegenteil: Die Bibel lobt Wein als Genuss- und Arzneimittel (Psalm 104,14-15; 1. Timotheus 5,23). Lediglich der übermäßige Verzehr wird verurteilt (z.B. Epheser 5,18).
Wer für sich selbst entscheidet, aus Selbstschutz gar keinen Alkohol zu trinken, kann das natürlich tun. Wer diese Regel jedoch seinem Nächsten als Gottes Willen aufzwingt, handelt gesetzlich. So kann es dazu kommen, dass ein Mensch beim Trinken von Alkohol ein schlechtes Gewissen bekommt, ohne dass er wirklich schuldig ist.
Echte Schuld von falschen Schuldgefühlen unterscheiden
Um echte Schuld von falschen Schuldgefühlen zu unterscheiden, sollte mein Blick zuerst in die Bibel wandern. Sagt sie etwas zu meinem Problem? Wird das, was ich getan habe, als Sünde beschrieben? Wenn die Bibel mein Verhalten als Sünde bezeichnet, ist der Fall klar. Macht die Bibel zu meinem Anliegen keine Aussagen, gilt der Grundsatz: Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient dem Guten (vgl. 1. Korinther 10,23).
Dient mein Handeln also nicht dem Guten, das heißt der Ehre Gottes, sollte ich es besser lassen. Zudem sollte ich mit meinem Handeln meinen Nächsten nicht unnötig in Gewissenskonflikte bringen (1. Korinther 8,9).
Die gute Nachricht
Mein Gewissen ist keine starre Instanz: Es wird durch Erziehung, Gesellschaft und Medien beeinflusst, es kann überempfindlich oder völlig abgestumpft sein. Ich kann es von Gott verändern lassen, aber es wird zu meinen Lebzeiten nicht perfekt sein. Die gute Nachricht ist trotz allem: Ich werde nicht erlöst, weil ich ein reines Gewissen habe, sondern weil Jesus mir meine Schuld vergeben hat.
Johannes fasst diesen beruhigenden Zuspruch passend in Worte: „Denn wann immer unser Gewissen uns anklagt, dürfen wir wissen: Gott in seiner Größe ist barmherziger als unser eigenes Herz, und ihm ist nichts verborgen. Er, der uns durch und durch kennt, sieht nicht nur unsere Verfehlungen.“ (1. Johannes 3,20)
Wenn ich also das nächste Mal von Schuldgefühlen geplagt werde, kann ich zweierlei Dinge tun: Zum einen kann es mir helfen, meine Gefühle anhand der Bibel zu prüfen. Ist es wirklich Schuld, die mein Gewissen plagt, oder belaste ich mich unnötig? Wenn es sich um falsche Schuldgefühle handelt, kann ich Gott bitten, mein Gewissen zu korrigieren.
Wenn die Schuld nicht nur ein Gefühl ist
Komme ich zu dem Ergebnis, dass meine Schuldgefühle auf wirklicher Schuld beruhen, kann ich mich – so paradox es klingt – erst einmal freuen: Mein Gewissen scheint noch gut zu funktionieren. Ich bin sensibel für das Reden des Heiligen Geistes in meinem Alltag. In diesem Fall sollte ich die Schuld nicht lange mit mir herumtragen, sondern vor Gott um Vergebung bitten (1. Johannes 1,9).
Doch gerade bei schwerer Schuld oder bei Sünden, die ich immer und immer wieder begehe, ist dieser Schritt besonders schwer. Oft traue ich mich gar nicht ins Gebet oder ich bitte um Vergebung und nehme die Last trotzdem wieder mit in den Alltag. Manchen Christen ist es dann eine Hilfe, ihre Schuld zusätzlich vor einem anderen Menschen zu bekennen.
Die Beichte – nicht an Beichtstuhl und Pfarrer gebunden
Beichte bedeutet nicht, dass mir ein anderer Mensch meine Sünden vergibt. Das kann nur Gott. Es bedeutet vielmehr, dass mir jemand im Namen Gottes zuspricht, dass Gott mir vergeben hat. Diese seelsorgerliche Aufgabe ist nicht an einen Pfarrer oder Pastor gebunden.
Als Christ ist jeder aufgefordert, seelsorgerlich zu helfen, Sünden aufzudecken, beim Namen zu nennen, einander zu helfen und zu ermahnen (Lukas 17,3). Dann, wenn jemand seine Schuld einsieht und vor Gott bringt, kann ihm die Vergebung zugesprochen werden (1. Johannes 2,12).
Die Beichte hat für mich als Beichtenden zwei Auswirkungen. Auf der einen Seite demütigt sie mich. Beichte ist nie leicht, denn der Mensch ist es nicht gewohnt, Schuld und Versagen vor anderen auszupacken. Auf der anderen Seite befreit mich die Beichte von einer großen Last. Wenn mir zudem nicht nur mein Verstand, sondern auch ein anderer Mensch versichert, dass mein Schuldenkonto vollkommen getilgt ist, kann mir das eine zusätzliche Sicherheit geben.
Ein Fazit
Jede Sünde, ob groß oder klein, behindert mich auf dem Weg der Nachfolge. Aus diesem Grund warnt mich Gott, nicht leichtfertig mit der Sünde umzugehen. Wenn ich sie immer wieder zu ihm bringe, vergibt er mir gerne. Doch Vergebung ist nicht nur ein Angebot, sondern auch ein Gebot. Wer die Vergebung Gottes dankend annimmt, ist aufgefordert, dieses Geschenk auch an andere weiterzugeben. Auch wenn es mir schwerfällt, dient es mir letztlich zum Guten: Ich werde vor Verbitterung bewahrt und darf ein Leben in echter Freiheit führen.
https://www.erf.de/lesen/glaubens-faq/die-grenze-seiner-gnade/33618-30
https://dailyverses.net/de/vergebung
israelgreece2019 02.11.2025 16:12
Übersicht mit KI:
Die Bibel sagt nicht, wie oft Gott vergibt, sondern betont die unbegrenzte Natur seiner Vergebung, die sich in der Anweisung von Jesus an Petrus zeigt:
"nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal" (oder siebzigmal siebenmal) in Matthäus 18,21-22. Diese Formulierung bedeutet, dass die Vergebung nicht gezählt werden soll und unendlich ist, um eine grenzenlose Bereitschaft zur Vergebung im menschlichen Miteinander zu verdeutlichen.
Matthäus 18,21-22: Als Petrus fragt, ob er "siebenmal" vergeben müsse, antwortet Jesus: "Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal".
Bedeutung der Zahl: Die Zahl 7 steht für Vollkommenheit und symbolisiert hier, dass es darum geht, die Vergebung nicht auf eine bestimmte Anzahl zu beschränken. Es bedeutet, dass man unendlich oft vergeben soll.
Bedingung der Vergebung: In Matthäus 6,14-15 wird die Vergebung im Verhältnis zur eigenen Haltung zur Vergebung gesehen: "Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben".
Die Bibel sagt nicht, wie oft Gott vergibt, sondern betont die unbegrenzte Natur seiner Vergebung, die sich in der Anweisung von Jesus an Petrus zeigt:
"nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal" (oder siebzigmal siebenmal) in Matthäus 18,21-22. Diese Formulierung bedeutet, dass die Vergebung nicht gezählt werden soll und unendlich ist, um eine grenzenlose Bereitschaft zur Vergebung im menschlichen Miteinander zu verdeutlichen.
Matthäus 18,21-22: Als Petrus fragt, ob er "siebenmal" vergeben müsse, antwortet Jesus: "Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal".
Bedeutung der Zahl: Die Zahl 7 steht für Vollkommenheit und symbolisiert hier, dass es darum geht, die Vergebung nicht auf eine bestimmte Anzahl zu beschränken. Es bedeutet, dass man unendlich oft vergeben soll.
Bedingung der Vergebung: In Matthäus 6,14-15 wird die Vergebung im Verhältnis zur eigenen Haltung zur Vergebung gesehen: "Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben".
Vanillekaktus 02.11.2025 18:22
Wichtiges und interessantes Thema @einFreund
Was ich bei Blogs mit Themen wie diesem immer wieder bemerke, ist die auffallend geringe Beteiligung daran.
Ich frage mich dann öfter woran dies liegen mag?
Ich möchte anderen Themen damit nicht deren Wichtigkeit absprechen aber wenn man sich das Forum mal eine Zeit lang betrachtet, sind es eigentlich immer die Themen mit der meisten Beteiligung (und leider auch mit den meisten Streitereien - Gedankensprung - vllt. deshalb zum Teil die große Beteiligung?) wo man sich zwar rege und aktiv mit befassen kann, es dabei aber weniger um das "eigene Innere" geht.
Die Betrachtung, der Fokus liegt meist auf einem Geschehen, einer Person, usw... also im Außen. Weil es einfacher ist als nach innen zu schauen, da wo Veränderung evtl. nötig und möglich wäre?
OT und auch nur meine Gedanken dazu. Wenn sie dir nicht gefallen, dann bitte einfach löschen!
Was ich bei Blogs mit Themen wie diesem immer wieder bemerke, ist die auffallend geringe Beteiligung daran.
Ich frage mich dann öfter woran dies liegen mag?
Ich möchte anderen Themen damit nicht deren Wichtigkeit absprechen aber wenn man sich das Forum mal eine Zeit lang betrachtet, sind es eigentlich immer die Themen mit der meisten Beteiligung (und leider auch mit den meisten Streitereien - Gedankensprung - vllt. deshalb zum Teil die große Beteiligung?) wo man sich zwar rege und aktiv mit befassen kann, es dabei aber weniger um das "eigene Innere" geht.
Die Betrachtung, der Fokus liegt meist auf einem Geschehen, einer Person, usw... also im Außen. Weil es einfacher ist als nach innen zu schauen, da wo Veränderung evtl. nötig und möglich wäre?
OT und auch nur meine Gedanken dazu. Wenn sie dir nicht gefallen, dann bitte einfach löschen!
Vanillekaktus 02.11.2025 18:32
Meine persönliche Antwort zum Thema beruht auf Freude und Dankbarkeit.
Buße bzw. die Möglichkeit dazu ist ein riesiges Geschenk an uns!
Wir dürfen uns in der Erkenntnis dbzgl. erweitern und haben sowohl die Erlaubnis als auch die Ermunterung sie nutzen zu dürfen! Darüber was dies beinhaltet, muss man sich erst einmal klar werden.
Es mag vielleicht für so manchen völlig unverständlich sein, aber für mich ist Buße tun zu dürfen eine Wertschätzung der ganz besonderen Art welche wir tgl. nutzen dürfen.
Sie zeigt uns die Bereitschaft des Herrn uns immer wieder annehmen zu wollen wenn uns unsere Verfehlung bewusst wird und wir aufrichtig zur Umkehr bereit sind.
Buße bzw. die Möglichkeit dazu ist ein riesiges Geschenk an uns!
Wir dürfen uns in der Erkenntnis dbzgl. erweitern und haben sowohl die Erlaubnis als auch die Ermunterung sie nutzen zu dürfen! Darüber was dies beinhaltet, muss man sich erst einmal klar werden.
Es mag vielleicht für so manchen völlig unverständlich sein, aber für mich ist Buße tun zu dürfen eine Wertschätzung der ganz besonderen Art welche wir tgl. nutzen dürfen.
Sie zeigt uns die Bereitschaft des Herrn uns immer wieder annehmen zu wollen wenn uns unsere Verfehlung bewusst wird und wir aufrichtig zur Umkehr bereit sind.
Digrilimele 02.11.2025 18:38
Wenn wir unsere Sünden bekennen sagt die Schrift, ist ER treu und gerecht, dass ER uns die Sünden vergibt und uns reigt von jeder Ungerechtigkeit.
Wir könnennicj4s gegen das Problem der Sünde unternehmen ausser sie zu bekennen, Ɓuše zu tun und darauf zu vertrauen, dass Gott für uns die Vergebung und Reinigung hat die ER uns zugesagt hat.
Danach dürfen wir unds keine Gedanken mehr über unsere Sünden machen, denn wenn wir mit einem Sündenbewusstsein beten, wird Gott unsere Gebete nicht hören eben weil es heißt: ."...wenn ich Ungerechtes vorgehabt hätte in meinem Herzen, so hätte der Herr nicht gehört."
Wir könnennicj4s gegen das Problem der Sünde unternehmen ausser sie zu bekennen, Ɓuše zu tun und darauf zu vertrauen, dass Gott für uns die Vergebung und Reinigung hat die ER uns zugesagt hat.
Danach dürfen wir unds keine Gedanken mehr über unsere Sünden machen, denn wenn wir mit einem Sündenbewusstsein beten, wird Gott unsere Gebete nicht hören eben weil es heißt: ."...wenn ich Ungerechtes vorgehabt hätte in meinem Herzen, so hätte der Herr nicht gehört."
Ben78 02.11.2025 20:35
Jesus hat nie etwas von den Menschen gefordert, was nicht der Natur Gottes entspricht:
Lk 17,4
Herr Jesus, wie oft soll ich ihm vergeben? Jesus antwortete: Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben.
Dennoch müssen wir im Hinterkopf behalten, dass Gott seine Kinder, und gerade dann, eben weil sie seine Kinder sind, auch sehr streng strafen kann.
Deshalb muss hinzugefügt werden:
Röm 6,1
Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?
Lk 17,4
Herr Jesus, wie oft soll ich ihm vergeben? Jesus antwortete: Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben.
Dennoch müssen wir im Hinterkopf behalten, dass Gott seine Kinder, und gerade dann, eben weil sie seine Kinder sind, auch sehr streng strafen kann.
Deshalb muss hinzugefügt werden:
Röm 6,1
Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?
(Nutzer gelöscht) 02.11.2025 21:50
Was ist eigentlich Buße?
Vergebung und Buße steht in direktem Zusammenhang. Das ist uns sicher allen klar. Doch die Frage ist damit noch nicht beantwortet - Was bedeutet Buße?
Buße bedeutet ganz schlicht - Umkehr zu Gott!
Dazu hab ich mal etwas geschrieben und kopiere es hier rein, weil ich es für relevant halte:
"In Amos 4 ist mir die Tage aufgefallen:
5x in diesem einen Kapitel steht da: Und doch seid ihr nicht bis zu mir umgekehrt, spricht der HERR.
Nun, mit zu Gott umkehren ist ja Buße gemeint.
Ich finde das Wörtchen "bis" allerdings sehr interessant.
Es taucht nur in wenigen Übersetzungen auf.
Und doch fand ich es bedeutend und nachdenkenswert.
Denn viele "kehren um" und gehen einen anderen Weg, aber eben nicht direkt zu dem, der versprochen hat uns durch SEINEN Geist zu leiten.
In Amos 5, 4 lesen wir dann: Denn so spricht der HERR zum Haus Israel: Sucht mich und lebt!
Danach folgt eine Aufzählung von Orten an denen sich der HERR einst offenbart hatte, zu denen die Menschen aber NICHT zurück kehren sollten.
Weil das was da inzwischen vor sich ging nichts mehr mit Gottesdienst nach SEINEM Herzen zu tun hatte. - Sondern eine religiöse Show darstellte.
Und wie schaut es heute aus?
Ganz und gar nicht anders.
Egal ob in den Großkirchen oder freien Gemeinden...
Um vom Heiligen Geist geleitet zu werden müssen wir allein und einzig zu Jesus Christus höchstpersönlich!
Der uns dann auch SEINEN Geist gibt, um uns zu lehren und zu leiten.
ER sieht unser Herz und weiß sehr genau ob wir IHN suchen oder eben etwas anderes."
Wenn wir uns jetzt mal das Gleichnis vom verloren Sohn anschauen, dann wird ziemlich schnell deutlich wie unendlich groß Gottes Vergebungsbereitschaft ist.
Da gibt es gar nichts was der Vater dem verlorenen Sohn nachgetragen hätte. Nichts! Nada!
Die einzige Bedingung war, das Kind (du und ich) musste wirklich BIS zu seinem Vater (dem lebendigen Gott) umkehren, um von IHM das Festgewand (Wiedergeburt/Reinwaschung von aller Schuld durch Jesus)und den Siegelring(Heiliger Geist) zu erhalten.
Aber der Vater wartet schon und kommt seinem Kind entgegen, um es in die Arme zu schließen. - Denn der Herr sieht das Herz an.
Was ist aber wenn wir fallen, wieder sündigen?
Hat sich denn Gott geändert, dass er uns nun nicht mehr vergeben würde?
Ist nicht Jesus Christus für ALLE Schuld gestorben, so dass er uns dies nun doch zur Last legen würde?
1. Johannes 1, 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
- Wir müssen nur eines tun, BIS zu IHM umkehren (Buße), zu IHM gehen und IHM übergeben was uns belastet.
Vergebung und Buße steht in direktem Zusammenhang. Das ist uns sicher allen klar. Doch die Frage ist damit noch nicht beantwortet - Was bedeutet Buße?
Buße bedeutet ganz schlicht - Umkehr zu Gott!
Dazu hab ich mal etwas geschrieben und kopiere es hier rein, weil ich es für relevant halte:
"In Amos 4 ist mir die Tage aufgefallen:
5x in diesem einen Kapitel steht da: Und doch seid ihr nicht bis zu mir umgekehrt, spricht der HERR.
Nun, mit zu Gott umkehren ist ja Buße gemeint.
Ich finde das Wörtchen "bis" allerdings sehr interessant.
Es taucht nur in wenigen Übersetzungen auf.
Und doch fand ich es bedeutend und nachdenkenswert.
Denn viele "kehren um" und gehen einen anderen Weg, aber eben nicht direkt zu dem, der versprochen hat uns durch SEINEN Geist zu leiten.
In Amos 5, 4 lesen wir dann: Denn so spricht der HERR zum Haus Israel: Sucht mich und lebt!
Danach folgt eine Aufzählung von Orten an denen sich der HERR einst offenbart hatte, zu denen die Menschen aber NICHT zurück kehren sollten.
Weil das was da inzwischen vor sich ging nichts mehr mit Gottesdienst nach SEINEM Herzen zu tun hatte. - Sondern eine religiöse Show darstellte.
Und wie schaut es heute aus?
Ganz und gar nicht anders.
Egal ob in den Großkirchen oder freien Gemeinden...
Um vom Heiligen Geist geleitet zu werden müssen wir allein und einzig zu Jesus Christus höchstpersönlich!
Der uns dann auch SEINEN Geist gibt, um uns zu lehren und zu leiten.
ER sieht unser Herz und weiß sehr genau ob wir IHN suchen oder eben etwas anderes."
Wenn wir uns jetzt mal das Gleichnis vom verloren Sohn anschauen, dann wird ziemlich schnell deutlich wie unendlich groß Gottes Vergebungsbereitschaft ist.
Da gibt es gar nichts was der Vater dem verlorenen Sohn nachgetragen hätte. Nichts! Nada!
Die einzige Bedingung war, das Kind (du und ich) musste wirklich BIS zu seinem Vater (dem lebendigen Gott) umkehren, um von IHM das Festgewand (Wiedergeburt/Reinwaschung von aller Schuld durch Jesus)und den Siegelring(Heiliger Geist) zu erhalten.
Aber der Vater wartet schon und kommt seinem Kind entgegen, um es in die Arme zu schließen. - Denn der Herr sieht das Herz an.
Was ist aber wenn wir fallen, wieder sündigen?
Hat sich denn Gott geändert, dass er uns nun nicht mehr vergeben würde?
Ist nicht Jesus Christus für ALLE Schuld gestorben, so dass er uns dies nun doch zur Last legen würde?
1. Johannes 1, 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
- Wir müssen nur eines tun, BIS zu IHM umkehren (Buße), zu IHM gehen und IHM übergeben was uns belastet.

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