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Leid der Gerechten

Leid der Gerechten
Die Bibel beschreibt, dass gerechte Menschen leiden müssen, aber dass Gott sie aus allem rettet. Die Geschichte von Hiob ist ein zentrales Beispiel für unerklärliches Leid, das auch für Gerechte auftreten kann. Die Bibel lehrt, dass Gottes Liebe im Leid erfahren werden kann und dass er nicht die Gemeinschaft der Leidenden meidet, sondern selbst mit seinen Anhängern leidet, wie im Schicksal von Jesus sichtbar wird. 

Was sagt die Bibel dazu?
Eine weitere Reise durch das Buch der Bücher.

BMX1
🙂

Kommentare

 
BMX1 29.10.2025 09:42
Die Bibel und das Leid der Gerechten

Unerklärliches Leid:
Die Geschichte von Hiob zeigt, dass Leid unverdient sein kann und nicht immer eine direkte Folge von Sünden ist.

Befreiung durch Gott:
Trotz vieler Nöte verspricht die Bibel, dass Gott die Gerechten aus allen Schwierigkeiten befreit. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Psalm 34,20

Leid als Teil des Lebens:

Leid ist nicht Teil der ursprünglichen Schöpfungsordnung, sondern wird erst durch das Böse in die Welt gebracht. Gottes Herrschaft wird jedoch eine zukünftige Welt ohne Leid bringen. 

Gottes Gegenwart im Leid:

Gott ist auch in den Momenten des Leids bei den Menschen, selbst wenn sie ihn anklagen oder sich verlassen fühlen. Dies zeigt sich im Leiden Jesu. 

Fokus auf Hoffnung:

Die Bibel rät, sich nicht auf die Frage nach dem "Warum" zu konzentrieren, sondern nach vorn zu schauen und sich auf die Hoffnung und Auferstehung zu verlassen.
 
BMX1 29.10.2025 09:51
Psalm 34,20

Lutherbibel 2017..Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR. (2Kor 1,5) 
Elberfelder Bibel..Vielfältig sind die Nöte des Gerechten, aber aus dem allen rettet ihn der HERR. 
(Hi 5,19; Ps 37,39; 2Petr 2,9) 
Hoffnung für alle..Zwar bleiben auch dem, der sich zu Gott hält, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der HERR! 
Schlachter 2000Der.. Gerechte muss viel Böses erleiden; aber aus allem rettet ihn der HERR. 
(Hi 5,19; Joh 16,33; Apg 14,22; 1Thess 3,3; 2Tim 4,18; 1Petr 4,12) 
Zürcher Bibel..Zahlreich sind die Leiden des Gerechten, doch aus allem befreit ihn der HERR. 
Gute Nachricht Bibel 2018..Wer dem HERRN treu bleibt, geht durch viele Nöte, aber aus allen befreit ihn der HERR.
 (2Kor 1,5) 
Neue Genfer Übersetzung..Wer nach Gottes Willen lebt, der[1] erfährt viel Leid, aber der HERR wird ihn aus allem Unglück befreien. 
Einheitsübersetzung 2016..Viel Böses erleidet der Gerechte, doch allem wird der HERR ihn entreißen. 
(2Kor 1,5) 
Neues Leben. Die Bibel..Wer auf den HERRN vertraut, erleidet zwar vieles, doch der HERR errettet ihn aus aller Not.
(Ps 71,20; Spr 24,16) 
Neue evangelistische Übersetzung..Vieles muss der Gerechte erleiden, / doch Jahwe reißt ihn aus allem heraus. 
Menge Bibel..Zahlreich sind die Leiden des Gerechten, doch aus allen rettet ihn der HERR. 
Das Buch..Viel Bosheit erlebt der Mensch, der gerecht lebt, doch aus dem allen befreit ihn der HERR. 
VOLXBIBEL..Wer korrekt ist und gottmäßig lebt, kämpft sich auch durch viele Probleme und Not. Gott, er hilft ihm schnell, er rettet und greift ein, er befreit ihn auch, denn er ist ja Gott. 
 
BMX1 29.10.2025 09:51
 
BMX1 29.10.2025 09:53
Quelle..:ERf Biblserver..Bibel
 
BMX1 29.10.2025 09:55
Was die Bibel dazu sagt

Psalm 34,20: "Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR".

Hiob: Die ganze Geschichte dreht sich um einen gerechten Mann, der unermessliches Leid erfährt und schließlich Gottes Handeln nicht verstehen kann, aber zu einer neuen Sichtweise findet.
Jesus: Die Leiden Jesu am Kreuz werden als Beweis dafür gesehen, dass Gott sich nicht von den Leidenden abwendet, sondern mit ihnen leidet.
 
BMX1 29.10.2025 09:59
Hiob – das Leiden der Gerechten

Hiob lebte wahrscheinlich zur Zeit der Patriarchen, also vor rund viertausend Jahren. Schon  damals wurde eine Frage intensiv erörtert, die bis heute aktuell ist: Warum leiden die Gerechten? Das Buch Hiob liefert keine systematische Abhandlung über dieses Thema, aber wir können beobachten, wie Hiob sich im Leiden verhält und wie er sich durch das Leiden verändert. Auf diese Weise wird deutlich, was Gott mit den Erprobungen bei den Gerechten erreichen will.
Das Ausharren Hiobs – der erste Schlag

Wie kein anderer ist Hiob untadelig, rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend. Gott hat ihm sieben Söhne und drei Töchter geschenkt, und Hiob ist reicher als alle in seiner ganzen Umgebung. Hiob besitzt 7000 Schafe (Kleinvieh), 3000 Kamele, 1000 Rinder, 500 Eselinnen und eine sehr große Dienerschaft (Hiob 1,1–3). Der Allmächtige hat das Werk seiner Hände sichtbar gesegnet.

Gott macht Satan, der im Himmel vor Gottes Thron erscheint, auf die Treue seines Knechtes Hiob aufmerksam. Satan, unfähig Gutes anzuerkennen, behauptet daraufhin, dass Hiob nur die Gaben Gottes liebe und nicht den Geber selbst; denn wenn Gott seine Hand im Gericht nach Hiobs Besitz ausstrecken würde, würde Hiob sich offen von Gott lossagen und als frommer Heuchler offenbar werden. Gott streckt seine Hand nicht aus, übergibt aber Hiobs Besitz in Satans Hand. Daraufhin bricht das Unglück über Hiob herein (Hiob 1,6–19). Der Mann verliert auf einen Schlag:

Rinder und Eselinnen sowie die Knechte, die sie bewachten, durch die Sabäer
Schafe und die Knechte, die sie hüteten, durch ein gewaltiges Gewitter
Kamele und die Knechte, die sich um sie kümmerten, durch die Chaldäer
seine zehn Kinder, die zusammen Geburtstag feierten, durch einen starken Wüstensturm

Satan sorgt dafür, dass die Nachrichten über diese katastrophalen Ereignisse Hiob fast gleichzeitig ereilen. Wird Hiob unter der Wucht dieser Botschaften zusammenbrechen? Nein, Hiob „fiel zur Erde nieder und betete an … Der Herr hat gegeben, und der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gepriesen! Bei all diesem sündigte Hiob nicht und schrieb Gott nichts Ungereimtes zu“ (Hiob 1,20–22).

Für das, was über Hiob gekommen war, gab es drei Ursachen: erstens die Naturkräfte (Gewitter, Sturm) und die Menschen (Sabäer, Chaldäer); zweitens der Teufel, der die  Naturkräfte entfesselte und Menschen zu den Raubzügen anstachelte; und drittens Gott, unter dessen Augen und Oberhoheit alles geschah. Hiob sieht die letzte Ursache – Gott.

Ihm ist bewusst: Gott hat das Recht, zu geben und zu nehmen. In dieser Haltung des Glaubens sagt er sich nicht von Gott los, er schreibt Ihm nicht einmal etwas Ungereimtes zu, sondern er betet Ihn vertrauensvoll an!
 
BMX1 29.10.2025 10:01
Das Ausharren Hiobs – der zweite Schlag

Die Szene wiederholt sich: Gott weist im Himmel auf seinen Knecht Hiob hin, der auch im Leid echte Gottesfurcht aufleuchten ließ. Satan behauptet: Hiob ist genauso ein Egoist wie die anderen Menschen. Solange die Leute mit heiler Haut davonkommen, schlucken sie alles. Aber wenn sie selbst betroffen sind, sieht es anders aus. Satan empfängt daraufhin von Gott die Erlaubnis, Hiob anzugreifen; nur sein Leben muss er schonen (Hiob 2,1–10). Jetzt verliert Hiob zwei weitere Dinge:

seine Gesundheit – er wird am ganzen Körper mit Geschwüren bedeckt
die Unterstützung seiner Frau – denn sie redet gegen Gott, indem sie die Vollkommenheit Hiobs geringachtet (vgl. Hiob 1,8; 2,3; 2,9), und sie redet für den Teufel, indem sie Hiob auffordert, sich von Gott loszusagen (Hiob 1,11; 2,5.9). So wie Satan beim ersten Schlag vier Knechte Hiobs verschont hatte, damit sie reden, was Hiob zur Verzweiflung bringt (Hiob 1,15–18), so tastete Satan seine Frau nicht an, damit sie mit ihren Worten Hiob herunterziehen kann.
 
BMX1 29.10.2025 10:03
Wie reagiert Hiob? „Und er sprach zu ihr: Du redest, wie eine der Törinnen redet. Wir sollten das Gute von Gott annehmen, und das Böse sollten wir nicht auch annehmen? Bei all diesem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen“ (Hiob 2,10). Auch wenn sein Glaube nicht mehr ganz so hell wie nach dem ersten Schlag leuchtet, so sind seine Worte bemerkenswert: Er weist seine Frau sanftmütig zurecht und bezeugt unmissverständlich, dass er nicht nur das Schöne, sondern auch das Schwere aus Gottes Hand annehmen will. Kein böses Wort kommt in dieser Extremsituation über seine Lippen!

Durch das Ausharren Hiobs wird Gott verherrlicht. Denn Gott empfängt die Anbetung, die Ihm gebührt, und Er wird in den Augen aller Menschen, die von Hiobs Haltung hören, groß gemacht. Auch die Söhne Gottes, die im Himmel das Gespräch zwischen Satan und Gott wahrscheinlich verfolgt haben, erkennen: Hiob sagt sich nicht von Gott los, wie Satan gedacht hat, sondern er betet Gott in tiefer Ehrfurcht an. – Satan ist somit vollständig geschlagen und als Lügner entlarvt worden. Von ihm hören wir auch nichts mehr im Buch Hiob.

Das Ausharren Hiobs hat noch eine zweite Wirkung: Hiob wird dadurch zum Vorbild für andere. Jakobus schreibt: „Siehe, wir preisen die glückselig, die ausgeharrt haben. Von dem Ausharren Hiobs habt ihr gehört …“ (Jak 5,11). Wir preisen Hiob nicht nur glückselig, weil er ausgeharrt hat, sondern wir werden durch ihn angespornt, in unseren kleineren Versuchungen nicht aufzubegehren.
 
BMX1 29.10.2025 10:08
Wir können zwei Punkte festhalten, warum die Gerechten leiden:

Sie können Gott auf besondere Weise durch ihr Vertrauen verherrlichen.
Sie lernen auszuharren und werden dadurch zu Vorbildern für andere.

Die Worte Elihus

Da meldet sich Elihu zu Wort. Er hat die Gespräche verfolgt, aber aufgrund seines jungen Alters höflich geschwiegen. Doch jetzt bricht es aus ihm heraus (Hiob 32,2–22). Manches, was er sagt, klingt so ähnlich wie die Ausführungen der drei Freunde. Aber es gibt wesentliche Unterschiede darin, wie er redet und was er redet:

Wenn auch Elihu geradeheraus spricht, so übt er keinen Druck auf Hiob aus wie die drei bejahrten Freunde (Hiob 33,7). Er berücksichtigt das schwere Leid Hiobs als jemand, der auch nur ein schwaches Geschöpf ist (Hiob 33,6).

Seine Worte sind nicht Ausfluss menschlicher Weisheit, sondern gewirkt durch Gottes Geist (Hiob 33,4; vgl. 1. Kor 2,13).

Elihu möchte Hiob nicht verurteilen, er will ihn vielmehr, sofern möglich, rechtfertigen (vgl. Hiob 33,32).

Er mutmaßt nicht über Böses im Leben Hiobs, sondern nimmt seine aufsässigen Worte aufs Korn (Hiob 32,8–11; 34,5.6.35–37; 35,2.3.16). Und deshalb führt er auch an, was Hiob gesagt hat: „Ich bin rein, ohne Übertretung; ich bin makellos, und keine Ungerechtigkeit ist an mir. Siehe, er [Gott] erfindet Feindseligkeiten gegen mich“ (Hiob 33,9.10).

Elihu erklärt, dass Gott seine schmerzhafte Zucht benutzen kann, um Menschen vor großem Schaden zu bewahren und sie zu ungeahntem Segen zu führen (Hiob 33,15–33). Gott hat Absichten der Gnade, wenn Er schwere Wege mit den Menschen geht!

Weil Hiob auf die Worte Elihus bezeichnenderweise nicht antwortet, beginnt er wieder zu reden – und zitiert Hiob: „Ich bin gerecht, und Gott hat mir mein Recht entzogen“ (Hiob 34,5). Hiob empfindet es als ungerecht, dass er leiden muss, während die Gottlosen frohlocken. Doch Elihu weiß, dass zu Gottes Zeit alles geordnet werden wird. Und er empfiehlt Hiob, mit seinen Zweifeln und Fragen das Angesicht Gottes zu suchen. Aber Hiob muss auch wissen, dass der Allmächtige den Hochmütigen keine Antwort gibt (Hiob 35,12).

Wieder schweigt Hiob, und noch einmal redet Elihu: Er zeigt, dass Gott den Menschen, die im Elend gefesselt sind, das Ohr für seine Unterweisung öffnen will (Hiob 36,15). Gott redet durch die Zucht. Wer ist ein großer Lehrer wie Er (Hiob 36,22)? Und sollte Hiob sich nicht vor Gott beugen, dessen Größe und Macht Elihu eindrücklich beschreibt (Hiob 37)?
 
BMX1 29.10.2025 10:08
 
BMX1 29.10.2025 10:11
Gott selbst redet 

Dann spricht Gott zu Hiob, so wie er es gefordert hatte (Hiob 31,35). Der Allmächtige zeigt sich in seiner Majestät, Allmacht, Weisheit und Fürsorge und lässt Hiob seine ganze erbärmliche Nichtigkeit fühlen (Hiob 38–39). Gott diskutiert nicht mit Hiob. Er entschlüsselt ihm auch nicht seine Wege, sondern Er möchte Hiob auf den Platz eines Geschöpfes verweisen: auf den Platz der Unterordnung (vgl. Jak 4,7).

In seiner nächsten Rede (Hiob 40–41) stellt Gott zwei Geschöpfe vor: den Behemot und den Leviathan – offenbar zwei ausgestorbene Dinosaurier, vor denen sich die Menschen sehr fürchteten und gegen die sie nicht kämpfen konnten. Und sogar die „Söhne des Stolzes“ (siehe Fußnote zu Hiob 41,26 in der Elberfelder Übersetzung) kuschten vor Gott – sollte sich dann nicht der stolze Hiob vor dem Allmächtigen kleinmachen?
 
BMX1 29.10.2025 10:15
Hiob verändert seine Haltung

Jetzt bricht Hiob völlig zusammen. Nach der ersten Rede Gottes hatte er schon gesagt: „Siehe, zu gering bin ich, was soll ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund“ (Hiob 40,4). Aber nun geht er weiter – er anerkennt Gottes Größe sowie seine eigene Unwissenheit und bekennt: „Mit dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche“ (Hiob 42,5.6).

Hiob hat Gott auf eine neue Weise kennengelernt. Es ist ihm so, als hätte er bisher nur etwas über Gott gehört, aber nun hat er seine Majestät und Herrlichkeit betrachten können. Die Größe Gottes beeindruckt ihn stark. Hiob ist durch all das, was er erlebt hat, zu einer tieferen Gotteserkenntnis gelangt.

Und wer Gott erkennt, erkennt auch sich selbst. Hiob wird dabei dahin geführt, nicht nur Fehler zu sehen, sondern sich selbst zu verurteilen. Der Mann, der seine eigene Gerechtigkeit über die Gerechtigkeit Gottes stellen wollte, sagt jetzt: „Ich verabscheue mich.“ Was ist alles nötig, bis ein Mensch dahin geführt wird, diese Worte ehrlich auszusprechen! Und das gilt besonders für moralisch hochstehende Menschen wie Hiob, die Gott mit reinem Gewissen dienen. Aber Gott hat auch das bei Hiob erreichen können.

In einem weiteren Punkt sehen wir, wie Hiob sich verändert: Der Mann, der seine drei Freunde mit harten Worten angegriffen hat, betet für sie, damit sie nicht der Zorn Gottes träfe, den sie für ihre ungeziemenden Worte verdient haben (Hiob 42,7.8). Hiob, der die Gnade Gottes geschmeckt hat, offenbart einen Geist der Gnade, indem er für seine Freunde vor Gott eintritt.

Zeigt uns nicht auch hier das Verhalten Hiobs, wozu Gott das Leid benutzen will? Durch Leiden soll etwas verändert werden:

im Blick auf Gott: dass wir seine Herrlichkeit besser erkennen
im Blick auf uns: dass wir unsere Kleinheit und Sündhaftigkeit mehr verstehen
im Blick auf unsere Mitmenschen: dass wir ihnen stärker in Gnade begegnen
 
BMX1 29.10.2025 10:18
Das Ende des Herrn

Nachdem Hiob für seine Freunde gebetet hat, ist Gottes Ziel mit Hiob erreicht. Er beendet das Leid, das Hiob gefangen gehalten und bedrückt hat, und gewährt neuen Segen. Jakobus kommentiert: „Das Ende des Herrn habt ihr gesehen, dass der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist“ (Jak 5,11). Das Mitgefühl und die Barmherzigkeit Gottes konnte man während der Prüfung schwer wahrnehmen, aber jetzt am Ende wird deutlich: „Der Herr verstößt nicht auf ewig; sondern wenn er betrübt hat, erbarmt er sich nach der Menge seiner Gütigkeiten. Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschenkinder“ (Klgl 3,31–33). Gott freut sich nicht, Leiden in unser Leben zu senden. Er tut es nur, „wenn es nötig ist“ (1. Pet 1,6). Seine Freude ist, zu segnen.

Hiob bekommt viel Besuch und empfängt wahren Trost und großzügige Geschenke. Alles, was er hat, verdoppelt sich, was beim Viehbestand exakt nachvollzogen werden kann (Hiob 1,3; 42,12). Es werden ihm wieder sieben Söhne und drei Töchter geboren. Und er darf im hohen Alter seine Ururenkel in die Arme nehmen (Hiob 42,10–16).[2]

Wenn Gott Hiob diesen gewaltigen Segen vor seiner Demütigung gewährt hätte, wäre womöglich Hiobs Hochmut emporgewachsen und hätte das schöne Zeugnis seines rechtschaffenen Lebens nachhaltig beschädigt. So aber überblickt Hiob in tiefer Dankbarkeit und Demut all das, was Gottes Güte ihm in den noch verbleibenden 140 Jahren gewährt. Hiob stirbt „alt und der Tage satt“ (Hiob 42,17).

Wenn wir das „Ende des Herrn“ besehen, erkennen wir einen weiteren Grund, warum Gott Leiden bringt:

Gott möchte uns mehr Segen schenken und mehr anvertrauen können.

Dieser Segen besteht für uns Christen nicht darin, dass unsere materiellen Güter vermehrt werden. Aber wir können, wenn wir innerlich zugerüstet worden sind, mehr von den geistlichen Segnungen genießen. Und Gott kann demjenigen, der in Demut vor Ihm ist, mehr anvertrauen, was zum Wohl anderer verwendet werden kann.
 
BMX1 29.10.2025 10:22
Schlussgedanken

Es ist verhältnismäßig leicht, über den Sinn und Zweck von Leiden zu schreiben oder zu reden. Das haben wir ja gerade bei den drei Freunden Hiobs gesehen. Etwas anderes ist es, mitten in den Leiden zu stecken und wie Hiob das Licht nicht mehr zu sehen (Hiob 37,21). Aber ist es nicht dennoch ein großer Trost, wissen zu dürfen, dass Gott stets alles unter Kontrolle hat? Und dass Er Segensabsichten mit uns verfolgt, die am Ende einmal gewiss offenbar werden?

Zusammenfassung:

Gott sendet Leid in das Leben seiner Kinder. Wie Gott dieses Leid im Einzelnen benutzen will, können wir nicht erklären. Dennoch liefert uns das Leben Hiobs Anschauungsunterricht für den Sinn von Leiden. Gott möchte durch Erprobungen erreichen, dass die Gerechten:

Gott verherrlichen
zu einem Vorbild werden
mehr Gotterkenntnis erlangen
mehr Selbsterkenntnis bekommen
gnädiger mit anderen umgehen
mehr Segen empfangen

Fußnoten:

Es gibt auch Krankheiten und Unglücke bei Gläubigen, die Strafen für begangenes Unrecht sind. Paulus wusste, dass einige Korinther gestorben und andere krank geworden waren, weil sie das Mahl des Herrn in einer sehr unwürdigen Art und Weise eingenommen hatten (1. Kor 11,29.30). So ein Urteil steht uns jedoch in aller Regel nicht zu.
Er hatte damit genauso viele Kinder wie vor der Zeit der großen Prüfung (vgl. Hiob 1,2). Und doch hat sich die Zahl seiner Kinder verdoppelt! Denn die zehn gestorbenen Kinder waren, im Gegensatz zu den weggeführten Tieren, nicht für immer verloren. Hiob würde seine Kinder einmal wiedersehen (vgl. 2. Sam 12,23). Seine Mühe um die Kinder war nicht vergeblich gewesen, und sie hatten sich nicht von Gott losgesagt (vgl. Hiob 1,5).
 
BMX1 29.10.2025 10:23
Quelle..: Bibelstudium.de...Gerrit Setzer..Bibel
 
BMX1 29.10.2025 10:24
 
BMX1 29.10.2025 10:29
Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten
und seine Ohren auf ihr Schreien.
Psalm 34:16

Denn du, HERR, segnest die Gerechten,
du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.
Psalm 5:13

Das Andenken des Gerechten bleibt im Segen;
aber der Name der Frevler wird verwesen.
Sprüche 10:7

Segen ruht auf dem Haupt des Gerechten;
aber der Mund der Frevler deckt Gewalttat.
Sprüche 10:6

Des Gerechten Zunge ist kostbares Silber;
aber der Gottlosen Verstand ist wie nichts.
Sprüche 10:20

Der Vater eines Gerechten freut sich,
und wer einen Weisen gezeugt hat, ist fröhlich über ihn.
Sprüche 23:24

Die Lippen der Gerechten wissen, was wohlgefällt;
aber der Mund des Frevlers weiß Dinge zu verdrehen.
Sprüche 10:32

Der HERR macht die Blinden sehend.
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.
Der HERR liebt die Gerechten.
Psalm 146:8
 
BMX1 29.10.2025 10:35
Das Warten der Gerechten wird Freude werden;
aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.
Sprüche 10:28

Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Jakobus 5:16

Durch den Mund des Gottesverächters wird sein Nächster verderbt;
aber die Gerechten werden durch Erkenntnis errettet.
Sprüche 11:9

Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Gebet; das Angesicht des Herrn aber sieht auf die, die Böses tun.
1 Petrus 3:12

Das Wenige, das ein Gerechter hat,
ist besser als der Überfluss vieler Frevler.
Denn die Arme der Frevler werden zerbrechen,
aber der HERR erhält die Gerechten.
Psalm 37:16-17

Wirf dein Anliegen auf den HERRN;
der wird dich versorgen
und wird den Gerechten
in Ewigkeit nicht wanken lassen.
Psalm 55:23

Wer ist weise, dass er dies versteht, und klug, dass er dies einsieht? Die Wege des HERRN sind richtig und die Gerechten wandeln darauf; aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall.
Hosea 14:10

Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten.
Römer 5:19

Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Römer 5:7-8
 
BMX1 29.10.2025 10:36
 
BMX1 29.10.2025 10:40
Wenn die Gerechten schreien,
so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not.
Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind,
und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.
Psalm 34:18-19

Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.
Lukas 5:32

Denn er wird niemals wanken;
der Gerechte wird nimmermehr vergessen.
Psalm 112:6

Weil er weiß, dass dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern, den Unheiligen und Ruchlosen, den Vatermördern und Muttermördern, den Totschlägern, den Unzüchtigen, den Knabenschändern, den Menschenhändlern, den Lügnern, den Meineidigen und wenn noch etwas anderes der heilsamen Lehre entgegensteht, nach dem Evangelium von der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut ist.
1 Timotheus 1:9-11

Der Gerechte muss viel leiden,
aber aus alledem hilft ihm der HERR.
Psalm 34:20

Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.« Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
Matthäus 9:13

Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.
Lukas 15:7

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir;
weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
Ich stärke dich, ich helfe dir auch,
ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
Jesaja 41:10
 
BMX1 29.10.2025 10:42
Bibelvers des Tages

Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Matthäus 6:15

Der Ordner wird geschlossen.
BMX1
🙂
 
(Nutzer gelöscht) 29.10.2025 13:30
Lieber BMX, auch ein wichtiges Thema. Werd es heut Abend in Ruhe lesen.  Es beantwortet jetzt schon eine Tiefe Frage.....🤔. . danke
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