„Ich bin stolz darauf, dass wir sie wie Terroristen behandelt haben“
------
Greta Thunberg schildert im schwedischen Medium Aftonbladet fünf Tage in israelischer Gefangenschaft, die einzig darauf ausgelegt gewesen waren, zu erniedrigen, zu verletzen und zum Schweigen zu bringen.
Nach der Stürmung der Global Sumud Flottilla begann ein Protokoll der Zermürbung:
glühende Hitze, kein Wasser, Käfige in der Sonne, Schlafentzug, sexualisierte Demütigungen.
Der erste Akt: Festsetzen, isolieren, brechen. Maskierte Männer zerren sie zu Boden, drängen sie „an einen besonderen Platz“. Dann die Choreografie der Unterwerfung: „Sie warfen mir eine israelische Flagge über und sobald sie mich berührte, traten sie mir in die Seite.“ Wer aufblickt, bekommt Tritte; Reihen von Menschen knien mit der Stirn am Boden. Wer versucht, Mut zuzusprechen, wird „zur Seite gezerrt und misshandelt“.
Die Gewalt hört nicht auf. „Sie haben mich geschlagen.” Die Hände werden mit Kabelbindern so fest zugezogen, dass sie taub werden; Beamte stellen sich in Reihe und machen Selfies mit der Gefesselten. Persönliche Dinge werden zerstört, die rote Tasche kommt zurück, bekritzelt mit „Hure Greta“ und obszöner Zeichnung.
Bei der Durchsuchung zeigt sich der Hang zu Sexualverbrechen des Regimes: „Sie filmten mich nackt.”
Im Hof stehen Käfige in glühender Sonne; viele haben keinen Platz zum Sitzen. Trinkwasser gibt es tagelang nicht, während Wärter volle Flaschen zeigen und in Mülltonnen kippen. Wer kollabiert, hört Drohungen. Thunberg wörtlich: „Sie brüllten: ‘Wir werden euch vergasen!’”. Nachts werden sie systematisch wachgehalten. Medikamente landen vor den Augen der Kranken im Abfall. Greta wird in eine Isolationszelle mit Insekten verschleppt.
Einschusslöcher, Blutspuren, eingeritzte Botschaften früherer Verschleppter, Kulisse eines Apparats, der Menschen brechen soll. Thunbergs Fazit ist Anklage und Warnung zugleich: Wenn so mit einer weltbekannten Schwedin umgegangen wird, was geschieht mit jenen Palästinensern, die niemand sieht?
Israels Minister für Nationale Sicherheit,
Ben-Gvir bestätigte nach Thunbergs Interview die Folter und Gewalt:
„Ich bin stolz darauf, dass wir sie wie Terroristen behandelt haben“, so das Regierungsmitglied auf X.
---------
Israels Verteidigungsminister Bezalel Smotrich:
"Internationales Völkerrecht gilt nicht für Juden.
Das ist der Unterschied zwischen den Auserwählten und den Anderen."
------------