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Sozialpsychologie des Krieges

Sozialpsychologie des Krieges
Sozialpsychologie des Krieges


Der Krieg als Massenpsychose und die Rolle der militärisch-männlichen Kampfbereitschaft

In den einschlägigen Einführungs- und Überblickswerken der akademischen Sozialpsychologie wird dem Thema Krieg und seinen vielfältigen psychosozialen Facetten erstaunlicherweise keine oder nur eine geringe Bedeutung beigemessen. In dem klassischen Lehrbuch von Aronson, Wilson und Akert (2004) wird das Problem des Krieges weder in einem eigenständigen Kapitel noch in einem gesonderten Abschnitt behandelt. Gleiches gilt für die Einführung in die Sozialpsychologie von Stroebe, Jonas und Hewstone (2002). In beiden Büchern taucht der Begriff „Krieg“ zwar hier und da auf, ohne allerdings einer systematischen Betrachtung unterzogen zu werden. Bei Stroebe, Jonas und Hewstone wird er unter dem Thema der „kollektiven Gewalt“ subsumiert und mit sozialen Aufständen verglichen, die sich einzig durch ihre Geplantheit bzw. Ungeplantheit voneinander unterscheidenließen. Gemeinsames Merkmal ist den Autoren zufolge eine „Deindividuation“ der Akteure, die durch eine Schwächung der rationalen und normativen Orientierung sowie durch die Bereitschaft „auf extreme Weise und im Widerspruch zu Normen zu reagieren“ gekennzeichnet ist (Stroebe/Jonas/Hewstone 2002: 376). 


BMX1

🙂

Kommentare

 
BMX1 29.09.2025 06:51
Bei Aronson, Wilson und Akert (2004: 209) taucht das Thema Krieg en passant in einem Abschnitt unter der Frage auf: „Wie kommt es, dass wir unsere Opfer hassen?“ Die Antwort auf diese für die Sozialpsychologie des Krieges bedeutungsvolle Frage bleibt jedoch unbefriedigend. So erklären die Autoren, dass die (nicht weiter erklärte) Bereitschaft zur Grausamkeit immer dann am höchsten sei, wenn sich die Opfer nicht zur Wehr setzen können. Dies sei der Grund, warum in Kriegen vor allem die Zivilbevölkerung betroffen sei. Diese Grausamkeiten könnten jedoch nur begangen werden, wenn die Kriegsgegner von den Soldaten als Untermenschen wahrgenommen oder sogar vollkommen entmenschlicht würden, um den Soldaten das Töten zu erleichtern (Aronson/Wilson/Akert 2004: 209).
 
BMX1 29.09.2025 06:52
Mit dieser These, erst die systematische Dehumanisierung erleichtere das massenhafte Töten, wird ein wichtiger Aspekt der sozialpsychologischen Kriegsursachenforschung angesprochen. Es wird aber offen gelassen, welche (bewussten und unbewussten) individuellen und gruppenbezogenen Prozesse, Dynamiken und Mechanismen bei der Herstellung von Kriegsbereitschaft, bei kriegsbedingten Grausamkeiten und bei der Vernichtung Wehrloser sowie bei der vorab erfolgenden Herabsetzung von Menschen bis hin zu ihrer vollkommen Entmenschlichung zusammenwirken. Diese tieferen Dimensionen des Krieges und seine psychosozialen Funktionen lassen sich in der Regel mit den kognitionpsychologisch ausgerichteten Ansätzen der akademischen Sozialpsychologie nicht erfassen.

Wollen wir auch nicht.
 
BMX1 29.09.2025 06:54
Ein Krieg ist ein organisierter, gewaltsamer Konflikt zwischen zwei oder mehr Parteien, der mit Waffen ausgetragen wird, um politische, wirtschaftliche oder andere Ziele durchzusetzen. Es gibt verschiedene Arten von Kriegen, die sich in ihren Ursachen, Zielen, Formen und räumlichen Ausdehnungen unterscheiden können, wie etwa Bürgerkriege oder internationale Kriege. Ziel ist meist die Durchsetzung von Interessen durch planmäßig vorgehende, bewaffnete Kollektive, die eine bestimmte Intensitätsschwelle erreichen.
 
BMX1 29.09.2025 06:56
Verschiedene Arten von Kriegen:

Bürgerkriege: 

Kämpfe innerhalb eines Staates zwischen verfeindeten Gruppen oder Organisationen.
Zwischenstaatliche Kriege: Konflikte zwischen verschiedenen Staaten.

Befreiungskriege:

 Kriege, die das Ziel haben, sich von einer Fremdherrschaft zu befreien.

Cyberkriege (Cyberwar):

 Gewaltsame Konflikte, die mit digitalen Mitteln geführt werden.
 
BMX1 29.09.2025 06:57
Merkmale eines Krieges:

Gewaltsamer Konflikt: Krieg ist per Definition ein gewaltsamer Auseinandersetzung.

Organisierte Akteure:

 Die Kämpfe werden von bewaffneten Streitkräften, die zentral gesteuert sind, geführt.
Einsatz von Waffen: Es werden Waffen und physische Gewalt eingesetzt, um Ziele zu erreichen. 

Kontinuierliche Kampfhandlungen:

 Die Operationen sind planmäßig und zeigen eine gewisse Kontinuität. 

Erreichen einer Intensitätsschwelle:

Die Gewaltanwendung muss eine kriegsqualifizierende Intensität erreichen.
 
BMX1 29.09.2025 07:01
Kollektive Gewalt

Beispiele für kollektive Gewalt umfassen Terroranschläge wie in Manchester, politische Konflikte wie Kriege, Bandenkriminalität und sogar ritualisierte Gewalt bei Ausschreitungen, bei denen sich Täter als Mitglieder einer Gruppe identifizieren und ihre Gewaltanwendung gegen eine andere Gruppe zur Erreichung von Zielen einsetzen. 

Definition:

Kollektive Gewalt ist die Anwendung von Gewalt durch Personen, die sich als Teil einer Gruppe identifizieren, gegen eine andere Gruppe oder Einzelpersonen, um damit politische, wirtschaftliche oder soziale Ziele zu verfolgen.
 
BMX1 29.09.2025 07:02
Konkrete Beispiele:

Terroranschläge:
Ein Selbstmordattentäter, der in einer Konzerthalle eine Explosion auslöst, wie 2017 in Manchester.

Kriege:

Politische Konflikte zwischen Staaten oder innerhalb von Staaten. 

Organisierte Kriminalität:

Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden oder Gangs. 

Ritualisierte Gewalt:

Jährliche Krawalle, bei denen es zu Autoanzündungen kommt, wie in Berlin seit 1987. 

Extremistische Gewalt:

Gewalt, die sich aus der Identifikation mit extremistischen Ideologien speist und zum Beispiel bei Demonstrationen oder Ausschreitungen auftreten kann.
 
BMX1 29.09.2025 07:04
Merkmale kollektiver Gewalt:

Gruppenidentität:

Die Täter und Opfer gehören verschiedenen Gruppen an oder werden diesen zugerechnet.

Solidarität:

Die Gewaltanwendung stärkt die Solidarität und Abgrenzung innerhalb der Gruppe. 

Legitimierung:

Die Gewalt wird oft durch gruppeninterne Normen und Ideologien gerechtfertigt.
Zielgerichtetheit:
Die Gewalt ist meist auf das Erreichen von politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Zielen ausgerichtet.
 
BMX1 29.09.2025 07:06
Deindividuation

Deindividuation beschreibt den psychischen Zustand des Verlusts der individuellen Identität und persönlichen Verantwortung innerhalb einer Gruppe, was zu impulsivem, normabweichendem oder sogar extremem Verhalten führt. Dieser Verlust der Selbstwahrnehmung und Hemmung, der durch Anonymität und Gruppendynamiken gefördert wird, kann sowohl positive soziale Verhaltensweisen als auch negative, antisoziale Handlungen begünstigen.
 
BMX1 29.09.2025 07:07
Was ist Deindividuation?

Verlust der Individualität:

Eine Person verliert das Gefühl für ihre eigene Einzigartigkeit und übernimmt stattdessen die Identität der Gruppe.

Verminderte Selbstaufmerksamkeit:

Das individuelle Ich tritt in den Hintergrund zugunsten des Gruppengefühls.
Reduzierte soziale Urteilsfähigkeit:

Die Fähigkeit, die eigenen Handlungen im Kontext gesellschaftlicher Normen und Erwartungen zu bewerten, ist eingeschränkt.
 
BMX1 29.09.2025 07:08
Faktoren, die zur Deindividuation beitragen

Anonymität:

Das Gefühl, in einer Menge untertauchen zu können, reduziert die Angst vor negativen Konsequenzen und sozialer Bewertung.

Gruppendynamik:

Die Energie und das Verhalten der Gruppe wirken auf das Individuum ein, was zu einer "Mob-Mentalität" oder einem gemeinsamen Sog führen kann.
 
Anregende Umstände:

Aktivitäten, die Aufregung erzeugen, wie Konzerte oder sportliche Ereignisse, können die Deindividuation verstärken.
 
BMX1 29.09.2025 07:09
Negative Folgen:

Antisoziales Verhalten: 

Die Hemmungen sinken, was zu impulsiven Handlungen, Wandalismus, Mob-Gewalt oder anderen Verstößen gegen gesellschaftliche Normen führen kann.

Extremes Verhalten: 

Personen sind eher bereit, extreme Verhaltensweisen an den Tag zu legen, da die individuelle Verantwortung im Vordergrund der Gruppenidentität steht.
 
BMX1 29.09.2025 07:10
Positive Folgen:

Erhöhte Hilfsbereitschaft: 

In Gruppen können Menschen mehr Energie aufbringen, um beispielsweise für gemeinnützige Zwecke zu spenden oder bei Freiwilligenaktionen mitzuhelfen.

Verbesserte Leistung: 

Die kollektive Motivation kann dazu führen, dass Einzelpersonen über ihre normalen Grenzen hinausgehen, zum Beispiel bei einem Marathon.
 
BMX1 29.09.2025 07:17
Fakt ist eins...:

Kriege sind nichts anderes als die Durchsetzung von Politik mit anderen Mitteln.
( von Clausewitz )
Kriege begannen immer mit einer Lüge.
( A.H., Wenn wir den kreig gewonnen haben, fragt keiner mehr nach den Grund .)
Kriege sollten immer ökonomische Probleme kriegsführender Parteien lösen.
( Hat was mit den Res·sour·cen zu tun. Kriege sind teuer.)

Res·sour·ce,

natürlich vorhandener Bestand von etwas, was besonders zur Ernährung der Menschen benötigt wird.
"materielle Ressourcen"

Bestand an Geldmitteln, auf die man jederzeit zurückgreifen kann"meine Ressourcen sind erschöpft"
 
BMX1 29.09.2025 07:20
Deindividuation

Endbetrachtung

Warum nutzen wir die positiven Ressourcen hier im Forum nicht?

BMX 1

🙂
 
BMX1 29.09.2025 07:23
Ich denke, es wurde vieles gesagt und nicht gesagt.
Jeder kann sich seine Meinung darüber bilden.

BMX 1

Einer der Personen, die das Handwerk des Krieges ( geistig und praktisch studiert und angewendet hat ) erlernt hat.

Ich bin nicht stolz darüber.
 
BMX1 29.09.2025 07:25
 
BMX1 29.09.2025 07:25
kommt gut in den Tag....

🙂
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