Triade und die Bedeutung der Zahl 3 in den Nationen
05.07.2025 13:57
Triade und die Bedeutung der Zahl 3 in den Nationen
05.07.2025 13:57
Triade und die Bedeutung der Zahl 3 in den Nationen
Für alle Geschwister, die dies Hintergrundwissen nicht haben.
Triade und die Bedeutung der Zahl 3 in den Nationen (alles aus Wikipedia)
Die Zahl Drei
Die magische Zahl Drei ist eine Faszination, die in vielen Kulturen und Religionen eine wichtige Rolle spielt. Ob wir uns über die Dreieinigkeit in der christlichen Religion, die Triade in der griechischen Mythologie oder die Lehre von Körper, Geist und Seele im Buddhismus und Hinduismus informieren, die Zahl Drei wird immer wieder als „magisch“ bezeichnet.
So wird die Zahl Drei in vielen Kulturen mit positiven Dingen in Verbindung gebracht wie z.B. Vollständigkeit, Ganzheit und Perfektion.
In der Astrologie wird die Dreieinigkeit durch die drei Elemente Feuer, Wasser und Luft dargestellt.
In der Kabbala wird die Zahl Drei als die Zahl der Vollkommenheit betrachtet und in vielen asiatischen Kulturen wird sie als eine heilige und glückbringende Zahl angesehen.
Zudem hat die Zahl Drei in vielen Kulturen und Religionen eine sehr wichtige "spirituelle" Bedeutung, die sich auch mitunter in der Symbolik des Dreieckes wiederfindet.
Während die Zahl Drei, wie schon oben erwähnt, in der griechischen Mythologie als Triade und in der ägyptischen Mythologie als Dreiheit dargestellt wird, steht sie in der christlichen Religion als Grundlage des Glaubens für die Dreifaltigkeit: Gott-der Vater, Gott-der Sohn und Gott-der Heilige Geist.
So steht die Dreieinigkeit, nach der christlichen Lehre, für das Konzept einer göttlichen Einheit, in der drei separate Entitäten in einer göttlichen Einheit verschmelzen.
Die Triaden der heidnischen Nationen und Weltmächte
Triade
Unter Trias oder Triade (‚Dreiheit) versteht man in der Religionswissenschaft eine Dreiergruppe von Göttern oder mythischen Wesen.
Über die Bedeutung der Dreiheit in der griechischen Religion hat auch Aristoteles philosophisch reflektiert. Er wies darauf hin, dass bei den Pythagoreern, der von Pythagoras von Samos initiierten religiös-philosophischen Bewegung, die vom 6. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. bestand, die Drei eine bedeutende Rolle spielte.
Nach der Darstellung des Aristoteles lehrten die Pythagoreer, das „All“ und das „Alles“ werde durch die Dreizahl definiert: „Ende, Mitte und Anfang bilden die Zahl des Alls, nämlich die der Triade.“
An seinen Bericht über die pythagoreische Auffassung knüpfte Aristoteles einen eigenen Gedanken zur Drei in der Religion an:
„Deshalb haben wir diese Zahl der Natur entnommen, als ob sie eines von deren Gesetzen wäre, und bedienen uns ihrer bei der kultischen Verehrung der Götter.“
Die von Aristoteles erwähnte religiöse Bedeutung der Dreizahl zeigt sich in den verbreiteten Dreiergruppen von griechischen und römischen Göttern und mythischen Wesen.
Auch Götter, die primär als Einzelgestalten und weniger als Gruppenangehörige ins Blickfeld kamen, wurden mitunter zu Triaden zusammengefasst.
Dabei konnten Verwandtschaftsbeziehungen für die Gruppenbildung maßgeblich sein.
Verbreitet war die Ansicht, dass göttlicher Schutz besonders gesichert sei, wenn er von drei zu einer Gruppe verbundenen Göttern gewährleistet werde.
Außerdem trat bei Griechen und Römern in einer Vielzahl kultischer und sakraler Praktiken (Tanz, Gesang, Gebet, Eid, Opfer, Reinigung, Totenkult) eine besondere Bedeutung der Dreizahl hervor, etwa bei der dreimaligen Wiederholung eines sakralen Akts.
Hier sind einige Beispiele aus verschiedenen Kulturen:
Triaden aus der babylonischen Religion:
Im Mittelpunkt der im babylonischen Weltschöpfungsgedicht Enuma Elisch u. im sog. Gilgamesch-Epos überlieferten Götterwelt stehen zwei Götter-Triaden, um welche sich die Gottheiten der Ober- u. Unterwelt ordnen:
Die „kosmische“ Triade umfasst die den Himmel, Luftraum u. Gewässer beherrschenden
Gottheiten Anu, Ellil u. Ea,
die „astrale“ Triade die göttl. Herrscher der großen Gestirne
(Sonne, Mond u. Venus) Sin, Schamasch u. Ischtar.
Triaden aus der ägyptischen Religion:
Aus manchen Gottheiten bildete der alte Ägypter triadische Familien, bestehend aus Vater, Mutter und Kind (Sohn).
Einige Beispiele:
Die wohl bekannteste Triade: Osiris, Isis und Horus;
Memphitische Triade: Ptah, Sachmet und Nefertem;
Triade von Karnak: Amun, Mut und Chons.
Solche Triaden sollten die Götter eines Ortes in Form einer Familie zusammenführen.
Triaden aus der griechischen Religion:
Dazu zählen insbesondere die schon in Hesiods Theogonie angeführten Triaden gleichartiger, in erster Linie als Gruppe agierender Gottheiten, der Horen, der Moiren und der Chariten.
Die Gorgonenschwestern bilden ebenfalls eine Dreiheit.
In der Dreizahl treten auch die Totenrichter auf.
Die Musen waren ursprünglich nicht – wie schon bei Hesiod – neun, sondern drei.
Auch Quellnymphen (Najaden) verehrte man als Dreiergruppen.
Die bedeutendste Gruppe der Verwandtschaftsgottheiten bestand aus den drei Brüdern Zeus, Poseidon und Hades, unter die nach der griechischen Mythologie die Welt aufgeteilt war.
Eine weitere Verwandtschaftstrias bildeten Leto und ihre Kinder Artemis und Apollon.
Diese Dreiheit wurde mancherorts gemeinsam verehrt, und man pflegte die drei zusammen als Schwurgottheiten anzurufen.
Außerdem kam es vor, dass man im Kult drei Götter aufgrund ihrer Wesensverwandtschaft als Trias auffasste, etwa die unterirdischen Gottheiten Pluton, Demeter und Kore.
Triaden aus der römischen Religion:
Die ursprüngliche römische Bauernreligion wurde vornehmlich von Personifikationen der Natur und von Naturereignissen beherrscht (z. B. Tellus „Erde“, Ops „Ernte“, Ceres „Feldfrüchte“).
Erst ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. begannen die Römer unter dem vermittelnden Einfluss der Etrusker, die Götterwelt der Griechen zu importieren.
So entsprechen etliche Gestalten des römischen Götterhimmels denen der griechischen Mythologie.
Im Römischen Reich war die bedeutendste Dreiergruppe von Schutzgöttern die kapitolinische Trias von Iuppiter, Iuno und Minerva, der in der römischen Staatsreligion zentrale Bedeutung zukam.
Triaden im Hinduismus:
Die Trimurti (Sanskrit trimūrti „Dreigestalt“) ist ein Konzept des Hinduismus.
Dabei werden die drei großen Götter Brahma, der Weltschöpfer, Vishnu, der Erhalter, und Shiva oder Kālarudra, der Zerstörer, als Dreiheit aufgefasst und bildlich dargestellt.
In den Puranas erscheinen sie meist als Aspekte des umfassenden Wesens des Weltherrschers Shiva-Maheshvara.
Die drei Götter sind demnach nur verschiedene Erscheinungsformen einer Wesenheit, des einen höchsten Gottes (Ishvara).
Skulpturen zeigen sie nebeneinander oder zu einer dreifachen Gestalt vereinigt. Die Zentralfigur ist dabei je nach der religiösen Richtung der Verehrer entweder Shiva oder Vishnu.
Triaden im Daoismus:
Im chinesischen Daoismus bezeichnete der Ausdruck „Drei Reine“ oder „Drei Reinheiten“ ursprünglich drei von göttlichen Wesen und Unsterblichen bewohnte Himmel.
Die drei Himmel wurden mit den drei höchsten Göttern des Daoismus assoziiert.
Die drei Götter sind
Yuánshǐ Tiānzūn, der Himmelsehrwürdige des Uranfangs,
Tàishàng Dàojūn, der Himmelsehrwürdige des göttlichen Schatzes,
und Lǎojūn, der Himmelsehrwürdige des Weges und der Tugend.
Diese drei Götter, die das Dao symbolisieren, bilden nach der daoistischen Vorstellung eine Einheit, letztlich sind sie eine einzige Gottheit.
Die Trinität im Christentum:
In der religionswissenschaftlichen Forschung stellt sich die Frage, inwieweit bei Dreiergruppen von antiken Göttern die Dreiheit zugleich als eine Einheit empfunden wurde und damit eine Analogie zur christlichen „Dreieinheit“, der Trinität, besteht.
Nach einer Hypothese von Hermann Usener (1903) ist der christliche Dreieinigkeitsglaube aus derselben Wurzel entstanden wie die paganen Triaden.
Es handle sich um eine allgemeine menschliche Neigung, die Dreizahl in die Gottesvorstellung hineinzutragen.
Das christliche Dogma von der Dreieinigkeit Gottes sei „nicht geoffenbart, sondern geworden, hervorgewachsen unter der Wirkung desselben Keimtriebs, den wir in den Religionen des Altertums walten sahen.“
Zwecks Bildung einer Dreiheit sei der Heilige Geist relativ spät als Gottheit zu Gottvater und dessen Sohn Christus hinzugefügt worden.
Dazu bemerkte Usener: „Die göttliche Dreiheit [...] würde sich durchgesetzt haben, auch wenn die dritte Person in anderer Weise hätte ergänzt werden müssen.“
Ähnlich urteilte Eduard Norden.
Er befand 1913, dass „alle Vorbedingungen für die christliche Trinitätsformel viele Jahrhunderte vorher geschaffen und hellenischer Spekulation zugetragen worden waren“.
Den Ausgangspunkt bilde das Konzept der Einheit einer göttlichen Familie aus Vater, Mutter und Sohn; an die Stelle der Mutter sei bei den Christen der Heilige Geist getreten.
Triade und die Bedeutung der Zahl 3 in den Nationen (alles aus Wikipedia)
Die Zahl Drei
Die magische Zahl Drei ist eine Faszination, die in vielen Kulturen und Religionen eine wichtige Rolle spielt. Ob wir uns über die Dreieinigkeit in der christlichen Religion, die Triade in der griechischen Mythologie oder die Lehre von Körper, Geist und Seele im Buddhismus und Hinduismus informieren, die Zahl Drei wird immer wieder als „magisch“ bezeichnet.
So wird die Zahl Drei in vielen Kulturen mit positiven Dingen in Verbindung gebracht wie z.B. Vollständigkeit, Ganzheit und Perfektion.
In der Astrologie wird die Dreieinigkeit durch die drei Elemente Feuer, Wasser und Luft dargestellt.
In der Kabbala wird die Zahl Drei als die Zahl der Vollkommenheit betrachtet und in vielen asiatischen Kulturen wird sie als eine heilige und glückbringende Zahl angesehen.
Zudem hat die Zahl Drei in vielen Kulturen und Religionen eine sehr wichtige "spirituelle" Bedeutung, die sich auch mitunter in der Symbolik des Dreieckes wiederfindet.
Während die Zahl Drei, wie schon oben erwähnt, in der griechischen Mythologie als Triade und in der ägyptischen Mythologie als Dreiheit dargestellt wird, steht sie in der christlichen Religion als Grundlage des Glaubens für die Dreifaltigkeit: Gott-der Vater, Gott-der Sohn und Gott-der Heilige Geist.
So steht die Dreieinigkeit, nach der christlichen Lehre, für das Konzept einer göttlichen Einheit, in der drei separate Entitäten in einer göttlichen Einheit verschmelzen.
Die Triaden der heidnischen Nationen und Weltmächte
Triade
Unter Trias oder Triade (‚Dreiheit) versteht man in der Religionswissenschaft eine Dreiergruppe von Göttern oder mythischen Wesen.
Über die Bedeutung der Dreiheit in der griechischen Religion hat auch Aristoteles philosophisch reflektiert. Er wies darauf hin, dass bei den Pythagoreern, der von Pythagoras von Samos initiierten religiös-philosophischen Bewegung, die vom 6. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. bestand, die Drei eine bedeutende Rolle spielte.
Nach der Darstellung des Aristoteles lehrten die Pythagoreer, das „All“ und das „Alles“ werde durch die Dreizahl definiert: „Ende, Mitte und Anfang bilden die Zahl des Alls, nämlich die der Triade.“
An seinen Bericht über die pythagoreische Auffassung knüpfte Aristoteles einen eigenen Gedanken zur Drei in der Religion an:
„Deshalb haben wir diese Zahl der Natur entnommen, als ob sie eines von deren Gesetzen wäre, und bedienen uns ihrer bei der kultischen Verehrung der Götter.“
Die von Aristoteles erwähnte religiöse Bedeutung der Dreizahl zeigt sich in den verbreiteten Dreiergruppen von griechischen und römischen Göttern und mythischen Wesen.
Auch Götter, die primär als Einzelgestalten und weniger als Gruppenangehörige ins Blickfeld kamen, wurden mitunter zu Triaden zusammengefasst.
Dabei konnten Verwandtschaftsbeziehungen für die Gruppenbildung maßgeblich sein.
Verbreitet war die Ansicht, dass göttlicher Schutz besonders gesichert sei, wenn er von drei zu einer Gruppe verbundenen Göttern gewährleistet werde.
Außerdem trat bei Griechen und Römern in einer Vielzahl kultischer und sakraler Praktiken (Tanz, Gesang, Gebet, Eid, Opfer, Reinigung, Totenkult) eine besondere Bedeutung der Dreizahl hervor, etwa bei der dreimaligen Wiederholung eines sakralen Akts.
Hier sind einige Beispiele aus verschiedenen Kulturen:
Triaden aus der babylonischen Religion:
Im Mittelpunkt der im babylonischen Weltschöpfungsgedicht Enuma Elisch u. im sog. Gilgamesch-Epos überlieferten Götterwelt stehen zwei Götter-Triaden, um welche sich die Gottheiten der Ober- u. Unterwelt ordnen:
Die „kosmische“ Triade umfasst die den Himmel, Luftraum u. Gewässer beherrschenden
Gottheiten Anu, Ellil u. Ea,
die „astrale“ Triade die göttl. Herrscher der großen Gestirne
(Sonne, Mond u. Venus) Sin, Schamasch u. Ischtar.
Triaden aus der ägyptischen Religion:
Aus manchen Gottheiten bildete der alte Ägypter triadische Familien, bestehend aus Vater, Mutter und Kind (Sohn).
Einige Beispiele:
Die wohl bekannteste Triade: Osiris, Isis und Horus;
Memphitische Triade: Ptah, Sachmet und Nefertem;
Triade von Karnak: Amun, Mut und Chons.
Solche Triaden sollten die Götter eines Ortes in Form einer Familie zusammenführen.
Triaden aus der griechischen Religion:
Dazu zählen insbesondere die schon in Hesiods Theogonie angeführten Triaden gleichartiger, in erster Linie als Gruppe agierender Gottheiten, der Horen, der Moiren und der Chariten.
Die Gorgonenschwestern bilden ebenfalls eine Dreiheit.
In der Dreizahl treten auch die Totenrichter auf.
Die Musen waren ursprünglich nicht – wie schon bei Hesiod – neun, sondern drei.
Auch Quellnymphen (Najaden) verehrte man als Dreiergruppen.
Die bedeutendste Gruppe der Verwandtschaftsgottheiten bestand aus den drei Brüdern Zeus, Poseidon und Hades, unter die nach der griechischen Mythologie die Welt aufgeteilt war.
Eine weitere Verwandtschaftstrias bildeten Leto und ihre Kinder Artemis und Apollon.
Diese Dreiheit wurde mancherorts gemeinsam verehrt, und man pflegte die drei zusammen als Schwurgottheiten anzurufen.
Außerdem kam es vor, dass man im Kult drei Götter aufgrund ihrer Wesensverwandtschaft als Trias auffasste, etwa die unterirdischen Gottheiten Pluton, Demeter und Kore.
Triaden aus der römischen Religion:
Die ursprüngliche römische Bauernreligion wurde vornehmlich von Personifikationen der Natur und von Naturereignissen beherrscht (z. B. Tellus „Erde“, Ops „Ernte“, Ceres „Feldfrüchte“).
Erst ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. begannen die Römer unter dem vermittelnden Einfluss der Etrusker, die Götterwelt der Griechen zu importieren.
So entsprechen etliche Gestalten des römischen Götterhimmels denen der griechischen Mythologie.
Im Römischen Reich war die bedeutendste Dreiergruppe von Schutzgöttern die kapitolinische Trias von Iuppiter, Iuno und Minerva, der in der römischen Staatsreligion zentrale Bedeutung zukam.
Triaden im Hinduismus:
Die Trimurti (Sanskrit trimūrti „Dreigestalt“) ist ein Konzept des Hinduismus.
Dabei werden die drei großen Götter Brahma, der Weltschöpfer, Vishnu, der Erhalter, und Shiva oder Kālarudra, der Zerstörer, als Dreiheit aufgefasst und bildlich dargestellt.
In den Puranas erscheinen sie meist als Aspekte des umfassenden Wesens des Weltherrschers Shiva-Maheshvara.
Die drei Götter sind demnach nur verschiedene Erscheinungsformen einer Wesenheit, des einen höchsten Gottes (Ishvara).
Skulpturen zeigen sie nebeneinander oder zu einer dreifachen Gestalt vereinigt. Die Zentralfigur ist dabei je nach der religiösen Richtung der Verehrer entweder Shiva oder Vishnu.
Triaden im Daoismus:
Im chinesischen Daoismus bezeichnete der Ausdruck „Drei Reine“ oder „Drei Reinheiten“ ursprünglich drei von göttlichen Wesen und Unsterblichen bewohnte Himmel.
Die drei Himmel wurden mit den drei höchsten Göttern des Daoismus assoziiert.
Die drei Götter sind
Yuánshǐ Tiānzūn, der Himmelsehrwürdige des Uranfangs,
Tàishàng Dàojūn, der Himmelsehrwürdige des göttlichen Schatzes,
und Lǎojūn, der Himmelsehrwürdige des Weges und der Tugend.
Diese drei Götter, die das Dao symbolisieren, bilden nach der daoistischen Vorstellung eine Einheit, letztlich sind sie eine einzige Gottheit.
Die Trinität im Christentum:
In der religionswissenschaftlichen Forschung stellt sich die Frage, inwieweit bei Dreiergruppen von antiken Göttern die Dreiheit zugleich als eine Einheit empfunden wurde und damit eine Analogie zur christlichen „Dreieinheit“, der Trinität, besteht.
Nach einer Hypothese von Hermann Usener (1903) ist der christliche Dreieinigkeitsglaube aus derselben Wurzel entstanden wie die paganen Triaden.
Es handle sich um eine allgemeine menschliche Neigung, die Dreizahl in die Gottesvorstellung hineinzutragen.
Das christliche Dogma von der Dreieinigkeit Gottes sei „nicht geoffenbart, sondern geworden, hervorgewachsen unter der Wirkung desselben Keimtriebs, den wir in den Religionen des Altertums walten sahen.“
Zwecks Bildung einer Dreiheit sei der Heilige Geist relativ spät als Gottheit zu Gottvater und dessen Sohn Christus hinzugefügt worden.
Dazu bemerkte Usener: „Die göttliche Dreiheit [...] würde sich durchgesetzt haben, auch wenn die dritte Person in anderer Weise hätte ergänzt werden müssen.“
Ähnlich urteilte Eduard Norden.
Er befand 1913, dass „alle Vorbedingungen für die christliche Trinitätsformel viele Jahrhunderte vorher geschaffen und hellenischer Spekulation zugetragen worden waren“.
Den Ausgangspunkt bilde das Konzept der Einheit einer göttlichen Familie aus Vater, Mutter und Sohn; an die Stelle der Mutter sei bei den Christen der Heilige Geist getreten.

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