Das Beispiel von Zachäus zeigt sehr deutlich, dass wir keine billige Gnade empfangen. Billige Gnade wäre reine Sündenverbung ohne weitere Auswirkungen.
Aber durch die Gnade der Errettung und der "neuen Natur", die wir bekommen haben, wollen wir natürlich Wiedergutmachung leisten, Unrecht erworbenes Gut zurück geben, vergeben, wo es uns schwerfällt; lieben, wo wir zu sehr mit uns beschäftigt waren.
Wir haben auch oft " vierfach" zurück zu geben, in den Bereichen, in denen wir versagt haben.
Der Mensch, von Habgier beherrscht
03.03.2024 10:18
Der Mensch, von Habgier beherrscht
03.03.2024 10:18
Der Mensch, von Habgier beherrscht
8 Zachäus aber trat hin und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, so gebe ich es vierfältig zurück!
9 Und Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist;
10 denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. (Luk 19:8, Schlachter)
19,8 Die Errettung brachte eine radikale Veränderung im Leben dieses Zöllners mit sich. Er berichtete dem Heiland, dass er nun vorhatte, »die Hälfte« seiner »Güter … den Armen« zu geben. (Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er versucht, aus den Armen so viel Geld wie nur möglich herauszupressen.) Er plante auch, jeden Betrag »vierfach« zurückzuerstatten, den er auf unehrliche Weise eingenommen hatte. Das war mehr, als das Gesetz verlangte (2. Mose 22,4.6; 3. Mose 5,24; 4.Mose 5,7). Es zeigte, dass Zachäus nun von der Liebe bestimmt wurde, während er früher von der Habgier beherrscht worden war.
Es gab keinen Zweifel daran, dass Zachäus sich auf betrügerische Weise Geld angeeignet hatte. Wuest übersetzt V.8b folgendermaßen: »Und weil ich … durch falsche Anklage genommen habe …« Es gibt hier kein »Wenn«.
Es klingt fast so, als ob sich Zachäus seiner guten Werke hier rühmte und auf sie vertraute, dass sie ihn retteten. Doch darum geht es hier gar nicht. Er sagte damit, dass sein neues Leben in Christus in ihm das Verlangen weckte, das in der Vergangenheit unrechtmäßig Angeeignete zurückzuzahlen. Aus Dankbarkeit gegenüber Gott wollte er sein Geld nun zur Ehre Gottes und zum Segen seiner Mitmenschen einsetzen.
Vers 8 ist einer der deutlichsten Verse zum Thema Entschädigung in der ganzen Bibel. Die Erlösung befreit einen Menschen nicht davon, Unrecht, das er in der Vergangenheit angerichtet hat, so gut wie möglich wieder zu bereinigen. Schulden, die man in der Zeit gemacht hat, als man noch nicht errettet war, werden durch die neue Geburt nicht hinfällig. Und wenn man vor der Bekehrung Geld gestohlen hat, dann ist es erforderlich, dass man das Geld zurückgibt, nachdem man die Gnade Gottes wahrhaft erfahren hat und zu einem Kind Gottes geworden ist.
19,9 Jesus verkündigte schlicht, dass dem Haus des Zachäus »Heil widerfahren« sei, »weil auch er ein Sohn Abrahams ist«. Er wurde nicht errettet, weil er von Geburt aus Jude war. Hier bedeutet der Ausdruck »Sohn Abrahams« mehr als natürliche Verwandtschaft, es bedeutet, dass Zachäus denselben Glauben an den Herrn hatte, den auch Abraham hatte. Auch kam die Errettung oder das Heil nicht in das Haus des Zachäus, weil er so viel den Armen gab oder seine alten Schulden wiedergutgemacht hatte (V. 8). Solche Taten sind das Ergebnis der Errettung, aber nicht ihre Ursache.
(William Macdonald)
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„zu einem Kind Gottes geworden ist.“
Das halte ich für sehr fromm, optimistisch formuliert, von jetzt auf nachher ein Kind Gottes geworden zu sein.
Einige von uns wissen, daß der Weg zum Vaterhaus und bis Christus in uns Gestalt annimmt, oft ein sehr langer Weg sein kann.
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„während er früher von der Habgier beherrscht worden war.“
Es beschreibt bis zum heutigen Tag das Wesen des Menschen und Grund vieler Kriege und Leid, was man damit bereit ist, seinem Nächsten zuzufügen.
5 Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. (Eph 5:5, Schlachter)
9 Und Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist;
10 denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. (Luk 19:8, Schlachter)
19,8 Die Errettung brachte eine radikale Veränderung im Leben dieses Zöllners mit sich. Er berichtete dem Heiland, dass er nun vorhatte, »die Hälfte« seiner »Güter … den Armen« zu geben. (Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er versucht, aus den Armen so viel Geld wie nur möglich herauszupressen.) Er plante auch, jeden Betrag »vierfach« zurückzuerstatten, den er auf unehrliche Weise eingenommen hatte. Das war mehr, als das Gesetz verlangte (2. Mose 22,4.6; 3. Mose 5,24; 4.Mose 5,7). Es zeigte, dass Zachäus nun von der Liebe bestimmt wurde, während er früher von der Habgier beherrscht worden war.
Es gab keinen Zweifel daran, dass Zachäus sich auf betrügerische Weise Geld angeeignet hatte. Wuest übersetzt V.8b folgendermaßen: »Und weil ich … durch falsche Anklage genommen habe …« Es gibt hier kein »Wenn«.
Es klingt fast so, als ob sich Zachäus seiner guten Werke hier rühmte und auf sie vertraute, dass sie ihn retteten. Doch darum geht es hier gar nicht. Er sagte damit, dass sein neues Leben in Christus in ihm das Verlangen weckte, das in der Vergangenheit unrechtmäßig Angeeignete zurückzuzahlen. Aus Dankbarkeit gegenüber Gott wollte er sein Geld nun zur Ehre Gottes und zum Segen seiner Mitmenschen einsetzen.
Vers 8 ist einer der deutlichsten Verse zum Thema Entschädigung in der ganzen Bibel. Die Erlösung befreit einen Menschen nicht davon, Unrecht, das er in der Vergangenheit angerichtet hat, so gut wie möglich wieder zu bereinigen. Schulden, die man in der Zeit gemacht hat, als man noch nicht errettet war, werden durch die neue Geburt nicht hinfällig. Und wenn man vor der Bekehrung Geld gestohlen hat, dann ist es erforderlich, dass man das Geld zurückgibt, nachdem man die Gnade Gottes wahrhaft erfahren hat und zu einem Kind Gottes geworden ist.
19,9 Jesus verkündigte schlicht, dass dem Haus des Zachäus »Heil widerfahren« sei, »weil auch er ein Sohn Abrahams ist«. Er wurde nicht errettet, weil er von Geburt aus Jude war. Hier bedeutet der Ausdruck »Sohn Abrahams« mehr als natürliche Verwandtschaft, es bedeutet, dass Zachäus denselben Glauben an den Herrn hatte, den auch Abraham hatte. Auch kam die Errettung oder das Heil nicht in das Haus des Zachäus, weil er so viel den Armen gab oder seine alten Schulden wiedergutgemacht hatte (V. 8). Solche Taten sind das Ergebnis der Errettung, aber nicht ihre Ursache.
(William Macdonald)
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„zu einem Kind Gottes geworden ist.“
Das halte ich für sehr fromm, optimistisch formuliert, von jetzt auf nachher ein Kind Gottes geworden zu sein.
Einige von uns wissen, daß der Weg zum Vaterhaus und bis Christus in uns Gestalt annimmt, oft ein sehr langer Weg sein kann.
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„während er früher von der Habgier beherrscht worden war.“
Es beschreibt bis zum heutigen Tag das Wesen des Menschen und Grund vieler Kriege und Leid, was man damit bereit ist, seinem Nächsten zuzufügen.
5 Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. (Eph 5:5, Schlachter)
Kommentare
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(Nutzer gelöscht) 03.03.2024 11:22
Zeitzeuge 03.03.2024 11:39
Dein Zitat:
"Er war ein kleiner Mann, von den Menschen verachtet."
...und vielleicht auch nicht genug "beachtet" - wo dann Gelderwerb zur Ersatzbefriedigung wird, den man dann gerne als Köder auswerfen möchte. Zum Beispiel beim männlichen Geschlecht nicht unbekannt.
"Er war ein kleiner Mann, von den Menschen verachtet."
...und vielleicht auch nicht genug "beachtet" - wo dann Gelderwerb zur Ersatzbefriedigung wird, den man dann gerne als Köder auswerfen möchte. Zum Beispiel beim männlichen Geschlecht nicht unbekannt.

Jetzt
Dachte er, mit genug Geld würde auch er anerkannt? Geld regiert die Welt.
Er war ein kleiner Mann, von den Menschen verachtet.
Aber Yeshua sieht sein Herz und spürt seine Sehnsucht nach einem sinnerfüllten Leben. Geld macht nicht glücklich.
Kaum sieht Zachäus Jesus, da fällt diese Begierde von ihm ab. Er will keinen Reichtum mehr, sondern ein reines Leben vor Gott. Wiedergutmachung ist wichtig.
So habe ich es auch bei meiner Bekehrung erlebt. Geld empfand ich als schwere Last und abstoßend.
Wir hatten so viel angesammelt und als Schwarzgeld in die Schweiz gebracht.
Wir brauchten es gar nicht. Macht Geld glücklich? Befreit es von Sünde und Begierden?
Wir haben damals alles Schwarzgeld zurückgezahlt und viel Geld gespendet.
Ein schlichtes Leben und ein gutes Gewissen vor Gott ist viel wichtiger, als Geld anzuhäufen.
Gott versorgt Seine Nachfolger, die alles von Ihm erwarten.
Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat!
Ihm gehört alles. Wir brauchen nicht betrügen und stehlen, um zu leben.
Zu Seiner Ehre sollen wir die Gaben, die ER uns anvertraut, einsetzen - mit einem ehrlichen, demütigen Herzen und nicht, um vor anderen Menschen groß zu erscheinen. Im Verborgenen, nicht prahlerisch.
Matthäus 6:
1 Habt acht, daß ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.
2 Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen.