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Gelassenheit, wie geht das?

Gelassenheit, wie geht das?
der Begriff Gelassenheit wird immer dann aktuell, wenn wir uns über etwas oder über jemanden aufregen

und merken (oft erst hinterher), dass wir nicht an unser Ziel kamen oder die Situation eher schlimmer als besser wurde.

Der Mangel an Gelassenheit hat - je nach Situation - verschiedene Ursachen.

Ursache 1: Selbstbezogenheit

Selbstbezogenheit ist seit Adam und Eva bekannt. Die kath. Kirche bezeichnet Selbstbezogenheit als Erbsünde.

Egal welchen Ausdruck man vorzieht: Immer geht es um "mich": Meine Arbeit, mein Geld, meine Familie, meine Freude - und: meine Erwartung an andere Menschen.

Der "blinde" Mensch spricht: "Die Menschen sind schlecht. Jeder denkt nur an sich. Ich aber bin anders, ich denke an mich."

==> Je höher meine Erwartung an andere Menschen ist, desto höher ist auch das Risiko enttäuscht zu werden.

Das führt mich zu der Haltung: Von Gott alles zu erwarten, von Menschen nichts.

==> Gelassenheit durch Änderung meiner Erwartungshaltung.

Die (unserer Natur entsprechende) Erwartungshaltung verlangt nach Bestätigung unserer Wahrnehmung und unserer Gefühle. "Ich finde das Kleid schön - XY soll das auch schön finden."


Wahrnehmung: Du gehst über die Straße. Wird Deine Wahrnehmung nicht bestätigt (hier ist keine Gefahr), dann
kann der Widerspruch von jemandem dir helfen, eine Gefahr zu vermeiden, die Du nicht erkannt hast.

Gefühle:
Aber wenn er Deinen Gefühlen (Deinem Geschmack "das Kleid steht mir gut) widerspricht, dann stellst Du Deine
Gefühle über seine Gefühle. = Selbstbezogenheit - mit der Folge, dass Du nicht gelassen mit seiner anderslautenden

Meinung umgehen kannst ==> und dies hat vermutlich die Folge, dass Du Dich ärgerst.

Fehler: Wir gehen mit Gefühlen genauso um wie mit Wahrnehmung.

Ursache 2: Mangelnde Konzentration und mangelnde Disziplin

Es ist bekannt, dass Emotionen (bildlich biologische Motoren: Freude, Angst, Überraschung, Ekel, Wut, Trauer) Informationen aus der Außenwelt (über Sinnesorgane Augen, Ohren, Nase) verarbeiten. 

Emotionen verarbeiten auch Informationen aus unserer Innenwelt, die sie über das Nervensystem von unserem Körper erhalten.

Schritt 1 der Verarbeitung: Die Informationen werden gefiltert ==>

a) unwichtige Information, gleich wieder vergessen

b) wichtige Information - aber nicht für jetzt sondern für später. Beispiel: Du liest auf dem Weg zur Arbeit ein günstiges Angebot zum Kauf von schönen Blumen. Diese Information merkst Du Dir, damit Du auf dem Nachhauseweg Blumen kaufst, mit denen Du den Balkon verschönern möchtest.

c) sehr wichtige Information. Du erhältst einen Anruf von einer Kollegin, dass Du anstatt am Samstag nun am Sonntag Deinen freien Tag hast.

Sehr wichtige Informationen werden bildlich "mit einer Bewertung (z.B. Freude) versehen und als Gesamtpaket per Email sofort an das Bewusstsein gesendet. Fragt uns jetzt jemand "wie fühlst Du Dich?"

antworten wir: "Ich habe eben eine gute Nachricht erhalten - kann jetzt zum Gottesdienst gehen - und ich freue mich. Mir geht es gut."

Über die gute / schlechte Nachricht nachdenken - das kann nur nach Erhalt der Email von unseren Emotionen erfolgen. Daher gilt die Regel 1: Emotionen/Gefühle sind immer schneller als unsere Gedanken.

Regel 2: Emotionen / Gefühle können weder denken noch die erhaltene Information analysieren. Emotionen/Gefühle können also nicht überprüfen, ob die erhaltene Information sachlich richtig ist. Vielleicht hat sich die Kollegin geirrt?

Emotionen und die daraus abgeleiteten Gefühle sind also nur ein Anstoß, der Information mit Hilfe unseres Verstandes auf den Grund zu gehen. Und da ich mich von Gott leiten lasse, der mehr weiß als unser Verstand es ermöglicht, bete ich um Leitung meiner Gedanken. Wir haben einen klugen und weisen Gott.

Sich nicht von Gott leiten zu lassen, ist unklug.

Handeln wir spontan und verlassen wir uns auf unsere Gefühle, könnten wir uns über die wahre Situation täuschen.

Im Fall von negativen Gefühlen (z.B. Ärger, Wut, Aggression) fällt es mir besonders auf, dass es sehr wichtig ist, der Ursache und der Wahrheit auf den Grund zu gehen - und nicht auf Grund meines negativen Gefühls sofort zu handeln. Ich sage dann zu mir: "Stopp. Bevor ich dem Ärger weiter nachgehe, will ich zuerst die Wahrheit - also die wahre Ursache für mein Gefühl erkennen." Um so handeln zu können, dafür brauche ich Konzentration auf das, was ich will (im Gebet um Führung bitten) und Disziplin, auch so zu beten und zu handeln.

Beispiel: Ich lade Thomas zu meiner Geburtstagsfeier ein. Er sagt ab mit der Begründung "keine Zeit".

Im ersten Moment halte ich das für eine billige Ausrede (Lüge) und Ärger wird mir von meinen Gefühlen signalisiert. ==> ich beginne mich zu ärgern.

Weil ich jedoch zu meinen Emotionen/Gefühlen "Stopp" sage, gewinne ich Zeit zum Nachdenken.

Nun sammle ich Informationen - und erkenne, dass meine Vermutung "billige Ausrede" richtig ist.

Jedoch bleibt immer noch die Ursache Selbstbezogenheit als Feind meiner Gelassenheit.

==> "was ich für wichtig halte, muss auch Thomas als wichtig behandeln."

Oder: Wenn ich mich über "......." freue, muss sich auch der Andere darüber freuen.

Tut der Andere das nicht, richte ich mich nach meinen negativen Gefühlen und ärgere ich mich - und handle entsprechend negativ. (z.B. ich schimpfe auf Thomas)

Meine Empfehlung für mich lautet - ich denke:

1. wenn ich mich ärgere, dann kann ich schlecht nachdenken

2. wenn ich nicht nachdenke, kann ich keine gute Lösung finden. Ich komme zwar zu einer Reaktion,

aber ob meine Reaktion gut ist, ist unsicher. Jetzt entscheide ich mich darüber nachzudenken, was ich eigentlich will.

3. ich will die bestmögliche Lösung finden. Dazu muss ich beten und nachdenken.

Hinweis: Zu meinem Ich gehören Verstand aber auch meine Gefühle. Nur eben haben beide durchaus eine ganz unterschiedliche Basis. Gefühle/Emotionen sind rein biologisch (fleischlich). Unsere Emotionen wissen weder etwas von Gott, noch von Moral. Richtig ist für unsere Emotionen/Gefühle nur der Selbsterhalt (Darauf basiert die Selbstbezogenheit). 

Es geht den Emotionen/Gefühlen nie um Gott oder um den Nächsten. Emotionen wollen nur, dass es Dir gut geht. Fälschlicherweise nehmen Menschen gerne an: Wenn es mir gut geht - wenn ich mich wohl fühle - dann ist die Situation und mein Handeln auch gut.

Selbstbezogenheit kann sich z.B. so bemerkbar machen: Ich helfe der Monika, weil ich mich dann wohl fühle. Ich fühle mich wohl, weil ich mich als "guter Mensch" bestätigt sehe. Aber sobald meine Hilfe für Monika zu eine Anstrengung führt, bei der ich mich nicht mehr wohl fühle, stoppe ich meine Hilfe."

Selbstbezogenheit rät mir: Tue immer nur das, wobei Du Dich wohl fühlst. Wer Dein Wohlgefühl stört, ist Dein Feind. Kritik an mir - wird als feindlich empfunden, wenn es das Wohlgefühl stört. Das führt zur Kritikunfähigkeit.

Gelassenheit rät mir: Achte nicht ständig auf Dein Wohlgefühl. Eine Situation oder eine Handlung kann durchaus gut sein, auch wenn Du Dich nicht wohl fühlst. Im übrigen muss sich niemand nach Deinen Gefühlen richten.

Und selbst wenn der Andere offensichtlich einen Fehler macht, darf er das. Jeder hat das Recht, sich zu irren oder fehlerhaft zu handeln. (ich habe ja auch dieses Recht - auch wenn es nicht klug ist, Fehler zu machen.)  Gelassenheit verhilft mir sogar in Situationen, in denen mich mein Gegner negativ kritisiert, denn ich überlege, ob er evt. damit Recht haben könnte. So gelange ich zu einer Verbesserung meiner Erkenntnis. Und das ist ja auch ein Ziel, welches ich gerne verfolge.

Ich bin immer dann gelassen, wenn ich mich für Gelassenheit entscheide. Gründe, gelassen zu sein, gibt es genug. Ich sollte sie mir nur in Erinnerung rufen. Je öfter ich mich für Gelassenheit entschieden habe, um so leichter fällt es mir, gelassen zu bleiben (Training hilft). Durch häufiges Training kann ich sogar dann gelassen bleiben, wenn ich plötzlich und unerwartet in eine unangenehme Unwohlsituation gerate.

Der Grund: Während Emotionen/Gefühle immer schneller sind als unser Verstand, versetzt mich mein Training in die Lage, schneller zu sein als meine Emotionen/Gefühle.

Viele Menschen geben mit dem Training auf, weil sie schon wieder versagt haben. Um nicht aufzugeben hilft es, wenn Du Möglichkeitsdenkerin wirst. Das geht so:

Wenn Du bis heute sagst: "Dass kann ich nicht" - dann sage ab heute: "NOCH kann ich es nicht.
Aber morgen oder übermorgen.

Wenn Du bis heute sagst: "ich bin unbeherrscht und undiszipliniert"  - dann sage ab heute:
NOCH handle ich unbeherrscht, emotional und undiszipliniert Aber morgen oder übermorgen werde ich beherrscht, durchdacht und diszipliniert handeln.

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 09.07.2023 17:33
Gelassenheit -  wie geht das   ?

Es ist eine " Schulung " durch den Heiligen Geist  ,  wenn wir es zulassen  ,
und führt zur " Demutshaltung " .  Eine ganz außerordentliche " Lernetappe " ,
gebe ich ehrlich mit zu  .  🙂
 
pieter49 09.07.2023 17:45
...es ist auch ein persönliche Einstellung, vielleicht auch Erbgut...?!

So lange ich Lebe, habe ich noch nie das Bedürfnis gehabt mich schnell auf zu Regen oder mich zu Ärgern.

Und wenn mich jemand ärgern möchte oder beleidigt, sage ich immer; vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Wenn man der Bergpredigt vom Herrn Jesus Christus liest und verinnerlicht, weiß man wie man sich benehmen kann...

Alles andere ist Menschlich!

...und Theoretisieren ist mir zu Anstrengend!

...ich liebe es bequem zu Leben und Gottes Segnungen zu Genießen.
 
Schneeball 09.07.2023 18:18
Zu pieter49 . . . ." vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit " . . . also bis ich 
soweit bin - DAS wird noch dauern . . . .😅

Zu Fische - ja - das ist sehr gut formuliert :
1 . Der Heilige Geist ist tatsächlich der große innere Lehrmeister - und wenn man
     gelernt,geübt hat - es durfte.SEINE Stimme von den vielen anderen innen
     drin zu unterscheiden - dann - dann wird vieles einfacher.
     Klar - man muß IHM dann auch gehorchen ! - - und
2.  Oh ja - es ist eine Lernetappe : "Demütig sein" - und nicht aufbrausen,nicht
     auf seinem - angeblichen 😉 - Recht zu bestehen,nicht das letzte Wort haben
     zu wollen,nicht . . . ,nicht . . . ,nicht . . . 
   
Jeder hat da ja so "sein's" . . . 
 
Annres 09.07.2023 18:25
Bluehorse, ich finde mich in den Gründen, warum man seine Gelassenheit verlieren kann, nicht wieder, denn es gibt doch außer Selbstbezogenheit und mangelnder Konzentration/Disziplin noch weitere Gründe, warum man seine Gelassenheit verlieren kann?

Wie ist es zum Beispiel, wenn man gerade gut gelaunt und gelassen ist und plötzlich ein himmelschreiendes Unrecht mitbekommt? Sollen wir dann etwa gelassen bleiben?

Ich denke in diesem Zusammenhang auch an das sogenannte "Gelassenheitsgebet", das meinem Vater sehr wichtig, beinahe schon sein Lebensmotto war:

 
(Nutzer gelöscht) 09.07.2023 18:30
Hier im Forum mit dem geschriebenen Wort fällt mir das mit der Gelassenheit nicht so schwer, aber im direkten Austausch habe ich es noch nicht geschafft, dass sich die negativen Emotionen, besonders Wut, nicht auf mich übertragen. Vielleicht klappt's ja, wenn ich dann an Pieters Worte denke, "vielen Dank für die Aufmerksamkeit". Ich werde es mal ausprobieren.
 
Schneeball 09.07.2023 18:34
Ja - an dieses Gebet mußte ich auch sofort denken !
---
Der Eintrag von @Annres weckt bei mir noch einen Gedanken:
Wenn ich bei solch einem Unrecht platzen will - habe ich mir "beigebracht"
möglichst "immer" ein Stoßgebet nach oben zu schicken :
Ganz blitzschnell zu fragen : "Herr - was sind jetzt Deine Gedanken" ?
Klar - es gelingt nicht immer - aber immer öfter: Besser !

Und manchmal handel ich ohne viel zu überlegen,einfach nach meinem
Naturell - und erkenne im Nachhinein : Boh - eij - das war genau geführt,
richtig.
Ich gebe jeden Tag zu Beginn meine ganze Person bewußt in die Führung
Gottes/Jesu.
 
AndreasSchneider 09.07.2023 18:36
Gelassenheit ist humanistisches Gefasel, die Früchte des Geistes sind, Liebe, Sanftmut, Besonnenheit und dergleichen mehr, wovon wir im NT lesen.

Vor allen Dingen ist eine "Gelassenheit" zum falschen Zeitpunkt kontraproduktiv, nämlich genau dann, wenn es eigentlich notwendig wäre zu handeln.

Wer "gelassen" zuschaut, wie seine Felle den Bach heruntergehen, ist sicherlich kein Vorbild.

Andreas
 
(Nutzer gelöscht) 09.07.2023 18:43
Zur Gelassenheit gehören: Sanftmut, Langmut und Demut.
Die Wortherkunft von Gelassenheit ist auch sehr interessant. Ich war ganz überrascht, als ich das mal las. (Sich Gott überlassen)
 
pieter49 09.07.2023 18:52
um 18:34 Uhr

von @Schneeball:

''Ich gebe jeden Tag zu Beginn meine ganze Person bewußt in die Führung Gottes/Jesu''

Richtig!

Das gehört für mich auch zum Morgengebet.

Darum hat für mich das Hl. Evangelium vom Herrn Jesus Christus, die höchste Stellenwert!
 
pieter49 09.07.2023 18:58
Wenn man bedenkt, wie der Herr Jesus Christus mit den Pharisäer und Schriftgelehrten umgegangen ist, sehen wir doch wie Phänomenal und Gelassen der Herr Jesus Christus das tat...

Auch das gehört zur Nachfolge Christi
 
Lavendeltee 09.07.2023 19:23
Ein gelassenes Herz bedeutet Leben für den Leib, doch Bitterkeit und Eifersucht ist wie ein Krebsgeschwür. Sprüche 14..

Wenn der Herrscher( Chef, Mensch) gegen dich in Zorn gerät, bewahre Ruhe, denn Gelassenheit bewahrt vor große Fehler.  Prediger 10...

Gelassenheit/Gleichmut , die Sprachwurzel aus dem mittelhochdeutsch ist ursprünglich 》Gottergeben!

Voll schön!
Hab gegoogelt,  wusste ich nicht.
 
Lavendeltee 09.07.2023 19:28
Oh, @angel08...entschuldige, ich habe Deinen Kommentar auf dem Handy überlesen...aber gleiche Gedanken.
🌞...wir nehmen es gelassen hin, kann passieren 🌞
 
Bluehorse 09.07.2023 19:46
Annres

"Wie ist es zum Beispiel, wenn man gerade gut gelaunt und gelassen ist und plötzlich ein himmelschreiendes Unrecht mitbekommt? Sollen wir dann etwa gelassen bleiben?"

Gelassen bleiben führt zu "ich lasse es bleiben". Und nein! Je nach Situation wäre diese Haltung Ausdruck von Gleichgültigkeit und Gleichgültigkeit würde ausdrücken: Es ist mir egal, ob Recht oder Unrecht zum Zuge kommt. Gott hat sich schon immer eingemischt und die Bibel zeigt, dass Gott zornig wird und etwas tut.
 
Bluehorse 09.07.2023 19:51
AndreasSchneider

"Gelassenheit ist humanistisches Gefasel..." 

Anscheinend hast Du meinen Eingangsbeitrag nur oberflächlich gelesen - oder nicht verstanden.

"Gelassenheit ist humanistisches Gefasel, die Früchte des Geistes sind, Liebe, Sanftmut, Besonnenheit und dergleichen mehr, wovon wir im NT lesen."

Also Dein Beitrag zeugt weder von Liebe, noch von Sanftmut und Besonnenheit. Kann es Dir passieren, dass Du manchmal unüberlegt von Dingen redest, die Du nicht verstanden hast?
 
schaloemchen 09.07.2023 20:11
Pieter

Und wenn mich jemand ärgern möchte oder beleidigt, sage ich immer; vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Na ja so gelassen bist nun auch wieder nicht, wenn Dich hier jemand sperrt. Dann kommen immer Blogs mit Usernamen hinterher. 

vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! habe ich dort noch nie gelesen 

Also... 😜

üben bei der nächsten Sperre, gell 😉
 
(Nutzer gelöscht) 09.07.2023 20:14
Naja, wenn man sich schon nicht ärgert, so darf man aber doch noch seiner Verwunderung Ausdruck verleihen.
 
pieter49 09.07.2023 20:35
Vielen Dank liebes @schaloemchen für deine Aufmerksamkeit!
 
pieter49 09.07.2023 20:40
Liebes @schaloemchen, wir sind hier im Digitale Bereich, aber wenn Du möchtest, kann ich Dich mal zum Eisbecher, Kaffee oder zum essen einladen...

und wir werden uns dann über Gelassenheit (sich Gott überlassen) diskutieren.

Wann hast du Zeit?

...ich freue mich schon über deine Einladung!
 
AndreasSchneider 09.07.2023 21:07
Wenn Gelassenheit den Beigeschmack von falscher Demut hat, ist es sicherlich nicht richtig!

Andreas
 
Digrilimele 09.07.2023 21:18
Ich habe da nicht ein ganz so großes Problem mit, da ich glaube, dass der Herr  diesen Tag für mich gemacht hat, mit all seinen Hürden und Schwierigkeiten, damit ich daran im Glauben wachse.
Also geht es nur um das Empfangen, von dem, was ER mir in dem Tag gelegt hat. Und sollte ich mich darüber beschweren, wenn man wieder eine Welle von Schwierigkeiten auf mich zugerollt kommen?
Nein, natürlich nicht, so dienen gerade sie nur zu meinem Besten. 
Es ist eben wichtig, dass wir Gott vertrauen und nicht zweifeln und jeder Zeit mit SEINEM Eingreifen rechnen.
Und wenn wir das so glauben, was sollte uns dann  aus der Gelassenheit bringen?
Er hat doch alles im Griff!! Und nur darauf kommt es an!
Auch wenn ich manches jetzt noch nicht verstehen kann und ich habe ich damit aufgehört, Dinge verstehen zu wollen, die weit über meinen Verstand hinausgehen und ihm in allen Dingen zu vertrauen.
 
Digrilimele 09.07.2023 21:57
 Das dankbare Herz: 
🙏Danke Vater, für den ganzen Mist auf meinem Weg, so dient dieser doch schlussendlich nur als guter Dünger für den Acker🙏
 
schaloemchen 09.07.2023 22:20
Pieter 😀

bin schon unterwegs 🚗 wo muss ich hin? 🚊
 
Digrilimele 09.07.2023 22:21
 Du empfängst die Dinge und Umstände, die ER dir in den Tag gelegt hat und bedankst dich dafür. So erweist du nicht nur IHM die Ehre, sondern bekundest gleichzeitig dein Vertrauen und dieses schenkt dir Gelassenheit. 
 
Schneeball 09.07.2023 23:42
@Digrilimele - alle drei Kommentare : 👍 - genauso !
 
pieter49 10.07.2023 04:15
(sich Gott überlassen) ...schrieb @Angel08, um 18:43 Uhr

So ist es!

...und das hat @Drigillimele, um 21:18 Uhr besonders klar und deutlich formuliert.
 
pieter49 10.07.2023 04:18
um 22:20 Uhr

Ein wichtige Frage!

...ich schreibe Dir ein PN
 
Bluehorse 10.07.2023 09:38
Jetzt wissen wir alle, was Pieter Schaloemchen schreiben will. Ich bin beruhigt. 
 
Digrilimele 10.07.2023 09:42
😅
 
Schneeball 10.07.2023 09:50
Ab und an kann man hier auch herzhaft lachen . . . 
Schöööön !
Und an @schalömchen : Gute Fahrt !!!!
Wenn Du Lust hast - auf der Rückfahrt kannste bei mir
vorbei kommen . . . 😘
 
schaloemchen 10.07.2023 10:09
ich würde so viele kostbare CSC-Menschen besuchen, dass ich vermutlich ein Jahr bräuchte 😀um mit Zwischenstopps vom Norden in den Sünden zu kommen,  zum Glück ist D. nicht so groß wie Russland 😜

das Problem ist, wohin mit der Katz 🐱 ?
 
Schneeball 10.07.2023 10:16
Wohin mit der Katz ????
Sag' mal - hast Du "da oben' keine lieben Nachbarn,Freunde etc.die
Deinem "Schnurrli" mal ein Töpfchen mit Wasser und Futter frisch machen ????
 
Herbstprince 10.07.2023 10:37
Ja, was man hier erlebt, ist alles andere als Gelassenheit.
Eine gute Übung ist es, vierzig Jahre als selbständiger Freiberufler tätig zu sein, wo man allen möglichen Angriffen sachlicher  oder weniger  sachlicher Art ausgesetzt ist. Wenn man da Gelassenheit und die Abgabe an Gott nicht gelernt hat, ist man vermutlich selbst unmenschlich geworden.   
 
Digrilimele 10.07.2023 10:45
@ Herbstprince.

Ja, wenn ich eines gelernt habe, dann ruhig und gelassen zu bleiben, denn nicht umsonst sagte er ihnen: „ Meinen Frieden gebe ich euch.“ 

In dem Augenblick, in dem wir es an IHN abgegeben haben, schenkt ER uns SEINEN Frieden über die Sache und nichts befreit mehr.

Ja, eine Selbständigkeit ist ein guter Trainer, liebe Herbstprince.
 
schaloemchen 10.07.2023 10:52
Schneeball

habe ich mal gemacht, die Katz war nach einer Woche "Futter und Wasser" 3 Monate schwer depressiv. Sie braucht Menschen. Frauchen Nachts im Bett. 😀 Nicht mal die Katz lebt vom "Brot" allein. 😜
 
schaloemchen 10.07.2023 11:02
Sorry Bluehorse wegen "Nebenthemen" 🐈

WAs mir sehr zu Gelassenheit verholfen hat, war, den Perfektionismus nach und nach abzulegen. Ist in der Selbständigkeit wichtig, wenn 10.000 Aufgaben gleichzeitig auf einen warten.

Gute Schule  😉

Auch Erwartungen anderer und Ansprüche an sich selbst (sind bei Christen oft noch höher), sind weitere "Baustellen", die der Gelassenheit im Weg sein können.
 
pieter49 10.07.2023 11:11
um 10:37 Uhr

So ist es liebe @Herbstprince, ...bin schon 55 Jahre Selbständig, ohne Vertrauen/Glaube/Ehrlichkeit und Gelassenheit, kommt man nicht weit...

Bin mir natürlich auch Bewusst, das ich ohne Gottes Hilfe kein Erfolg hätte, oder haben könnte...
 
Bluehorse 10.07.2023 13:25
Perfektionismus 

hat zwei Seiten:

... brauche ich für mein Wohlgefühl

... ist oft ein Zeichen dafür, dass ich einen Beweis brauche, weil ich mir selbst beweisen will, dass ich mein Leben unter Kontrolle habe.

Es geht also um Angst vor Kontrollverlust. Dabei ist diese Angst insofern unrealistisch, weil ich nie die volle Kontrolle über mein Leben habe oder erlangen kann. Von dieser Unmöglichkeit wissen unser Emotionen ebenso wenig, wie sie von Gott nichts wissen, dem ich mehr vertraue, als meinen Emotionen. 

Es fängt schon mit den Sorgen an... und geht dann über in Angst vor Kontrollverlust.
Je mehr ich dieser Angst die Türe öffne und Raum gebe, desto mehr schließe ich auch die Türe der vertrauensvollen Beziehung zu Gott. Und umgekehrt! 
 
schaloemchen 10.07.2023 13:46
nicht immer ist Perfektion schlecht. Manchmal möchte man die Arbeit einfach sehr gut machen.

Wenn ich das Brautkleid anpassen muss, erwartet jede Braut, dass es PERFEKT sitzt. Da gibt es absolut keinen Diskussion. Sonst werden sie hysterisch 😀 und sagen sogar die Hochzeit ab 😜

machen sie Diät, dann hat man Pech. Das Kleid sitzt 2 Wochen vorher perfekt und 3 Tage vor der Hochzeit ist es plötzlich zu groß. Also muss man ungeplant eine Nachtschicht einlegen. 😭

es muss wieder perfekt sitzen (bezahlt wird die Nachtschicht natürlich nicht) 
 
schaloemchen 10.07.2023 13:47
war nur ein Beispiel
 
Annres 10.07.2023 14:08
Angeblich ist es bei arabischen Teppichknüpfern Tradition, dass sie immer EINEN Fehler in die Teppiche knüpfen, weil sie meinen, dass nur Gott perfekt ist und sie sich deswegen keine Perfektion anmaßen wollen. 

Wobei ein NICHT-Teppichknüpfer den Fehler niemals finden würde, wohingegen eine Braut natürlich merkt, wenn ihr Brautkleid nicht passt, also hinkt der Vergleich etwas. Aber ich fand es interessant, als ich das hörte...
 
Bluehorse 10.07.2023 14:14
"nicht immer ist Perfektion schlecht. Manchmal möchte man die Arbeit einfach sehr gut machen."

Ja, dann fühle ich mich wohl. 
 
schaloemchen 10.07.2023 14:25
Bluehorse

ich nicht unbedingt, aber die Braut fühlt sich wohl. 😜
 
Digrilimele 10.07.2023 20:47
Natürlich sollte die berufliche Qualifikation bzw. die Arbeit, die wir abliefern, nach bestem Wissen und Gewissen erfolgen, sodass der Empfänger der Leistung damit zufrieden ist.

Aber ich glaube, es sind hier auch mehr die einigen Unzulänglichkeiten mit gemeint.
Ich kann nicht  allen Bereichen perfekt sein und ich muss es auch nicht sein, sich dieses einzugestehen, da hapert es schon bei vielen. 

Perfekt, wer ist das schon und das auch noch in allen Bereichen? Niemand und doch kenne ich genügend Menschen, die so tun, als ob sie es seien.

Aber ganz ehrlich, ich merke das sofort, schon nach wenigen Wortwechseln.😀

Menschen, die kein Problem damit haben, eigene Schwächen vor anderen zu bekennen und evtl. andere genau dort um Hilfe zu bitten, zeigen damit Größe.

Ich könnte noch soviel dazu schreiben, aber erstens, fehlt mir die Zeit dazu und zweitens,  müsstet ihr es auch lesen. Also ist mein Beitrag letztendlich sehr unvollständig, da es auch noch so viele Facetten dazwischen gibt und das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen.
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