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Neue Grundsteuer - Durchgeknallt

Neue Grundsteuer - Durchgeknallt
Mit der neuen Grundsteuer werden in Baden-Württemberg manche eine schlimme Überraschung erleben. Je nach Randbedingungen kann sie sich 2025 schlagartig von wenigen Hundert auf einige Tausend € vervielfachen.
 
Ganz toll: Zuerst erhält man nur Bescheide mit Meßzahlen, welche die Berechnungsgrundlage bilden.
Die sich daraus ergebende endgültige Höhe der Steuer erfährt man erst 2024.
Doch dann ist es viel zu spät, Einspruch zu erheben. 

Es gibt noch mehr Gründe, warum Fachleute die neue Grundsteuer als verfassungswidrig einstufen, auch in anderen Bundesländern.

"Der Bund der Steuerzahler rät allen Eigentümern im Südwesten, sofort Einspruch einzulegen, sobald sie die Grundsteuerbescheide der Finanzämter erhalten."

https://www.merkur.de/wirtschaft/hebesaetze-neue-grundsteuer-wie-hoch-freiburg-baden-wuerttemberg-grundsteuerreform-92112635.html

Kommentare

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Zeitlos6 20.04.2023 19:29
.... und wer bezahlt in Zukunft die Kindergärten, Schulen und Straßen?

Der Autofahrer?

Die durch die Grundsteuer erzielten Einnahmen fließen ausschließlich den Städten und Gemeinden zu. Derzeit sind es fast 15 Mrd. Euro jährlich. Damit zählt die Grundsteuer zu den wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinden. Diese Mittel benötigen die Gemeinden, um damit Schulen, Kitas, Schwimmbäder oder Büchereien zu finanzieren und wichtige Investitionen in die örtliche Infrastruktur wie Straßen, Radwege oder Brücken vorzunehmen.
 
(Nutzer gelöscht) 20.04.2023 22:13
19:29 Uhr Der Autofahrer? Mir egal ich hab eh keinen Führerschein.
 
Alleshinterfragen 20.04.2023 22:52
Es geht ja nicht darum, dass keiner mehr Grundsteuer bezahlen will, sondern darum, wie sich diese vervielfacht, so dass der Hausbesitzer diese nicht mehr zahlen kann.

Hätte ich mein Haus in Bayern, würden ganz andere Kriterien gelten und damit wäre die Bemessungszahl geringer.
 
Julia1960 20.04.2023 23:00
Ich finde, irgendwann ist mal Schluss mit lustig.
Man kauft, bezahlt ja immerhin für ein Grundstück, auf dem dann gebaut wird oder wurde.
Hier die Steuern im nachhinein, die man jährlich dennoch dafür zahlen muss nun ins unermessliche zu treiben ist einfach Abzocke, anders kann man das doch nicht nennen.

Mann arbeitet, zahlt auf seinen Lohn Steuern. Spart und kauft davon Grundstück und oder Haus. Dann dennoch jährlich zusätzlich Grundsteuer dafür zu zahlen ist schon ein starkes Stück. Bei den derzeitigen Summen ja noch akzeptierbar, aber das, was da kommt, ist einfach nur unverschämt, was ich dazu las und in welche Höhen das geht/gehen soll.
 
(Nutzer gelöscht) 21.04.2023 00:13
grundsätzlich benötigen die Kommunen die Grundsteuer um damit ihre Bauvorhaben zu finanzieren (siehe Beitrag von @Zeitlos 19.29) - woher soll das Geld denn sonst kommen? Ob die jetzige Steuererhöhung ok ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. In Bayern ist die Abgabefrist für Steuererklärung mehrmals verlängert worden, ich meine das zeigt auch auf, dass das eine etwas unausgegorene Sache ist 
 
Julia1960 21.04.2023 00:22
Wo ist es denn gerecht, das Geld rein nur von Immobilienbesitzer zu holen?

Geld scheint ja da zu sein, wenn ich sehe, wie viele voll finanziert werden in diesem Land, ohne dass die hierfür Leistung für die Allgemeinheit erbringen. Und die, die viel arbeiten, viele Steuern zahlen sollen noch mehr zahlen? Ne, Solidarität ist keine Einbahnstraße.
Sowas ist schlicht unsozial.
Leute arbeiten zu schicken, damit andere einen auf Faulenzia machen können, manchmal noch samt Familie und diese als größer wird und die Allgemeinheit die noch voll bezahlen muss.
Auch gibt Deutschland genug an Geld in andere Länder.
Also scheint ja Geld vorhanden zu sein.

Manche haben einen Grundsteuerbescheid von 10.000 Euro/Jahr.
Sorry, die ticken doch nicht ganz auf der Erbse. Das ist nichts anderes, als den Menschen ihre Ersparnisse wegzunehmen, sie zu enteignen, nichts anderes.
 
Julia1960 21.04.2023 00:32
Man muss sich das mal zu Gemüte führen.
Beim Kauf zahlt man Grunderwerbssteuer.
Man zahlt / kauft das Grundstück, das Haus.
Hierauf jährlich dann die Grundsteuer, die sie nun so erhöhen, dass es fast so ist, als würde man monatlich eine Mietwohnung bezahlen.
Also das kann doch wirklich nicht mehr wahr sein.
 
(Nutzer gelöscht) 21.04.2023 00:41
…. und wenn man Rentner ist, jahrzehntelang eingezahlt ! Gearbeitet hat! Wird man dann auch noch abgezockt 😅
 
Unvaccinated 21.04.2023 06:04
Guten Morgen ihr Lieben, 

dass man die Grundsteuer bezahlen muss ist für mich okay, die Gemeinde muss sich ja irgendwie finanzieren.

Es hatte aber klipp und klar geheißen,  die Grundsteuerreform bleibt Einkommenneutral.
Das heißt,  die Gemeinde sollen keine Steuermehreinnahmen erhalten und die Immobilienbesitzer und Grundstücksbesitzer sollen nicht mehr Grundsteuern bezahlen.

Nur, das was sich Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausgedacht hat übertrifft alles.

So wie Julia bereits geschrieben hat, werden manche so hohe Grundsteuer bezahlen müssen,  dass sie diese nicht mehr bezahlen können.

Ein Fall in Freiburg mit einer Steigerung von 350€ auf über 14.400€ und ein Fall in Unteruhldingen direkt am Bodensee ( mit Strand) von knapp 400€ auf über 16.000€ sind mir bekannt.
Unfassbar.

Bei mir würde die Steigerung von ca. 350€ auf über 900€ betragen.
Müsste ich so wie erlaubt auf meine 3 Wohnungen umlegen und führt zu Mieterhöhung obwohl ich das nicht möchte.

So stümperhaft wie die durch das Bundesverfassungsgericht angeordnete und bis zum Jahr 2025 durchzuführende Änderungen der Grundsteuer gemacht worden ist könnte man glatt denken, die haben das Gesetz ausgewürfelt.
 
janinaj 21.04.2023 08:17
Die Grundsteuer ist für kleine Gemeinden immens wichtig und zudem die einzige Steuer auf die die Gemeinde direkt zugriff hat. Dies nur zur Erklärung. Und ich hoffe noch auf Gerechtigkeit und darauf, dass die Gemeinde die Hebesetze nicht allzusehr erhöht.

Es gibt auch Fälle auf dem Land in dem die Grundsteuer nicht höher sein wird als bisher - wenn es beim derz. Hebesatz bleibt. 
Das kommt daher, dass dort der Bodenrichtwert relativ niedrig ist. Dieser Betrag wird auch auf Grundlage der Verkaufszahlen der letzten Jahre. Wenn jetzt eine Immobilie oder ein Grundstück über viele Jahre nicht verkauft wurde sondern vererbt wurde, hat dies dazu beigetragen, dass der Bodenrichtwert niedrig bliebt.

Natürlich gibt es auch umgekehrt Kuriositäten:
Eine Straße hat auf der einen Seite einen Wohnblock mit vielen Wohnungen. Auf der anderen Seite sind teure Stadtvillen. Der Bodenrichtwert für die Wohnungen ist um ein vielfaches höher als auf der anderen Straßenseite für die Villen. 
Villen die Millionen Wert sind werden eben nicht so oft umgeschlagen, verkauft als kleinere Wohnungen. Dies hat sich in einem Stadtteil in Berlin ergeben, ich weiss leider nicht mehr genau wo. 

Wenn klar ist, dass die Grundsteuer eher teurer werden wird, dann würde ich Einspruch einlegen. Wenn klar ist, dass eher alles beim alten bleibt, dann ruhig Blut.
Letztlich hat man es nicht wirklich im Griff, das ist klar und es wird jeden treffen. Eigentümer wie Mieter, das ist auch klar. 
 
Regina61 21.04.2023 08:41
Manche meinen immer noch, dass es einen ^Topf^ für die verschiedenen Abgaben gibt.
Rententopf, Gemeindetopf, Grundsteuertopf usw.
Nein, es fließt alles in Einnahmen, der ^Staat^ braucht Geld fürs Ausland und Eingewanderte.
Ich frage mich schon lange, wie das alles hier noch funktioniert, 
über 80 Millionen Einwohner, davon sind um die 15 Millionen diejenigen, die mit ihrer Arbeitskraft den Laden irgendwie am Laufen halten. 
Die Anderen sind Leistungsbezieher, Rentner und sonstiges, vom ^Staat ^ abhängig und finanziert. 
Und wenn man sich unsere Verschuldung ansieht...Die nachfolgenden Generationen werden sich bedanken. 
Deutschland reiches Land...ja, nur nicht für die eigenen Leute, nach einem langen Arbeitsleben eine Rente im Armutsniveau. 
 
Unvaccinated 21.04.2023 08:46
Wie bereits von mir geschrieben, die Grundsteuer Stelle ich nicht Grundsätzlich in Abrede.
Die Kommunen brauchen das Geld für Infrastruktur,  Kita, Schulen, Straßen etc.

Das es Fälle gibt bei denen sich die Grundsteuer nicht ändern bzw. sogar geringer ausfällt stimmt.

Ein Bekannter hat ein Haus, das steht in der Altstadt und ist exakt so groß wie sein Grundstück, ca. 105 qm.
Der bezahlt in Zukunft ein paar Euro weniger.

Das betrifft aber die wenigsten.  Die meisten werden mehr bezahlen, viel mehr.

Ich hab durch ein paar mir vorgelegte Finanzamt-Bescheide grob errechnet,  dass so ab ca 230 qm Grundstücksgröße teurer wird wie vorher.
Eine Rolle spielt auch der Bodenrichtwert. Die wurden in den letzten 8 Jahren,  bei mir z.B. um ca. 200%, drastisch erhöht.
Beim Gutachterausschuss nachgefragt warum das so ist bekam ich die Antwort,  dass spiegelt zum Teil die gestiegen Immobilienpreise wieder.

Kann man jetzt glauben oder auch nicht. 
 
Alleshinterfragen 21.04.2023 09:55
Den Bodenrichtwerte liegt ja eine Schätzung zugrunde, wie viel die Häuser wer sind und der Wert hatte sich in den letzten Jahren schon knapp verdoppelt. Nun ist er aber wieder etwas gesunken, aber die Richtwerte sind immer noch das Doppelte.

Und das perfide ist, dass ich für den Weg vor dem Haus, der durch 4 geteilt wird, den aber auch fremde Leute benützen, das Gleiche zahle, wie für den Boden auf dem mein Haus steht. Ich finde, da müssten schon Unterschiede gemacht werden. Ich kann ja dieses Flurstück gar nicht separat verkaufen.
 
janinaj 21.04.2023 10:18
Wer ist Eigentümer dieses Flurstücks? Wenn du es selbst bist Alleshinterfragen, warum benutzen dann andere Leute diesen Weg? Der Weg ist doch Gemeinschaftseigentum? 
Bei Gemeinschaftseigentum zahlst du nur für deinen Anteil - auch bezogen auf der Gemeinschaftseigentum.
Irgendwie ist die Aussage widersprüchlich auf den ersten Blick. 
 
Alleshinterfragen 22.04.2023 00:23
Natürlich ist der Weg Gemeinschaftseigentum, deshalb wird nur ein Viertel berechnet. Aber natürlich laufen auch die Menschen der hinteren Häuser durch, die einfach eine Abkürzung nehmen. 
Aber wie gesagt, ich finde es ungerecht, dass ein Weg gleich berechnet wird, wie ein Grundstück mit Haus drauf.
 
C67 22.04.2023 13:47
In Baden-Württemberg spielt es auch keine Rolle, was auf dem Grundstück steht. Nur die Fläche zählt.
Ein größeres Haus mit 3 schicken Mietwohnungen, oder ein kleines älteres, das jetzt auch noch eine neue Heizung braucht - egal.
Der eine kann bezahlen, der andere eben nicht und darf anderswo von vorn anfangen.

Bei mir im Umfeld ist die Grundsteuer schon die letzten Jahre ordentlich gestiegen. Und wenn die Stadt nicht die Hebesätze senkt, wird es jetzt nochmal auf einen Schlag um das 4-fache teurer. Bei einem Bekannten 18 km entfernt Faktor 5.

Wenn das aufkommensneutral sein soll, zahlt dann der Großteil der Leute gar nichts ?
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