Wunderbar gefunden

von  ·   ·  Überkonfessionell

In einer Zeit der Einsamkeit wagt sie den Schritt und schreibt ihm, ohne große Hoffnungen. Doch aus einer zarten Verbindung entwickeln sich tiefere Gefühle, die sie durch Höhen und Tiefen führen und schließlich in eine Verlobung münden.

Sie (25) schreibt in einer Minute der Einsamkeit ihn (29) ohne realistische Hoffnungen an, um die schöne Illsion einer baldigen Beziehung, die auf die Ehe hinausläuft, zu nähren. Er will ihr gleich antworten, fühlt sich aber konkret an dem Abend mental nicht bereit, sich gedanklich volltständig auf sie einzulassen (was er sich aber wünscht); und antwortet entsprechend. Die schnelle Antwort von ihm (aus Höfflichkeit und wohlwollend gemeint) kommt schlecht an. Sie in Gedanken: „Na toll! Wieder nichts und schon bei der ersten Antwort.“

Jedoch war das Interesse ernsthaft da, sich aufeinander einzulassen: Nach längeren Emails folgen in ein paar Wochen die ersten Telefonate (trotz ein paar Zweifel ihrerseits wegen geistiger Unterschiede – sein Vorschlag zum Telefonieren kam in dieser Situation trotzdem gut an). Ein paar Wochen später das erste Treffen in der geographischen Mitte der beiden Wohnorte. Er findet sie am Ende sympathisch, sie ihn noch nicht ganz, allerdings verstehen sich beide sehr gut. Es folgen weitere, regelmäßige und lange Telefonate (etwa 3 Stunden alle 2 bis 3 Tage im Schnitt).
Es folgen weitere Treffen bei den Eltern. Zwischendurch weiterhin die regelmäßigen, langen Telefonate. Beide lesen gemeinsam und prüfen in Gesprächen mit anderen zusammen (Familie, Freunde) den Weg in die Ehe. Nicht die ganze Familie ist dafür.

In der Zwischenzeit hat sie auch richtige Gefühle für ihn entwickelt und – was für beide wichtiger ist- beide mögen einander als Menschen. Man besteht auch schwere Zeiten gemeinsam gegen manchen Widerstand.
Etwa sechs Monate nach dem ersten Anschreiben bei Christ-sucht-Christ kommt die Verlobung – in der Stadt des ersten persönlichen Treffens.
In der Zeit des Verlobts-Seins lernt man sich noch mehr lieben und auch die Gefühle nehmen nochmal zu. Am Ende des Jahres steht relativ kurzfristig ein Hochzeitstermin. Trotz so mancher Stolpersteine klappt alles gut, weil Gott Gelingen gibt und den Weg ebnet. Am Ende ist die Hochzeit sehr schön und wir denken gerne daran zurück.

Wir bedanken uns hier für die Möglichkeit, in Kontakt gekommen zu sein, indem wir dadurch eine weite Distanz überwunden haben.
Gut war auch, das gleiche Ziel vor Augen zu haben: Eine ernsthafte Beziehung in Richtung Ehe.

M.&E.

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