Das 5-Minuten-Wunder

von A. + S.  ·   ·  Überkonfessionell

In einer Welt voller Herausforderungen und Narben finden zwei einsame Akademiker durch den Glauben zueinander. Ihre Liebesgeschichte beginnt mit einem Wunder, das in nur fünf Minuten geschieht und sie auf eine Reise voller tiefgehender Gespräche und spiritueller Entdeckungen führt.

Das 5-Minuten-Wunder
Gott tut Wunder, und das manchmal innerhalb weniger Minuten. Das ist die Kurzfassung unserer Liebesgeschichte.

Die Langfassung geht so: Es waren einmal zwei einsame Akademiker, beide zuvor Opfer narzisstischer und dämonischer Verwicklungen (denn eine Ehe wäre ja von Gott zusammengefügt gewesen, vgl. Matthäus 19,6). Beide beteten zu Gott für einen Ehepartner. Sie mit Psalm 68,6 „God setteth the solitary in families“, er mit Psalm 37,4 „Delight yourself in the Lord, and he will give you the desires of your heart.“ Während er bereits seit einiger Zeit auf „Christ sucht Christ“ präsent war, ging sie am 16. März 2024 online. Fünf Minuten nach Erstellung ihres Kontos – bis auf Fotos war es noch leer – wurde er auf sie aufmerksam. (Was bedeutet, dass er sie definitiv schon mal attraktiv fand). Da es noch kein „Material“ für eine Nachricht gab, beschränkte er sich auf eine virtuelle Blume, nur um kurze Zeit später eine erstaunte Nachricht zu bekommen: denn sie hatte nicht damit gerechnet, einen anderen Dr. phil. auf einer christlichen Partnerbörse zu finden. Genauso wenig er…und so entstand eine angeregte Unterhaltung über englische Literatur, irische Kultur, Bibelauslegung, Woke-Wahnsinn und Corona-Repressalien, die schließlich in zwei Videochats mündete. Ein erstes Treffen „im Fleische“ wurde vereinbart.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war durchgesickert, dass sie nicht nur eine Form der Gottseligkeit hatte, sondern auch deren Kraft erlebte. Er, selbst ein Hörer und Täter des Wortes, war davon zugleich angezogen und ein wenig eingeschüchtert. Regelmäßiges Drei-Tage-Trockenfasten und geistliche Kämpfe mit der dämonischen Welt sind eben nicht das, was man für gewöhnlich in Kirchen heutzutage hört…doch die Anziehung dieser schönen, intelligenten, hochgebildeten und strahlenden Frau war stärker als jedes (in Wirklichkeit kaum bezifferbare) Bedenken. Beim dritten Date war es soweit, erster Kuss, Händchen haltend durch die Stadt, danach kaum fähig voneinander zu lassen...

Während in ihm von Woche zu Woche der Entschluss heranreifte, um ihre Hand anzuhalten, begann Gott in seinem Leben mächtig zu wirken. Erst gab er ihm, der doch von Ängsten geplagt war, ob er ihrer radikalen Lesart des christlichen Glaubens gewachsen sei, Psalm 1,3: „Alles, was er tut, gelingt ihm.“ Ihm wurde schlagartig klar, dass er Gottes Verheißungen bisher nie richtig auf sich angewendet hatte, weil er nicht verstanden hatte, dass er das tun kann – wenn er die Bedingungen erfüllt, wie es hier in Psalm 1 der Fall war. Dann offenbarte ihm Gott, dass die dämonische Welt viel stärker in unser Leben als Christen hineinfunkt als er sich dessen bis dato bewusst war. Es folgte ein Sommer voll romantischer Liebe – „Arise, my love, my beautiful one, and come away, for behold, the winter is past; the rain is over and gone” (Hohelied 2,10-11) – aber auch voller erbitterter geistlicher Kämpfe “gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt“ (Epheser 6,12). 
Doch Gott trug am Ende jedes Mal den Sieg davon. „No man shall be able to stand before you all the days of your life“ – „ Der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, geschlagen vor dir dahingeben. Auf einem Weg werden sie gegen dich ausziehen, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen”.

Beide realisierten, dass Gott ihnen durch den anderen die Jahre erstattete, die die Heuschrecke gefressen hatte. Am 17.8.24 verlobten sie sich, und am 20. September gingen sie den Ehebund ein als „dreifache Schnur, die nicht so schnell zerreißt“. Satan gefielen all diese Ereignisse gar nicht und er funkte mit der Zuverlässigkeit einer Schweizer Uhr dazwischen – am Tag der Verlobung, am Tag der Hochzeit, und danach auch noch ein paar Mal. Aber wie gesagt: „No weapon that is fashioned against you will stand” (Jesaja 54,17). Zum Zeitpunkt da diese Worte niedergeschrieben werden, kämpfen sie nun für ihre Kinder, dass diese ebenfalls aus der narzisstisch-dämonischen Unterdrückung ganz frei werden. Es steht außer Zweifel, dass Gott ihnen den Sieg geben wird.

Und so leben sie glücklich ihre nicht enden wollenden Flitterwochen, mit Gottes Hilfe alle Tage ihres Lebens.

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