Evangelium 14.02.20


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nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 04:28

Halleluja. Halleluja.
Der Herr hat mich gesandt,
den Armen die Frohe Botschaft zu bringen
und den Gefangenen die Freiheit zu verkünden.
Halleluja.
 

nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 04:29

Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

1In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.

2Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

3Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.

4Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!

5Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus!

6Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.

7Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!

8Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.

9Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.
 

nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 04:29

Mich wundert am heutigen Evangelium vor allem eine kleine Bemerkung Jesu: „Grüßt niemanden unterwegs!“ Im Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, war es üblich, jeden Menschen, dem man begegnete, zumindest mit einem „Grüß Gott“ oder einem „Servus“ zu grüßen. Wir Kinder wurden angehalten, immer die Erwachsenen zu grüßen. Man ging einfach nicht grußlos aneinander vorbei. Das wäre als unhöflich, ja fast als beleidigend aufgefasst worden. Ein wenig ist das bis heute so geblieben.

Warum also gibt Jesus seinen Jüngern diese seltsame Anweisung? Ich glaube nicht, dass Jesus den einfachen, schlichten Gruß im Vorbeigehen verbieten wollte. Es geht um etwas anderes. Im Orient können Begrüßungen lange dauern. Und auch bei uns kommt es vor, dass wir uns vertratschen, Zeit verlieren mit Gerede, mit belanglosem Geschwätz, das meist auf Kosten anderer geht, die nicht da sind, die wir aber umso leichter „ausrichten“. Da bekommt das Wort Jesu einen ganz aktuellen Sinn. Jesus will uns damit sagen: Vergeudet eure Zeit nicht mit müßigem Tratschen! Es gibt so viel Wichtigeres zu tun. Die Zeit drängt!

Er gebraucht dafür ein dramatisches Bild: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.“ Heute erledigen Maschinen große Teile der Ernte. Wo aber Menschenhände zur Erntearbeit gebraucht werden, da wird es ernst, wenn sie fehlen. Die Ernte kann nicht warten. Wenn die rechte Zeit versäumt wird, verkommt die Ernte. Das kann Hungersnot bedeuten.

Was will Jesus mit diesem drängenden Bild sagen? Dass deine und meine Hände gebraucht werden! Dass die Zeit drängt, weil die Not groß ist! Dass wir die Zeit zum Helfen nützen sollen, und nicht zum Quatschen. So viele Menschen brauchen ein gutes Wort, ein wenig Zeit, Aufmerksamkeit, Zuwendung. Wirklich, die Ernte ist groß! Aber viel zu wenige sind bereit, mitzuhelfen, dass unsere Welt weniger kalt und unmenschlich ist.

Jesus gebraucht aber noch ein zweites Bild: „Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“ Keine sehr gemütliche Vorstellung! Die heutige Gesellschaft sagt uns: Setz dich durch! Erkämpf dir deinen Platz! Dazu brauchst du Zähne wie ein Wolf, und nicht die Sanftmut eines Schafes! Aber Jesus selber hat sich nicht als Löwe gesehen, wie die Herrscher dieser Welt es gerne tun, sondern als Lamm. Er hat auch nicht den heiligen Krieg gepredigt, sondern seine Anhänger ausgesandt, den Frieden zu bringen. Und das geht nun einmal nicht, wenn man sich wie ein Wolf mitten in der Schafherde benimmt.

Noch etwas fällt auf: Jesus schickt seine Jünger nicht als Einzelkämpfer. Er sendet sie zu zwei und zwei aus. Sie sollen zuerst untereinander und miteinander leben, was sie anderen empfehlen werden. Glaubwürdig sind Jesu Jünger nur, wenn sie tun, was sie sagen. Dazu gehören auch die leeren Taschen. Sie sollen nichts mit auf den Weg mitnehmen. Nicht? Ist das nicht übertrieben? Es zeigt zumindest eines: Du kannst anderen nur überzeugend begegnen, wenn du ein offenes Herz hast. Und dazu gehört die Bereitschaft, von anderen zu empfangen. Und nicht schon alles (besser) zu wissen.

Jesus hat seinen Freunden etwas Wunderbares anvertraut: die Frohe Botschaft, das Evangelium. Jesus hat  aber auch deutlich gezeigt, was es braucht, damit es zu den Menschen kommt. Die Zeit drängt, dass es ankommt!
erstellt von: Kardinal Christoph Schönborn
 

nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 04:30

Gebet

Gott, du Heil aller Menschen,
du hast durch die Brüder Cyrill und Methodius
den slawischen Völkern
das Licht deiner Wahrheit geschenkt.
Gib, dass wir deine Lehre
mit bereitem Herzen aufnehmen
und zu einem Volk werden,
das im wahren Glauben
und im rechten Bekenntnis geeint ist.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Amen
 

nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 04:31

 

nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 04:32

Hl. Cyrill
Mönch
und
Hl. Methodius
Bischof


Predica.de
 

nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 04:33

Cyrill und Methodius waren Brüder und stammten aus Thessalonike (Saloniki).
Seit 863 wirkten sie gemeinsam als Missionare bei den slawischen Völkerschaften von Mähren und Ungarn.
Cyrill übersetzte biblische und liturgische Texte in die Volkssprache (Altslawisch), für die er auch eine eigene Schrift schuf.
Die Verwendung der slawischen Sprache in der Liturgie stieß bei den westlichen Bischöfen auf harten Widerstand, wurde aber von Papst Hadrian II. gebilligt.
Cyrill starb am 14. Februar 869 in Rom, Methodius am 6. April 885.
Die beiden vom byzantinischen Kaiser und dem Patriarchen Photius ausgesandten Missionare brachten den Slawen mit dem Glauben auch die Kultur und die Verbindung mit der römischen Kirche.

Als Johannes VIII. im Jahr 880 die slawische Liturgie guthieß, schrieb er: „Derselbe Gott, der die drei hauptsächlichen Sprachen, nämlich hebräische, griechische und lateinische, geschaffen hat, er hat auch alle anderen Sprachen zu seinem Lob und seiner Ehre geschaffen.“
 

nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 04:34

 

nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 04:34

Liedtext: Menschen brauchen Gott

Menschen gehn an mir vorbei. In den Augen wie ein Schrei,
steht die Sehnsucht nach dem Sinn. Keiner weiß wohin.
Man bewahrt den falschen Schein. Viele sehn vertört.
Außen Lächeln, innen Schrei, dass nur Jesus hört.

Menschen brauchen Gott. Menschen brauchen Gott.
Weil nur er das Leben gibt, das zu leben lohnt.
Menschen brauchen Gott. Menschen brauchen Gott.
Wann werden wir verstehn: Menschen brauchen Gott

Stehn wir nicht in einer Welt, wo man falsch für richtig hält.
Wo uns Gott zum Handeln ruft. Um Licht zu sein, für den der sucht.
Sollten wir nicht jederzeit für sie offen sein.
Für ein Wort, dass ihn befreit sei kein Weg zu weit.

Menschen brauchen Gott. Menschen brauchen Gott.
Weil nur er das Leben gibt, das zu leben lohn.
Menschen brauchen Gott. Menschen brauchen Gott.
Wann werden wir verstehn, mit unsrem Herzen sehn.
Denn jeder Mensch braucht Gott.
 

Saliah 14.02.2020 um 06:06

Vielmals Danke liebe Shira für den Blog.
Viel, hier zu lernen.  
Ja die Zeit nicht zu vergeuden ist wichtig, denn es gibt viele Menschen, die auf ein gutes Wort, Zuwendung oder unsere Aufmerksamkeit brauchen. Wie wichtig ist diesen Menschen mit einen offenen Herzen zu begegnen, bereit sein sie zuzuhören.
Unsere Hände, unser Herz  alles soll für JESUS, für sein Werk sein.
Das frohe Evangelium soll sichtbar in unser eigenes Leben werden, damit wir mit Freude andere helfen können.

Tausendmal Danke für diesen schönen Blog liebe Shira.❤
 

MeineHeimatCH 14.02.2020 um 07:57

💝☀
Bibeltext: Lukas 10,1-24
 

MeineHeimatCH 14.02.2020 um 08:01

@Shira.
Es ist eine ernste Botschaft von Jesus.
Jesus hat die Zukunft der Städte
Chorazin, Betsaida und Kafarnaum = Kapernaum vorausgesagt.
Wo sind diese Städte heute in Israel?
Sie existieren nicht mehr. Es sind nur noch Ruinen zu finden.
Die Archäologen haben nach den Überresten dieser Städte gesucht.
 

pieter49 14.02.2020 um 08:47

Guten Morgen liebe @Shira, vielen Dank für deine mühe!, ...ich möchte mich gerne den Kommentar von @Saliah anschließen!

Ja es ist wie @Saliah schon schrieb; ''Die Frohe Botschaft soll sichtbar in unser Leben werden, damit wir in Freude anderen helfen können.''
Dir auch liebe @Saliah, vielen Dank dafür!
 

pieter49 14.02.2020 um 08:53

Gedanken zum Tag:
Stehen bleiben und staunen, wieder werden wie ein Kind: die Augen weit öffnen, ohne Kritik und ohne Reflektion das Wunder sehen, was vor meinen Augen geschieht.
Heute.
www.st-benno.de 
 

Sadie 14.02.2020 um 13:25

@Shira
Danke für diesen schönen Blog
Cyrill und Method wurden auch die Slawenapostel genannt in der orthodoxen Kirche werden sie mit dem Attribut Apostelgleich verehrt.
Papst Johannes Paul II erklärte sie 1980 als Mitpatronen Europas zusammen mit Benedikt von Nursia
 

(Nutzer gelöscht) 14.02.2020 um 13:55

Das erste Bild ist sooooooo schön🙂
 

(Nutzer gelöscht) 14.02.2020 um 13:58

Heute ist auch Valentinstag, also der Gedenktag des Hl Valentin

 

(Nutzer gelöscht) 14.02.2020 um 14:02

 

nichtdiefalscheShira 14.02.2020 um 15:17

Das Video ist gut Marcin danke 👍
 

pieter49 14.02.2020 um 20:51

Dir auch vielen Dank Marcin 👍
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