Resourcen- oder Defizitorientiert

Blog von Jesaia
Wie umgehen mit anderen Religionen und ihren kulturellen Bräuchen?
Soll man sie "taufen", also z.B. auf nichtchristlichen Kultstätten christliche Kirchen baut,oder vorchristliche Stoffe (wie das Nibelungenlied) christlich deutet,oder den Islam auf seine christlichen Wurzeln hinweist.... (es gibt sicher noch mehr Vorschläge. Das würde bedeuten, diesen Menschen auch zu sagen, "Du hast schon Ressourcen zum Christentum hin."

Oder sagt man : "Alles was du bisher geglaubt und vertreten hast, war falsch- schmeiß das Alte weg?"

Noch etwas zur sprachlichen Klarheit:
Im Mittelalter und bis ins 19 Jahrhundert bedeutete "heidnisch" einfach: gegen Gott gerichtet. Erst die Brüder Grimm deuteten "heidnisch" als "vorchristliche Religion". Ich stimme hier den Grimms nicht zu und bitte darum, die Begriffe nicht verwirrend zu benutzen.

Kommentare

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Marion5000 17.11.2019 um 11:31

🙂Die Gebrüder Grimm haben alles aufgeschrieben. Märchen sind immer modern
   für Kinder. So bin ich aufgewachsen.

   Das ist doch Kultur.  Und da steckt viel Wahrheit drin.

   Zum Beispiel: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

                       Vom König, von der Prinzessin.

                       Faschingsprinz und Prinzessin.

                       Gilt auch heute noch.
                       Kinder lieben Märchen und verkleiden. Erwachsene auch.☀
 

(Nutzer gelöscht) 17.11.2019 um 11:43

Mit der Haltung, alles bei dir ist falsch, werde ich nicht ein einziges gutes Gespräch zustande bringen. 
Andererseits würde ich auch keine christlichen Ressourcen hineininterpretieren, wo faktisch keine sind. 

Offen für Unterschiede sein ohne Wertung. 
 

Rosanna15 17.11.2019 um 11:46

Jesaia Danke immer wieder für deine sachlichen Informationen! 😊
 

Marion5000 17.11.2019 um 11:46

🙂Jeder darf seine Meinung schreiben. Ist doch kollegial und partnerschaftlich.☀
 

Sarunia 17.11.2019 um 12:38

Vielen Dank, Jesaia lachendes Smiley
 

Sarunia 17.11.2019 um 12:38

Vielen Dank, Jesaia lachendes Smiley
 

Rosanna15 17.11.2019 um 14:11

Wenn z.B. die Märchen der Gebrüder Grimm nicht als vorchristiches Gedankengut zu sehen sind, müssen wir sie als gegen Gott gerichtet betrachten? Das würde mir schwerfallen. Warum möchtest du sie aus deiner Sicht nicht vorchristlich nennen, Jesaia?
 

Rosanna15 17.11.2019 um 14:26

Weil sie dem Wort Gottes widersprechen? Tun sie das? Wir sollen uns fernhalten von allem, was nicht von Ihm ist und zeugt und was als fleischlich (von Menschen stammend) bezeichnet wird.
Ich habe nochmal eine Bitte an dich und andere Sachkundige. Juttaxx hat vor längerer Zeit wichtige Sachverhalte erklärt, nämlich welche Teile der Bibel beachtenswerter sind und welchen die Echtheit aus heutiger Sicht nicht bescheinigt werden kann. Ich habe mir das leider nicht aufgeschrieben und war noch nicht soweit, diese Hinweise anzunehmen und zu prüfen. Weißt du noch, wo sie das erklärt hat (Seiten- und Blogangabe bitte) oder kann das hier nochmal jemand erklären? Wenn wir über dieses Wissen nicht verfügen, fällt es schwer, manches zu verstehen und zu prüfen. LG
 

Dienatur 17.11.2019 um 14:30

Jesaja  Danke für die Ausführung ! Du kannst dir denken was ich sage nämlich ,......schmeiß das alte Weg !  Gott beansprucht nichts in der Welt außer Anbetung für sich und das man seinen Sohn alleine annimmt . Das einzige was er erlaubt hat war der Tempel in Jerusalem .  Er legt auf weltliche Objekte keinen wert
 

gatto1000 17.11.2019 um 14:37

Warum ist man automatisch "gegen Gott gerichtet", wenn man Heide ist? Mir fallen hingegen viele Christen ein, deren Handeln gegen Gott gerichtet ist. 
 

Saliah 17.11.2019 um 17:12

   Jesaja, ja unsere Arbeit soll immer Ressourcenorientiert sein. 
 

Saliah 17.11.2019 um 17:15

 Gott-meine Erfahrung nach- benutzt viele unsere falsche Wege um uns zu IHM zu bringen.
  Das bedeutet nicht, dass ER uns der falsche Weg gibt, sondern wir selber...dennoch ER kann unseren falschen Weg benutzen und ändern.
 

Saliah 17.11.2019 um 17:16

 Es gibt immer Ressourcen...immer!
 

Saliah 17.11.2019 um 17:18

 Man soll nur genau beobachten, wo sie liegen...
(Das habe ich übrigens in meinem Studium mal gelernt)
 

Harlekin2 17.11.2019 um 17:27

Ich kann mich mit der Überschrift des Blogs nicht anfreunden 😅
Für mich ist nicht die "Religion" entscheidend, sondern der Mensch, der vor mir steht.
Und dann ist mein Ziel mich "Christus- orientiert" zu verhalten.
Das bedeutet für mich erstmal, die andere Person zu "lieben" 
(annehmen, wie sie ist, und begegnen/abholen, wo sie gerade steht).
Und dann kann sich das Gespräch ganz individuell entwickeln.
Dabei ist es mE unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen, dass der folgende Satz auch Verwendung finden kann:
"Alles was du bisher geglaubt und vertreten hast,
war falsch- schmeiß das Alte weg"

Mein Ziel in der Begegnung mit Menschen ist immer,
dass sie danach Gott ein Stück näher,
oder zumindest nicht weiter von Ihm entfernt sind.
 

Harlekin2 17.11.2019 um 17:29

war nicht fertig geschrieben 😒

"Mein Ziel in der Begegnung mit Menschen ist immer,
dass sie danach Gott ein Stück näher,
oder zumindest nicht weiter von Ihm entfernt sind,

als vor ihrer Begegnung mit mir."
 

Saliah 17.11.2019 um 17:47

Den Mensch, der einer bestimmten Prägung hat (Religion), kann man nicht von seiner Religion entfernen und nur als Mensch betrachtet, denn seine Religion prägt seine Persönlichkeit auch, na ja, je nach dem...
Auf jedem Fall könnte ich mir auch gut vorstellen, wenn es wenig Hoffnung da ist, dass JESUS diese Menschen sogar ressourcenorientiert zu GOTT führen könnte...
ER hat seine Wege...
 

Jesaia 17.11.2019 um 18:10

Zur Klärung:
die Brüder Grimm haben einen irreführenden Begriff eingeführt, indem sie "heidnisch" als "vorchristlich" betrachteten. 
Luther und die Reformatoren gingen sehr entspannt mit vorchristlichen Texten wie Äsops Fabeln um. Sie förderten aus pädagogischen Gründen sogar ihre Verbreitung.
Ich persönlich habe kein Problem, einen nicht-christlichen Film im Unterricht einzusetzen, wenn es christlicherseits keine geeignete Alternative gibt.
 

Grossmeister 17.11.2019 um 21:30

Der Begriff ‚heidnisch‘ bedeutet für mich nicht unbedingt antichristlich. 
Wenn man nicht unbedingt einer bestimmten Gruppe angehört, Meinung vertritt, einer anderen Religion oder gar keiner Religion angehört, muss man ja nicht automatisch gegen diese sein. 
Vorchristlich hin oder her. 
 

Jesaia 17.11.2019 um 21:35

@Grossmeister
es ist aber schon sinnvoll, sich auf allgemein akzeptierte Begriffe zu einigen. Sonst sagt einer "Tisch" und meint "Stuhl".
 

Grossmeister 17.11.2019 um 21:44

Begriffsdefinition ist ja wieder eine andere Sache. Ein Stuhl oder ein Tisch bleibt ein Stuhl oder ein Tisch. Egal unter welchen Aspekt man es sieht. 
Wobei es bei charakterlichen, spirituellen etc.,  Bedeutungen eher Ansichts-oder Auslegungssache ist. 

Obwohl man ein Stuhl auch als Tisch benutzen kann, und einen Tisch auch als Sitzgelegenheit. Verstehst wie ich es meine? 😉
 

Jesaia 17.11.2019 um 21:54

@Grossmeister
Natürlich sind Äpfel und Birnen beides Obst.
Ich zitiere hier Konfutius Gespräche 14, weil er am prägnantesten ist:
"Staatsregierung III: Richtigstellung der Begriffe
Dsï Lu sprach: »Der Fürst von We wartet auf den Meister, um die Regierung auszuüben. Was würde der Meister zuerst in Angriff nehmen?« Der Meister sprach: »Sicherlich die Richtigstellung der Begriffe.« Dsï Lu sprach: »Darum sollte es sich handeln? Da hat der Meister weit gefehlt! Warum denn deren Richtigstellung?« Der Meister sprach: »Wie roh du bist, Yu! Der Edle läßt das, was er nicht versteht, sozusagen beiseite. Wenn die Begriffe nicht richtig sind, so stimmen die Worte nicht; stimmen die Worte nicht, so kommen die Werke nicht zustande; kommen die Werke nicht zustande, so gedeiht Moral und Kunst nicht; gedeiht Moral und Kunst nicht, so treffen die Strafen nicht; treffen die Strafen nicht, so weiß das Volk nicht, wohin Hand und Fuß setzen. Darum sorge der Edle, daß er seine Begriffe unter allen Umständen zu Worte bringen kann und seine Worte unter allen Umständen zu Taten machen kann. Der Edle duldet nicht, daß in seinen Worten irgend etwas in Unordnung ist. Das ist es, worauf alles ankommt.«https://gutenberg.spiegel.de/buch/gesprache-6638/14
Auch wenn Konfutius kein Christ ist - hier hat er recht.
 

Grossmeister 17.11.2019 um 22:06

Na du holst ja wieder weit aus. 
Ich wollte eigentlich nur meine Meinung kund tun, das wenn man einer anderen Religion oder keiner Religion angehört, nicht zwangsläufig Antichristlich sein muss. 
Gibt ja heute noch ‚heidnische Gebräuche‘, die nicht auf christlicher Tradition beruhen und noch geläufig sind. 
Auf jedenfall bin ich gegen Zwangsmissionierung bzw -Konvertierung. 
Wie es leider in der Historie durch die Kirche auch gut geheißen wurde. 
Für mich ist der Begriff ‚heidnisch‘ nicht zwangsläufig negativ behaftet. 
Die Leute im Dschungel oder Busch konnten ja auch nix für, das der christliche Glaube bis dato noch nicht bis zu ihnen vorgedrungen ist. 
Sind nicht-abrahamitische Religionen (Buddhismus) oder ‚Naturreligionen‘, demnach auch Heidnisch? 
×

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