Andacht von heute...die ich gerne teilen möchte.

Blog von Holzfaeller
16. Oktober

Ein stilles Leben finden
John Blase
Bemüht euch, ein ruhiges Leben zu führen. 1. Thessalonicher 4,11
1. Thessalonicher 4,9-12

Jesaja 47-49; 1. Thessalonicher 4
„Was willst du werden, wenn du groß bist?“ Wir alle haben als Kinder diese Frage gehört und manchmal sogar als Erwachsene. Die Frage entspringt der Neugier, aber die Antwort wird oftmals als Hinweis auf die Ambition verstanden. Meine Antworten veränderten sich mit den Jahren. Zunächst wollte ich Cowboy werden, dann Lastwagenfahrer, dann Soldat und als ich schließlich auf die Uni ging, tat ich es, um Doktor zu werden. Aber zu keinem Zeitpunkt schlug mir jemand vor, dass ich „ein ruhiges Leben“ führen solle.

Paulus aber empfiehlt den Thessalonichern genau das. Zunächst drängt er sie, einander zu lieben und Gottes Familie noch mehr (1. Thessalonicher 4,10). Dann gibt er ihnen eine allgemeine Ermahnung, die alles betraf, was sie je in die Hand nehmen würden. „Dass ihr ein stilles Leben führt …, wie wir euch geboten haben“ (V. 11). Was genau meinte er damit? Er macht es deutlich, wenn er sagt: „kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten und – wie schon gesagt – seht zu, dass ihr euch von der Arbeit eurer eigenen Hände ernähren könnt. Dann werden die Menschen um euch herum, die Gott nicht kennen, eure Lebensweise achten, und ihr seid nicht von anderen abhängig“ (V. 11-12). Wir wollen Kinder nicht entmutigen, ihren Begabungen oder Leidenschaften zu folgen, aber vielleicht können wir sie dazu ermutigen, egal wozu sie sich entscheiden, dies mit einem stillen Geist zu tun.

Wenn wir unsere heutige Welt betrachten, dann könnten die Worte „ehrgeizig“ und „still“ keine größeren Gegensätze sein. Aber die Bibel ist immer relevant, daher sollten wir vielleicht überlegen, wie ein stilles Leben aussehen könnte.

Wie geht es dir, wenn du Paulus hörst: „Kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten“? Fällt dir jemand ein, der ein stilles Leben lebt, dem du nachahmen könntest?
Jesus, ein stilles Leben zu leben hört sich so einladend an, aber ich weiß, dass es nicht einfach ist. Ich bitte um die Gnade, mich um meine Angelegenheiten zu kümmern, nicht, damit ich mich von der Welt ausschließe, sondern dass ich nicht noch zu der Hektik beitrage.

Kommentare

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Freueteuch 16.10.2019 um 13:23

Schlachter 2000
1. Thess. 4:
9 Über die Bruderliebe aber braucht man euch nicht zu schreiben; denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben,
10 und das tut ihr auch an allen Brüdern, die in ganz Mazedonien sind. Wir ermahnen euch aber, ihr Brüder, daß ihr darin noch mehr zunehmt
11 und eure Ehre darin sucht, ein stilles Leben zu führen, eure eigenen Angelegenheiten zu besorgen und mit euren eigenen Händen zu arbeiten, so wie wir es euch geboten haben,
12 damit ihr anständig wandelt gegenüber denen außerhalb [der Gemeinde] und niemand nötig habt.

Ja, es ist gut, wenn man selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen kann.
Hier geht es um den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde.
Da gab es Gemeinschaft und Brüder, die ihren Familien vorstanden.
Ein fauler Bruder konnte seine Familie nicht ernähren.
Die Gläubigen sollen anständig wandeln.
Wer genug zum Leben hatte, sollte trotzdem arbeiten und die Bedürftigen unterstützen. Es sollte ein Ausgleich stattfinden. Vor Gott sind alle Menschen in der Gemeinde gleich. Diejenigen, die nicht arbeiten konnten, auch die Witwen und Waisen wurden unterstützt.

Heutzutage leben viele Menschen allein. Das Familienleben ist kaputt.
Das hat der Satan geschafft: Zerstöre die Familie, dann sind einzelne Personen leichter angreifbar, verführbar und in Angst zu versetzen.
Vor lauter Arbeitsstress vergessen sie Gott und pflegen keine guten Beziehungen.
Oder sie arbeiten nicht und fühlen sich von der Gemeinschaft ausgestoßen.

Schön ist es, wenn wahre ehrliche Gemeinschaft unter Gläubigen herrscht, wenn Jung und Alt zusammen leben. Ein Geben und Nehmen und Ergänzung.
Wie können wir anständig vor Gott und vor der Welt leben?
Wir sollten Seine Anordnungen und Gebote befolgen.
Dann werden wir gesegnet und Er wird für uns sorgen.
 

Zielorientiert 16.10.2019 um 14:24

Vielleicht kann man noch einen anderen Aspekte mit einbringen, warum es immer schwieriger wird ein stilles Leben zu finden; "Das Personsein"

Wer ist eine Person und wer ist zur Ware geworden. Die meisten denken jetzt mit Sicherheit, natürlich bin ich eine Person, ich bin doch keine Ware, od ein Produkt.

Das bringt aber die Leistungsgesellschaft schon mit sich und so wird es auch immer schwieriger ein stilles Leben führen zu können.

Bei weiterer Betrachtung wirst du vielleicht etwas feststellen, was Jesus ändern möchte.



Die Berufswelt behandelt uns oft wie ein Produkt/ Ware, anstatt uns als Person zu sehen. Du wirst eingestellt, weil deine Fähigkeiten für das Unternehmen (oder beliebig andere Instituionen) einen Wert haben. Sobald du aufhörst, Wert zu bringen, wirst du entlassen, oder gemobbt.

Doch solches beginnt lange bevor du in die Berufswelt eingetreten bist. Normalerweise wird man bereits am Ende des fünften Lebensjahres entweder als „Person“ oder als „Produkt“ gesehen und behandelt. Deine Rolle in der Herkunftsfamilie entwickelt sich ganz beiläufig durch hunderttausende kleiner Interaktionen.

Es ist paradox, doch je „besser“ und begabter du bist, und je mehr Wert du der Gesellschaft bringst, um so eher wirst du als Produkt gesehen. Das niedliche kleine Mädchen wird zum Prunkstück der Familie und bringt den Eltern Ehre. Auch das frühreife Kind, das bereits vor dem Kindergarten lesen kann, wird schnell zum Vorzeigestück und damit zur Ware. Und wer gut Probleme lösen und Herausforderungen meistern kann, wird schnell einmal zur „App“,
die benutzt wird, wenn jemand nicht mehr weiterkommt, ansonsten aber links liegen gelassen wir.

Wenn ein Kind wie ein Produkt behandelt wird, anstatt in das „Amt des Personseins“ eintreten zu dürfen, behindert dies das Fortschreiten in die nachfolgenden Ämter – Sohn/Tochter, Mann/Frau, Ehemann/Ehefrau. Und zieht weitere Aspekte im Laufe des Lebens mit sich, die Jesus so nicht gewollt hat.
 

Weinrebe 16.10.2019 um 15:30

Ich verstehe das so..Ein Leben führen, dass ich vor Gott verantworten muss und nicht vor  anderen Menschen..Ich darf sein, wie ich bin und muss mich nicht verbiegen.
 

Pearl 16.10.2019 um 19:54

Vor Jahren las ich das Buch von- Susan Cain- Still.

"Ein leerer Topf klappert am lautesten".
Aber wer der Welt etwas Bedeutendes schenken will, benötigt Zeit und Sorgfalt, um es in Stille reifen zu lassen. "Still" ist ein Plädoyer für die Ruhe, die in unserer Welt des Marktgeschreis und der Klingeltöne zu verschwinden droht.
"Still" baut eine Brücke zwischen den Welten, kritisiert aber das gesellschaftliche Ungleichgewicht zugunsten der Partylöwen und Dampfplauderer. Es herrscht eine "extrovertierte Ethik", die stille Wasser zwingt, sich anzupassen oder unterzugehen. Ihre Eigenschaften - Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Scheu - gelten eher als Krankheitssymptome denn als Qualitäten. Zu unrecht, sagt Susan Cain, und stellt sich gegen den Trend, der "selbstbewusstes Auftreten" verherrlicht. "Still" ist das Kultbuch für Introvertierte, hilft aber auch Extrovertierten, ihre Mitmenschen besser zu verstehen. Selbstsicheres Auftreten und die Beherrschung von Small Talk sind nicht alles. Susan Cains glänzendes Plädoyer für die Qualitäten der Stillen.


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Vor Gott still zu sein, bedeutet nicht, nicht zu kochen oder zu arbeiten, noch das Leben auszuklammern, sondern in der Lage zu sein, das eigene Herz vor Gott still werden zu lassen, in der Lage zu sein, Gottes Platz im eigenen Herzen in allen normalen Zuständen zu wahren, und einen Platz für Gott in seinem Herzen zu haben.
In der Hektik des Alltags/Arbeit- sicher eine Herausforderung, aber mit der Gnade wird alles leicht(er)....es kostest auch einen Preis, weg von der Ablenkung, dem Vergnügen...in eine Hinwendung ins Gemach unseres Liebhabers.
Wer Gott sein Herz in der Stille, Abgeschiedenheit, Ruhe, darbringt, kann gewiss von Gott vollendet und beschenkt werden.
 

Waage60 16.10.2019 um 23:55

Pearl, schöner Text, lädt zum Nachdenken und Innehalten ein.
 

Marion5000 17.10.2019 um 01:06

🙂Was Paulus sagt, das ist für die Gemeinde. ER ist der Leiter der Gemeinde.

   Der Heilige Petrus und der Heilige Paulus. Sie gründeten die Kirche von ROM.

   Mut, Zuversicht und den Menschen was zu sagen, das ist die Botschaft vom
   christlichen Glauben, vom Evangelium.

   Da können wir nur sagen, dass die Menschen rechtschaffen leben sollten.☀
  
   Die Nächstenliebe ist für Christen eine immerwährende Aufgabe☀
   Auch , wenn manche was anderes behaupten. Unsere Fähigkeit den anderen zu
   helfen, dies ist nur machbar, indem wir wirklich an Jesus Christus glauben.☀

   Alle, die getauft sind, sollten ein Kreuz in Ihrer Wohnung haben.⛪
   Denn das Kreuzzeichen ist unser Zeichen von:

   Glaube                                      Hoffnung                                  LIEBE❤

   Beten in der Gemeinschaft ist ein Loben und Preisen unseres Herrgotts.
   Gott zu lieben, das steht an erster Stelle.⛪

   Und nur in der Gemeinschaft mit Jesus fühlen wir uns getragen.☀
   Zusammen beten, Tischgebet, das gehört zum Ruhigwerden in der Familie.

   Die Gnade und die Liebe von Jesus ist von allen Christen tagtäglich auf der
   ganzen ERDE eine immerwährende GÜTE.

   Das Singen und Beten, Lobpreis, Psalmen und die Segnung, sowie die Heilige
   Kommunion, der Leib CHRISTI ist HOFFNUNG.

   Den Gottesdienst zu besuchen, das gehört von der TAUFE bis zum ENDE des Lebens
   als Pflicht und RECHT eines jeden Menschen. Alle vier Wochen, jeden Sonntag,
 
   oder auch mal am WERKTAG. Gott ist Liebe, Gott ist Freude, GOTT ist LEBEN in Fülle⛪
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