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13.06 HL. ANTONIUS VON PADUA Ordenspriester, Kirchenlehrer

13.06 HL. ANTONIUS VON PADUA Ordenspriester, Kirchenlehrer
Gedenktag

HL. ANTONIUS VON PADUA
Ordenspriester, Kirchenlehrer

Er stammte aus Lissabon, war zunächst Augustinerchorherr, wurde dann Priester und Franziskaner, um in Afrika den Glauben zu verkünden, fand aber ein weites Betätigungsfeld als Prediger in Südfrankreich und Italien, wo ihm die Bekehrung zahlreicher Häretiker gelang. Der hl. Franziskus bestimmte ihn zum Lehrer der Theologie für die Minderbrüder. Gestorben am 13. Juni 1231 in Padua, Grab in der nach ihm benannten Basilika. Als Helfer in vielen Nöten wird er weithin verehrt.


ZUR LESUNG  In Jerusalem herrscht nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil (um 538 v. Chr.) große Mutlosigkeit. Die Anfänge waren schwierig, und die Aussichten auf ein Gelingen des Wiederaufbaus waren gering. Damals berief Gott einen Propheten und erfüllte ihn mit seinem Geist, damit sein Wort die Kraft hatte, zu trösten und Mut zu wecken. Jesus hat die Worte des Propheten „Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir …“ auf sich bezogen, als er in der Synagoge von Nazaret die Stelle aus Jesaja 61 vorlas (Lk 4,16–21). Die Jünger und Boten Jesu haben von ihrem Herrn nicht nur den Namen „Christen“ = „Gesalbte“; sie haben von ihm auch den Geist empfangen und den Auftrag, seine Sendung weiterzuführen. – Jes 11,2; 42,1; Lk 4,18–19; Apg 10,38; 2 Kor 1,21–22; 1 Joh 2,20.27.


ERSTE LESUNG  Jes 61, 1–3a
Der Herr hat mich gesalbt; er hat mich gesandt, um den Armen frohe Botschaft zu bringen und das Öl der Freude

1Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir.
Denn der Herr hat mich gesalbt;
er hat mich gesandt,
um den Armen frohe Botschaft zu bringen,
um die zu heilen, die gebrochenen Herzens sind,
um den Gefangenen Freilassung auszurufen
und den Gefesselten Befreiung,
2um ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen,
einen Tag der Vergeltung für unseren Gott,
um alle Trauernden zu trösten,
3aden Trauernden Zions
Schmuck zu geben anstelle von Asche,
Freudenöl statt Trauer,
ein Gewand des Ruhms statt eines verzagten Geistes.

ZUM EVANGELIUM  In Kapitel 9,1–6 hat Lukas von der Aussendung der Zwölf berichtet. Inzwischen hat Jesus seine Tätigkeit in Galiläa abgeschlossen und ist auf dem Weg nach Jerusalem. Die Zeit drängt, und die Ernte ist groß (10,2). „Ernte“ ist in der Sprache der Bibel ein Bild für das endzeitliche Gericht Gottes über die Völker. Dass sich die Mission auf alle Völker ausdehnt, darauf weist die Zahl 70 hin; ihr liegt wohl die Vorstellung zugrunde, dass es in der Welt 70 nichtjüdische Völker gibt (vgl. Gen 10). Jesus, der den Weg des Gottesknechtes geht, weiß sich zu allen Völkern gesandt (vgl. Jes 42,6; 49,6). Die Aussendungsrede (Lk 10,2–11) gibt Anweisungen über die Ausrüstung der Missionare und über ihr Verhalten in den Häusern und Ortschaften. Eine doppelte Tätigkeit wird den Jüngern aufgetragen: die Tat und das Wort (Wunder und Verkündigung). Beide sind Fortsetzung der Tätigkeit Jesu selbst, Zeichen, die nicht übersehen werden können. Daher am Schluss das Drohwort gegen die ungläubigen Städte. – Zu 10,2 („Ernte“): Joël 4,12–13; Jes 9,1–2; Hos 6,11; Mt 9,37–38; Joh 4,35–36. – Zu 10,3–9; Mt 10,7–16; Lk 9,3–5; 22,35; 2 Kön 4,29; Mk 6,8–11; 1 Tim 5,18; Apg 13,51.


Evangelium  Lk 10, 1–9
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter

1In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus
und sandte sie zu zweit vor sich her
in alle Städte und Ortschaften,
in die er selbst gehen wollte.
2Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß,
aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden!
3Geht!
Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
4Nehmt keinen Geldbeutel mit,
keine Vorratstasche und keine Schuhe!
Grüßt niemanden auf dem Weg!
5Wenn ihr in ein Haus kommt,
so sagt als Erstes: Friede diesem Haus!
6Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt,
wird euer Friede auf ihm ruhen;
andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
7Bleibt in diesem Haus,
esst und trinkt, was man euch anbietet;
denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert.
Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
8Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt,
so esst, was man euch vorsetzt.
9Heilt die Kranken, die dort sind,
und sagt ihnen:
Das Reich Gottes ist euch nahe!

Kommentare

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Shira 13.06.2026 08:25
HL. ANTONIUS VON PADUA

Fernando ist sein Taufname, und geboren wird der Spross adeliger Eltern in Lissabon im Jahr 1195, mutmaßlich am 15. August. Sehr jung, mit 15 Jahren, tritt Fernando in den Orden der Regularkanoniker des Heiligen Augustinus ein. In der Stadt Coimbra bereitet er sich auf das Priesteramt vor, die Weihe empfängt er mit 24 Jahren, der Bischof bestimmt für ihn eine Laufbahn als Theologen und Philosophen. Doch Fernando fühlt sich hingezogen zu einem religiösen Leben im engeren und strengeren Sinn. Er wartet auf eine Wende in seinem Leben. Sie stellt sich ein, als 1220 in der Kirche des Heiligen Kreuzes die Leichname von fünf Märtyrer-Missionaren ankommen. Die Männer waren in Marokko gefoltert und ermordet worden. Diese Märtyrer waren Franziskaner.
Vom Augustiner zum Franziskaner

Fernando beschließt, den Kanonikerorden zu verlassen und sich dem Heiligen Franz von Assisi anzuschließen, der damals noch lebte. Als neuen Namen wählt er Antonius, in Anlehnung an den ägyptischen Wüstenheiligen. Antonius fühlt sich stark zur Mission hingezogen, und mit diesem Ideal bricht er nach Marokko auf. Doch dort erkrankt er schwer, kann nicht predigen, muss zurück nach Italien. Auf der Reise erleidet er auch noch Schiffbruch. Antonius kann sich an die Küste Siziliens retten. Dort wird er geheilt und erreicht 1221 Assisi, wo Franziskus seine Brüder zusammengerufen hat. Eine gute Gelegenheit, einander kennenzulernen.

Es ist ein einfaches Treffen: Antonius bestärkt seine Wahl der Christusnachfolge in der Brüderlichkeit und der franziskanischen Einfachheit, und Franziskus entsendet den neuen Mitbruder in die Romagna, in die Eremitenklause von Montepaolo. Hier widmet er sich vor allem dem Gebet, der Meditation, der Buße und den einfachen Arbeiten.
Antonius als Prediger

Im September 1222 ist Antonius eingeladen, in Forlì zu predigen. Dabei offenbart sich sein Talent: Aus seinen Worten spricht eine tiefe biblische Gelehrtheit und ein einfacher, packender Ausdruck. In der ersten Biografie des Heiligen Antonius heißt es: „Mit dieser Sprache, die vom Heiligen Geist bewegt ist, erörterte er viele Themen auf ausgewogene Weise, klar und prägnant.“ Von da an beginnt das Wanderleben des Heiligen. Durch ganz Italien und Südfrankreich zieht Antonius, verkündet das Evangelium den Völkern und Regionen, die oft von den Irrlehren ihrer Zeit durcheinander sind, und er hält sich auch nicht mit Kritik an der moralischen Dekadenz einiger Kirchenmänner zurück. Im Jahr darauf lehrt er Theologie für die jüngeren Mitbrüder in Bologna.
Padua

Im Alter von 32 Jahren wird Antonius, der Mann mit den vielen Talenten im Dienst am Reich Gottes, Oberer der Franziskaner Norditaliens. Er besucht viele Klöster der Mitbrüder und errichtet neue Klöster. Er predigt und predigt und zieht immer größere Menschenmengen in seinen Bann. Er hört Beichte, vergisst auch nicht auf Momente in Stille und Einsamkeit. Zum Sitz seines Wirkens wählt er Padua, wo eine kleine franziskanische Brüdergemeinde an der Kirche Santa Maria Mater Domini zu Hause ist. Obwohl Antonius oft lange weg ist, entwickelt sich mit der Stadt eine starke Beziehung. In Padua schreibt er auch seine Sermones, ein Traktat für die Verkündigung des Evangeliums im Dienst der Sakramente, besonders der Buße und der Eucharistie.

Die Fastenpredigt von 1231 gilt als sein geistliches Testament. Ostern feiert Antonius krank und gezeichnet von den Mühen seines Wirkens. Danach zieht er sich mit Mitbrüdern zur Meditation in ein Eremitenkloster in Camposampiero zurück, wenige Kilometer vor Padua. Er bittet um eine einfache Hütte über einem großen Nussbaum, wo er die Tage in Kontemplation zubringen will und im Gespräch mit den einfachen Leuten der umliegenden Dörfer, ins Kloster will er nur über Nacht. In dieser Hütte hat Antonius eine Vision vom Jesuskind. Am 13. Juni erkrankt er schwer, fühlt sein Ende nahen und bittet darum, in Padua sterben zu dürfen. Doch auf dem Weg dahin haucht er in dem Dorf Arcella sein Leben aus. Seine letzten Worte: Ich sehe meinen Herrn.

Antonius war Schüler des Heiligen Augustinus, und er verstand es, Geist und Herz zu verbinden, Studium und Gebet. Er ist Kirchenvater. In Padua nennen sie ihn einfach „den Heiligen“.
 
Shira 13.06.2026 08:31
GEBET

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast deiner Kirche
im heiligen Antonius von Padua
einen machtvollen Verkünder des wahren Glaubens
und einen Helfer in der Not geschenkt.
Gib, dass wir nach seinem Vorbild
ein christliches Leben führen
und in allen Nöten deine Hilfe erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 
(Nutzer gelöscht) 13.06.2026 08:34
Amen liebe Schwester 🙏🏻
Toller Beitrag 😘
 
antonius34 13.06.2026 08:53
Das grosse Glück in der Liebe besteht darin,

Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
 
Engelslhaar 13.06.2026 08:55
 
antonius34 13.06.2026 09:08
 
hansfeuerstein 13.06.2026 15:56
Ich frage mich, ob Antonius von Padua mit auf den CSD in Köln gefahren wäre? Wieviel von unserem Glauben teilen wir eigentlich heute noch mit ihnen...?
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