MDR-Kolumnistin: Verdacht auf Linksextremismus beim Stromanschlag sei „durchschaubarer Trick“ 👈
08.01.2026 22:32
MDR-Kolumnistin: Verdacht auf Linksextremismus beim Stromanschlag sei „durchschaubarer Trick“ 👈
08.01.2026 22:32
MDR-Kolumnistin: Verdacht auf Linksextremismus beim Stromanschlag sei „durchschaubarer Trick“ 👈
08.01.2026 • 278
„Das Altpapier“
MDR-Kolumnistin: Verdacht auf Linksextremismus beim Stromanschlag sei „durchschaubarer Trick“
Eine MDR-Kolumnistin kritisiert die behördliche Einordnung des Berliner Stromanschlags als mutmaßlich linksextremistisch. Das bediene ein bekanntes Muster – „medial wirksam und deshalb beliebt bei Rechten, um von Gefahren durch Rechtsextremismus abzulenken“.
Von Redaktion
MDR-Autorin Antonia Groß äußert in ihrer Kolumne Zweifel am linksextremen Hintergrund des Anschlags (Foto: MDR)
apollo-news.net
Die Debatte über den Berliner Stromanschlag sei vor allem ein politisches Ablenkungsmanöver – so legt es Antonia Groß in ihrer Kolumne im MDR-Format „Das Altpapier“ nahe, in dem nach Eigendarstellung aktuelle medienjournalistische Themen aus Sicht der Autoren kommentiert und bewertet werden. Wer jetzt auf Linksextremismus blicke, bediene ein bekanntes Muster: „medial wirksam und deshalb beliebt bei Rechten, um von Gefahren durch Rechtsextremismus abzulenken“. „Man kann fast nur mit den Augen rollen, so durchschaubar ist der Trick“, schreibt sie. Die Ermittlungen liefen zwar noch, doch das öffentliche Urteil sei längst gefällt.
In Berlin wurde gezielt die Stromversorgung sabotiert. Kabel wurden zerstört, Infrastruktur angegriffen, Zehntausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom und Wärme. Pflege, medizinische Versorgung und Alltag mussten mitten im Winter improvisiert werden, der Senat rief eine Großschadenslage aus. Die Polizei spricht von einem politisch motivierten Anschlag. Es gibt ein Bekennerschreiben, das die Ermittler nach bisherigen Erkenntnissen für glaubwürdig halten. Die Untersuchungen richten sich auf linksextreme Strukturen, die bereits in der Vergangenheit vergleichbare Taten verantwortet haben sollen.
Vor diesem Hintergrund liest sich die Kolumne von Antonia Groß bemerkenswert. Sie verweist darauf, dass Rechtsextremismus die weitaus größere Gefahr sei und ein linksextremer Hintergrund beim Berliner Anschlag keineswegs geklärt. Medien betrieben, so schreibt sie, „statt Einordnung oft hastiges Labelling“. Besonders stört sie, dass früh von einem „offenkundig linksextremistischen“ Hintergrund und von „Terrorismus“ gesprochen wurde – „im Einklang mit den Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner“.
Parallel stellt Groß jede klare Benennung des mutmaßlichen Täterspektrums grundsätzlich infrage. „In der Breite der Berichterstattung hat sich schon eine Erklärung durchgesetzt: Der ‚Linksterrorismus‘ muss es gewesen sein“, schreibt sie – und wiederholt ihren Vorwurf: „Man kann fast nur mit den Augen rollen, so durchschaubar ist der Trick.“ Insgesamt, so ihre Formulierung, hätten die Medien „eine (Jauche-)Grube für Spekulation, Agenda-Setting und die ein oder andere Perle des Lokaljournalismus“ eröffnet.
Auffällig ist der Ton gegenüber Betroffenen. Groß widmet einen Abschnitt Lokalreportagen über Nachbarschaftshilfe – und nutzt ihn vor allem, um sich über Menschen in einer Notsituation lustig zu machen. Die Hauptstadtmedien lieferten „Service-Beiträge“ und „klassische Lokalreportagen“, besonders „viel Stoff“ böten „Haustierhalter*innen“.


Auffällig ist zudem der Ton gegenüber Betroffenen. Groß widmet einen Abschnitt den Berichten über Nachbarschaftshilfe – und nutzt ihn vor allem, um sich über Menschen in einer Ausnahmesituation lustig zu machen. Die Hauptstadtmedien lieferten „Service-Beiträge“ und „klassische Lokalreportagen“, besonders „viel Stoff“ böten „Haustierhalter*innen“.
Aus der taz zitiert sie einen Mann, der im Wärmeraum des Bezirksamts versucht, seine Tiere zu schützen: „Das Wasser darf nicht zu kalt werden“, sagt er, er habe einen 30 Jahre alten Wels, „der ist älter als meine Tochter“. Er erhitze mit dem Campingkocher Wasser, um es dem kalten Wasser beizumischen. Aus dem Spiegel übernimmt sie den Satz: „Meine beiden Kaninchen verstehen gar nichts mehr.“ Für Groß ist das ein „über-fühliges Zitat“.
cm
„Das Altpapier“
MDR-Kolumnistin: Verdacht auf Linksextremismus beim Stromanschlag sei „durchschaubarer Trick“
Eine MDR-Kolumnistin kritisiert die behördliche Einordnung des Berliner Stromanschlags als mutmaßlich linksextremistisch. Das bediene ein bekanntes Muster – „medial wirksam und deshalb beliebt bei Rechten, um von Gefahren durch Rechtsextremismus abzulenken“.
Von Redaktion
MDR-Autorin Antonia Groß äußert in ihrer Kolumne Zweifel am linksextremen Hintergrund des Anschlags (Foto: MDR)apollo-news.net
Die Debatte über den Berliner Stromanschlag sei vor allem ein politisches Ablenkungsmanöver – so legt es Antonia Groß in ihrer Kolumne im MDR-Format „Das Altpapier“ nahe, in dem nach Eigendarstellung aktuelle medienjournalistische Themen aus Sicht der Autoren kommentiert und bewertet werden. Wer jetzt auf Linksextremismus blicke, bediene ein bekanntes Muster: „medial wirksam und deshalb beliebt bei Rechten, um von Gefahren durch Rechtsextremismus abzulenken“. „Man kann fast nur mit den Augen rollen, so durchschaubar ist der Trick“, schreibt sie. Die Ermittlungen liefen zwar noch, doch das öffentliche Urteil sei längst gefällt.
In Berlin wurde gezielt die Stromversorgung sabotiert. Kabel wurden zerstört, Infrastruktur angegriffen, Zehntausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom und Wärme. Pflege, medizinische Versorgung und Alltag mussten mitten im Winter improvisiert werden, der Senat rief eine Großschadenslage aus. Die Polizei spricht von einem politisch motivierten Anschlag. Es gibt ein Bekennerschreiben, das die Ermittler nach bisherigen Erkenntnissen für glaubwürdig halten. Die Untersuchungen richten sich auf linksextreme Strukturen, die bereits in der Vergangenheit vergleichbare Taten verantwortet haben sollen.
Vor diesem Hintergrund liest sich die Kolumne von Antonia Groß bemerkenswert. Sie verweist darauf, dass Rechtsextremismus die weitaus größere Gefahr sei und ein linksextremer Hintergrund beim Berliner Anschlag keineswegs geklärt. Medien betrieben, so schreibt sie, „statt Einordnung oft hastiges Labelling“. Besonders stört sie, dass früh von einem „offenkundig linksextremistischen“ Hintergrund und von „Terrorismus“ gesprochen wurde – „im Einklang mit den Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner“.
Parallel stellt Groß jede klare Benennung des mutmaßlichen Täterspektrums grundsätzlich infrage. „In der Breite der Berichterstattung hat sich schon eine Erklärung durchgesetzt: Der ‚Linksterrorismus‘ muss es gewesen sein“, schreibt sie – und wiederholt ihren Vorwurf: „Man kann fast nur mit den Augen rollen, so durchschaubar ist der Trick.“ Insgesamt, so ihre Formulierung, hätten die Medien „eine (Jauche-)Grube für Spekulation, Agenda-Setting und die ein oder andere Perle des Lokaljournalismus“ eröffnet.
Auffällig ist der Ton gegenüber Betroffenen. Groß widmet einen Abschnitt Lokalreportagen über Nachbarschaftshilfe – und nutzt ihn vor allem, um sich über Menschen in einer Notsituation lustig zu machen. Die Hauptstadtmedien lieferten „Service-Beiträge“ und „klassische Lokalreportagen“, besonders „viel Stoff“ böten „Haustierhalter*innen“.


Auffällig ist zudem der Ton gegenüber Betroffenen. Groß widmet einen Abschnitt den Berichten über Nachbarschaftshilfe – und nutzt ihn vor allem, um sich über Menschen in einer Ausnahmesituation lustig zu machen. Die Hauptstadtmedien lieferten „Service-Beiträge“ und „klassische Lokalreportagen“, besonders „viel Stoff“ böten „Haustierhalter*innen“.
Aus der taz zitiert sie einen Mann, der im Wärmeraum des Bezirksamts versucht, seine Tiere zu schützen: „Das Wasser darf nicht zu kalt werden“, sagt er, er habe einen 30 Jahre alten Wels, „der ist älter als meine Tochter“. Er erhitze mit dem Campingkocher Wasser, um es dem kalten Wasser beizumischen. Aus dem Spiegel übernimmt sie den Satz: „Meine beiden Kaninchen verstehen gar nichts mehr.“ Für Groß ist das ein „über-fühliges Zitat“.
cm
Kommentare
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MB73 08.01.2026 22:32
https://apollo-news.net/mdr-kolumnistin-verdacht-auf-linksextremismus-beim-stromanschlag-sei-durchschaubarer-trick/
MB73 08.01.2026 22:35
CDU will NIUS verbieten (Grüße von SPD-Faeser)! Schauen Sie solange noch möglich!
MB73 08.01.2026 22:39
Das linke Lager sagt, es waren die 'AfD und Russland', das rechte Lager und Behörden sagt, es waren 'Linksextremisten'!
So kann ein Volk nicht zusammen kommen!
Beide Lager wollen eine andere Politik!
Beide werden gespalten, wie alles in Dummland. "Spalte und herrsche!"
So kann ein Volk nicht zusammen kommen!
Beide Lager wollen eine andere Politik!
Beide werden gespalten, wie alles in Dummland. "Spalte und herrsche!"

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