Bauern blockieren Autobahnauffahrten aus Protest gegen Mercosur 🚜
08.01.2026 16:55
Bauern blockieren Autobahnauffahrten aus Protest gegen Mercosur 🚜
08.01.2026 16:55
Bauern blockieren Autobahnauffahrten aus Protest gegen Mercosur 🚜

Bauern protestieren gegen das geplante Mercosur-Abkommen – mit ihren Traktoren blockieren sie an der Autobahn-Anschlussstelle Brinkum die Auffahrt zur Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg. Foto: picture alliance/dpa | Christian Butt
Mit Traktoren
Bauern blockieren Autobahnauffahrten aus Protest gegen Mercosur
Deutschland
08. Januar 2026
Autor: JF-Online
HANNOVER. In mehreren Bundesländern haben Landwirte am Donnerstag mit Traktoren an Autobahnauffahrten gegen das geplante Handelsabkommen der Europäischen Union mit den Mercosur-Staaten protestiert. Betroffen waren unter anderem Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Polizei kam es zu keinen nennenswerten Verkehrseinschränkungen.
An den Auffahrten der A9 in Coswig, Vockerode, Dessau-Ost und Dessau-Süd lag die Zahl der Teilnehmer im niedrigen zweistelligen Bereich. Die Proteste sind bis in den Nachmittag hinein angemeldet.
Auch an der Autobahnanschlußstelle der A4 bei Schmölln in Thüringen fanden seit den frühen Morgenstunden Kundgebungen statt. Weitere Aktionen wurden aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Hintergrund der Proteste ist die geplante Unterzeichnung des EU-Mercosur-Abkommens. Die Landwirte befürchten eine Benachteiligung der heimischen Landwirtschaft durch günstigere Agrarimporte aus Südamerika und sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.
Bauern sehen Europas Landwirtschaft in Gefahr
Der Deutsche Bauernverband forderte weitere Verhandlungen auf europäischer Ebene. Es müsse über strengere Schutzmechanismen und Kontrollen gesprochen werden. Wirtschaftsforschungsinstitute halten die Sorgen der Bauern hingegen für überzogen und verweisen auf begrenzte Auswirkungen für die europäische Landwirtschaft.
Im Rat der 27 EU-Staaten könnte bereits in den kommenden Tagen über das Abkommen abgestimmt werden. Nachdem Italien nach erneuten Gesprächen von seinem Widerstand abgerückt ist, gilt eine qualifizierte Mehrheit als möglich. Bereits im Jahr 2024 hatte es bundesweit Bauernproteste gegeben, damals gegen den Wegfall von Steuerentlastungen beim Agrardiesel.
(rr)
Kommentare
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MB73 08.01.2026 16:55
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/bauern-blockieren-autobahnauffahrten-aus-protest-gegen-mercosur/
MB73 08.01.2026 17:01
Recht haben sie.
Mit den Vorschriften zum Getreide, ist es nicht mal mehr möglich Brot zu backen.
Die französischen Kollegen machen ihrem Unmut bereits ordentlich Dampf.
Der Beruf Bauer wird, auf kurz oder lang aussterben so wie wir ihn kennen.
Versorgt werden wir dann von der Industrie, über 'Mastanlagen für Menschen'.
Mit den Vorschriften zum Getreide, ist es nicht mal mehr möglich Brot zu backen.
Die französischen Kollegen machen ihrem Unmut bereits ordentlich Dampf.
Der Beruf Bauer wird, auf kurz oder lang aussterben so wie wir ihn kennen.
Versorgt werden wir dann von der Industrie, über 'Mastanlagen für Menschen'.
MB73 08.01.2026 17:04
Von der EU gefördert: Mehlwurm-Startup pleite - Apollo News
apollo-news.net
Das französische Start-up-Unternehmen Ynsect spezialisierte sich auf die Zucht und industrielle Verarbeitung von Insekten, aus denen unter anderem Proteinpulver und Lebensmittel für Tierfutter hergestellt wurden. Das Unternehmen erhielt mehrere hundert Millionen Euro an Fördergeldern, darunter auch von der EU.
Nun ist das Pariser Start-up pleite. Das Unternehmen kündigte am Dienstag in einer Pressemitteilung seine gerichtliche Liquidation durch das Handelsgericht an, wie La France Agricole berichtete.
Ynsect wurde 2011 gegründet und sammelte über die Jahre mehr als 500 Millionen Euro an Fördermitteln ein. Auch die EU-Kommission unterstützte das Unternehmen mit umgerechnet 20 Millionen Euro für den Bau einer vollautomatisierten industriellen Anlage zur Produktion von Insektenprotein, wie die Berliner Zeitung berichtet. Die französische öffentliche Investitionsbank Bpifrance beteiligte sich ebenfalls mit mindestens 30 Millionen Dollar an dem Unternehmen.
Angesichts des starken Wettbewerbs im Proteinsektor wurde das Unternehmen im März 2025 unter Zwangsverwaltung gestellt. Im Juni teilte das Unternehmen seinen Mitarbeitern mit, dass es plane, 137 der rund 200 Stellen abzubauen. Zeitweise beschäftigte das Unternehmen über 300 Mitarbeiter.
Der Arbeitnehmervertreter Hadrien Godard beklagte im Zuge der Entlassungen, dass „eine enorme Menge öffentlicher Gelder auf dem Spiel steht“. „Das Unternehmen hätte durchstarten können, aber es ist offensichtlich, dass es zu einem sozialen Massaker gekommen ist“, erklärte Godard gegenüber AFP und forderte, „die wahllose Verteilung öffentlicher Gelder zu beenden oder zumindest die Kontrolle zu verstärken“, da er der Meinung ist, dass im Fall von Ynsect „alles zu groß, zu schnell und auf einen Schlag gemacht wurde“, berichtete La France Agricole.


Die Fördermittel wurden dem Unternehmen über das Projekt „FARMYNG“ zur Verfügung gestellt. Die EU förderte das Projekt, um nach eigenen Angaben neue, nachhaltige Proteinquellen zu entwickeln, insbesondere durch die industrielle Produktion von Proteinen aus Insekten wie Mehlwürmern. Obwohl es dem Unternehmen gelang, Insektenprotein in industriellem Maßstab zu produzieren, rentierte sich das Projekt nicht.
Bereits im November kündigte das dänische Unternehmen Enorm Biofactory ebenfalls Insolvenz an, was zeigt, dass die industrielle Insektenproduktion wirtschaftlich schlicht nicht rentabel ist. Auch der französische Konkurrent Agronutris befindet sich laut agrarheute in finanziellen Schwierigkeiten.
Laut der Beobachtungsstelle für Insektenerzeugung (ONEI) liegt das vor allem an preisgünstigen Alternativen der Konkurrenz. Etablierte Proteinquellen wie Fisch- und Sojaprotein seien günstiger in der Produktion, berichtet agrarheute.
rs
https://apollo-news.net/von-der-eu-gefrdert-mehlwurm-startup-pleite/
apollo-news.net
Das französische Start-up-Unternehmen Ynsect spezialisierte sich auf die Zucht und industrielle Verarbeitung von Insekten, aus denen unter anderem Proteinpulver und Lebensmittel für Tierfutter hergestellt wurden. Das Unternehmen erhielt mehrere hundert Millionen Euro an Fördergeldern, darunter auch von der EU.
Nun ist das Pariser Start-up pleite. Das Unternehmen kündigte am Dienstag in einer Pressemitteilung seine gerichtliche Liquidation durch das Handelsgericht an, wie La France Agricole berichtete.
Ynsect wurde 2011 gegründet und sammelte über die Jahre mehr als 500 Millionen Euro an Fördermitteln ein. Auch die EU-Kommission unterstützte das Unternehmen mit umgerechnet 20 Millionen Euro für den Bau einer vollautomatisierten industriellen Anlage zur Produktion von Insektenprotein, wie die Berliner Zeitung berichtet. Die französische öffentliche Investitionsbank Bpifrance beteiligte sich ebenfalls mit mindestens 30 Millionen Dollar an dem Unternehmen.
Angesichts des starken Wettbewerbs im Proteinsektor wurde das Unternehmen im März 2025 unter Zwangsverwaltung gestellt. Im Juni teilte das Unternehmen seinen Mitarbeitern mit, dass es plane, 137 der rund 200 Stellen abzubauen. Zeitweise beschäftigte das Unternehmen über 300 Mitarbeiter.
Der Arbeitnehmervertreter Hadrien Godard beklagte im Zuge der Entlassungen, dass „eine enorme Menge öffentlicher Gelder auf dem Spiel steht“. „Das Unternehmen hätte durchstarten können, aber es ist offensichtlich, dass es zu einem sozialen Massaker gekommen ist“, erklärte Godard gegenüber AFP und forderte, „die wahllose Verteilung öffentlicher Gelder zu beenden oder zumindest die Kontrolle zu verstärken“, da er der Meinung ist, dass im Fall von Ynsect „alles zu groß, zu schnell und auf einen Schlag gemacht wurde“, berichtete La France Agricole.


Die Fördermittel wurden dem Unternehmen über das Projekt „FARMYNG“ zur Verfügung gestellt. Die EU förderte das Projekt, um nach eigenen Angaben neue, nachhaltige Proteinquellen zu entwickeln, insbesondere durch die industrielle Produktion von Proteinen aus Insekten wie Mehlwürmern. Obwohl es dem Unternehmen gelang, Insektenprotein in industriellem Maßstab zu produzieren, rentierte sich das Projekt nicht.
Bereits im November kündigte das dänische Unternehmen Enorm Biofactory ebenfalls Insolvenz an, was zeigt, dass die industrielle Insektenproduktion wirtschaftlich schlicht nicht rentabel ist. Auch der französische Konkurrent Agronutris befindet sich laut agrarheute in finanziellen Schwierigkeiten.
Laut der Beobachtungsstelle für Insektenerzeugung (ONEI) liegt das vor allem an preisgünstigen Alternativen der Konkurrenz. Etablierte Proteinquellen wie Fisch- und Sojaprotein seien günstiger in der Produktion, berichtet agrarheute.
rs
https://apollo-news.net/von-der-eu-gefrdert-mehlwurm-startup-pleite/
MB73 08.01.2026 18:14
Bauernprotest
„Wir haben es satt“ – Umweltaktivisten rufen zu Großdemo in Berlin auf
08.01.2026 Stand: 17:31 Uhr
00:00
06:19
Landwirte in Deutschland protestieren gegen das geplante Mercosur-Handelsabkommen der EU. Sie befürchten eine massive Benachteiligung durch zollvergünstigte Importe. „Die Landwirtschaft wird eventuell geopfert“, sagt Reinhard Jung vom Bauernbund Brandenburg.
Quelle: WELT TV
Angesichts wachsender wirtschaftlicher Belastungen und umstrittener Handelsabkommen gehen Landwirte und Umweltaktivisten kommende Woche in Berlin auf die Straße. Das Bündnis „Wir haben es satt“ wirft der Bundesregierung eine zukunftsfeindliche Agrarpolitik vor.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article695fc420b973d6103f745e41/bauernprotest-wir-haben-es-satt-umweltaktivisten-rufen-zu-grossdemo-in-berlin-auf.html
„Wir haben es satt“ – Umweltaktivisten rufen zu Großdemo in Berlin auf
08.01.2026 Stand: 17:31 Uhr
00:00
06:19
Landwirte in Deutschland protestieren gegen das geplante Mercosur-Handelsabkommen der EU. Sie befürchten eine massive Benachteiligung durch zollvergünstigte Importe. „Die Landwirtschaft wird eventuell geopfert“, sagt Reinhard Jung vom Bauernbund Brandenburg.
Quelle: WELT TV
Angesichts wachsender wirtschaftlicher Belastungen und umstrittener Handelsabkommen gehen Landwirte und Umweltaktivisten kommende Woche in Berlin auf die Straße. Das Bündnis „Wir haben es satt“ wirft der Bundesregierung eine zukunftsfeindliche Agrarpolitik vor.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article695fc420b973d6103f745e41/bauernprotest-wir-haben-es-satt-umweltaktivisten-rufen-zu-grossdemo-in-berlin-auf.html
neroli 08.01.2026 20:21
Einfach unglaublich, wie man mit dieser Berufsgruppe umgeht!
Sie ernähren, bislang noch in großen Teilen die Bevölkerung. D as wird sich, wenn das Mercusur-Abkommen durchkommt, sehr schnell ändern, dann werden wir auch auf diesem Gebiet abhängig werden.
Im Deutschlandfunk, den ich einmal sehr geschätzt habe, wurde bislang nichts von den Demonstrationen berichtet. In Griechenland waren die Bauern vor Weihnachten wochenlang auf den Straßen, auch hier lautes Schweigen.
Ich könnte weinen, wenn ich von den Selbstmorden in Frankreich höre.
Sie ernähren, bislang noch in großen Teilen die Bevölkerung. D as wird sich, wenn das Mercusur-Abkommen durchkommt, sehr schnell ändern, dann werden wir auch auf diesem Gebiet abhängig werden.
Im Deutschlandfunk, den ich einmal sehr geschätzt habe, wurde bislang nichts von den Demonstrationen berichtet. In Griechenland waren die Bauern vor Weihnachten wochenlang auf den Straßen, auch hier lautes Schweigen.
Ich könnte weinen, wenn ich von den Selbstmorden in Frankreich höre.
(Nutzer gelöscht) 09.01.2026 17:29
Die EU, eine Institution die Beschlüsse und Abkommen ratifiziert, die ihre eigenen Bauern schädigt 🙈🙈🙈
Ganz im Sinne Europas !?!
Da fehlen einem die Worte 🤮
Brüssel gehört abgeschafft !!!
Ganz im Sinne Europas !?!
Da fehlen einem die Worte 🤮
Brüssel gehört abgeschafft !!!
(Nutzer gelöscht) 09.01.2026 17:52
(Nutzer gelöscht) 09.01.2026 17:59
Julia1960 09.01.2026 19:55
EU entscheidet gegen Bauern: Mercosur ist durch
EU-Kommission und ihre Stellvertreter in den Mitgliedsstaaten jubeln. Das Mercosur-Handelsabkommen mit Südamerika ist beschlossen – trotz massivstem Widerstand. Die Lebensmittelsicherheit in Österreich und der EU wird damit weiter geschwächt.
Weiter siehe Link:
https://tkp.at/2026/01/09/eu-entscheidet-gegen-bauern-mercosur-ist-durch/
EU-Kommission und ihre Stellvertreter in den Mitgliedsstaaten jubeln. Das Mercosur-Handelsabkommen mit Südamerika ist beschlossen – trotz massivstem Widerstand. Die Lebensmittelsicherheit in Österreich und der EU wird damit weiter geschwächt.
Weiter siehe Link:
https://tkp.at/2026/01/09/eu-entscheidet-gegen-bauern-mercosur-ist-durch/

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