Über den Pseudo-Journalist Tarek Baé ❗
02.11.2025 20:55
Über den Pseudo-Journalist Tarek Baé ❗
02.11.2025 20:55
Über den Pseudo-Journalist Tarek Baé ❗
Islamismus, Israelhass, Fake-News: Wer ist Deutschlands gefährlichster Pseudo-Journalist Tarek Baé?

Tarek Baé hetzt mit nachweislichen Fake News Migranten auf.
31.08.2025 - 17:30 Uhr
www.nius.de
Tarek Baé hat 400.000 Follower und ist einer der wirkmächtigsten Akteure der muslimischen, israelfeindlichen und promigrantischen Bubble in Deutschland. Kaum jemand in der Mehrheitsgesellschaft kennt seinen Namen, und doch prägt er längst den Ton palästinensischer Demonstrationen, füttert den Mythos vom „Genozid in Gaza“ und knüpft enge Kontakte zu Islamisten. NIUS zeigt, wie ein Berliner Influencer mit manipulierten Bildern, erfundenen Opfern und offenem Antisemitismus Hunderttausende Migranten erreicht – und was das für Deutschland bedeutet.
Die meisten unterschätzen, was es bedeutet, dass die deutsche Gesellschaft längst in streng voneinander getrennte Parallelgesellschaften zerfallen ist. Deutlich wird das an Baé, der zwar nicht in Leitmedien stattfindet, aber Einfluss auf den Diskurs hat. Anders gesagt: Kaum jemand ohne Migrationshintergrund aus einem muslimischen Land (außer vielleicht Journalisten) kennt den jungen Influencer; und doch erzielt er Reichweiten, die an die der führenden Journalisten dieses Landes heranreichen, teils sogar darüber hinaus. Auf Instagram folgen ihm rund 400.000 Menschen, er betreibt mit itidal.de ein eigenes Nachrichtenportal, seine Beiträge erhalten 15.000 bis 16.000 Likes – fast täglich neue Geschichten. Geschichten, die nicht stimmen.
Ein Schatten, der Hunderttausende erreicht
Wer verstehen will, warum palästinensische Demonstrationen in Deutschland so aufgeheizt sind, warum Juden dort mit einer Kippa um ihr Leben fürchten müssen, muss sich mit Tarek Baé auseinandersetzen.

Ein Berliner Islamist mit besten Kontakten
32 Jahre alt, „gläubiger Muslim mit syrischen Wurzeln“ – so beschreibt er sich selbst im VICE Magazine. Geboren in Berlin, deutscher Pass seit der Geburt. Bereits 2014 taucht er als „Tarek X“ auf YouTube auf und produziert Videos wie „Silvester ist haram“ oder „Gegen Selbstbefriedigung“. Es sind vor allem salafistische Inhalte, die auf eine reine Auslegung des Korans abzielen.

2018 mischt er „antirassistisch“ in der Özil-Debatte mit, nachdem der Fußballer sich mit Recep Tayyip Erdoğan hatte ablichten lassen. Schon damals positioniert sich Baé als Stimme einer migrantischen Öffentlichkeit – heute nutzt er diese Rolle, um gezielt Stimmung zu machen. Von den fragwürdigen Einflüssen des türkischen Präsidenten ist dort nichts zu lesen; Jahre später sollte Özil gar Sympathien für die „Grauen Wölfe“, also türkische Rechtsextremisten, zeigen. Damals schrieb Baé aber einen Artikel in der Vice, der den Nationalspieler von Kritik freisprach und zum Opfer eines rassistischen Diskurses stilisierte.
Brisant sind seine Netzwerke: Baé arbeitete einst für die Erdoğan-nahe SETA-Stiftung, pflegte Kontakte zu DITIB und Milli Görüş, trat als Redner bei ATIB auf – einem Verband, den der Verfassungsschutz eben jenen Grauen Wölfen zurechnet. Ein Foto zeigt ihn gemeinsam mit Mehmet Alparslan Celebi, Funktionär bei ATIB und Sohn des Gründers. Celebi selbst bezeichnet ATIB als „Ülkücü-Organisation“ – also ganz offen als Teil der Grauen Wölfe.
Die Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann erklärt gegenüber NIUS: „Wer in Baé nur einen modischen Influencer mit antisemitischen Haltungen sieht, unterschätzt seine langjährigen Kontakte in das legalistisch-islamische Aktionsgeflecht. Antisemitische Haltungen sind dort weit verbreitet; anti-israelische Positionen sind nicht Ausnahme, sondern anschlussfähig.“
Systematische Fake-News
Baé produziert nicht zufällig falsche Nachrichten. Er konstruiert sie. Sein Ziel ist es, Bilder, Zahlen und Geschichten so anzuordnen, dass eine Realität entsteht, die es nicht gibt. Baé verbreitet etwa ein Foto, das angeblich einen israelischen Scharfschützen zeigt, der auf Zivilisten zielt. Er fabuliert von „barbarischem Terror“ und behauptet, israelische Soldaten hätten „150 Minuten wild in die Menge geschossen“.

Bae verwendet hier ein bearbeitetes Bild aus nicht verifizierter Quelle und dennoch nehmen Hunderttausende Menschen in Deutschland – zumeist Migranten, wie die Kommentare zeigen – dieses Bild für bare Münze. Über 20.000 Menschen „gefällt das“. Sie glauben ernsthaft, dass „die israelische Armee für 150 Minuten durchgängig in die Menschenmenge“ geschossen hat, wie Baé fabuliert.
Totenköpfe, Presseweste – doch keine Belege
Aufschlussreich ist auch die Geschichte einer angeblichen Journalistin, die Baé Hunderttausenden, vielleicht Millionen als Realität verkauft hat. Das gepostete Foto zeigt eine Frau mit Kopftuch, daneben Knochen und Schädel und eine Presseweste, säuberlich arrangiert. Baé behauptete, sie sei seit 44 Tagen tot gewesen. Biologisch ist das unmöglich, da in einer so kurzen Zeit kein Körper derart verwest, dass nur noch sein Skelett übrig ist.

Doch das ist nicht alles, was für Fake News aus Pallywood spricht: Es gibt darüber hinaus keine Belege für die journalistische Tätigkeit dieser Person, ihr Name erscheint in keinen Listen bekannter Nachrichtenagenturen. Er taucht im Internet überhaupt erst mit der Inszenierung ihres angeblichen Todes auf. NIUS fragte Baé nach Belegen, erhielt jedoch keine Antwort. Es ist eine reine Erfindung, die ins große Narrativ vom „Genozid in Gaza“ passt.
Ähnlich verhält es sich mit Zahlen. Baé schreibt, Israel habe bei einer Essensausgabe 470 Palästinenser getötet. Als Quelle nannte er Reuters und AP. Tatsächlich stammt die Zahl aus einem Wikipedia-Eintrag. So entsteht das Bild eines Massakers, das für viele muslimische Jugendliche zur Realität wird. Sie fühlen sich verraten – und reagieren mit Hass, Hetze und Gewalt, nicht zuletzt gegen jüdisches Leben in Deutschland.
Eine weitere Geschichte drehte sich um Deutschlands jüngste Abiturientin, die Baé kurzerhand zum afghanischen Flüchtling erklärte. Er räumte hinterher ein, dass er Falsches verbreitet hatte. Selbst die von Baé behauptete Entschuldigung bei der Familie existierte schließlich nicht. „Eine Entschuldigung Baés hat Familie Heider nach deren Aussage bisher nicht erreicht“, schreibt das ZDF.
Das sind keine Ausrutscher, sondern das hat Methode. Baé produziert ein geschlossenes Weltbild: Muslime – insbesondere Palästinenser – als ewige Opfer, Israel als Täter, der Westen als Komplize.
„Nach Hitler“ droht „wieder Genozid“
Doch hauptsächlich inszeniert Baé in letzter Zeit im Kontext des Gaza-Kriegs. Am 7. Oktober, dem Tag des Hamas-Massakers, drehte er die Schuld um: Nicht die Täter, sondern Israel sei letztlich dafür verantwortlich.

In einem aktuellen Post zur Ausstellung „Hitler nach Hitler“ schreibt er sinngemäß, Israel tue den Palästinensern heute dasselbe an wie die Nazis den Juden. Die akademische Antisemitismus-Forschung würde sagen: ein klassischer Fall von Schuldumkehr-Antisemitismus – eine Form von Holocaust-Relativierung, die das schlechte Gewissen dadurch mildert, dass sie die einstigen Opfer zu heutigen Tätern erklärt.

Die Palästina-Demonstranten, denen sich Baé offen anschließt, erklären:
„Die Aussage ‚nie wieder‘ bedeutet heute, dass wir handeln müssen, um Israels Genozid zu stoppen und das palästinensische Volk zu retten und zur Freiheit zu verhelfen.“
Die Hamas hingegen hat den Völkermord an Juden ausdrücklich in ihrer Charta verankert. Sie bringt diese Absicht in Wort und Tat zum Ausdruck – sie hungert Juden aus, bis sie aussehen wie einst die Insassen von Konzentrationslagern.
Und doch gelingt es der Hamas, unterstützt von Akteuren wie Baé, ihren eigenen, praktizierten Nationalsozialismus Israel zuzuschreiben – und der Weltöffentlichkeit die heutigen Juden als „Erben der Nazis“ zu präsentieren.
Wie Pallywood den Westen täuscht
Warum fällt all das nicht stärker auf? Worauf gründet das?
Baé ist Teil einer größeren Bilderkampagne, die weit über ihn hinausgeht. Hamas produziert gezielt Inhalte, die Empörung auslösen, westliche Medien greifen sie auf, Baé verstärkt sie in Deutschland.
Selbst seriöse Nachrichtenagenturen wie Reuters greifen Fake News aus Pallywood auf – die Grenze zwischen eigentlich seriösem und unseriösem Journalismus à la Tarek Baé ist also fließend. In einem Reuters-Video klagt ein palästinensischer Junge vor der Kamera, er und seine Mitmenschen hätten „seit zwei Monaten nichts gegessen“, weil Israel den Gaza-Streifen abgeriegelt hätte, die Palästinenser also systematisch aushungern würde.

Medizinisch ist die Behauptung ohnehin ausgeschlossen: Ohne Nahrung überlebt ein Mensch höchstens sechs bis acht Wochen, wobei schon nach wenigen Wochen drastische körperliche Veränderungen sichtbar wären.
Es ist kein Zufall, dass Baé solche Bilder auswählt. Sie sind das Rohmaterial für eine Geschichte, die Hunderttausende, Millionen erreicht – und eine Realität erzeugt, die nicht existiert, doch sich in pro-palästinensischen Demonstrationen und islamistischen Aufmärschen Geltung verschafft.
Im Islamismus sozialisiert – nun Influencer
Baé ist ein Produkt einer gespaltenen Öffentlichkeit. Während klassische Medien an Reichweite verlieren, sind Akteure wie er Agenda-Setter in migrantischen Communities. Sein Netzwerk reicht tief – von Erdoğan-nahen Stiftungen bis zu islamistischen Verbänden – und trifft sich an der Schnittstelle mit linken Diskursen, etwa beim Hamza-Kurtović-Award.
Offiziell eine Preisverleihung „gegen Rassismus“, tatsächlich geprägt von Akteuren, die selbst Hass und Hetze gegen den Westen und vor allem Israel verbreiten. Ahmad Mansour und das American Jewish Committee nannten das ein fatales Signal: Ein Preis gegen Hass, vergeben von jenen, die ihn befeuern. Es zeigt, in welchen Kreisen er sozialisiert und vernetzt ist – und wie er heute als migrantischer und antirassistischer Influencer Diskurse bestimmt.
Die Amoktat von Hanau im Jahr 2020, verübt von einem psychisch kranken Täter, führte teils zu einer unheiligen Allianz zwischen islamischen und linken Akteuren – eine Allianz, die jedoch inzwischen Risse zeigt. Baé wird inzwischen auch vom ZDF kritisch beäugt, doch das macht die Sache nicht besser. In einem Deutschland, das längst in Parallelrealitäten zerfällt, folgen ihm weiterhin Hunderttausende. Selbst wenn er bei etablierten Medien unten durch ist, bleibt seine Reichweite ungebrochen – und damit auch die Wirkung seiner Fake-Geschichten.
Am Beispiel Baés zeigt sich, wie islamistische Propaganda in die deutsche Öffentlichkeit einsickert, sich mit linken Diskursen verbindet und schließlich von Hunderttausenden geglaubt wird. Ob er in Jurys sitzt, Preise organisiert oder bei etablierten Medien längst unten durch ist – das ist einerlei. Seine Reichweite bleibt – und sie wirkt. In einem Land, das sich in parallele Wirklichkeiten aufspaltet, können Figuren wie Tarek Baé mit Fake-Storys islamistische und anti-israelische Politik machen. Das Problem liegt deshalb deutlich tiefer, als die illusionäre Migrationspolitik wahrhaben möchte.
Lesen Sie auch:
Die deutsche Hauptstadt droht 2026 in islamistische Hände zu fallen
Redaktioneller Hinweis: In einer früheren Version dieses Textes wurde die Amoktat von Hanau auf das Jahr 2019 datiert. Richtig ist: Sie ereignete sich 2020. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Tarek Baé hetzt mit nachweislichen Fake News Migranten auf.
31.08.2025 - 17:30 Uhr
www.nius.de
Tarek Baé hat 400.000 Follower und ist einer der wirkmächtigsten Akteure der muslimischen, israelfeindlichen und promigrantischen Bubble in Deutschland. Kaum jemand in der Mehrheitsgesellschaft kennt seinen Namen, und doch prägt er längst den Ton palästinensischer Demonstrationen, füttert den Mythos vom „Genozid in Gaza“ und knüpft enge Kontakte zu Islamisten. NIUS zeigt, wie ein Berliner Influencer mit manipulierten Bildern, erfundenen Opfern und offenem Antisemitismus Hunderttausende Migranten erreicht – und was das für Deutschland bedeutet.
Die meisten unterschätzen, was es bedeutet, dass die deutsche Gesellschaft längst in streng voneinander getrennte Parallelgesellschaften zerfallen ist. Deutlich wird das an Baé, der zwar nicht in Leitmedien stattfindet, aber Einfluss auf den Diskurs hat. Anders gesagt: Kaum jemand ohne Migrationshintergrund aus einem muslimischen Land (außer vielleicht Journalisten) kennt den jungen Influencer; und doch erzielt er Reichweiten, die an die der führenden Journalisten dieses Landes heranreichen, teils sogar darüber hinaus. Auf Instagram folgen ihm rund 400.000 Menschen, er betreibt mit itidal.de ein eigenes Nachrichtenportal, seine Beiträge erhalten 15.000 bis 16.000 Likes – fast täglich neue Geschichten. Geschichten, die nicht stimmen.
Ein Schatten, der Hunderttausende erreicht
Wer verstehen will, warum palästinensische Demonstrationen in Deutschland so aufgeheizt sind, warum Juden dort mit einer Kippa um ihr Leben fürchten müssen, muss sich mit Tarek Baé auseinandersetzen.

Ein Berliner Islamist mit besten Kontakten
32 Jahre alt, „gläubiger Muslim mit syrischen Wurzeln“ – so beschreibt er sich selbst im VICE Magazine. Geboren in Berlin, deutscher Pass seit der Geburt. Bereits 2014 taucht er als „Tarek X“ auf YouTube auf und produziert Videos wie „Silvester ist haram“ oder „Gegen Selbstbefriedigung“. Es sind vor allem salafistische Inhalte, die auf eine reine Auslegung des Korans abzielen.

2018 mischt er „antirassistisch“ in der Özil-Debatte mit, nachdem der Fußballer sich mit Recep Tayyip Erdoğan hatte ablichten lassen. Schon damals positioniert sich Baé als Stimme einer migrantischen Öffentlichkeit – heute nutzt er diese Rolle, um gezielt Stimmung zu machen. Von den fragwürdigen Einflüssen des türkischen Präsidenten ist dort nichts zu lesen; Jahre später sollte Özil gar Sympathien für die „Grauen Wölfe“, also türkische Rechtsextremisten, zeigen. Damals schrieb Baé aber einen Artikel in der Vice, der den Nationalspieler von Kritik freisprach und zum Opfer eines rassistischen Diskurses stilisierte.
Brisant sind seine Netzwerke: Baé arbeitete einst für die Erdoğan-nahe SETA-Stiftung, pflegte Kontakte zu DITIB und Milli Görüş, trat als Redner bei ATIB auf – einem Verband, den der Verfassungsschutz eben jenen Grauen Wölfen zurechnet. Ein Foto zeigt ihn gemeinsam mit Mehmet Alparslan Celebi, Funktionär bei ATIB und Sohn des Gründers. Celebi selbst bezeichnet ATIB als „Ülkücü-Organisation“ – also ganz offen als Teil der Grauen Wölfe.
Die Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann erklärt gegenüber NIUS: „Wer in Baé nur einen modischen Influencer mit antisemitischen Haltungen sieht, unterschätzt seine langjährigen Kontakte in das legalistisch-islamische Aktionsgeflecht. Antisemitische Haltungen sind dort weit verbreitet; anti-israelische Positionen sind nicht Ausnahme, sondern anschlussfähig.“
Systematische Fake-News
Baé produziert nicht zufällig falsche Nachrichten. Er konstruiert sie. Sein Ziel ist es, Bilder, Zahlen und Geschichten so anzuordnen, dass eine Realität entsteht, die es nicht gibt. Baé verbreitet etwa ein Foto, das angeblich einen israelischen Scharfschützen zeigt, der auf Zivilisten zielt. Er fabuliert von „barbarischem Terror“ und behauptet, israelische Soldaten hätten „150 Minuten wild in die Menge geschossen“.

Bae verwendet hier ein bearbeitetes Bild aus nicht verifizierter Quelle und dennoch nehmen Hunderttausende Menschen in Deutschland – zumeist Migranten, wie die Kommentare zeigen – dieses Bild für bare Münze. Über 20.000 Menschen „gefällt das“. Sie glauben ernsthaft, dass „die israelische Armee für 150 Minuten durchgängig in die Menschenmenge“ geschossen hat, wie Baé fabuliert.
Totenköpfe, Presseweste – doch keine Belege
Aufschlussreich ist auch die Geschichte einer angeblichen Journalistin, die Baé Hunderttausenden, vielleicht Millionen als Realität verkauft hat. Das gepostete Foto zeigt eine Frau mit Kopftuch, daneben Knochen und Schädel und eine Presseweste, säuberlich arrangiert. Baé behauptete, sie sei seit 44 Tagen tot gewesen. Biologisch ist das unmöglich, da in einer so kurzen Zeit kein Körper derart verwest, dass nur noch sein Skelett übrig ist.

Doch das ist nicht alles, was für Fake News aus Pallywood spricht: Es gibt darüber hinaus keine Belege für die journalistische Tätigkeit dieser Person, ihr Name erscheint in keinen Listen bekannter Nachrichtenagenturen. Er taucht im Internet überhaupt erst mit der Inszenierung ihres angeblichen Todes auf. NIUS fragte Baé nach Belegen, erhielt jedoch keine Antwort. Es ist eine reine Erfindung, die ins große Narrativ vom „Genozid in Gaza“ passt.
Ähnlich verhält es sich mit Zahlen. Baé schreibt, Israel habe bei einer Essensausgabe 470 Palästinenser getötet. Als Quelle nannte er Reuters und AP. Tatsächlich stammt die Zahl aus einem Wikipedia-Eintrag. So entsteht das Bild eines Massakers, das für viele muslimische Jugendliche zur Realität wird. Sie fühlen sich verraten – und reagieren mit Hass, Hetze und Gewalt, nicht zuletzt gegen jüdisches Leben in Deutschland.
Eine weitere Geschichte drehte sich um Deutschlands jüngste Abiturientin, die Baé kurzerhand zum afghanischen Flüchtling erklärte. Er räumte hinterher ein, dass er Falsches verbreitet hatte. Selbst die von Baé behauptete Entschuldigung bei der Familie existierte schließlich nicht. „Eine Entschuldigung Baés hat Familie Heider nach deren Aussage bisher nicht erreicht“, schreibt das ZDF.
Das sind keine Ausrutscher, sondern das hat Methode. Baé produziert ein geschlossenes Weltbild: Muslime – insbesondere Palästinenser – als ewige Opfer, Israel als Täter, der Westen als Komplize.
„Nach Hitler“ droht „wieder Genozid“
Doch hauptsächlich inszeniert Baé in letzter Zeit im Kontext des Gaza-Kriegs. Am 7. Oktober, dem Tag des Hamas-Massakers, drehte er die Schuld um: Nicht die Täter, sondern Israel sei letztlich dafür verantwortlich.

In einem aktuellen Post zur Ausstellung „Hitler nach Hitler“ schreibt er sinngemäß, Israel tue den Palästinensern heute dasselbe an wie die Nazis den Juden. Die akademische Antisemitismus-Forschung würde sagen: ein klassischer Fall von Schuldumkehr-Antisemitismus – eine Form von Holocaust-Relativierung, die das schlechte Gewissen dadurch mildert, dass sie die einstigen Opfer zu heutigen Tätern erklärt.

Die Palästina-Demonstranten, denen sich Baé offen anschließt, erklären:
„Die Aussage ‚nie wieder‘ bedeutet heute, dass wir handeln müssen, um Israels Genozid zu stoppen und das palästinensische Volk zu retten und zur Freiheit zu verhelfen.“
Die Hamas hingegen hat den Völkermord an Juden ausdrücklich in ihrer Charta verankert. Sie bringt diese Absicht in Wort und Tat zum Ausdruck – sie hungert Juden aus, bis sie aussehen wie einst die Insassen von Konzentrationslagern.
Und doch gelingt es der Hamas, unterstützt von Akteuren wie Baé, ihren eigenen, praktizierten Nationalsozialismus Israel zuzuschreiben – und der Weltöffentlichkeit die heutigen Juden als „Erben der Nazis“ zu präsentieren.
Wie Pallywood den Westen täuscht
Warum fällt all das nicht stärker auf? Worauf gründet das?
Baé ist Teil einer größeren Bilderkampagne, die weit über ihn hinausgeht. Hamas produziert gezielt Inhalte, die Empörung auslösen, westliche Medien greifen sie auf, Baé verstärkt sie in Deutschland.
Selbst seriöse Nachrichtenagenturen wie Reuters greifen Fake News aus Pallywood auf – die Grenze zwischen eigentlich seriösem und unseriösem Journalismus à la Tarek Baé ist also fließend. In einem Reuters-Video klagt ein palästinensischer Junge vor der Kamera, er und seine Mitmenschen hätten „seit zwei Monaten nichts gegessen“, weil Israel den Gaza-Streifen abgeriegelt hätte, die Palästinenser also systematisch aushungern würde.

Medizinisch ist die Behauptung ohnehin ausgeschlossen: Ohne Nahrung überlebt ein Mensch höchstens sechs bis acht Wochen, wobei schon nach wenigen Wochen drastische körperliche Veränderungen sichtbar wären.
Es ist kein Zufall, dass Baé solche Bilder auswählt. Sie sind das Rohmaterial für eine Geschichte, die Hunderttausende, Millionen erreicht – und eine Realität erzeugt, die nicht existiert, doch sich in pro-palästinensischen Demonstrationen und islamistischen Aufmärschen Geltung verschafft.
Im Islamismus sozialisiert – nun Influencer
Baé ist ein Produkt einer gespaltenen Öffentlichkeit. Während klassische Medien an Reichweite verlieren, sind Akteure wie er Agenda-Setter in migrantischen Communities. Sein Netzwerk reicht tief – von Erdoğan-nahen Stiftungen bis zu islamistischen Verbänden – und trifft sich an der Schnittstelle mit linken Diskursen, etwa beim Hamza-Kurtović-Award.
Offiziell eine Preisverleihung „gegen Rassismus“, tatsächlich geprägt von Akteuren, die selbst Hass und Hetze gegen den Westen und vor allem Israel verbreiten. Ahmad Mansour und das American Jewish Committee nannten das ein fatales Signal: Ein Preis gegen Hass, vergeben von jenen, die ihn befeuern. Es zeigt, in welchen Kreisen er sozialisiert und vernetzt ist – und wie er heute als migrantischer und antirassistischer Influencer Diskurse bestimmt.
Die Amoktat von Hanau im Jahr 2020, verübt von einem psychisch kranken Täter, führte teils zu einer unheiligen Allianz zwischen islamischen und linken Akteuren – eine Allianz, die jedoch inzwischen Risse zeigt. Baé wird inzwischen auch vom ZDF kritisch beäugt, doch das macht die Sache nicht besser. In einem Deutschland, das längst in Parallelrealitäten zerfällt, folgen ihm weiterhin Hunderttausende. Selbst wenn er bei etablierten Medien unten durch ist, bleibt seine Reichweite ungebrochen – und damit auch die Wirkung seiner Fake-Geschichten.
Am Beispiel Baés zeigt sich, wie islamistische Propaganda in die deutsche Öffentlichkeit einsickert, sich mit linken Diskursen verbindet und schließlich von Hunderttausenden geglaubt wird. Ob er in Jurys sitzt, Preise organisiert oder bei etablierten Medien längst unten durch ist – das ist einerlei. Seine Reichweite bleibt – und sie wirkt. In einem Land, das sich in parallele Wirklichkeiten aufspaltet, können Figuren wie Tarek Baé mit Fake-Storys islamistische und anti-israelische Politik machen. Das Problem liegt deshalb deutlich tiefer, als die illusionäre Migrationspolitik wahrhaben möchte.
Lesen Sie auch:
Die deutsche Hauptstadt droht 2026 in islamistische Hände zu fallen
Redaktioneller Hinweis: In einer früheren Version dieses Textes wurde die Amoktat von Hanau auf das Jahr 2019 datiert. Richtig ist: Sie ereignete sich 2020. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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MB73 02.11.2025 20:56
https://www.nius.de/medien/news/tarek-bae-influencer-islamismus-israelhass-fake-news/b3e16f24-2911-4be1-ac94-75edb1d546f1
MB73 02.11.2025 21:01
Sogar das ZDF schreibt:
Anti-Israel-Influencer Tarek Baé und sein Islamismusnetzwerk
von Ninve Ermagan
10.01.2024 | 17:06
Wenn es um den Nahost-Konflikt geht, ist Tarek Baé eine der einflussreichsten deutsch-muslimischen Stimmen. Doch der Influencer unterhält Verbindungen zu islamistischen Kreisen.

Tarek Baé informiert seine über 300.000 Follower regelmäßig über den Nahost-Konflikt
www.zdfheute.de
Tarek Baé informiert seine über 300.000 Follower regelmäßig über den Nahost-Konflikt.
Quelle: instagram.com/tarek_bae
Tarek Baé ist derzeit der wohl bekannteste deutsch-muslimische Polit-Influencer. Auf Instagram folgen ihm über 300.000 Accounts. Seine Beiträge befassen sich mit Rassismus und dem muslimischen Alltagsleben. Zurzeit dreht sich aber fast alles um den Nahost-Konflikt.
Israel wirft er "Apartheid" und einen "Genozid" am palästinensischen Volk vor. "Israel ist ein rassistisches System", betont Baé immer wieder und postet Videos, die das Leid in Gaza aufzeigen. Die Verbrechen der Hamas finden kaum Beachtung. Doch seit Jahren unterhält Baé Verbindungen zu islamistischen und türkisch-rechtsextremen Gruppierungen.
Tarek Baés Reaktion auf den Angriff der Hamas am 7. Oktober
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Wer ist der Influencer Tarek Baé?
Der studierte Medienwissenschaftler arbeitete laut eigenen Angaben von 2014 bis 2018 als Redakteur für die "Islamische Zeitung", Friedmann Eißler, Islambeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, rechnet das Medium einer "modernen Kalifats-Bewegung" zu. Sie verbinde eine "Mischung aus Antikapitalismus, auch deutlich antisemitischen Tönen" und "Anti-Imperialismus".
Die Initiative "Muslim Interaktiv" tarnt sich mit Aufklärung über Rassismus. Doch sie gehört zu den islamistischen Gruppierungen, die dafür sorgen, dass die Gräben im Land wachsen.
27.10.2023 | 13:16 min
Auch im Umfeld der türkischen Regierungspartei AKP und in türkisch-rechtsextremen Organisationen scheint sich Baé wohlzufühlen. Zeitweise arbeitete er nach eigenen Angaben für die AKP-nahe Seta-Stiftung. Der Stiftung wurde in der Vergangenheit vorgeworfen, Erdogan-Kritiker zu denunzieren. Auch danach pflegte Baé weiter Kontakte zu AKP-Politikern und Ditib-Funktionären.
Als Redner trat er mehrfach beim türkischen Islamverband Atib auf. Der Verband ist Mitglied im Zentralrat der Muslime und wird vom Verfassungsschutz den rechtsextremen türkischen "Grauen Wölfen" zugerechnet. Eine Anfrage von ZDFheute zu einem Vortrag von Baé ließ Atib Bielefeld unbeantwortet.
Kontakte zu Milli Görüs, Ditib und Atib
Auch zum Präsidenten der Islamischen Föderation Berlin unterhält Baé Kontakte - in diesem Dachverband sind auch die Moscheen der "Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs" (IGMG) Mitglied. In der Vergangenheit versuchte der Influencer Organisationen wie Ditib, Milli Görüs und Atib über seine Profile in den sozialen Medien positiv darzustellen - besonders wenn es um deren Hilfsbereitschaft nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien ging.
Wer unterstützte eine Reise Baés nach Syrien?
Ein Bild von 2017 zeigt Baé mit Mehmet Alparslan Celebi in Frankfurt am Main, der den rechtsextremen Grauen Wölfen nahestehen soll. In zahlreichen Tweets loben sie die Arbeit des jeweils anderen. Celebi ist in türkisch-nationalistischen Kreisen kein Unbekannter. Seine Eltern haben 1987 den Verband Atib gegründet; Mehmet Alparslan Celebi leitete im Jahr 2000 die Atib-Jugendorganisation und war zwischen 2006 und 2014 im Vorstand der Graue Wölfe nahestehenden Organisation. In einem Interview sagte Celebi: "Atib ist auf jeden Fall eine Ülkücü-Organisation" - wobei "Ülkücü" eine Selbstbezeichnung für die Grauen Wölfe ist.
Bei der Etablierung der "Grauen Wölfe" in Deutschland haben 1978 der Türkei-Experte des BND und der bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß geholfen, sagt der Histotiker Nikolaus Brauns.
26.05.2015
Im Mai 2021 setzte Celebi in einem Tweet Israel mit dem NS-Regime gleich. Zu diesem Zeitpunkt war er der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Der Vorsitzende des ZMD erklärte daraufhin die Zusammenarbeit mit Celebi für "endgültig beendet."
Baés Kontakt zu Mehmet Alparslan Celebi
Doch Tarek Baé unterhält weiter Kontakt zu Celebi. Im Februar 2023 reiste Baé nach Syrien, um über humanitäre Projekte zu informieren. Auf Instagram erwähnte Baé damals auch die Organisation Infak e.V., die ihn dabei "unterstützt" habe. Zu diesem Zeitpunkt war nach eigenen Angaben auch Celebi für Infak e.V. in der Türkei im Einsatz. Auf seinem LinkedIn-Profil bezeichnete er sich sogar als Mitgründer der Organisation, rief dort zu Spenden auf und berichtete von Hilfsaktionen in der Region.
Auf ZDFheute-Anfrage hin bestreiten sowohl Celebi als auch Infak e.V., dass Celebi an der Gründung von Infak mitgewirkt habe. Auch Baés Reise nach Syrien sei "auf seine eigene Initiative" hin erfolgt. Die Reise wurde "von unserem Verein weder finanziell gefördert noch unterstützt", erklärt Infak e.V.
Verbindungen aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft
Und Baé hat weitere problematische Verbindungen - etwa zu Gruppen aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft. 2018 postet er ein Foto seines Auftritts bei der Jahreskonferenz des Vereins "Deutsche Muslimische Gemeinschaft" (DMG). "Es war eine gelungene Veranstaltung und ich wünsche dem neuen Vorstand viel Erfolg!" schreibt er dort.
Die DMG gilt laut Bundesamt für Verfassungsschutz als die zentrale Organisation der Muslimbruderschaft in Deutschland. In einem Interview beklagte Baé, dass die Muslimbruderschaft "verzerrt" dargestellt werde.
Videos gegen Silvesterfeiern und Selbstbefriedigung
Bereits 2014 soll Baé im Netz unter dem Pseudonym "Tarek X" islamistische Inhalte verbreitet haben, darunter YouTube-Videos mit Titeln wie "Silvester ist haram" (Silvester ist verboten) oder "Gegen Selbstbefriedigung". Die Videos wurden zwischenzeitlich gelöscht.
Islamistische Gruppen nutzen den Krieg im Nahen Osten, um im Internet vor allem junge Menschen zu radikalisieren. Sie fordern die Gründung eines Kalifats.
28.11.2023 | 8:25 min
Die Videos sollen damals auch auf einer Facebook-Seite namens "Da3waYourSelf - Belehre Dich Selbst" veröffentlicht worden sein. Eine Recherche der "Welt" wirft Baé vor, Betreiber auch dieser Seite gewesen zu sein. Die Facebook-Seite veröffentlichte auch antisemitische Verschwörungstheorien und rief zum Kalifat auf. Auch diese Seite ist nicht mehr aufrufbar, ZDFheute liegen aber Screenshots der Inhalte vor.
In einer Karikatur durchtrennt etwa eine mit Israelflagge gekennzeichnete Schere einen symbolischen Handschlag zwischen Sunniten und Schiiten.
Eine antisemitische Karikatur der Seite "Dawa3YourSelf."
Quelle: Facebook
Wirken beim "European Muslim Forum"
Auch zum "European Muslim Forum" (EMF) soll Baé freundschaftliche Kontakte haben. Ende November 2018 zeigte sich Tarek Baé mit dem EMF-Präsidenten Abdul-Vakhed Niyazov bei einem Treffen vor einem Gebäude der Europäischen Kommission, die "Welt" berichtete über das Treffen.
Das 2018 gegründete "European Muslim Forum" gibt sich als neutrales Sprachrohr der europäischen Muslime. Der Islamismus-Experte Heiko Heinisch sieht auf Anfrage von ZDFheute Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Der EMF-Präsident Abdul-Vakhed Niyazov gilt als ein Unterstützer der Präsidenten Erdogan und Putin und soll enge Kontakte zu rechtsextremen Kreisen in Russland und zum tschetschenischen Machthaber Ramzan Kadyrow haben. Auf Facebook feierte Niyazov das Sultanat Brunei für ein Gesetz zur Hinrichtung von Homosexuellen.
Vorwurf der Islamismus-Verharmlosung
Baé wollte sich im Rahmen der Recherche nicht zu seinen mutmaßlichen Kontakten äußern. Auf eine umfangreiche ZDF-Anfrage am 11. Dezember 2023 heißt es: "Aufgrund zahlreicher aktueller Morddrohungen nimmt Tarek Baé keine Anfragen an." Baé habe sich in seinem Buch bereits zu diesen Themen geäußert - tatsächlich wird dort jedoch auf die fraglichen Organisationen und Vorwürfe nicht explizit eingegangen.
Am 10. Januar 2024 erklärte er sich schließlich doch öffentlich zur Recherche des ZDF - und räumt viele der Kontakte ein. "Ich war für Workshops und Vorträge in diversen Moscheevereinen diverser Moscheeverbände", sagt er zu seinen Vorträgen bei Atib. Er bestätigte, hinter dem Pseudonym "Tarek X" gestanden, jedoch "nie islamistische Inhalte verbreitet“ zu haben.
Der Islamwissenschaftler Ahmad Omeirate erklärt im ZDFheute Gespräch, dass der Influencer Baé nach seiner Beobachtung mit seinen Aktivitäten versuche, "islamistische Organisationen in ein positives Licht zu rücken" - und gleichzeitig bekannte säkulare Muslime wie Ahmad Mansour, Seyran Ates und Hamed Abdel-Samad abzuwerten und sie in Nähe der AfD zu rücken. Auf diese Weise versuche er, ihre Kritik an Islamismus, Ehrenmorden oder Zwangsheiraten zu delegitimieren, kritisiert Omeirate. In seiner Erklärung weist Tarek Baé, den Vorwurf der Verharmlosung von Ehrenmorden und Zwangsheiraten von sich.
Das Problem Islamismus redet Baé gezielt klein. In einem Interview betonte er, Begriffe wie "Islamismus" oder "politischer Islam" lehne er als "Kampfbegriffe" ab.
Vorwurf: Medien berichten "falsch über den Nahost-Konflikt"
Der Islamwissenschaftler Ahmad Omeirate kommt zu der Auffassung:
Tarek Baé versucht zu suggerieren, dass die westlichen Medien falsch über den Nahost-Konflikt berichten würden - und er einer der einzigen verlässlichen Stimmen in Deutschland sei.
„
Ahmad Omeirate, Islamwissenschaftler
Ein Beispiel: Baé behauptet die Medien berichteten nicht über die in Gaza getöteten Journalisten. ZDFheute und andere große Medien haben das Thema jedoch wiederholt aufgegriffen.
Davidsterne an Häusern, körperliche Angriffe, Hass-Demos gegen Juden – all das sollte niemanden in Deutschland überraschen. Seit Jahren klagen Juden über Antisemitismus, wie unser Film von 2021 zeigt.
18.11.2023 | 20:47 min
Ahmad Omeirate sieht eine Strategie dahinter: Baé versuche bewusst von "wir" und "die" zu sprechen, damit sich seine Social-Media-Community auch angesprochen fühle, so Omeirate. Und Baé ist offenbar erfolgreich mit seiner Strategie. 2021 gründete er mit "Itidal" ein eigenes Internetmedium, dass sich nach eigenen Angaben für "Mäßigung" und gegen "Panikmache" einsetzen will.
Auf einer Crowdfunding-Plattform wird Baé inzwischen von über 1.100 Personen mit Beträgen in unbekannter Höhe finanziell unterstützt. "Du bist einer der wenigen, die die Wahrheit schreiben", kommentiert eine Unterstützerin.
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/tarek-bae-israel-gaza-krieg-influencer-nahost-konflikt-islamismus-graue-woelfe-100.html
Anti-Israel-Influencer Tarek Baé und sein Islamismusnetzwerk
von Ninve Ermagan
10.01.2024 | 17:06
Wenn es um den Nahost-Konflikt geht, ist Tarek Baé eine der einflussreichsten deutsch-muslimischen Stimmen. Doch der Influencer unterhält Verbindungen zu islamistischen Kreisen.
Tarek Baé informiert seine über 300.000 Follower regelmäßig über den Nahost-Konflikt
www.zdfheute.de
Tarek Baé informiert seine über 300.000 Follower regelmäßig über den Nahost-Konflikt.
Quelle: instagram.com/tarek_bae
Tarek Baé ist derzeit der wohl bekannteste deutsch-muslimische Polit-Influencer. Auf Instagram folgen ihm über 300.000 Accounts. Seine Beiträge befassen sich mit Rassismus und dem muslimischen Alltagsleben. Zurzeit dreht sich aber fast alles um den Nahost-Konflikt.
Israel wirft er "Apartheid" und einen "Genozid" am palästinensischen Volk vor. "Israel ist ein rassistisches System", betont Baé immer wieder und postet Videos, die das Leid in Gaza aufzeigen. Die Verbrechen der Hamas finden kaum Beachtung. Doch seit Jahren unterhält Baé Verbindungen zu islamistischen und türkisch-rechtsextremen Gruppierungen.
Tarek Baés Reaktion auf den Angriff der Hamas am 7. Oktober
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Wer ist der Influencer Tarek Baé?
Der studierte Medienwissenschaftler arbeitete laut eigenen Angaben von 2014 bis 2018 als Redakteur für die "Islamische Zeitung", Friedmann Eißler, Islambeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, rechnet das Medium einer "modernen Kalifats-Bewegung" zu. Sie verbinde eine "Mischung aus Antikapitalismus, auch deutlich antisemitischen Tönen" und "Anti-Imperialismus".
Die Initiative "Muslim Interaktiv" tarnt sich mit Aufklärung über Rassismus. Doch sie gehört zu den islamistischen Gruppierungen, die dafür sorgen, dass die Gräben im Land wachsen.
27.10.2023 | 13:16 min
Auch im Umfeld der türkischen Regierungspartei AKP und in türkisch-rechtsextremen Organisationen scheint sich Baé wohlzufühlen. Zeitweise arbeitete er nach eigenen Angaben für die AKP-nahe Seta-Stiftung. Der Stiftung wurde in der Vergangenheit vorgeworfen, Erdogan-Kritiker zu denunzieren. Auch danach pflegte Baé weiter Kontakte zu AKP-Politikern und Ditib-Funktionären.
Als Redner trat er mehrfach beim türkischen Islamverband Atib auf. Der Verband ist Mitglied im Zentralrat der Muslime und wird vom Verfassungsschutz den rechtsextremen türkischen "Grauen Wölfen" zugerechnet. Eine Anfrage von ZDFheute zu einem Vortrag von Baé ließ Atib Bielefeld unbeantwortet.
Kontakte zu Milli Görüs, Ditib und Atib
Auch zum Präsidenten der Islamischen Föderation Berlin unterhält Baé Kontakte - in diesem Dachverband sind auch die Moscheen der "Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs" (IGMG) Mitglied. In der Vergangenheit versuchte der Influencer Organisationen wie Ditib, Milli Görüs und Atib über seine Profile in den sozialen Medien positiv darzustellen - besonders wenn es um deren Hilfsbereitschaft nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien ging.
Wer unterstützte eine Reise Baés nach Syrien?
Ein Bild von 2017 zeigt Baé mit Mehmet Alparslan Celebi in Frankfurt am Main, der den rechtsextremen Grauen Wölfen nahestehen soll. In zahlreichen Tweets loben sie die Arbeit des jeweils anderen. Celebi ist in türkisch-nationalistischen Kreisen kein Unbekannter. Seine Eltern haben 1987 den Verband Atib gegründet; Mehmet Alparslan Celebi leitete im Jahr 2000 die Atib-Jugendorganisation und war zwischen 2006 und 2014 im Vorstand der Graue Wölfe nahestehenden Organisation. In einem Interview sagte Celebi: "Atib ist auf jeden Fall eine Ülkücü-Organisation" - wobei "Ülkücü" eine Selbstbezeichnung für die Grauen Wölfe ist.
Bei der Etablierung der "Grauen Wölfe" in Deutschland haben 1978 der Türkei-Experte des BND und der bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß geholfen, sagt der Histotiker Nikolaus Brauns.
26.05.2015
Im Mai 2021 setzte Celebi in einem Tweet Israel mit dem NS-Regime gleich. Zu diesem Zeitpunkt war er der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Der Vorsitzende des ZMD erklärte daraufhin die Zusammenarbeit mit Celebi für "endgültig beendet."
Baés Kontakt zu Mehmet Alparslan Celebi
Doch Tarek Baé unterhält weiter Kontakt zu Celebi. Im Februar 2023 reiste Baé nach Syrien, um über humanitäre Projekte zu informieren. Auf Instagram erwähnte Baé damals auch die Organisation Infak e.V., die ihn dabei "unterstützt" habe. Zu diesem Zeitpunkt war nach eigenen Angaben auch Celebi für Infak e.V. in der Türkei im Einsatz. Auf seinem LinkedIn-Profil bezeichnete er sich sogar als Mitgründer der Organisation, rief dort zu Spenden auf und berichtete von Hilfsaktionen in der Region.
Auf ZDFheute-Anfrage hin bestreiten sowohl Celebi als auch Infak e.V., dass Celebi an der Gründung von Infak mitgewirkt habe. Auch Baés Reise nach Syrien sei "auf seine eigene Initiative" hin erfolgt. Die Reise wurde "von unserem Verein weder finanziell gefördert noch unterstützt", erklärt Infak e.V.
Verbindungen aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft
Und Baé hat weitere problematische Verbindungen - etwa zu Gruppen aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft. 2018 postet er ein Foto seines Auftritts bei der Jahreskonferenz des Vereins "Deutsche Muslimische Gemeinschaft" (DMG). "Es war eine gelungene Veranstaltung und ich wünsche dem neuen Vorstand viel Erfolg!" schreibt er dort.
Die DMG gilt laut Bundesamt für Verfassungsschutz als die zentrale Organisation der Muslimbruderschaft in Deutschland. In einem Interview beklagte Baé, dass die Muslimbruderschaft "verzerrt" dargestellt werde.
Videos gegen Silvesterfeiern und Selbstbefriedigung
Bereits 2014 soll Baé im Netz unter dem Pseudonym "Tarek X" islamistische Inhalte verbreitet haben, darunter YouTube-Videos mit Titeln wie "Silvester ist haram" (Silvester ist verboten) oder "Gegen Selbstbefriedigung". Die Videos wurden zwischenzeitlich gelöscht.
Islamistische Gruppen nutzen den Krieg im Nahen Osten, um im Internet vor allem junge Menschen zu radikalisieren. Sie fordern die Gründung eines Kalifats.
28.11.2023 | 8:25 min
Die Videos sollen damals auch auf einer Facebook-Seite namens "Da3waYourSelf - Belehre Dich Selbst" veröffentlicht worden sein. Eine Recherche der "Welt" wirft Baé vor, Betreiber auch dieser Seite gewesen zu sein. Die Facebook-Seite veröffentlichte auch antisemitische Verschwörungstheorien und rief zum Kalifat auf. Auch diese Seite ist nicht mehr aufrufbar, ZDFheute liegen aber Screenshots der Inhalte vor.
In einer Karikatur durchtrennt etwa eine mit Israelflagge gekennzeichnete Schere einen symbolischen Handschlag zwischen Sunniten und Schiiten.
Eine antisemitische Karikatur der Seite "Dawa3YourSelf."
Quelle: Facebook
Wirken beim "European Muslim Forum"
Auch zum "European Muslim Forum" (EMF) soll Baé freundschaftliche Kontakte haben. Ende November 2018 zeigte sich Tarek Baé mit dem EMF-Präsidenten Abdul-Vakhed Niyazov bei einem Treffen vor einem Gebäude der Europäischen Kommission, die "Welt" berichtete über das Treffen.
Das 2018 gegründete "European Muslim Forum" gibt sich als neutrales Sprachrohr der europäischen Muslime. Der Islamismus-Experte Heiko Heinisch sieht auf Anfrage von ZDFheute Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Der EMF-Präsident Abdul-Vakhed Niyazov gilt als ein Unterstützer der Präsidenten Erdogan und Putin und soll enge Kontakte zu rechtsextremen Kreisen in Russland und zum tschetschenischen Machthaber Ramzan Kadyrow haben. Auf Facebook feierte Niyazov das Sultanat Brunei für ein Gesetz zur Hinrichtung von Homosexuellen.
Vorwurf der Islamismus-Verharmlosung
Baé wollte sich im Rahmen der Recherche nicht zu seinen mutmaßlichen Kontakten äußern. Auf eine umfangreiche ZDF-Anfrage am 11. Dezember 2023 heißt es: "Aufgrund zahlreicher aktueller Morddrohungen nimmt Tarek Baé keine Anfragen an." Baé habe sich in seinem Buch bereits zu diesen Themen geäußert - tatsächlich wird dort jedoch auf die fraglichen Organisationen und Vorwürfe nicht explizit eingegangen.
Am 10. Januar 2024 erklärte er sich schließlich doch öffentlich zur Recherche des ZDF - und räumt viele der Kontakte ein. "Ich war für Workshops und Vorträge in diversen Moscheevereinen diverser Moscheeverbände", sagt er zu seinen Vorträgen bei Atib. Er bestätigte, hinter dem Pseudonym "Tarek X" gestanden, jedoch "nie islamistische Inhalte verbreitet“ zu haben.
Der Islamwissenschaftler Ahmad Omeirate erklärt im ZDFheute Gespräch, dass der Influencer Baé nach seiner Beobachtung mit seinen Aktivitäten versuche, "islamistische Organisationen in ein positives Licht zu rücken" - und gleichzeitig bekannte säkulare Muslime wie Ahmad Mansour, Seyran Ates und Hamed Abdel-Samad abzuwerten und sie in Nähe der AfD zu rücken. Auf diese Weise versuche er, ihre Kritik an Islamismus, Ehrenmorden oder Zwangsheiraten zu delegitimieren, kritisiert Omeirate. In seiner Erklärung weist Tarek Baé, den Vorwurf der Verharmlosung von Ehrenmorden und Zwangsheiraten von sich.
Das Problem Islamismus redet Baé gezielt klein. In einem Interview betonte er, Begriffe wie "Islamismus" oder "politischer Islam" lehne er als "Kampfbegriffe" ab.
Vorwurf: Medien berichten "falsch über den Nahost-Konflikt"
Der Islamwissenschaftler Ahmad Omeirate kommt zu der Auffassung:
Tarek Baé versucht zu suggerieren, dass die westlichen Medien falsch über den Nahost-Konflikt berichten würden - und er einer der einzigen verlässlichen Stimmen in Deutschland sei.
„
Ahmad Omeirate, Islamwissenschaftler
Ein Beispiel: Baé behauptet die Medien berichteten nicht über die in Gaza getöteten Journalisten. ZDFheute und andere große Medien haben das Thema jedoch wiederholt aufgegriffen.
Davidsterne an Häusern, körperliche Angriffe, Hass-Demos gegen Juden – all das sollte niemanden in Deutschland überraschen. Seit Jahren klagen Juden über Antisemitismus, wie unser Film von 2021 zeigt.
18.11.2023 | 20:47 min
Ahmad Omeirate sieht eine Strategie dahinter: Baé versuche bewusst von "wir" und "die" zu sprechen, damit sich seine Social-Media-Community auch angesprochen fühle, so Omeirate. Und Baé ist offenbar erfolgreich mit seiner Strategie. 2021 gründete er mit "Itidal" ein eigenes Internetmedium, dass sich nach eigenen Angaben für "Mäßigung" und gegen "Panikmache" einsetzen will.
Auf einer Crowdfunding-Plattform wird Baé inzwischen von über 1.100 Personen mit Beträgen in unbekannter Höhe finanziell unterstützt. "Du bist einer der wenigen, die die Wahrheit schreiben", kommentiert eine Unterstützerin.
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/tarek-bae-israel-gaza-krieg-influencer-nahost-konflikt-islamismus-graue-woelfe-100.html
MB73 02.11.2025 21:05
Noch eine schriftliche Anfrage an den Bundestag:
Originaltext der Frage(n):
War der Bundesregierung bei der Übernahme der Schirmherrschaft für den "Hamza-KurtovićPreis" durch den Bundeskanzler oder zu einem späteren Zeitpunkt vor der Preisverleihung am 29. März 2022 bekannt, dass der AKP-nahe Politik-Influencer Tarek Baé nach eigenen Angaben bei der Organisation der Jury mitwirkte und dort u. a. der wegen antisemitischer Äußerungen umstrittene Rapper "Massiv" ausgezeichnet werden soll (www.bild.de/politik/inland/politik-inland/unter-schirmherrschaft-von-olaf-scholz-israel-hassermit-anti-terror-preis-ausge-79617974.bild.html)?
Originaltext der Frage(n):
War der Bundesregierung bei der Übernahme der Schirmherrschaft für den "Hamza-KurtovićPreis" durch den Bundeskanzler oder zu einem späteren Zeitpunkt vor der Preisverleihung am 29. März 2022 bekannt, dass der AKP-nahe Politik-Influencer Tarek Baé nach eigenen Angaben bei der Organisation der Jury mitwirkte und dort u. a. der wegen antisemitischer Äußerungen umstrittene Rapper "Massiv" ausgezeichnet werden soll (www.bild.de/politik/inland/politik-inland/unter-schirmherrschaft-von-olaf-scholz-israel-hassermit-anti-terror-preis-ausge-79617974.bild.html)?
MB73 02.11.2025 21:09
Ein Beispiel von ihm:
Es wird behauptet, dass Israel den Sudan mit Waffen beliefert.
Der Beweis, ein israelischen Sturmgewehr.
_______________________________________________
Sudan: Wie RSF mit israelischer Unterstützung mordet - Itidal
Von Tarek Baé
30.10.2025

Im Sudan werden Zivilisten ermordet. Größtenteils von der Miliz RSF. Diese agiert mit Unterstützung aus Israel.
itidal.de
Wie das Morden der Miliz RSF im Krieg im Sudan durch israelische Waffen, Überwachungstechnologie, Geheimdienstkontakte zum Mossad und Propaganda durch israelische Medien, Think Tanks und Lobbys unterstützt wird.
RSF-Kämpfer mit israelischen Waffen
Mehrmals wurden RSF-Kämpfer mit israelischen Waffen gesichtet. Waffen die nicht so weit verbreitet sind wie etwa herkömmliche russische AK-47.

Das Foto zeigt einen RSF-Kämpfer mit einem israelischen Sturmgewehr der Ausführung IWI ACE.
Das Fachmedium für militärische Nachrichten Military Africa berichtet außerdem über Videos, die zeigen, wie RSF israelische LAR-160 Artillerieraketen gegen die sudanesische Armee einsetzt. Wie RSF die Waffen erhalten hat, ist unbekannt.
Was ist RSF?
Die (Rapid Support Forces) RSF ist eine Miliz im Sudan und verübte laut Human Rights Watch in Darfur u.a. ethnische Säuberungen und Massaker, mit systematischen Vergewaltigungen, Folter, Plünderungen und der Zerstörung ziviler Infrastruktur. Laut dem UN-Menschenrechtsbüro (OHCHR) gab es Hinrichtungen und Angriffe auf Zivilistinnen, u.a. durch Drohnen-/ Artillerieschläge rund um El Fasher. RSF ist mitunter Hauptgrund für rund 10 Millionen Vertriebene im Sudan.
Die Miliz will durch Gewalt die Macht im Sudan an sich reißen. Die Anführer waren für den Genozid in Darfur mitverantwortlich. Im 1. Halbjahr 2025 dokumentierte OHCHR mindestens 3.384 getötete Zivilisten, darunter 527 Tote im April bei RSF-Offensiven. Amnesty International stellt fest, dass der Konflikt „Zehntausende“ Menschen getötet und über 11 Mio. vertrieben hat. Reuters meldete im April 2025 nach der RSF-Einnahme des Lagers Zamzam über 300 Tote und bis zu 400.000 weitere Vertriebene.
Jeder Vorwurf ist ein Geständnis
„Was wir erleben, hat Israel schon tausendmal durch Terrororganisationen wie die Hamas und andere Gruppen erlebt, die den israelischen Bürgern gut bekannt sind“,
sagte Youssef Ezzat, Berater des RSF-Kommandanten Hemedti, gegenüber dem israelischen Sender Kan im April 2023.
Im selben Monat töteten israelische Besatzungseinheiten 8 Palästinenser im illegal besetzten Westjordanland und im illegal besetzten Ost-Jerusalem. Darunter drei Kinder.
Die RSF tötete im selben Monat mindestens 280 Zivilisten im Sudan.
Anfänge der Beziehungen
Nachdem der langjährige sudanesische Diktator Omar Al Bashir 2019 vom Militär entmachtet wurde, suchten seine ehemaligen Schergen von den Rapid Support Forces (RSF) nach neuen Partnern, um ihren Machterhalt im Sudan zu sichern und um Strafverfolgung wegen ihrer Verbrechen im Genozid in Darfur zu entkommen. Auf einige Mächte konnte die von Mohamed Hamdan Dagdalo, genannt Hemedti, geführte RSF zählen. Die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) waren gewiss. Für sie kämpfte RSF bereits im brutalen Jemenkrieg gegen die Houthis und die Emirate wollen Einfluss in der Region erweitern. Auch Russland war interessiert. Die RSF war ein Weg, günstig an Sudans kostbaren Bodenschätze zu kommen. Aber einen besonderen Kontakt wollte Hemedti unbedingt: Israel. Und den bekam er.
Flüge. Hin und her.
Bereits 2020, also vor dem Ausbruch des Krieges im Sudan, kam es zu Treffen zwischen Hemedti und dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad. Das berichteten 2021 erstmals das arabische Medium Asharq Al-Awsat und das israelische Medium Walla. Das ist allein schon deshalb brisant, weil es zwischen dem Sudan und Israel zuvor keinerlei Beziehungen gab. Die sudanesiche Regierung unter Führung des Armeegenerals Burhan war laut Berichten erbost über die Kontakte, die ohne Zustimmung der Regierung erfolgt seien.
Die ersten Treffen sollen in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) stattgefunden haben. Die emiratische Regierung habe die Treffen für beide Seiten arrangiert. Später kam es dann zu gegenseitigen Besuchen in Tel Aviv und in Sudans Hauptstadt Khartoum. Der Anfang der Deals.
Hemedti und der Mossad-Chef höchstpersönlich
Im Januar 2022 schickte Israels Premierminister Benjamin Netanyahu dann den Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, Yossi Cohen in Sudans Hauptstadt Khartoum. Der Punkt: Der Mossad-Chef traf zunächst nur den RSF-Anführer. Nicht die Übergangsregierung Sudans, die vor seiner Ankunft von nichts gewusst haben will. Was Israel will? Eine so genannte “Normalisierung” mit Sudan, also die Entwicklung diplomatischer Beziehungen.
Doch das ist nicht alles, was Israel der RSF bietet, die sich währenddessen zu einer gewaltsamen Machtübernahme im Sudan vorbereitet.
RSF hat jetzt israelische Ohren
2022 zeigt sich immer deutlicher: Die RSF will eine zivile Regierung im Sudan verhindern und selbst an der Macht bleiben. Proteste gegen die Übergangsegierung werden zunehmend unterdrückt. Mit israelischer Hilfe. Das israelische Sicherheitsunternehmen Intellexa lieferte laut einer Recherche von Lighthouse Reports, Haaretz und Inside Story 2022 der RSF direkt High-End Spionagetechnik. RSF hat nun Zugang zu sämtlichen Smartphones im Sudan. Ein Mittel, das RSF nutzt, um die sudanesische Armee auszuspionieren, um Oppisitionelle und Kritiker zu verfolgen und um den bald beginnenden Bürgerkrieg vorzubereiten.
Israelische Propaganda für RSF
Israel will also der RSF helfen. Es ist nicht einfach die Massenmörder von der RSF als die Guten zu präsentieren. Israel scheitert ja bereits zunehmend daran, seine eigene Genozid-Armee propagandistisch in Szene zu setzen. Also geht Israels Propaganda einen anderen Weg: Sie dämonisiert den Staat Sudan und die Armee Sudans als “Islamisten” und “Muslimbrüder”.
Die staatsnahe israelische Zeitung Jerusalem Post verbreitete mehrere Beiträge, die die RSF in ein besseres Licht rücken sollten. Ein Titel aus Juli 2025 ist: “Sudans Terror-Wächter: Warum Israel den Mann des Iran in Khartum ausschalten muss”. Gemeint ist General Burhan von der sudanesischen Armee.
Der staatsnahe Think Tank Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) bezeichnete im Mai 2025 die sudanesiche Armee als “islamistisch” und die RSF als “säkular”.
Die pro-israelische Propagandaplattform MEMRI schrieb im Oktober 2025: “Die Übernahme des Sudan durch die Muslimbruderschaft seit 1989 – RSF-Führer Hemedti: Die RSF wird daran arbeiten, das sudanesische Volk von der Muslimbruderschaft zu befreien”.
Kurz und bündig:
RSF unterhält Beziehungen zum israelischen Geheimdienst Mossad.
RSF hat israelische Waffen.
RSF hat israelische Spionagetechnik.
RSF erhält Rückendeckung durch israelische Propagandakanäle.
RSF versteht sich als Pendant zu Israel im Sudan.
https://itidal.de/sudan-wie-rsf-mit-israelischer-unterstutzung-mordet/
Es wird behauptet, dass Israel den Sudan mit Waffen beliefert.
Der Beweis, ein israelischen Sturmgewehr.
_______________________________________________
Sudan: Wie RSF mit israelischer Unterstützung mordet - Itidal
Von Tarek Baé
30.10.2025
Im Sudan werden Zivilisten ermordet. Größtenteils von der Miliz RSF. Diese agiert mit Unterstützung aus Israel.
itidal.de
Wie das Morden der Miliz RSF im Krieg im Sudan durch israelische Waffen, Überwachungstechnologie, Geheimdienstkontakte zum Mossad und Propaganda durch israelische Medien, Think Tanks und Lobbys unterstützt wird.
RSF-Kämpfer mit israelischen Waffen
Mehrmals wurden RSF-Kämpfer mit israelischen Waffen gesichtet. Waffen die nicht so weit verbreitet sind wie etwa herkömmliche russische AK-47.

Das Foto zeigt einen RSF-Kämpfer mit einem israelischen Sturmgewehr der Ausführung IWI ACE.
Das Fachmedium für militärische Nachrichten Military Africa berichtet außerdem über Videos, die zeigen, wie RSF israelische LAR-160 Artillerieraketen gegen die sudanesische Armee einsetzt. Wie RSF die Waffen erhalten hat, ist unbekannt.
Was ist RSF?
Die (Rapid Support Forces) RSF ist eine Miliz im Sudan und verübte laut Human Rights Watch in Darfur u.a. ethnische Säuberungen und Massaker, mit systematischen Vergewaltigungen, Folter, Plünderungen und der Zerstörung ziviler Infrastruktur. Laut dem UN-Menschenrechtsbüro (OHCHR) gab es Hinrichtungen und Angriffe auf Zivilistinnen, u.a. durch Drohnen-/ Artillerieschläge rund um El Fasher. RSF ist mitunter Hauptgrund für rund 10 Millionen Vertriebene im Sudan.
Die Miliz will durch Gewalt die Macht im Sudan an sich reißen. Die Anführer waren für den Genozid in Darfur mitverantwortlich. Im 1. Halbjahr 2025 dokumentierte OHCHR mindestens 3.384 getötete Zivilisten, darunter 527 Tote im April bei RSF-Offensiven. Amnesty International stellt fest, dass der Konflikt „Zehntausende“ Menschen getötet und über 11 Mio. vertrieben hat. Reuters meldete im April 2025 nach der RSF-Einnahme des Lagers Zamzam über 300 Tote und bis zu 400.000 weitere Vertriebene.
Jeder Vorwurf ist ein Geständnis
„Was wir erleben, hat Israel schon tausendmal durch Terrororganisationen wie die Hamas und andere Gruppen erlebt, die den israelischen Bürgern gut bekannt sind“,
sagte Youssef Ezzat, Berater des RSF-Kommandanten Hemedti, gegenüber dem israelischen Sender Kan im April 2023.
Im selben Monat töteten israelische Besatzungseinheiten 8 Palästinenser im illegal besetzten Westjordanland und im illegal besetzten Ost-Jerusalem. Darunter drei Kinder.
Die RSF tötete im selben Monat mindestens 280 Zivilisten im Sudan.
Anfänge der Beziehungen
Nachdem der langjährige sudanesische Diktator Omar Al Bashir 2019 vom Militär entmachtet wurde, suchten seine ehemaligen Schergen von den Rapid Support Forces (RSF) nach neuen Partnern, um ihren Machterhalt im Sudan zu sichern und um Strafverfolgung wegen ihrer Verbrechen im Genozid in Darfur zu entkommen. Auf einige Mächte konnte die von Mohamed Hamdan Dagdalo, genannt Hemedti, geführte RSF zählen. Die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) waren gewiss. Für sie kämpfte RSF bereits im brutalen Jemenkrieg gegen die Houthis und die Emirate wollen Einfluss in der Region erweitern. Auch Russland war interessiert. Die RSF war ein Weg, günstig an Sudans kostbaren Bodenschätze zu kommen. Aber einen besonderen Kontakt wollte Hemedti unbedingt: Israel. Und den bekam er.
Flüge. Hin und her.
Bereits 2020, also vor dem Ausbruch des Krieges im Sudan, kam es zu Treffen zwischen Hemedti und dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad. Das berichteten 2021 erstmals das arabische Medium Asharq Al-Awsat und das israelische Medium Walla. Das ist allein schon deshalb brisant, weil es zwischen dem Sudan und Israel zuvor keinerlei Beziehungen gab. Die sudanesiche Regierung unter Führung des Armeegenerals Burhan war laut Berichten erbost über die Kontakte, die ohne Zustimmung der Regierung erfolgt seien.
Die ersten Treffen sollen in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) stattgefunden haben. Die emiratische Regierung habe die Treffen für beide Seiten arrangiert. Später kam es dann zu gegenseitigen Besuchen in Tel Aviv und in Sudans Hauptstadt Khartoum. Der Anfang der Deals.
Hemedti und der Mossad-Chef höchstpersönlich
Im Januar 2022 schickte Israels Premierminister Benjamin Netanyahu dann den Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, Yossi Cohen in Sudans Hauptstadt Khartoum. Der Punkt: Der Mossad-Chef traf zunächst nur den RSF-Anführer. Nicht die Übergangsregierung Sudans, die vor seiner Ankunft von nichts gewusst haben will. Was Israel will? Eine so genannte “Normalisierung” mit Sudan, also die Entwicklung diplomatischer Beziehungen.
Doch das ist nicht alles, was Israel der RSF bietet, die sich währenddessen zu einer gewaltsamen Machtübernahme im Sudan vorbereitet.
RSF hat jetzt israelische Ohren
2022 zeigt sich immer deutlicher: Die RSF will eine zivile Regierung im Sudan verhindern und selbst an der Macht bleiben. Proteste gegen die Übergangsegierung werden zunehmend unterdrückt. Mit israelischer Hilfe. Das israelische Sicherheitsunternehmen Intellexa lieferte laut einer Recherche von Lighthouse Reports, Haaretz und Inside Story 2022 der RSF direkt High-End Spionagetechnik. RSF hat nun Zugang zu sämtlichen Smartphones im Sudan. Ein Mittel, das RSF nutzt, um die sudanesische Armee auszuspionieren, um Oppisitionelle und Kritiker zu verfolgen und um den bald beginnenden Bürgerkrieg vorzubereiten.
Israelische Propaganda für RSF
Israel will also der RSF helfen. Es ist nicht einfach die Massenmörder von der RSF als die Guten zu präsentieren. Israel scheitert ja bereits zunehmend daran, seine eigene Genozid-Armee propagandistisch in Szene zu setzen. Also geht Israels Propaganda einen anderen Weg: Sie dämonisiert den Staat Sudan und die Armee Sudans als “Islamisten” und “Muslimbrüder”.
Die staatsnahe israelische Zeitung Jerusalem Post verbreitete mehrere Beiträge, die die RSF in ein besseres Licht rücken sollten. Ein Titel aus Juli 2025 ist: “Sudans Terror-Wächter: Warum Israel den Mann des Iran in Khartum ausschalten muss”. Gemeint ist General Burhan von der sudanesischen Armee.
Der staatsnahe Think Tank Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) bezeichnete im Mai 2025 die sudanesiche Armee als “islamistisch” und die RSF als “säkular”.
Die pro-israelische Propagandaplattform MEMRI schrieb im Oktober 2025: “Die Übernahme des Sudan durch die Muslimbruderschaft seit 1989 – RSF-Führer Hemedti: Die RSF wird daran arbeiten, das sudanesische Volk von der Muslimbruderschaft zu befreien”.
Kurz und bündig:
RSF unterhält Beziehungen zum israelischen Geheimdienst Mossad.
RSF hat israelische Waffen.
RSF hat israelische Spionagetechnik.
RSF erhält Rückendeckung durch israelische Propagandakanäle.
RSF versteht sich als Pendant zu Israel im Sudan.
https://itidal.de/sudan-wie-rsf-mit-israelischer-unterstutzung-mordet/
(Nutzer gelöscht) 02.11.2025 21:23
Danke für die Infos! Man weiß oft nicht, welchen Informanten man glauben soll, und was dahinter steckt.
Liebeeinsportlermann 02.11.2025 21:47
Gute Recherche ist sehr wichtig.
Der derzeitige Profipolitiker in Israel und Exsoldat N. hatte ganz genau gewusst dass die HAMAS eines Tages angreifen werden.
Das Gemetzel in Israel, wurde bewusst in Kauf genommen, um aus Rache das ganze Gazagebier, dem Erdboden gleich zu machen.
Messianische Juden, würden das nicht unterstützen❗
Jetzt wird Spaltung im Sudan in der Bevölkerung angerichtet und Hass geschürt.
Nichts anderes schildert Eugen Drewermann in meinem Block., was in Europa, statt Frieden, mit Waffenr
Der derzeitige Profipolitiker in Israel und Exsoldat N. hatte ganz genau gewusst dass die HAMAS eines Tages angreifen werden.
Das Gemetzel in Israel, wurde bewusst in Kauf genommen, um aus Rache das ganze Gazagebier, dem Erdboden gleich zu machen.
Messianische Juden, würden das nicht unterstützen❗
Jetzt wird Spaltung im Sudan in der Bevölkerung angerichtet und Hass geschürt.
Nichts anderes schildert Eugen Drewermann in meinem Block., was in Europa, statt Frieden, mit Waffenr
Liebeeinsportlermann 02.11.2025 21:56
In Frankreich entwickelte Waffensysteme, werden in den Sudan geliefert, um dort ihre Fähigkeit der grausamen Zerstörung durch Tode zu testen.
So schrecklich das klingt❗
Eine Internationale Waffelieferung, war und ist derzeit in dem Sudan unterwegs.
Wer sich daran mit 🔫Waffelieferung beteiligt, macht sich amToden mitschuldug💡⚰️⚰️⚰️💀☠️🪦🪦
Das gleiche gilt für die UKRAINE❗
🤑💸💸💰💰🪙
So schrecklich das klingt❗
Eine Internationale Waffelieferung, war und ist derzeit in dem Sudan unterwegs.
Wer sich daran mit 🔫Waffelieferung beteiligt, macht sich amToden mitschuldug💡⚰️⚰️⚰️💀☠️🪦🪦
Das gleiche gilt für die UKRAINE❗
🤑💸💸💰💰🪙

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