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Die Perle des Kaufmanns

Die Perle des Kaufmanns
Jesus redete meist in Gleichnissen zu den Menschen und manchmal auch speziell zu seinen Jüngern, wie hier:
Matthäus 13, 45 Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte; 46 als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. 

Dieses kleine Gleichnis steht in einer Folge von Gleichnissen über das Reich SEINER Königsherrschaft/Reich der Himmel. Drei davon waren nur an seine Jünger gerichtet, wobei er auch nur das letzte ihnen auslegt.
Doch fragt er sie, ob sie alle drei verstanden haben.

Nun aber zum Gleichnis vom Kaufmann und SEINER Perle:
Das muss schon ein ganz besonderer Mann gewesen sein, dieser Kaufmann. Er suchte etwas, das er überall finden konnte oder auch doch nicht? 😉
Aber fangen wir lieber am Anfang an - bei der Perle.
Hast du dir mal Gedanken über Perlen gemacht.
Perlen sind außergewöhnlich und wunderschön. Sie sind eines der begehrenswertesten Schmuckstücke für so manche Frau.
Künstliche Perlen sind nett, aber mit echten nicht zu vergleichen.

Doch eine Perle war nicht immer schön.
Sie war ein Störfaktor im Fleisch einer Muschel, ein unschönes, einfaches Sandkörnchen. So ähnlich wie der spitze Stein in deinem Schuh.
Die Muschel aber macht etwas ganz Besonderes aus diesem Sandkörnchen. Sie umhüllt es, Schicht um Schicht, mit ihrem, ihr eigenen Perlmutt.
Nur sie kann aus einem Sandkorn eine Perle kreieren.

So ein Sandkörnchen kann sich noch so abmühen und im Staub rum wälzen. Es wird niemals aus eigener Kraft zu einer Perle werden, nicht wahr.

So sind auch die, die unter der Königsherrschaft Gottes stehen/das Reich der Himmel sind, nicht aus ihrer Kraft schön und in SEINEN Augen kostbar - sondern DURCH IHN schön und kostbar gemacht!!
Es ist nicht unsere Anstrengung die SEINE Jünger heiligt, sondern das BLUT CHRISTI und das geborgen sein IN IHM, das uns REIN WÄSCHT und umhüllt mit SEINER HERRLICHKEIT.

Nicht wir finden das Himmelreich, sondern ER hat uns erwählt (Joh.15, 16) und gerecht gemacht (1.Kor.6, 11) - um SEINE Königsherrschaft in Mitten des Marktes dieser Welt strahlen zu lassen.
Vielleicht ganz unscheinbar, von allen verkannt - aber doch die Perle, die ER zuvor bereitet hat. (Eph 2, 10)

Ja, der Kaufmann ist ein ganz besonderer Mann!! ER hat alles dahin gegeben für diese Perle.
Philipper 2, 7 Aber er entäußerte sich und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden,
8 erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.

1. Korinther 1, 28  Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichtemache,
29 dass sich vor Gott kein Fleisch rühmen kann.
30 Aus ihm aber ⟨kommt es, dass⟩ ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung;
31 damit, wie geschrieben steht: »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!« 

Jesus hat die Jünger gefragt - Matthäus 13, 51 Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja. 52 Da sprach er: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt. 

Das Wort Gottes ist SEINE Schatzkammer, die wir aber nur öffnen können, wenn wir von IHM gelehrt werden!! (Jes. 54, 13)

So wie der Schatz im Acker (Gleichnis zuvor) nicht immer ein Schatz war, sondern zuvor von IHM,  dem Kunstschmied, geläutert und geformt werden musste. So ist ein jedes Kind Gottes das Werk SEINER Hände.
Und auch ein (echter) Schriftgelehrter von IHM unterwiesen. 

Also mühe dich nicht ab, in deiner eigenen Kraft - gib dich IHM allein hin!!

ER macht dich zu der Perle und dem Schatz und hat ALLES für DICH gegeben!!

Kommentare

Schreib auch du einen Kommentar
 
Ben78 14.03.2025 21:54
Amen 🙂
 
Sozo 15.03.2025 01:32
Und er wird sein Werk in uns vollenden 😊.
 
perlental 15.03.2025 03:46
Oh woow KatinkaStern. 🩷
Jedes Wort, das du geschrieben hast, hat für mich eine besondere Bedeutung. 



und auch die Übertragung auf Jesus, den Erlöser, den Bräutigam, den Geliebten, den Freund, den Sohn
 
perlental 15.03.2025 03:48
Denn sie liegt noch da unten im Tal und wartet auf den Taucher mit dem seehr langen Atem
 
Autumn 15.03.2025 08:54


Danke KatinkaStern.

Die Möglichkeit, die Perle als Sinnbild für Christus anzusehen, war auch für mich ein neuer interessanter Gedanke.

Mit diesem Gleichbnis will uns Jesus zum Nachdenken anregen, was für uns wirklich wichtig ist im Leben.
Das Reich der Himmel sollte unser größter Schatz sein.

Woran hängt unser Herz? Nach welchen Schätzen streben wir?

Jesus rät uns an anderer Stelle:
"Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. "
-- Matth. 6,33
 
KatinkaStern 15.03.2025 10:14
Den Eingangstext habe ich bereits im November geschrieben.
Ich schickte ihn dann auch an einen lieben Bruder und seine Frau, mit denen ich gern Gemeinschaft und Austausch habe.

Er sah dieses Gleichnis, wie auch ich bis dahin, genau umgekehrt.
Das der Mensch -du und ich- der Kaufmann ist, der sich auf die Suche machen, alles aufgeben muss, um Christus selbst zu begegnen und somit das Himmelreich (die Perle) zu erwerben.

Und ist es nicht auch genau so?
Jeremia 29, 13 Und sucht ihr mich, so werdet ihr ⟨mich⟩ finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir,
14 so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.
➡️Das Wort Gottes weißt uns an vielen Stellen darauf hin. (Hier nur diese eine.)

Es geht mir also NICHT darum die Eigenverantwortung des Menschen auszuhebeln. -  Sein Herz und Sinn nach Gott auszurichten, IHN zu suchen, sich IHM ganz hin zu geben!

Hier noch eine Antwort von mir, die ich im Austausch mit dem Bruder schrieb, der dieses Gleichnis anders verstand/auslegte:

"Ich wiederspreche dir ja gar nicht. 😉
Ich diskutiere nur gern und denke nach:

Die Auslegung wie du sie erklärst ist mir von klein auf  bekannt und verständlich.
Natürlich geht es nicht ohne völlige Hingabe an den Herrn Jesus. 
Eine Vielzahl von Schriftstellen weist uns darauf hin. Das wissen wir ja beide und steht völlig außer Frage!!

Deswegen war ich ja so überrascht, als ich diese neue Sicht auf das Gleichnis bekam.

Also lass uns mal die Gleichnisse in Matthäus 13 vergleichen:
Jesus erklärt ja selbst - ER ist es der den guten Samen seht - das lebendige Wort, auf das Ackerfeld dieser Welt - die Herzen der Menschen. (1. Gleichnis)

Auch im 2. Gleichnis (Unkraut des Ackers) ist Jesus selbst der gute Sähmann. Interessant ist, dass die Saat nun nicht mehr 'nur' seine Worte sind, sondern die Söhne des Reiches der Himmel - SEINE  Jünger, die IHN in sich tragen. (Erstaunlich - das erzählt er den Jüngern noch vor dem Missionsbefehl.😉 Ob sie das schon wirklich verstehen konnten?)

Im 3. Gleichnis vom Senfkorn ist auch bereits alles in der Saat angelegt, um zu dieser großen Pflanze zu werden, in der selbst die Vögel des Himmels nisten. Und wieder -meine ich- ist Jesus selbst der Mensch, der säht.

Das 4. Gleichnis vom Reich der Himmel als Sauerteig ist außergewöhnlich. Ich meine das ist die einzige Stelle in der Bibel, an der Sauerteig eine gute Bedeutung hat. Doch wer ist die Frau die den Teig vermengt? Ist es nicht wieder ein Bild auf IHN selbst?

Nun kommen wir zu den zwei Gleichnissen, dem Schatz im Acker und der Perle, die der Kaufmann sucht und findet.
Es ist bestimmt zulässig hier die Analogie zu ändern und so auszulegen wie du es tust und ich auch immer verstanden habe.

Wenn wir aber die Analogie beibehalten -
Bisher war immer der Herr selbst der, der das Reich seiner Königsherrschaft in diese Welt brachte - auf den Acker, den Gartenboden sähte, unter das Mehl mengte.
- Dann komme ich zu dem Verständnis was ich oben geschrieben habe.

Die Perle ist dann, wie der Schatz im Acker, nicht schon immer herrlich. So wie wir, seine Jünger, nicht aus uns raus wertvoll sind.
Der Schatz im Acker wurde (wie erwähnt) auch vom Kunstschmied geläutert und geformt und wurde erst so zum Schatz.
Und das Reich seiner Königsherrschaft sind ja die Menschen IN denen ER wohnt.

Ich meine also, es sind beide Auslegungen zulässig.
Erstaunlich finde ich aber - wenn Jesus der Kaufmann ist der für die Perle alles her gegeben hat und der Mensch ist der den Acker kauft, um den Schatz für sich zu haben - dann ist das, ein wunderschönes Bild auf den Bräutigam, der alles gab für seine Braut - seine Perle, seinen Schatz!

Und dann sieht man auch schon in diesen Gleichnissen eine Vorschattung auf Jesu Opfertod am Kreuz - ER verließ die Herrlichkeit beim Vater und gab seine Göttlichkeit vollkommen auf und wurde ganz Mensch, um uns zu begegnen  Und ER ging noch viel weiter - ER gab SEIN Leben, um SEINE Braut frei zu kaufen.

In diesem Sinne hab ich das gesehen. Reichen Segen und einen sonnigen Sonntag!!"
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