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...von Jugend an geglaubt hätten?

...von Jugend an geglaubt hätten?
Wenn wir von Jugend an geglaubt hätten,

daß alles Seelenheil von einem Anderen als J E S U S ist, ausfließe, etwa von Muhamed, ist es nicht sicher, daß wir denselben Segnungen theilhaftig geworden wären?
Gewiß, der Glaube allein segnet, nicht das Objektive, was hinter dem Glauben steht ... Jeder wahre Glauben ist auch untrüglich, er leistet das was die betreffende gläubige Person darin zu finden hofft, er biete aber nicht den geringsten Anhalt zur Begründung einer objektiven Wahrheit.

Hier scheiden sich nun die Wege der Menschen; willst Du Seelenruhe und Glück erstreben, nun so glaube, willst Du ein Jünger der Wahrheit sein, so forsche"



Dies schrieb der junge Friedrich Nietzsche an seine 19jährige Schwester Elisabeth in einem Brief, da sie sich gerade in einer sehr schmerzlichen Lebenskrise befand.

Nitzsche ist in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen und hatte durchaus auch seine widersprüchlichen Gedanken von Erziehung und Glauben, die er auch dann offen zum Ausdruck brachte! Was ihm zu der Zeit auch nicht immer gerade Gefallen einbrachte.



aus: Ronald Hayman; "Friedrich Nietzsche - Der mißbrauchte Philosoph"
1980, London. Dt. Erstausgabe 1985 im Wilhelm Heyne Verlag München.

Kommentare

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hansfeuerstein 10.03.2013 um 14:22
Nietzsche irrt in seinen Schriften zu 90% und 10% trifft er den wahren Kern.
Bei Augustinus ist es genau umgkehrt.

Ich glaube schon, dass Glaube objektiv erfahrbar ist, wie die Wirklichkeit selbst. Im Herantasten. Aber die Sinne und der Geist müssen Aufnahmefähig werden, und dafür sind vorgefasste Denkmuster schlecht geeignet....
Nietzsche unterlag den Denkmustern des Hegel und des Darwinismus,
was ihn letztlich vom Glauben entfernt hat.

Nietzsche hat durch seine Schriften natürlich auch sehr viele Menschen im Glauben verunsichert, und womöglich auch abgebracht, wie er hier auch seiner
Schwester letztlich den Glauben verunsichert, indem er ihr zusammen
mit den Menschen seiner Zeit naheleget, den Glauben durch Wissenschaft
zu ersetzen um die Wahrheit des Lebens zu finden. Und das hat selbst unsere Zeit nicht überwunden. Die Vorläufigkeit von Wissenschaft, und die grundsätzliche Begrenztheit ihrer methodischen Erkenntnisfähigkeit hat er dramatisch falsch eingeschätzt, und die Menschen
tun es bis heute. So hat sich der Mainstream-Glaube der Wissenschaft unter-
geordnet, und damit selbst begrenzt, sich in die 2.Reihe hinter der Wissenschaft angestellt.... Wobei es umgekehrt sein müsste, trotz des abschreckenden Beispieles Galilei. Die Schlussfolgerungen aus dem Fall Galilei waren leider falsch. Ähnlich wie der Holocaust zur Folge hatte, dass
als Schlussfolgerung die Lehre Jesu abgeschwächt wurde. Ursache und
Wirkung verkannt wurde und wird. Man meint heute, durch Relativismus
die Menschen an ihren festen Überzeugungen zu hindern, um gewalttätige
Reaktionen als Folge zu verhindern, und alles letzlich individueller Erfahrung zuzuschreiben. Damit ist jedoch das Fundament auf dem wir alle stehen
schwankend geworden, weil damit auch alle unsere Werte, einschliesslich
Grundgesetz und Rechtssprechung relativ geworden sind. Die eigentliche Wahrheit, die in Jesus Christus liegt, wird nicht mehr erkannt...Die Menschen
sind durch falsche Schlussfolgerungen wie vernebelt...und bauen unbewusst
eine atheistische Welt auf, in der letztlich alles relativ sein wird, und nur noch erzwungen werden kann, was der oder die Staaten, bzw. die Mächtigen wollen.
 
monika49 10.03.2013 um 14:31
Er ist erfrischend - Euer Austausch!

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