Kommt nach Pegida jetzt .....… Bfüddie?!

Kommt nach Pegida jetzt .....… Bfüddie?!
Bei den «Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes» geht es rund. Die halbe Führungsriege ist zurückgetreten und will einen neuen Verein gründen.

Es ging alles sehr schnell: Nach dem Rücktritt von Pegida-Chef Lutz Bachmann sollte Vereinssprecherin Kathrin Oertel dessen Posten übernehmen. Da Bachmann hinter den Kulissen munter weiterwerkelte, schmiss Oertel gestern Abend den Bettel hin – und mit ihr vier weitere Personen aus dem Pegida-Führungskreis.

Der letzte Woche zurückgetretene Bachmann wollte den jüngsten kollektiven Rücktritt zwar noch ins rechte Licht rücken («Oertel wurde aus Antifa-Kreisen massiv bedroht»zwinkerndes Smiley. Doch Oertel wollte sich nicht instrumentalisieren lassen. Sie nannte als Rücktrittgrund ausdrücklich das «Verbleiben Bachmanns im Verein und im Orga-Team von Pegida, trotz der bekannt gewordenen Facebook-Postings vom September 2014, welche wir nicht mitzutragen gewillt sind». Gegen Bachmann wird mittlerweile wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt. Dies, weil der 41-Jährige in sozialen Medien Ausländer und Flüchtlinge übel beschimpft und ein «Hitler-Selfie» gepostet hatte.

«Bewegung für direkte Demokratie in Europa»

Von den ursprünglich zwölf Gründerköpfen hat der Verein damit innert zwei Wochen die Hälfte verloren. Wie es mit Pegida weitergehen soll, weiss niemand so recht. Bachmann, so heisst es, habe sich nur gegen Aussen mit seinem Rücktritt abgefunden und klammere sich weiter an die Macht im Organisationsteam. Die Abtrünnigen rund um Ex-Sprecherin Oertel hingegen wollen sich zu neuen Ufern aufmachen – und wieder einen Verein gründen.

Der Name steht noch nicht fest, aber laut der «Sächsischen Zeitung» denken Oertel und ihre Mitstreiter über «Bewegung für direkte Demokratie in Europa» nach – in Pegida-Abkürzungsmanier also «Bfüddie».

Am 9. Februar marschieren beide Vereine in Dresden

Ob ein solcher Verein auch eine «Bfüddie»-Bewegung auf die Beine stellen kann, wie es Pegida gelang, wird sich zeigen. Klar ist aber, dass es den ehemaligen Pegida-Leuten mittlerweile nicht mehr um die angebliche Islamisierung geht. Diesmal sollen «direkte Demokratie» und «kontrollierte Zuwanderung» die Kernthemen sein. Man wolle sich, so Oertel, politisch näher in Richtung CDU orientieren. Am 9. Februar wollen Oertel und Co. bereits wieder in Dresden demonstrieren.

Dagegen hat die Pegida nach ihrem Führungsgau die für kommenden Montag vorgesehene Demonstration abgesagt, aus «organisatorischen und rechtlichen Gründen». Geschlagen geben wollen sich die Patriotischen Europäer aber noch nicht: Sie wollen einen neuen Vorstand wählen und dann ebenfalls am 9. Februar wieder auf die Strasse gehen. Dann heisst es in Dresden möglicherweise: Pegida gegen Bfüddie. (gux)


Quelle: http://tinyurl.com/nhmwg62

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