Buchempfehlung: Beziehungen

Buchempfehlung: Beziehungen
Eine Buchempfehlung von einer Freundin, die ich gerne weiter geben möchte.
Wie ich finde... sehr vielversprechend, was in der Beschreibung und in der Leseprobe zu lesen ist.

Viele Grüße
Tachschön


Beziehungen
Ein Weg zum geistlichen Wachstum
https://www.3lverlag.de/361-beziehungen.html
Autoren: Timothy S. Lane und Paul David Tripp
3L Verlag

Beschreibung

Einige unserer tiefsten und schmerzhaftesten Verletzungen entstehen in Beziehungen.
Ihr bester Freund verhält sich Ihnen gegenüber auf einmal kühl und zurückhaltend. Ihr Partner hört nicht auf, sich über Ihre schlechten Gewohnheiten zu beklagen. Ihr Sohn verweigert das Gespräch mit Ihnen. Es gibt Zeiten, in denen wir uns wünschen, wir könnten ganz allein leben, und es gibt Zeiten, in denen wir froh sind, dass dies nicht der Fall ist. 
Beziehungen kosten uns etwas, aber sie zu vermeiden ebenso. Wenn Sie sich entscheiden, Beziehungen zu vermeiden, werden Sie in Ihrem Leben wohl weniger Konflikte haben, aber diese Ruhe hat ihren Preis.

In diesem Buch "Beziehungen - Ein Weg zum geistlichen Wachstum" erklären die Autoren Lane und Tripp, dass Gott diese Situationen dazu gebrauchen will, um Sie so zu formen, dass Sie Liebe geben und empfangen können. Denken Sie daran, dass Gott das letzte Wort in Ihren schwierigen, konfliktbeladenen Beziehungen hat. Durch viele praktische Beispiele erfahren Sie, wie Sie hartnäckige Probleme in Ihren persönlichen Beziehungen angehen können, ebenso die tieferen Ursachen, durch die unsere Reaktionen, Entscheidungen und unser Verhalten entstehen. Aber sie zeigen auch Gottes Eingreifen, um Beziehungen in Einklang mit Gottes Absichten zu bringen.

Leseprobe

Frage 1: Warum streiten wir miteinander?
Gute Frage. Jakobus stellt diese Frage auch. Wir können dankbar sein, dass er sie auch beantwortet.

„Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.“ (Jak 4,1-3)

Nun, das ist ziemlich deutlich! Beachten Sie, dass Jakobus genau das Gegenteil von dem sagt, was wir oft in einem Konflikt sagen. Wir sagen normalerweise Dinge wie: „Ich habe das getan, weil du ...“ oder „Ich wäre nicht so zornig, wenn du nicht ...“ 
Unsere typische Reaktion auf einen Konflikt ist, mit dem Finger auf unseren Gegenspieler zu zeigen. Wir fühlen uns im Recht, weil der andere oft etwas Ärgerliches, Enttäuschendes oder sogar ausgesprochen Sündiges getan hat! Aber so leicht lässt uns Jakobus nicht davonkommen. Er macht deutlich, dass wir streiten, weil in unserem Innern etwas Falsches vor sich geht – auch wenn jemand gegen uns gesündigt hat! Er sagt: „Kommen [diese Kämpfe] nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht ...“ Das Wort „Lüste“, das Jakobus hier verwendet, ist ein Wort, das besser mit „selbstsüchtige Wünsche“ übersetzt würde. Nicht alle Wünsche sind falsch. Aber ein selbstsüchtiger Wunsch ist es.

Warum kann nicht wenigstens eine Beziehung in unserem Leben die Aufschrift „Keine Konflikte“ tragen?

Neulich brach in unserer Küche ein Konflikt zwischen mir und meiner Frau aus. Ich räumte gerade Geschirr in die Spülmaschine und sie kochte das Abendessen. Wir kamen uns gegenseitig in die Quere und reagierten dann beide sarkastisch. Ich sagte: „Mir wäre es unangenehm, dir in die Quere zu kommen, währende ich die Spülmaschine einräume!“ Sie antwortete: „Und mir wäre es unangenehm, dir in die Quere zu kommen, während ich das Abendessen koche!“ Was ging da ab? Ich hatte den Wunsch, eine Arbeit auszuführen und fühlte mich ziemlich selbstgerecht in Bezug darauf, wie aufopfernd ich als Ehemann war. Meine Frau hatte auch den Wunsch, eine Arbeit auszuführen und fühlte sich selbstgerecht in Bezug darauf, wie aufopfernd sie als Ehefrau und Mutter war. Unsere beiden Wünsche waren oberflächlich betrachtet gute Wünsche: Ich wollte in der Küche helfen, und sie wollte der Familie dienen, indem sie das Abendessen kochte. Aber diese Wünsche verwandelten sich schnell von guten zu selbstsüchtigen. Ich wollte dienen, aber es musste nach meinen Bedingungen und nach meinem Zeitplan geschehen. Meine Frau wollte dienen, aber sie wollte es ohne irgendwelche Störungen tun. Die Selbstsucht zeigte sich in unseren selbstgerechten Bemerkungen. Wir beide wollten Anerkennung für unseren Dienst, und als wir diese nicht bekamen, hatten wir einen Konflikt. Wir trennten unseren Dienst von Gottes Ehre und vom Guten für den andern und verwandelten ihn in einen Dienst an uns selbst: „Ich werde dienen, wann ich will, und ich will wertgeschätzt werden, wenn ich diene.“

Was führt in Ihrem Leben oft zu Konflikten? Ist es Behaglichkeit, Erfüllung, Anerkennung, Macht, Kontrolle oder Wertschätzung? Wir sehen nun, wie diese guten Dinge zu „selbstsüchtigen Wünschen“ werden können, die zu Konflikten führen. (Beachten Sie auch, dass das Gegenteil von dem, was wir wollen, das ist, was wir fürchten.) Diese Dinge sind in und aus sich selbst nicht sündig, bis sie selbstsüchtig werden. Behaglichkeit, Erfüllung, Anerkennung, Macht, Kontrolle oder Wertschätzung können Segnungen sein, über die man sich freuen kann. Aber sie werden sündig, wenn wir zulassen, dass sie sich in etwas verwandeln, das nicht mehr länger eine Segnung ist, sondern den Einen ersetzt, der uns segnet. Überlegen Sie, wie sich die folgenden guten Dinge schleichend in etwas Sündiges verwandeln:

Behaglichkeit. Ich will, brauche und verdiene Behaglichkeit, und du stehst mir besser nicht im Weg und verhinderst, dass ich sie bekomme! Ich fürchte harte Arbeit.

Erfüllung. Ich will, brauche und verdiene Erfüllung, und es ist am besten, wenn du sie mir gibst! Ich fürchte Leid.

Anerkennung. Ich will, brauche und verdiene Anerkennung - oder ich bin am Boden zerstört. Ich fürchte, übersehen zu werden.

Macht. Ich will, brauche, verdiene Macht, und am besten tust du einfach, was ich sage! Ich fürchte, dass mir befohlen wird, was ich zu tun habe.

Kontrolle. Ich will, brauche und verdiene es, die Kontrolle zu haben. Und du wirst die Folgen meiner Enttäuschung zu spüren bekommen, wenn du mein nettes kleines Universum durcheinanderbringst! Ich fürchte Unberechenbarkeit.

Wertschätzung. Ich will, brauche und verdiene Wertschätzung, und du bist dafür verantwortlich, sie mir zu geben. Ich fürchte Zurückweisung. 

Können Sie sich mit einem dieser Punkte identifizieren? Vielleicht könnten Sie noch etwas dieser Liste hinzufügen. Denken Sie an das letzte Mal, als Sie mit einer anderen Person einen Konflikt hatten. Welcher Wunsch nahm hässliche Formen an, als er ichbezogen wurde? Jakobus sagt, dass es solche Dinge sind, die unter der Oberfläche eines Konfliktes brodeln.

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