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Euthanasie und Hilfe zum Suizid

Euthanasie und Hilfe zum Suizid
Vorgestern bei sdr 2 gehört.
Eine Diskussion zwischen einem Hospiz Verantwortlichen und einer Ethik Vertreterin.
Frauen sollten sich anderen Aufgaben widmen.
Sie hat stark vertreten, dass die Selbsttötung auf Wunsch, nicht mal unbedingt bei Krankheit, gefördert werden muss.

Er klang da weitaus vernünftiger und realitätsnaher.

Kommentare

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Lebenistmehr12 21.11.2020 um 23:13
Worauf ich aber hinaus will ist, dass die meisten Suizide in dieser Reihenfolge begründet liegen:

1. Einsamkeit 
2. Angst davor eine Last für andere zu sein
3. Geldsorgen
 
Lebenistmehr12 21.11.2020 um 23:14
Wo leben wir eigentlich, dass sich Leute aus Einsamkeit das Leben nehmen.

In Zeiten von Corona wird das kaum anders werden.
 
Lebenistmehr12 21.11.2020 um 23:16
Ich möchte uns alle ermutigen, trotz Einschränkungen aufeinanderzuzugehen, ein Lächeln für andere zu haben, eine Handreichung tun, Zeit an jemanden schenken.
Es gibt so viele Möglichkeiten.
Packen wir's an.
 
Lebenistmehr12 21.11.2020 um 23:19
Jetzt kommt bald Weihnachten.
Auch ohne Krise die höchste Selbstmordrate im gesamten Jahr.
Halten wir Ausschau nach Einsamen und Verzweifelten.
 
Lebenistmehr12 21.11.2020 um 23:21
Wir brauchen keine Selbsttötungsförderer wie diese Ethikvertreterin.
Was ist für solche Leute das Leben eines Menschen wert?
 
EingutesOmen 21.11.2020 um 23:22
Ich empfehle das Buch 'Mit dem schwarzen Hund leben: Wie Angehörige und Freunde depressiven Menschen helfen können, ohne sich dabei selbst zu verlieren.' Darin werden grundlegende Empfehlungen im Umgang mit Depressiven gegeben. Es gibt Dinge, die man tun kann. Aber es gibt sehr viele Dinge, die man definitiv lassen sollte, wenn man helfen möchte.
 
Lebenistmehr12 21.11.2020 um 23:24
Danke schön für den Hinweis. 🌹
 
Anastacia 21.11.2020 um 23:25
Ein depressiver Mensch gehoert in fachliche Beratung.
 
Lebenistmehr12 21.11.2020 um 23:33
Ich hoffe nicht, dass Leute depressiv und einsam werden, weil sie deine Einstellung teilen.
Fachliche Beratung ersetzt nicht meinen Part.
 
Lebenistmehr12 21.11.2020 um 23:33
Und deinen auch nicht.
 
Ulschi 21.11.2020 um 23:58
Ein depressiver Mensch gehört in JESU Arme...finde ich;
dort kann er "ruhig nach Hause gehn".
 
Ulschi 22.11.2020 um 00:08
"Ick freu mir drauf".😊
 
Saliah 22.11.2020 um 00:15
Ein depressiver Mensch gehört in JESU Arme...finde ich;

dort kann er "ruhig nach Hause gehn".

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Ulschi was meinst Du mit: 
                                        er kann ruhig nach Hause gehen
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Die Liebe heilt. Weil die Liebe GOTT ist und ER gibt diese Liebe allen, die sich IHM, bzw den Heiligen Geistes als wiedergeborenen Christen,  hingeben

Viele Menschen, die nicht gläubig sind, wollen den Freitod, weil sie unter Anderem  ihre Familie kein Last sein wollen, weil sie es fühlen oder bekommen  von der Familie mit, dass sie ein Last sind.
Es ist traurig. 

Christen können schwierige Problemen bewältigen mit Hilfe des Heiligen Geistes.

Chronische Depression ist wie einen schweren Krebs bei einigen, aber GOTT kann heilen.
 
Anastacia 22.11.2020 um 00:24
Da hast du  mich wohl falsch verstanden lebenistmehr. Ich würde niemals einen depressiven Menschen wegschicken oder gar im Stich lassen.
Aber er sollte unbedingt in ärztliche/therapeutische Behandlung. Selbst muss auch aufpassen, dass man nicht Teil dieser Depression wird.
 
Birgit14 22.11.2020 um 00:39
Habe noch nie einen Menschen getroffen der von Gott geheilt wurde.Vielmehr sehe ich  Gott im Menschen, der heilt. Ich nenne sie "Heilige auf Erden." Davon durfte ich schon eine Menge begegnen. Gott selbst heilt hier auf Erden niemanden! 
 
Birgit14 22.11.2020 um 00:42
@Ulschi Vor Deinem tiefen Glauben habe ich Respekt. Du bist eine tief gläubige Frau Und lebst das vom ganzen Herzen. Menschen wie ich, erkennen die Unterschiede....
 
hansfeuerstein 22.11.2020 um 00:52
Manche Menschen ertragen es einfach nicht mehr, wenn sie von einer OP in die nächste sollen, und immer mehr von ihnen weggeschnitten wird....es Situationen wo ich keinen Stab über jemanden brechen möchte.
 
emmatiger 22.11.2020 um 01:02
Ihr Lieben,
aus meiner christlichen Jugendgruppe (40 Jahre her) haben sich im Laufe der Jahre 3 Menschen das Leben genommen. Wie erspare ich euch hier mal.
Desweiteren kenne ich mehrere Menschen, die sich in fachlich psychiatrischer Behandlung befanden haben und sich ebenfalls das Leben genommen haben.
Viele Aspekte gibt es zu bedenken.
Wissenschaftlich erwiesen ist aus psychiatrischer Sicht, daß Menschen, bei denen der christliche Glaube im Leben eine Rolle spielt, besser vor Suizid geschützt sind als andere Patienten.
Am besten ist wahrscheinlich die Kombination von ärztlich psychiatrischer Behandlung und ggf. Therapien und der christliche Glaube als Lebensgrundlage. Christliches Leben findet oft in Gemeinschaft statt, sodaß Beziehungen tragen. Beziehung ist ebenfalls Suizidprophylaxe.
Ich selbst meine, daß Gott und Gebete helfen.
 
Marion5000 22.11.2020 um 01:05
🙂Bitte denkt POSITIV, das ist das EINZIGE LEBEN, dass wir haben.

                                       Zuspruch und HOFFNUNG ist
                                       REALITÄT.  Angehörige sind doch
                                                        zum AUFMUNTERN da❤

                                       Ich möchte das nicht entscheiden.
                                       Es ist eine Sache zwischen Arzt
                                       und Patient. ☀
 
EingutesOmen 22.11.2020 um 01:11
Danke, dass ihr euch über dieses Thema unterhaltet! Das allein ist schon der erste Schritt zu helfen. lachendes Smiley Gute Nacht ❤
 
Saliah 22.11.2020 um 01:25
Das ist traurig, dass Du Kein Mensch kennst, der GOTT persönlich heilt.

Denn ich bin durch GOTT allein geheilt worden und NICHT durch Menschen.

Aber sehr interessant, die Zeugen Jehovas denken wie Du...und gerade als mein Kind schwerkrank war und Zeugen Jehovas mir im Kopf setzen wollten, dass GOTT nicht heilt, gerade da wurde mein Kind von GOTT allein geheilt.
 
Saliah 22.11.2020 um 01:29
Nur GOTT kennt die Herzen von Menschen und wenn ER heilen will, heilt auch.

Wer bist Du über das Handel von Gott zu sprechen??
 
Orgelpunkt 22.11.2020 um 01:33
Kannst Du bitte die Quellen nennen, LebenIstMehr, die diese drei angeblichen Reihenfolgen begründen?
 
Marion5000 22.11.2020 um 01:40
🙂DER GLAUBE an GOTT lässt uns hoffen.

                 GLAUBE    HOFFNUNG    LIEBE❤

                     DIESE DREI sind unverzichtbar für unsere ZUKUNFT.
                                              DER Himmel und die STERNE,
                                              der Mond und die Sonne sind
                                              für alle DA.

                                              BETEN ist das ATEMHOLEN der SEELE.
                  Im Rosenkranzgebet waren wir nur wenige.
                                    Doch zusammen ist dies ein TREFFEN
                                    in der Kirche, die Glocken rufen zum GEBET.

                                    Wir vertreten die Gemeinde und
                                     dies ist TRADITION.

                                             DAS taten viele , viele Vorfahren
                                                     aus unserer Gemeinde.☀
             DAS können alle katholischen CHRISTEN.
                      Einfach kommen, jeder und jede ist willkommen,
                             in eurer Gemeinde. Mit Maske is logisch.
                                         Alle sind willkommen.☀
                                              raus aus der Bude und
                                                 das ist gut so.

                                             Viele Bettlägerige können dies nicht😥
                                            
                                             
                                             
 
Ulschi 22.11.2020 um 02:22
Gesegnete Nacht gewünscht 🤫
 
Lebenistmehr12 22.11.2020 um 08:13
Liebe Anastacia
Es gibt Leute, die andere einfach an Fachleute abschieben, um sich ihrer eigenen Verantwortung entziehen zu wollen.
Danke, dass du das geklärt hast 🌹
Ich hatte dich da tatsächlich falsch verstanden.😚
 
Lebenistmehr12 22.11.2020 um 08:22
Was mich besonders erschüttert ist, dass es auch viele Kinder und Jugendliche gibt, die das Leben nicht mehr ertragen und es sich beenden.

Emmatiger
Du hast es auf den Punkt gebracht auf den ich hinaus wollte und in dem ich die Verantwortung des Einzelnen sehe.

Beziehung ist Suizidprophylaxe!

Einsame, die an Suizid denken, sind in ihrer Wahrnehmung von der Außenwelt abgeschnitten. Sie werden nicht wahrgenommen und merken das durchaus. Es muss nicht immer eine tiefe und enge Beziehung sein, die hilft.
Wahrnehmen und Wertschätzen in (auch kleinen) Wort und Tat.
 
Lebenistmehr12 22.11.2020 um 08:25
Herr, schenke uns offene Augen und Herzen mit denen wir verantwortungsbewusst umgehen.
Mache aus uns barmherzige Samariter.
 
Tochter 22.11.2020 um 08:55
Himmlischer Vater,
HERR Jesus Christus,
wir befehlen dir alle Einsamen,
Kranken, 
Verzweifelten und lebensmüden Menschen an.
Sei du ihnen nahe.
Nur du allein kannst dich in jeden Einzelnen hineinversetzen.
Danke. Amen.
 
Lebenistmehr12 22.11.2020 um 09:06
Beten ist gut.
Aktiv werden ist gut.
Die beste Kombi ist
Beten und Aktiv werden 😀
 
Klavierspielerin2 22.11.2020 um 09:24
Das die Suizidbeihilfe ist für mich vor Corona und so der eigentliche Jahres- Aufreger.
In meinem Blog"Suizidbeihilfe, sterben wie ein Hund",
 habe ich mich im Februar schon aufregen müssen:
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/Klavierspielerin2/59772/
 
Lebenistmehr12 22.11.2020 um 09:27
Wir wollen uns nicht aufregen, sondern aktiv werden in Gebet,
Rat und Tat.
Es soll Menschen geholfen werden.
Real.
 
Anmamo 22.11.2020 um 09:29
Ich war lange Jahre im Hospiz tätig. Dort durfte ich erleben, dass Menschen, welche schon in der Schweiz waren und auf Grund der vorliegenden Krankheit zum Freitod zugelassen waren...wieder umgekehrt sind und dann im Hospiz gut begleitet verstorben sind.
Momentan bilde ich hier in Portugal Menschen aus in der ambulanten Begleitung von Schwerkranken und Strebenden. Das gibt es bis jetzt noch nicht für die
" Wahlportugiesen" viele leben hier schon Jahrzehnte lang und können gar nicht mehr zurück oder wollen hier bleiben. Gerade dann, wenn das " Lebensglas " sich immer mehr leert, ist es gut, liebevoll umsorgt und begleitet zu sein auf dem letzten Weg.
Allein dieses Wissen, das es Menschen gibt, welche sich dieser Aufgabe stellen, hilft sicherlich zu einem anderen Umgang mit dem Tod!
 
Lebenistmehr12 22.11.2020 um 09:40
Halleluja 🌹👑
Danke für dein Zeugnis.
 
janinaj 22.11.2020 um 10:16
Menschen die so sehr das Recht auf Selbsttötung fordern, machen mir ehrlich gesagt Angst. Denn wenn es diesen Freibrief erst einmal gibt, dann gibt es auch kein Halten mehr. 

Und ich glaube jeder Mensch hat - mal mehr, mal weniger - Situationen erlebt in denen ihm sein eigenes Leben als nicht lebenswert erschien. Wenn dann ziemlich einfach die Möglichkeit besteht, sich das Leben zu nehmen ... das ist bedenklich. 

Ich verurteile Menschen nicht die sich das Leben nehmen. Jedoch möchte ich zu bedenken geben, dass Gott der Schöpfer ist und ER deshalb den Zeitpunkt für den Beginn des Lebens setzt und auch für das Ende. 
Und mir ist durchaus bewusst, dass Leben nicht immer heiter ist. Menschen die einen Unfall haben und bleibende (Hirn)Schäden davon tragen oder gar dauerhaft beatmet werden müssen. Das ist sicher für die Angehörigen auch sehr schwer das zu ertragen, nicht helfen oder gar ändern zu können. Und trotzdem: Leben ist Leben. 

Ich habe einige Zeit in einer christlichen Jugendhilfeeinrichtung gearbeitet. Dort waren auch junge Menschen mit schweren Depressionen. Sie bekamen Seelsorge, Medikamente durch Fachärzte und Zeit, sehr viel Zeit. Soviel Zeit wie sie zu ihrer Besserung brauchten. Da die Einrichtung ausschließlich durch Spenden finanziert wird, brauchte man keinen Kostenträger. Dies fand ich sehr gut, weil es Personen, die bereits mehrere Therapien bezahlt bekommen hatten, ggf. keine weitere Kostenübernahme erhalten hätten. 

Ich habe dort alles erlebt: Menschen die die Therapie abgebrochen haben und sich auch gleich auf dem Heimweg vor den Zug geworfen und getötet wurden. Andere haben mit viel Mühe durchgehalten, konnten Jesus als Gegenüber erleben und langsam mit Medikamenten so stabilisiert werden, dass sogar ein Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt möglich war. 
 
Anastacia 22.11.2020 um 11:09
Wenn jemand so eine starke Todessehnsucht hat, wird er es früher oder später tun. Hab ich mit einem Freund erlebt, 9 Monate lang ...
 
janinaj 22.11.2020 um 11:20
@ Anastacia: Ein Suizid ist schlimm, besonders für die, die zurückgeblieben sind. Und verhindern kann man einen Suizid nicht immer, das ist klar. 

@all
Blogthema ist Hilfe zum Suizid
Nur finde ich muss man ganz strikt unterscheiden, ob sich jemand selbst das Leben nimmt oder ob ich - in welcher Form auch immer - dazu beitrage, dass es soweit kommt - Hilfe zum Suizid gebe. DAS ist der Unterschied. 
Wir als Christen haben nicht das Recht bei einem Suizid zu helfen, dass er ausgeführt werden kann bzw. das zu beitragen das ein gesetzl. Möglichkeit hierfür geschaffen wird, was noch schlimmer wäre. 

Wir haben den Auftrag ganz generell Menschen beizustehen denen es nicht gutgeht. Dass das nicht immer so gelingt wie wir uns das selbst wünschen, ist auch klar. Aber trotzdem: Auftrag ist Auftrag. Dem dürfen wir uns nicht entziehen. 
 
Birgit14 22.11.2020 um 11:34
Die Mutter meiner Schwiegertochter  hatte vor 2 Jahren ihren Freitod geplant. Bestens vorbereitet und über Wochen hinweg alles vorbereitet und wirklich systematisch geplant. Als ich vor ihrer Türe stand und sie mir öffnete, bemerkte ich das mit ihr etwas nicht stimmt. Sie war da, aber ganz weit weg. Ich stand vor einem ganz anderen Menschen- so kannte ich sie nicht. Ich informierte meine Schwiegertochter, die sofort zu ihrer Mutter eilte. Sie erkannte die Situation blitzschnell und brachte ihre geliebte Mama in die Psychiatrie. Dort war sie über Monate. Immer noch geht sie zweimal die Woche dort hin.  Mir kommen wieder die Tränen wenn ich  daran denke. 
Wir können nicht in ihre Seele blicken und die Angst, dass sie dort wieder ankommen könnte wo sie war, ist gross. Ihr Mund lächelt immer, die Seele bleibt ein Geheimnis.
 
Anastacia 22.11.2020 um 11:38
Zum Glück würde die gerettet Birgit.
 
Anastacia 22.11.2020 um 11:41
Janina, ich frag mal andersrum. Hat ein Christ nicht auch die Verantwortung jemandem zu helfen, der dich nur noch quälen muss und deshalb erlöst werden möchte?
 
janinaj 22.11.2020 um 11:44
Ja, so etwas ist schlimm erleben zu müssen. Sie nicht (mehr) erreichen können, das stelle ich mir schon schlimm vor. 
Ich würde für sie beten, die Frau immer wieder Jesus - sozusagen - vor die Füße legen. IHN bitten, dass er ihr begegnet. Denn ER kennt sie, hat sie geschaffen und für IHN ist ihre Seele kein Geheimnis. 

Ich bete auch öfters für die Mutter eines lieben Freundes. Die Frau ist ein Pflegefall und dement. Also auch irgendwie (oft) nicht mehr erreichbar. Das ist für die Angehörigen auch schlimm. Der gute Freund und ich haben auch schon öfters am Telefon für sie gebetet. Und ich darf hier als Zeugnis weitergeben: Es gibt auch Tage wo es sehr schlecht um die Frau stand und nach Gebet ging es ihr am nächsten Tag besser. Das waren konkrete Gebetserhörungen ... und ein Trost für den Sohn. 
 
Birgit14 22.11.2020 um 11:48
@Anastasia  Ich verstehe was Du meinst. Ich würde jedem helfen, um wieder zurück ins Leben zu finden. Wenn wir helfen zu Morden, dann ist unser Glaube gegenstandslos. Selbst Attheisten würden das nicht tun. 
 
Birgit14 22.11.2020 um 11:56
Gebetet habe ich für diese Frau nie. Ich hörte auf Gott, indem er mich jeden Woche mit ihre Lieblingsblumen zu ihr in die Klinik schickte. Ich sagte ihr immer, wie gern ich sie mag und ohne ihr auch für uns das Leben ausgelöscht wäre usw. So sehen meine "Gebete" aus. 
 
Birgit14 22.11.2020 um 12:06
@Saninaj, in dem Fall wie von Dir beschriebene Demenz, sind einem die Hände gebunden. Ja, beten ist da das Einzige was man noch machen kann. Es erstaunt mich, was Eure Gebete bewirkt haben.
 
Lebenistmehr12 22.11.2020 um 12:11
Beten und Handeln.
Jesus hat uns herausgeliebt.
Lieben hat was mit Handeln zu tun.
Ein gutes Wort kann auch dazu gehören, aber nicht nur.
Wie wäre es zur Abwechslung mit einem guten Ohr? 😀
Oder einfach "nur "Da sein" 💕
 
Lebenistmehr12 22.11.2020 um 12:17

Der Religiöse ging vorbei...
 
janinaj 22.11.2020 um 12:18
#Hat ein Christ nicht auch die Verantwortung jemandem zu helfen, der dich nur noch quälen muss und deshalb erlöst werden möchte?#

Hier muss ich erst einmal fragen: Erlöst von was konkret? Von Einsamkeit, Geldsorgen, Schmerzen? Ich habe öfters erleben dürfen, dass - wenn die schrecklichen Umstände - gebessert wurden, meist auch der Wunsch nach sterben nicht mehr so präsent war. 

Und nein: Zum Sterben "helfen", das kann ich als Christ nicht verantworten. Und aus meiner Sicht ist das auch keine Hilfe. Das was du ansprichst Anastacia ist in meinen Augen (Mit)Hilfe zum Mord. Und es steht nicht umsonst in der Bibel: Du sollst nicht töten bzw. mithelfen zum töten. 
Jesus Christus ist der Auferstandene und Lebendige, auch heute noch. Und da ER uns geschaffen hat ist ER auch derjenige der über den Beginn und das Ende des Lebens entscheidet. Nicht wir Menschen, auch nicht, wenn dies aus menschlich-humanistischen Gründen vielleicht anders gesehen werden kann. Als Christ bin ich in erster Linie an Gott, die Bibel und die Gebote gebunden. 

In einer guten Predigt ging der Pastor auch auf außerbibl. Quellen ein und berichtete Folgendes: Im Römischen Reich waren Alte, Kranke und Behinderte nichts, gar nichts wert. Meist hat man sie im Fluß ertränkt oder anderweitig umgebracht. Das schien damals ziemlich normal gewesen zu sein. Die Christen waren die ersten die diese unsägliche Praxis versuchten zu ändern, in dem sie diese "Nicht-Mehr-Gewollten" ihn ihren Familien aufnahmen und auf ihre Kosten versorgten. Und zwar solange bis sie starben und Gott sie heimgerufen hat. Ich finde den Ausdruck heimgerufen - ist schon etwas älter - sehr schön: Er zeigt: Gott ruft nach Hause - zu sich. Nicht wir Menschen helfen, dass es schneller geht. Gott ist der Souveräne, nicht wir Menschen. Und diese Sichtweise hat auch etwas mit der Heiligkeit und Ehrfurcht vor Gott zu tun. 

Und ich habe in der o.g. christlichen Einrichtung erleben dürfen, dass Menschen wieder Mut zum Leben gefunden haben. Das hieß jedoch nicht immer, dass sich die Umstände geändert haben. Nein, sie haben - genau wie ich - ein Durchtragen durch Jesus erleben dürfen. Und wenn man selber keine Kraft und (scheinbar) keinen Glauben mehr hat, dann tragen Glaubensgeschwister einen durch ihre Gebete und Gespräche oder auch ganz praktisch mit Hilfe im Haushalt. 

Dass so eine Sichtweise und Erleben nicht jeder Mensch nachvollziehen kann, kann ich sogar verstehen. Ich kann es nur als Zeugnis weitergeben. 

 
 
janinaj 22.11.2020 um 12:22
@Birgit: Ich habe auch gestaunt. Dass Jesus hilft und helfen kann, war mir klar. Aber die Deutlichkeit - SEIN Eingreifen - das hat auch den Glauben meines guten Freundes und den meinen sehr gestärkt. Das muss ich hier auch sagen. 
 
Amata 22.11.2020 um 12:26
Guten Morgen ihr Lieben!
Habe diese Diskussion gelesen, da mir das Wort Euthanasie aufgestoßen ist. Gestern habe ich zu diesem Thema einen persönlichen Beitrag ins Forum gestellt. Mein Uropa fiel der Euthanasie zum Opfer. Keiner kann mir mehr erzählen, an was er litt, denn meine Oma sprach nie darüber und meine Großtante war zu jung.
Der Begriff Euthanasie ist für mich sehr braun beschmutzt. Und getötet wurden mehrere 10.000 Menschen alleine nur in Grafeneck (BW).
Das andere ist, so wie es die Geschwister hier in diesem Forum beschrieben haben, die entweder in der Hospiz oder Jugendseelsorge Menschen begleitet haben, diese Menschen zu unterstützen auch im Gebet, das will ich tun. Ich durfte die letzten Monate meine Großtante begleiten. Bei ihr ist der Krebs zurückgekehrt und sie, bereits über 80, wollte sich nicht mehr behandeln lassen. Die Familie unterstützte sie in diesem Wunsch, sie bekam häusliche Pflege, ein Bett ins Wohnzimmer und die Gelegenheit Abschied zu nehmen, bevor sie in den Morphinschlaf glitt. Das war in den USA. Hier bei uns leisten die Hospize sehr gute Arbeit und ich glaube wir als gläubige Christen sollten die Augen und Ohren offen halten für die Leidenden und Leidtragenden unserer Gesellschaft. Der Umgang mit Menschen, die an Depressionen leiden kann bis zu einem gewissen Grad von uns begleitet werden, aber immer sollten wir unterstützen dass professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird. Klar, so wie Janinaj schreibt, im Gebet begleiten. 
Bipolare Störungen und Depressionen oder andere psychische Erkrankungen sind ein Leidensweg für Betroffene und ihre Angehörige, die sich meist über Jahre und eventuell sogar fast das ganze Leben hinziehen können. Da gibt es inzwischen oft ganz gute medikamentöse Therapie, die wirklich unterstützt und immer beobachtet wird. Mein Lieblingscousin ist inzwischen fast 60 und leidet seit seinem 18. Lebensjahr an Schizophrenie. Er ist für mich einer der liebsten, klügsten und freundlichsten Männer, die ich kenne. Hat zwei Bachelor und einen Masterabschluss und ist gut eingestellt mit Medikamenten. 

Was wir als Christen machen sollten ist beten und mit offenen Augen und Ohren durch unsere Nachbarschaft, Familien und Gemeinden gehen. Gott, der Herr helfe uns dabei. 
 
Birgit14 22.11.2020 um 12:33
@Lebenistmehr  Ich war auch schon oft in Krisensituationen und verzweifelt.
Menschen, die mir dabei helfen wollten, erwiesen sich oft als eine zusätzliche Last für mich.
Ich wollte einfach mit meiner Verzweiflung und meinem Schmerz alleine sein. 
Es gibt Schmerzen, da gibt es keinen Trost. So war es für mich als mein Lebensgefährte für immer verlor. Die Hospizfrauen kamen bei mir vorbei und meinten es gut. Sie wollten mich trösten. Mit ihren wie ich im Nachhinein empfinde, unsensiblen Worte musste ich zusätzlich noch fertig werden. Deshalb tröste ich keinen Trauernden. Ich höre nur zu und schweige. 
 
janinaj 22.11.2020 um 13:17
Danke, Amata für deinen Beitrag hier und auch den gestrigen. Ich bin bewusst nicht auf Euthanasie eingegangen. Dass das etwas ganz anderes ist als Tötung auf Verlangen, das ist schon klar. Ich finde, dass hier getrennt werden muss. Du hast sicher recht und es tut mir sehr, was mit deinem Uropa passiert ist. Ein Trauma, für die Angehörigen, keine Frage. 

Als ich das erste Mal vor vielen Jahren einen Film im Fernsehen über Grafeneck gesehen habe, ich habe geweint. Es hat keiner gesehen, ich war allein im Zimmer meiner Schwester. Und das war auch gut so. Denn mir kam damals der unheimliche Gedanke: Was kann ich dafür, dass ich nicht in dieser Zeit gelebt habe - mit einer Gehbehinderung. Mir wurde schlagartig klar: Hätte ich damals gelebt, man hätte mich sicher auch umgebracht. Später hat sich dieser damals so schreckliche Gedanke bewahrheitet: Es wurden damals nicht - wie oft behauptet wurde - "nur" geistig beh. Menschen umgebracht, nein, es waren auch Menschen mit Körperbehinderungen. Ein anderer Film hat mir dies vor Wochen auch bestätigt: In einer Familie hab es zwei behinderte Kinder - in der Nähe von Ulm. Der dortige Bürgermeister hat diese Tatsache dem Gesundheitsamt gemeldet. Irgendwann kam ein Bus vorbei. Die beiden Kinder wurden auf dem familieneigenen Hof eingefangen, weggebracht. Die Mutter hatte dagegen keine Chance. Der Vater hat dagegen öffentlich protestiert. Irgendwann wurde auch er abgeholt und in einem KZ umgebracht. 

Ich schreibe das nur um deutlich zu machen, was passieren kann, wenn die Dämme erst gebrochen sind und scheinbar alles erlaubt ist. 
 
Anastacia 22.11.2020 um 14:00
Auch heute ist es doch so, dass die älteren Leute abgeschoben werden. Noch nicht mal, weil sie krank sind, sondern einfach so, weil man mit ihnen nichts mehr anfangen kann.
 
janinaj 23.11.2020 um 10:00
Also ich kenne in meinem Umfeld nur Familien, die die Pflege einfach nicht mehr allein zu Hause händeln konnten - und das trotz Unterstützung durch den Pflegedienst. Und dann nach vielem Ringen den Opa in ein Pflegeheim geben mussten. Einfach mal so ist das nicht geschehen, aber das gibt es sich auch. Für mich jedoch besteht immer noch ein gravierender Unterschied zwischen im Heim leben müssen und Sterbehilfe. Das sind zwei paar verschiedene Dinge. 

Und ja, ich musste auch schon im Heim leben, insgesamt ein knappes Jahr, als 4jähriges Kind. Einfach weil es bei uns damals rein gar keine Physiotherapie gab und meine Eltern schlicht keine andere Möglichkeiten hatten. Die Zeit war nicht so schön, aber wirkliche "Schäden" habe ich keine davongetragen, obwohl mich meine Eltern auch nur einmal pro Woche für ca. 2 Stunden besuchen konnten. 
Ich kenne sowas und bin umso dankbarer für mein heute selbständiges Leben. Hätte ich jedoch diese intensive, tägliche und oft auch sehr schmerzhafte Physiotherapie nicht erhalten, dann müsste ich heute im Rollstuhl sitzen und könnte gar nicht laufen. Solche Menschen kenne ich auch und ehrlich - ich möchte nicht tauschen und bin dankbar für mein Leben, so wie es ist. Aber das weicht jetzt sehr vom Blogthema ab, Entschuldigung. 
 
Anastacia 23.11.2020 um 12:43
Ich hatte gemeint, wenn ein Mensch sich mit Schmerzen quälen muss aufgrund einer Krankheit, die unheilbar ist. Nur noch unter der Wirkung von starken Schmerzmitteln existieren kann. Wenn dieser Mensch den Wunsch äußert, sterben zu dürfen...
 
janinaj 24.11.2020 um 09:01
Ja, das kann ich schon nachvollziehen, dass man irgendwann genug vom Leben hat. Das ist aus menschlicher Sicht verständlich. Und doch ist es uns - nach meiner Auffassung - als Christen nicht gestattet aktive Sterbehilfe zu leisten. 
Und mir graut vor dem Tag an dem das erlaubt ist und "normal" sein wird. Dann sind alle Dämme gebrochen. 
 
 
Lebenistmehr12 24.11.2020 um 19:02
Hat jemand die Sendung angehört?

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