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GAL. 2,17 - CHRISTUS EIN SÜNDENDIENER? DAS SEI FERNE!

GAL. 2,17 - CHRISTUS EIN SÜNDENDIENER? DAS SEI FERNE!
"Sollten wir aber, die da suchen, durch Christum gerecht zu werden, auch selbst als Sünder erfunden werden, so wäre Christus ja ein Sündendiener. Das sei ferne!" [GAL. 2,17]

Haben wir, nachdem wir das Gesetz als Mittel zur Rechtfertigung aufgegeben haben, damit etwa das ganze Gesetz aufgegeben? Das sei ferne!. Sollten wir, während wir versuchen, durch Christus gerechtfertigt zu werden, als  Sünder gefunden werden? Und was ist eigentlich ein Sünder? "Ein jeder, der Sünde tut, übertritt das Gesetz, und die Sünde ist die Gesetzesübertretung." [1. JOH.3,4] [SLT 1951]

Und welches Gesetz ist das eigentlich, dessen Übertretung Sünde ist? "... ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren!" [RÖ. 7,7] [SLT 2000]. Die Worte "Du sollst nicht begehren" gehören zu diesem Gesetz, sie sind ein Teil dieses Gesetzes. Es ist nicht einfach [nur] ein Gebot, sondern es ist DAS GESETZ welches sagt: "Du sollst nicht begehren". Es steht nicht geschrieben, ich hätte die Sünde nicht erkannt außer durch das Gebot, und es steht nicht geschrieben, ich hätte von der Begierde nichts gewusst wenn das Gebot nicht gesagt hätte: "Du sollst nicht begehren", sondern es steht geschrieben: "ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz" und: "von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren!."

Nun das Gesetz, welches sagt: "Du sollst nicht begehren", sagt auch: "Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst keine anderen Götter neben mir haben, du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Dieses Gesetz ist das Gesetz der zehn Gebote: Es ist das Gesetz Gottes, das ER vom Himmel redete und zweimal mit EIGENER Hand auf steinerne Tafeln schrieb, und das ER durch SEINEN EIGENEN Geist auf die Tafeln des Herzens eines CHRISTUSgläubigen schreibt.

Das ist DAS GESETZ, durch welches Erkenntnis der Sünde kommt. Das ist DAS GESETZ, dessen Übertretung Sünde ist. Und das ist DAS GESETZ, und das einzige Gesetz, durch das wir, während wir danach streben, "durch Christus gerechtfertigt zu werden", "als Sünder erfunden werden" können. Und da das Wort in Galater 2,17 die Möglichkeit anerkennt, dass wir, während wir danach streben, durch Christus gerechtfertigt zu werden, als Sünder erfunden werden könnten; und da es ohne das Gesetz der Zehn Gebote keine Erkenntnis der Sünde gibt, ist dies daher ein schlüssiger Beweis dafür, dass zwar wahr ist, dass alles Gesetz als Mittel der Rechtfertigung aufgegeben werden muss, aber eben doch nicht alles Gesetz ganz aufgegeben wird. Es ist der schlüssige Beweis dafür, dass DAS GESETZ, durch das die Erkenntnis der Sünde, DAS GESETZ DER ZEHN GEBOTE, nicht als Mittel zur ERKENNTNIS DER SÜNDE aufgegeben wird.

Dieses Gesetz, das Gesetz der Zehn Gebote, sollte, obwohl es zusammen mit allen anderen Gesetzen, niemals als Mittel zur Rechtfertigung benutzt werden darf, nicht völlig aufgegeben werden, denn das würde CHRISTUS zu einem Diener der Sünde machen. Und gegen jede Vorstellung wie diese, platzierte der HERR SEIN nachdrückliches "DAS SEI FERNE!" Ja gegen jede Idee, das Gesetz der Zehn Gebote sei abgeschafft oder in irgendeinem Sinne gelockert oder aufgehoben, fügte der HERR SEIN unumgängliches "DAS SEI FERNE" hinzu.

Der Sohn Gottes kam nicht in diese Welt, um der Sünde zu dienen, sondern um ganz und gar, um von der Sünde zu retten. Sünde ist die Übertretung des Gesetzes der Zehn Gebote. Und weil der HERR kam, um die Menschen von der Sünde zu retten, kam ER damit, um die Menschen von der Übertretung dieses Gesetzes zu retten. Durch dieses Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde; und da der HERR kam, um die Menschen von der Sünde zu retten, wäre seine Mission völlig zunichte gemacht und völlig vergeblich, wenn das Gesetz weggenommen würde, denn eine Wegnahme des Gesetzes würde die Erkenntnis der Sünde und das Mittel zur Erkenntnis der Sünde selbst wegnehmen. Das allein würde es unmöglich machen, die Menschen von der Sünde zu retten. Und das Kommen des HERRN zu einem Zustand der Dinge zu machen, in dem es unmöglich wäre, die Menschen von der Sünde zu retten, wäre nichts anderes, als CHRISTUS zu einem Diener der Sünde zu machen. Es würde Christus dazu bringen, die Sünde auf der Welt für immer zu bestätigen. Genau das ist es, was Satan für immer zufriedenstellen würde. Also warum sollte Gott nicht gerade deswegen für immer dagegen ausrufen: "DAS SEI FERNE!"? Und wer sollte zu diesem unumstößlichen "DAS SEI FERNE", wenn er Satan nicht direkt in die Hände spielen wollte, jemals etwas anderes als Amen sagen?

Nun mit all dem, sollte CHRISTUS etwa tolerieren, wenn wir "die da suchen, durch Christum gerecht zu werden, auch selbst als Sünder erfunden werden" und damit als Übertreter des Gesetzes der Zehn Gebote? "DAS SEI FERNE!". Rechtfertigt ER die Menschen, damit sie frei wären, das Gesetz zu übertreten? "DAS SEI FERNE!" Rettet ER die Menschen vor der Sünde, damit sie weiterhin sündigen können? "DAS SEI FERNE!" Glauben wir an Jesus, damit wir weiterhin Sünder sein können? "DAS SEI FERNE!" Streben wir danach, "durch CHRISTUS gerecht [gerecht gemacht] zu werden", damit wir weiterhin sündigen können? "DAS SEI FERNE!" Und möge das ganze Volk Gottes für immer dazu sagen: Amen.

Möge jede Seele für immer im Gedächtnis und im Herzen behalten, dass Rechtfertigung [Gerecht gemacht zu werden] durch den Glauben CHRISTI an sich und von jedem Gedanken her die völlige Abkehr von den Sünden und die Zerstörung des Leibes der Sünde bedeutet, damit wir fortan nicht mehr der Sünde dienen. Andernfalls baue ich in Werken das wieder auf, was ich durch den Glauben zerstört habe. "Wenn ich aber das, was ich zerbrochen habe, wiederum baue, so mache ich mich selbst zu einem Übertreter." [GAL. 2,18] Der Glaube wird niemals Sünde rechtfertigen. Die beiden sind ewige Gegensätze, denn "was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde." [RÖ. 14,23] [SLT 2000] Und in Christus zählt nichts anderes als "der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist." [GAL. 5,6] [SLT 2000]. Und diese Wirksamkeit besteht im Halten der Gebote Gottes.

( Alonzo T. Jones, Oktober 1899 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 10.05.2020 um 18:32
Auch wenn dieser Artikel von Alonzo T. Jones bereits vor etwa 120 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend zwei entsprechende Links:

DER GLAUBE CHRISTI
https://www.christ-sucht-christ.de/weblog/JesusComesBackSoon/62811/

ICH BIN MIT CHRISTUS GEKREUZIGT
https://www.christ-sucht-christ.de/weblog/JesusComesBackSoon/47705/

Mein Wunsch ist, dass jeder Leser durch den (bzw. die) Artikel reichlich gesegnet wird und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen.
 
Friedensstifter 10.05.2020 um 19:36
Danke "JCBS" für deine weiteren Informationen zum Thema Sünde, was offenbar bei einigen hier im Forum nicht "fruchten" will.  
 
JesusComesBackSoon 11.05.2020 um 20:44
🙂

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