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mehr über mich

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Leben:

am 18. September 1981 kam ich in Bad Wildungen, einem nordhessischen Kurstädtchen zur Welt. Mein Zuhause lag in einem ca 5 km davon entfernten Dorf.
Ich wuchs in einer Familie von Namens-Christen, d. h. sie waren evangelisch getauft konformiert und gingen nach Lust und Laune auch mal in den Gottesdienst, auf.
Mit 6-7 jahren verlor ich zuerst aufgrund eines gutartigen Gehirntumors mein Augenlicht und kurz darauf meinen Vater.

Zur Schule ging ich in einem Blinden-Schul-Internat in Friedberg (nahe Frankfurt Main) und Lebte nurnoch an Wochenenden und in den Ferien bei meiner Mutter. Freitagsnachmittags ankommen Sonntags wieder aufbrechen, mit alten Freunden und Gemeindeleben war da natürlich nicht mehr so viel los.
In dieser zeit wurde ich immer schüchterner, sodass ich in Sozialen Fächern wie Kontaktfreudigkeit, Vertrauen udg. immer schlechter abschnitt.
Mit 9 Jahren Haupt- und 3 Jahren Berufsfachschule verließ ich 2001 mit einfacher mittlerer Reife die Blindenschule in Friedberg, um nach den Sommerferien in Soest weitr zu machn. Auch dort lebte ich unter der Woche im Wohnheim und fuhr nur alle zwei Wochen für ein Kurzes Wochenende bzw. Wärend der Urlaubstage nach Hause.
Nach förderlehrgang, Berufsausbildung und Fachabitur konnte mir diese westfälische Stadt auch nichtsmehr bieten.
Anschließend erlebte ich eine lange erfahrungsarme Zeit mit der Arbeitsagentur. Wärend eineinhalb Jahren konnten die mir auch nicht vielmehr bieten als hübsche Seifenblasen, die schneller zerplatzten als man "Traumberuf" sagen konnte.
2008 schrieb ich mich schließlich in Gießen für ein Studium ein und Zog kurz darauf in meine erste eigene Wohnung ein.
Nun, ein solches Studium kann man ohne Mitstudierende ständig um Hilfe zu bitten und untereinander sehr oft in Kontakt zu bleiben, gerade als Blinder nur sehr schwer – eigentlich kaum – schaffen.
Vorallem wegen bereits erwähnter Mängel bei mir und der langen Unterbrechung zwischen Abitur und Studium, bekam ich zunehmend ab mitte des zweiten Semesters, kaum noch etwas auf die Reihe.
Daher brach ich das Studium ab und blieb aber dennoch in Gießen Wohnen, da ich nur wenig Lust verspührte, wieder in mein Elternhaus zurückzuziehen. Im September danach (2. = Sommersemester) lernte ich über einen örtlichen Verein für Blinde, einen sehr netten Hauskreis kennen. Dort konnte, meine damals etwas eingeschlafene Beziehung zum Herrn, wieder wachsen.
Danach fing ich wieder – u. A. mit unterstützung der Arbeitsagentur – an, nach einer Arbeit zu Suchen. Außer einem Praktikum, welches mir jemand vom Hauskreis beschafft hatte, kam aber leider nicht zu Stande.
Vorallem wegen der ganzen gesammelten Kontakte, war es sehr schade, das ich ende April d. J. wieder zu meiner Mutter ziehen musste. Mein befristeter Mietvertrag war ohne verlängerungsmöglichkeiten abgelaufen. In der zeit davor hab ich ständig nur Vermieter angeschrieben, Wohnungen besichtigt, Angebote eingeholt und verglichen, Fragebögen ausgefüllt und auf Antworten gewartet.
Irgendwie fanden die Immobilienfirmen aber immer etwas besseres, als einen Arbeitssuchenden ohne H4.

Momentan bin ich die meiste Zeit zuhause in diesem schönen Dorf (in dem ich keinen in meinem Alter kenne), bin auf Bus und Taxi angewiesen und versuch mich in christlicher Bescheidenheit (vorallem in der Freizeitgestaltung). Die meiste zeit verbringe ich mit dem hören von Predigten, christlichen Radiosendern,
lesen der Bibel und vielen vielen Fragen.
Ich muss endlich wieder unter Leute kommen, eine Gemeinde finden uVm. Und ich dachte ich fange mit derjenigen an, die uns Christen nach dem Herrn am nächsten steht, am wichtigsten ist.

Perspektiven:

Soweit es mich betrifft (der Mensch denkt, der Herr lenkt) könnnte ich mir gut vorstellen, auch wieder nach Gießen zu ziehen.
Aber noch schöner wers irgendwo über eine Beziehung in eine Gemeinde zu finden und evtl. eine ehrenamtliche Arbeit (z. B. bei den grünen Damen und Herren) zu beginnen. Als Singel würde meine nähere Zukunft wohl etwa so sein:
Soziale unterstützung bekommen für eine Wohnung in Gießen,
evtl. über den Hauskreis eine Gemeinde zu finden,
eine Ehrenamtliche Arbeit zu beginnen vielleicht für krebskranke Kinder oder einsame alte Leute…
gemeinsam – evtl. über die Musik – noch mehr Leute für Gott gewinnen.

Sonstige Hobbies:

Musik:
Gelegentlich spiele ich gerne auf meiner akustischen Gitarre. Momentan fehlt mir leider etwas die Lust zum üben. Wenn ich erst eine Gemeinde gefunden hab, werde ich sicher auch andere zum gemeinsamen üben und Spielen finden. Wäre mir jedenfalls lieber als so allein.
Ab und an spiele ich auch noch auf meinem Keyboard "schreibt man das so?". Wärend meiner Schulzeit hatte ich zwar noch Schlagzeugunterricht, aber das letze mal, dass ich vor einem Schlagzeug saß, ist schon lange her.

Gelegentlich spiele ich übers Web Schach mit anderen. Hauptsächlich zum Träning der Geistigen Fittnis und nicht wegen Rängen oder Titeln.

Soweit bis hier.

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 09.10.2013 um 20:54
Hallo DanEif! Ich bin schon eine Oma und habe eben Deine berührende Lebensgeschichte gelesen. Gott hat bei Dir Schweres zugelassen, aber
Du hast das Richtige getan, finde ich. Ich konnte Dir aber eben nichts schreiben und habe deshalb den Abschnitt von hofamsel gelesen:
"Auf das Leise hören".
Darin wird gesagt, dass wir nur auf Gott hören sollen. er führt uns dann weiter, auch wenn wir im Moment noch keinen realen Ausweg sehen können.
Du hast schöne Talente. Ich wünsche Dir, dass Gott Dich zu den richtigen
Orten führt und dass Du die richtigen Menschen findest...
Alles Gute und Gottes Segen weiterhin wünscht Dir Karin-Rosenlied.
 
(Nutzer gelöscht) 09.10.2013 um 21:11
Nachtrag: Eben habe ich auch den Abschnitt von monika49 gelesen:
"Fröhlich alle Zeit". Da stehen auch sehr gute "Rezepte" drin.
Es ist der 4. Text unter Deinem.
 
monika49 09.10.2013 um 21:14
Mich hat die Geschichte auch sehr angerührt.

Und was kann ich dankbar sein alles sehen zu können, wa um mich herum ist.
Und wie gut Du schreibst, DanElf!, mein Respekt dafür.

Ich wünsche Dir liebe Geschwister, welche freundlich mit dir umgehen und dich so respektieren, wie du bist.

Sei gesegnet und behütet von unseren liebenden Gott!

Mit lieben
Grüßen
von Monika
 
DanEif 19.10.2013 um 01:56
Danke für die Kommentare! Wenn man erstmal einen Anfang gefunden hatt, gehts eigentlich ganz flüssig mit dem Schreiben. Aber bis ich so einen Anfang finde, dass kann dauern.
Ebenfalls noch viel Erfolg hier!

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