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kurzer Rückblick für ein Lächeln

29.05.2012 21:27

Die täglichen Telefonate vermisse ich total. Immer wenn mein Sohn von der Schule nach Hause kam, rief er mich im Büro an und erzählt mir von seinem Tag so oder so ähnlich liefen die Gespräche ab:
Er: „Hi!“
Ich: „ Hi!“
Er: „Bin zu Hause“
Ich: „ach?“
Er: „Ja“
Ich: „Gut“
Pause
Ich „und wie war Dein Tag?“
Er: „witzig“
Er hatte seine erste Abi-Vorklausur geschrieben und ich war super gespannt, aber es kostete mich wieder viel das zu verschweigen – er ist doch erwachsen und dennoch wüsste ich gern …, dann platzt es aus mir raus
Ich: „Nu red’ schon, ich bin voll gespannt ….“
Er: Stille ….
Morgens machte ich immer sein Schulbrot, diesmal hatte ich ihm zusätzlich noch Glückskekse eingepackt für die Klausur für ihn und seinen Freund Daniel ….
Ich: “Waren die Kekse ok? Ich habe extra einen für Daniel eingepackt“
Er: (ich glaube das war das Stichwort) „Hihihi das war voll lustig, Daniel hatte „Du hast das richtige Gespür !“
und meine Sruch – Mensch die haben alle über mich gelacht „Verliere nicht Deinen Humor!“.
In der Klausur konnten wir aus drei Themen auswählen, das erste war „Gewalt“, das zweite „Identität“ das dritte „Systemische Therapie“ nach Helm Stierlin
(Anmerkung von meinem Sohn: Wir vermuten bei der Namenseintragung ins Stammbuch ist die Tinte ausgegangen – der sollte bestimmt Helmut heißen oder so)
Natürlich habe ich mich für das Dritte entschieden – wohl als einziger – alle anderen haben Gewalt genommen, zwei oder drei Identität – klassisch eben. Habe extra nach der Klausur gefragt wer was genommen hat.


Ich: “und wer hat was genommen – ihr nehmt doch keine Aufputschmittel, oder?“
Er: „Nein, wer welches Thema genommen hat! Und ich war wohl der einzige der da Dritte genommen hat.“ Naja ich habe mir auch die Aufgaben der anderen angesehen – nur um zu gucken, ob ich keinen Fehler mache – dann stellte ich fest dass es Systemische Theorie war, na dann musste ich eben alles in „Theorie“ umwandeln, hm ….
zum Schluss habe ich meinen Glückkekszettel mit der Klausur meiner Lehrerin geben „Ich glaube der war für Sie bestimmt!“ habe ich zu ihr gesagt Die hat voll gelacht, als ich ging.“
Ich: „Und was von Hannah gehört?“
Er: „Öh die habe ich auf dem Klo getroffen, ich war dreimal da …“
Ich: „ Du weißt schon, dass Du ein Junge bist und ich Dich nur als kleines Kind mit auf die Damentoilette mitgenommen habe. Du solltest auf’s Herrenklo gehen (ein breites Grinsen huschte über mein Gesicht)“
Er: „Echt? Hm , das muss ich wohl der Frühkindlichen Prägungsphase zuordnen, aber danke, dass Du mir das noch mal sagst. Nee, ich habe sie auf’m Weg zum Klo auf’m Flur getroffen – sie meinte es wäre voll schwer“
Ich: „Na und was ist mit Deiner Klausur?“
Er: “Ach irgendwie wird’s schon! Es sind während der Klausur so lustige Sachen passiert. Einer hat sich voll den Kopf am Waschbecken gestoßen, als er seine Klamotten holen wollte, die darunter lagen und ein anderer hat eine Messerspitze auf seiner Zunge wieder gefunden – er ist nach vorne gegangen und hat voll die Grimassen vor dem Spiegel gezogen – mitten in der Klausur – er hat uns erzählt, dass er morgens die Spitze wohl beim Möhrenschneiden verloren hat und sie nun in seiner Zunge wieder fand“
Ich denke entweder nehmen die Drogen oder sie nehmen das Leben nicht Ernst - Was für ein witziges Leben – ich werd’s so vermissen!!!
Ich: „Na dann wünsche ich Dir einen tollen Tag!“
Er: „Nun ich koch mir was und dann geht’s zum Jugend und X2C Probe“
Ich: „Meld Dich wenn’s anfängt zu schneien ja, ich bin mit Heike bei Ikea und dann bauen wir die Möbel auf!“
Er: „Ok mach ich!“
Ich: „Tschüssi“
Er: Tschüss


Als wir aufgelegt haben, wusste ich, wie schmerzlich es sein wird, diese Telefonate nicht mehr zu führen. Klar wird es Neues geben anderes – aber diesen Moment musste ich festhalten.


Freude tanzt in Pfützen aus Tränen
Freudentränen, die in Trauer gegossen sind
es beginnt, Dein neues Leben
gestern warst Du noch ein Kind


Ich sehe noch wie Du wild strampelst
mit kurzen Beinchen auf dem Rad
wie Du vor lauter Glück rumhampelst
als es im Kino dunkel ward


Stolz bin ich, auf das Geschaffte
doch jetzt beginnt ein neuer Tag
es hat gedauert bis ich raffte
wie schnell sich das alles ergab


Erwachsen bist Du schon seit Langem
da hab ich irgendwas verpasst
erst gestern tat ich um Dich bangen
frag mich, wie Du das Leben schaffst


Du nimmst es leicht mit einem Lächeln
zwinkerst dem Glück nur einfach zu
wo andere sich noch lang abhecheln
machst Du den Sack ganz einfach zu


Du machst so gern verrückte Sachen
fasst immer wieder neuen Mut
mir ist zum Weinen und zum Lachen
weil ich weiß, es geht Dir gut



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Freunde

09.05.2012 19:19

Was der Feind sich dabei denkt,
den Kinderkopf voll Läuse hängt
die Welt zerbricht und Chaos droht
mancher Freund betet um Brot,
ist das Geld vom Konto weg,
in Deinen Knien wohnt der Schreck
glaubt der Feind er sei so wichtig,
der tickt im Kopf doch wohl nicht richtig


Ist Gott so hilflos, sieht uns zu
und setzt sich dabei nur zur Ruh‘
Nein, ich kann Dir eines sagen,
er will gemeinsam dies ertragen
wird Dir helfen, wenn Du rufst,
an seinen Quellen Nahrung suchst
vertrau Dich an dem großen Plan,
den Gott vor Zeiten schon ersann


Er wird Deine Grenzen testen,
dies dient Dir dann alsbald zum Besten
manchmal musst Du auch mal handeln,
ihm folgsam sein und mit ihm wandeln
er steht zur Seite Dir mit Rat,
setz es doch um in eine Tat
dann steht am Ende großer Lohn,
entweichst Du so des Feindes Hohn


Ein guter Feldherr unser Gott,
besiegt die Launen und den Spott
er weiß was Dir ist zuzumuten
und wendet es gerne zum Guten
er sieht Dir tief ins Herz hinein
ER leidet mit Dir alle Pein
ER gibt Dir Kraft und auch den Mut
heilt Deinen Schmerz macht’s wieder gut


Kommt dann der Angriff auf die Seele,
Du glaubst Du lebst schon in der Hölle
so sei dir sicher und bewusst,
dass Du zu Gott Dich wenden musst
gib‘ doch noch einmal alles hin,
das Herz, den Willen und den Sinn
lass los und halte nichts mehr fest,
damit Du Dich gut lenken lässt


Ruh’ Dich aus in Gottes Schoß
Er lässt Dich niemals wieder los
gibt innern Frieden Dir und Ruh
und segnet Dich auch noch dazu
vergibt Dir Sünden durch den Sohn,
begegnet Dir mit großem Lohn
Wie soll Er helfen hier auf Erden,
wenn wir nicht seine Kinder werden


An Deiner Seite Freunde stehen,
die mit Dir durch das Leben gehen
von Herzen hat Gott sie Dir gesandt,
sie sind als Engel Dir bekannt
Sie können trösten, können weinen,
lassen für Dich die Sonne scheinen
sie sind sehr selten hüte sie,
denn bess’re Hilfe kriegst Du nie



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