Taube & Herz
Erfolgs-Stories

Neue Mitglieder




christliche Partnersuche Anmeldung

Weblog von CH2006

Dieser Weblog wird von CH2006 moderiert.

Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück

09.05.2012 20:40

Der Evangelist Johannes führt die beiden Sakramente (Taufe und Eucharistie) bis zum Kreuz zurück. Er sieht sie aus der offenen Seite des Herrn strömen (19,34) und begreift dies als Erfüllung eines Wortes in Jesu Abschiedsrede: „Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück“ (griechisch). „Ich gehe und zur gleichen Zeit komme ich; mein Fortgang – der Tod am Kreuz – ist auch mein Kommen.“


Solange wir leben, ist unser Leib nicht nur Brücke, die uns miteinander verbindet, sondern auch Schranke, die uns trennt, die uns in unser unzugängliches kleines Ich einschließt. Die offene Seite des Herrn wird zum Symbol der neuen Öffnung, die er sich im Tod erwirkt hat. Von nun an ist die Schranke seines Leibes aufgehoben. Blut und Wasser fließen aus seiner Seite in einem gewaltigen Strom durch die Geschichte. Als Auferstandener ist er der Freiraum, in den zu treten wir alle eingeladen sind.


Seine Wiederkunft ist nicht ein am fernen Ende der Zeiten stattfindendes Ereignis: sie hat schon in seiner Todesstunde stattgefunden, wo er in seinem Weggehen auf neue Weise zu uns kam. So hat sich im Tod des Herrn das Geschick des Weizenkornes erfüllt: wenn es nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht (Joh 12,24). Wir alle leben noch von dem Ertrag dieses Weizenkorns, das gestorben ist. Im eucharistischen Brot nehmen wir die unerschöpfliche Brotvermehrung der Liebe Christi entgegen, die ergiebig genug ist, den Hunger aller Zeiten zu stillen.


Joseph Kard. Ratzinger
Meditationen zur Karwoche, 1969
«Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück»



Icon Kommentar Kommentare (1)

Das geht nur Gott und dich etwas an,..

10.05.2012 20:19

Vom Tage seiner Umkehr an bis zu seinem Tod war Franziskus immer recht grob zu seinem Leib. Sein wesentliches und höchstes Anliegen bestand darin, die Freude des Geistes zu besitzen und zu bewahren, die Freude im Innern wie die äußere Freude. Er behauptete, Dämonen könnten einem Diener Gottes nichts anhaben; er müsse sich nur darum bemühen, die aus einem reinen Herzen kommende innere und äußere Freude des Geistes sich zu erwerben und zu erhalten. Die Dämonen müssten sich dann eingestehen: „Da dieser Diener Gottes seine Freude in Drangsal wie im Wohlbefinden bewahrt, finden wir keinen Zugang zu seiner Seele, um ihm zu schaden“.


Eines Tages tadelte er einen seiner Gefährten, der ein trauriges und bekümmertes Gesicht zog: „Warum zeigst du so offen deine Trauer und deinen Schmerz über deine Sünden? Das geht nur Gott und dich etwas an. Bitte ihn darum, dass er dich mit seinem Heil wieder froh macht (Ps 51,14). Versuche, vor mir und den Anderen immer fröhlich zu erscheinen; denn es gehört sich nicht, dass ein Diener Gottes mit trauriger und saurer Miene vor seine Brüder oder andere Menschen tritt


Franziskus von Assisi,
genannt „Anonymus von Perugia“ (13. Jh.)



Icon Kommentar Kommentare (1)



Mitglieder Login

 

Benutzer online: 23